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Wolfsburg erkämpft sich ersten Heimsieg der Saison

  • Geschrieben von Martin
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Ausgerechnet gegen den Tabellenführer aus Berlin gelang den Grizzlys der erste Erfolg vor heimischer Kulisse, wobei rund 1000 Gästefans dem Ganzen eher das Flair einer Auswärtspartie verliehen hatten. Durch das parallel stattfindende VfL-Heimspiel und die schon ans Lächerliche grenzende Park- und Anfahrtsproblematik fanden nur rund 2400 Heimfans den Weg zum sonst so beliebten Bärenduell. Während die immer wieder ärgerliche Zulieferermesse (warum nicht in BS oder H, wo zum Teil schon entsprechende Bauten stehen?) die Anfahrt bzw. das Parken mit Privat-PKW erschwerte, sorgte ein zusätzlich genehmigter Fan-Marsch des VfL direkt vor dem Spiel für eine Zufahrtssperre für öffentliche Verkehrsmittel...
Wer den Weg in die Eisarena trotzdem gefunden hatte, wurde mit einem äußerst unterhaltsamen Spektakel belohnt. Vor allem das erste Drittel diente dabei dem Kennenlernen der Schiedsrichter und ihrer Regelauslegung. Die Eisbären lernten (und fielen) schneller, Wolfsburg nahm teilweise gleich zu dritt auf der Strafbank Platz. Dass es am Ende des ersten Drittels nur 0:1 stand, war nach zwei langen 5 gegen 3 Situationen gegen die Grizzlys mehr als glücklich.
Doch schon ab dem Mitteldrittel zeigte sich: Bei numerischem Gleichgewicht waren die Grizzlys die tonangebende Mannschaft. Mit einem Mann mehr auf dem Eis gelang dabei der frühe Ausgleich durch Sebastian Furchner (22.), den die Gäste fünf Minuten später etwas glücklich beantworten konnten. Vom eigenen Spieler abgefälscht musste Wolfsburgs Goalie zum zweiten Mal einen Puck passieren lassen. Bis zur nächsten Drittelpause ließen die Gastgeber nicht nur die eine oder andere aussichtsreiche Chance liegen, auch ein Penaltyschuss durch Gerrit Fauser (40.) sollte nicht seinen Weg ins Gehäuse der Eisbären finden.
Erneut in Überzahl schlug dann Wolfsburgs Toptorjäger wieder zu! Furchners fünfter Treffer an diesem Wochenende stellte die Begegnung wieder auf Anfang und das zähe Ringen um Sieg und Extrapunkt begann. Erst eine Minute vor Ende der folgenden Verlängerung erlöste Gerrit Fauser mit dem 3:2 den mitfiebernden Anhang der Grizzlys und besiegelte damit den ersten Heimsieg der laufenden  Saison. Folgt nun der erste Dreier vor heimischer Kulisse?
Zuvor sind die Grizzlys bereits am Dienstag in der Champions-League gefordert. Gegen das europäische Spitzenteam aus Zürich wollen die Wolfsburger dann eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel in der Schweiz erstreiten.    

0:1 Petersen (MacQueen - Dupont) 7.Min PP 5-3
1:1 Furchner (Haskins - Dehner) 22.Min PP 5-4
1:2 Olver (C. Braun - Petersen) 27.Min
2:2 Furchner (Voakes - Likens) 51.Min PP 5-4
3:2 Fauser (Haskins - Dehner) 64.Min 3-3

 

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Auswärts bleibt der EHC eine Macht - 1:6 beim IEC

  • Geschrieben von Martin
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Nach etwas holprigen Anfangsminuten übernahmen die Grizzlys am Seilersee komplett die Kontrolle. Als Sebastian Furchner schließlich einen rasant vorgetragenen Konter seiner Reihe zum 0:1 abschloss (7.), konnte man den vom miserablen Saisonstart gezeichneten Gastgebern förmlich dabei zusehen, wie das Selbstvertrauen ihre Reihen verließ. Zunächst vergab der EHC seine sich häufenden Chance noch, mit einer kuriosen Strafe gegen die Roosters (17.) sollte sich die Partie aber endgültig gegen die Sauerländer entwickeln. Brad Ross hatte einen Linesman per Stockcheck aufs Eis geschickt, kurz nachdem ein hoher Stock gegen seinen Kopf ungeahndet geblieben war. Die folgende fünfminütige Überzahl nutzte Wolfsburg zum 0:2 durch Mark Voakes. Wie überlegen die Gäste wirklich waren, zeigte sich besonders nach Downs Anschlusstreffer aus der 25.Minute: Eine Zeigerumdrehung später fing Wolfsburgs Aubin bereits einen riskanten Querpass der Roosters an der eigenen blauen Linie ab...und vollstreckte seinen Alleingang eiskalt zum 1:3 in den Winkel. Doch es kam noch schlimmer für die krisengebeutelten Gastgeber! Wieder eine Minute später, die Roosters spielten gerade Überzahl, fingen sich die Sauerländern den nächsten Konter. Erneut Furchner eroberte aus der Abwehrformation heraus zunächst den Puck, mogelte sich am absichernden Verteidiger vorbei und landete nach einem Foul schließlich mitsamt Puck und gegnerischem Torwart im Gehäuse der Roosters. Das Spiel war praktisch entschieden. Dehners 1:5 kurz vor der zweiten Pause wischte letzte Zweifel vom Tisch, wer an diesem Abend die Punkte einfahren sollte. Der letzte Spielabschnitt wirkte zwischenzeitlich wie ein Trainingsspiel. Fast jeder zweite Wechsel inklusive Überzahlspiel gehörte auf Wolfsburger Seite der vierten Reihe, die die zusätzliche Eiszeit sichtbar genoss. Dass es mit Dehners 1:6 nur noch einmal hinter dem zu bedauernden Chet Pickard einschlug (44.), war eher dem entspannteren Auftreten der Grizzlys, als irgendeiner Leistungssteigerung der Gastgeber geschuldet. Nach dem dritten Auswärtssieg in Folge will der EHC nun endlich den ersten Heimsieg der Saison landen - ob die starken Eisbären da der richtige Gegner sind?  

0:1 Furchner (Haskins - Likens) 7.Min
0:2 Voakes (Likens - Aubin) 19.Min PP 5-4
1:2 Down (Periard) 25.Min
1:3 Aubin 26.Min
1:4 Furchner 27.Min SH 4-5
1:5 Dehner (Pfohl) 40.Min
1:6 Dehner (Furchner) 44.Min

Nächstes Heimspiel - nächster Fehlstart

  • Geschrieben von Martin
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Und wieder brauchten die Grizzlys einfach zu lange, um auf der Höhe des Geschehens anzukommen. Satte 34 Sekunden waren erst gespielt, da hatten die Gäste aus Mannheim bereits Profit aus der Wolfsburger Schlafmützigkeit gezogen. Marcus Kink war es, der unwiderstehlich zum Wolfsburger Tor gezogen war und den Puck zum frühen 0:1 in die Maschen drücken konnte. Die Gastgeber offenbarten in den folgenden 20 Minuten ein ums andere Mal Schnelligkeitsdefizite, konnten den Adler teilweise nur mit viel Mühe in ihren Aktionen folgen. Zahlreiche Chancen, darunter ein nicht verwandelter Penalty durch Brent Raedeke, ließen die Gäste im Laufe des Drittels liegen. Als Richmond schließlich eine gerade beendete Überzahlsituation doch noch zum 0:2 nutzen konnte (14.), schien sich ein Spielverlauf wie zuletzt gegen München anzubahnen. Doch mit Mark Voakes hielt der überragende Akteur auf Seiten der Grizzlys seine Farben im Spiel: Nach einer energischen Puckeroberung (16.) schob der Wolfsburger Ausnahmestürmer das Spielgerät hinter Endras zum vielumjubelten 1:2 ins Netz. Mit diesem, für den EHC etwas schmeichelhaften, knappen Rückstand ging es in die erste Pause. Wolfsburg präsentierte sich im Mittelabschnitt verbessert, schaffte während einer doppelten Überzahl sogar den Ausgleich durch erneut Mark Voakes, der eine schöne Kombination nur noch einschieben musste (25.). Doch das Glück der Grizzlys währte keine vier Zeigerumdrehungen, da schlugen die Gäste aus der Quadratestadt schon wieder zurück. Nikolai Goc hatte sich ins Drittel der Gastgeber getankt, nahm den tiefgespielten Puck selber wieder auf und legte dem mitgelaufenen Raedeke präzise das 2:3 auf. Die Grizzlys versuchten in den verbliebenen 30 Minuten des Spiels nach Leibeskräften zurück in die Partie zu kommen, doch die kompakt agierenden Adler ließen kaum einmal eine längere Druckphase der Gastgeber zu. Dreimal scheiterte der EHC dabei mit eigenem Powerplay, bis Ronny Arendt in der Schlussminute den Deckel drauf machte. Sein Treffer ins leere Tor setzte den Schlusspunkt unter einen absolut leistungsgerecht Sieg der Gäste aus Mannheim.  

0:1 Kink (Höfflin - Richmond) 1.Min
0:2 Kolarik (Richmond - Akdag) 14.Min
1:2 Voakes 16.Min
2:2 Voakes (Aubin - Likens) 25.Min PP 5-3
2:3 Raedeke (Goc - Wolf) 29.Min
2:4 Arendt 60.Min ENG

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Auswärtssieg in Ingolstadt

  • Geschrieben von Martin
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Mit ungewohnt defensiver Ausrichtung landen die Grizzlys den nächsten Auswärtssieg in der Schanzerstadt. Dabei profitierte das Team von Pavel Gross vor allem von seiner Effektivität in Überzahl. Gleich zweimal waren die Gäste im ersten Spielabschnitt im Powerplay erfolgreich. Furchner (11.) und Aubin (20.) schlossen jeweils den nahezu identischen Spielzug einmal von links und einmal von rechts zum Torerfolg ab, Ingolstadt hatte zwischenzeitlich durch Taticek (15.) ausgeglichen. Im Mittelabschnitt spielte dann fast nur noch der Gastgeber und kam durch Kapitän Laliberte (31.) zum verdienten 2:2 Ausgleich. Kurz zuvor hatte der Ex-Grizzly in Diensten der Panther einen Penalty über das Tor der Gäste gesetzt und somit die größte Gelegenheit der Ingolstädter vergeben. Es blieb weiter spannend und die Gastgeber das spielbestimmende Team. Doch während die Panther alle ihre Chancen ungenutzt ließen, verwandelte Wolfsburgs Sharrow in der 52.Minute eine der wenigen Gelegenheiten seines Teams eiskalt zum entscheidenden 2:3. Etwas glücklich, doch angesichts der insgesamt konzentrierten Vorstellung durchaus verdient, nahmen die Grizzlys alle drei Punkte mit in die Volkswagenstadt. Nun wartet mit den Adlern aus Mannheim nach München gleich der nächste Brocken vor heimischer Kulisse - hoffentlich mit dem ersten Wolfsburger Heimsieg in dieser noch jungen Saison.        

0:1 Furchner (Haskins - Dehner) 11.Min PP 5-4
1:1 Taticek (Pohl - Greilinger) 15.Min
1:2 Aubin (Voakes - Pfohl) 20.Min PP 5-4
2:2 Laliberte (Friesen) 31.Min
2:3 Sharrow (Dibelka - Voakes) 52.Min

Grizzlys verpennen Heimauftakt gegen München

  • Geschrieben von Martin
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Das Wiedersehen mit dem Finalgegner aus dem Süden sollte kein erfreuliches werden. Nahtlos knüpften die Grizzlys an die mäßige Vorstellung des Schlussabschnitts in Bremerhaven an und überließen den Gästen 20 Minuten lang die Initiative. Im Gegensatz zum spielerisch eher limitiert auftretenden REV nutzte der Meister Wolfsburgs nachlässigen Einstieg eiskalt aus. Keine fünf Minuten waren gespielt, da hatte Sebastian Vogl im Tor der Grizzlys schon zweimal hinter sich greifen müssen. Erst Deron Quint (3.), dann Brooks Macek hatten aus Nahdistanz verwertet und die behäbig agierenden Wolfsburger eiskalt bestraft. Dass der Rückstand bis zur ersten Sirene nicht noch höher ausfiel, war angesichts der saftlosen Vorstellung der Gastgeber äußerst glücklich. Eben jenes Glück wollte sich dann im zweiten, aus Wolfsburger Sicht 100 Prozent besseren, Spielabschnitt leider einfach nicht einstellen. Die Grizzlys bauten nun mächtig Druck auf sichtbar erstaunten Gäste auf, setzten diese phasenweise komplett in ihrem Drittel fest...und erzielten doch nur einen mageren Treffer. Alexander Dotzler hauchte dem EHC mit seinem Anschlusstreffer neues Leben ein (26.), doch keine der zahlreichen anderen Gelegenheiten sollte zu einem weiteren Treffer genutzt werden. Doch es kam noch schlimmer: Mit einer der wenigen Möglichkeiten des zweiten Drittels zogen die Gäste sogar auf 1:3 davon, wobei die roten Bullen ihren Konter alles andere als sauber ausgespielt hatten. Das Scheibenglück blieb aber eindeutig auf Seiten der Gäste, für die Abeltshauser (39.) den besagten Konter erfolgreich abschließen konnte.        
Leider sollte sich dieses Bild auch im Schlussabschnitt nicht wirklich verändern. Gestützt auf einen überragenden Danny aus den Birken in ihrem Gehäuse, spielten die Gäste den Vorsprung routiniert über die Zeit, erzielten dabei sogar noch zwei weitere Tore durch Maximilian Kastner. Wolfsburg schaffte es einfach nicht gefährlich und vor allem effizient vor dem Münchner Tor zu agieren, verlor im Schlussabschnitt mit Fabio Pfohl zu allem Überfluss auch noch einen weiteren Spieler (neben Seifert, Bina und Foucault) verletzungsbedingt. Der Heimauftakt in der Liga ging somit gründlich in die Hose.

0:1 Quint (Joslin - Wörle) 3.Min
0:2 Macek (Joslin) 5.Min
1:2 Dotzler (Dibelka - Haskins) 26.Min
1:3 Abeltshauser (Kahun - Christensen) 39.Min
1:4 Kastner (Matsumoto - Wörle) 56.Min
1:5 Kastner 60.Min

 

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Knapper Sieg beim Liganeuling - 2:3 in Bremerhaven

  • Geschrieben von Martin
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Das war spannender als nötig! Rund 400 Fans waren ihren Grizzlys zum Auftakt gegen DEL-Neuzugang Bremerhaven gefolgt und sahen zunächst einen starken Auftritt ihres Teams. Wolfsburg setzte dem REV mit schnellem und gewohnt laufintensivem Spiel sichtlich zu und glänzte obendrein in der Chancenverwertung. Zuerst hatte Fabio Pfohl einen Likens-Schuss unhaltbar in die Maschen des Gästetors abgefälscht (8.), wenig später baute Armin Wurm mit einem platzierten Distanzschuss (10.) die Führung der Gäste weiter aus - alles sah nach einer eindeutigen Angelegenheit aus. Zwar ließen die Grizzlys im Anschluss die eine oder andere Gelegenheit liegen, starteten aber auch im Mitteldrittel wieder dominant in den neuen Spielabschnitt. Doch die Gastgeber, wie ihr Publikum vom ihrer DEL-Premiere elektrisiert, hielten immer energischer dagegen...und sollten ihre Torpremiere bekommen! In einem äußerst druckvoll vorgetragenen Powerplay gelang den Pinguins zur Mitte der Partie dann der erste DEL-Treffer ihrer Vereinsgeschichte. Historischer Torschütze der Gastgeber war schließlich Jordan Owens (29.), der den Puck an Sebastian Vogl vorbeidrücken konnte. Noch größerer Jubel brandete bei den Heimfans dann in der 37.Minute auf, als erneut Owens die Scheibe im Gehäuse der Grizzlys unterbringen konnte. Das Glück stand dem REV, nicht nur in dieser Situation, dabei etwas Pate, hatte der Puck vor Owens Treffer doch - von allen ungesehen - erst einmal eine kleine Ruhepause am Pfosten des Grizzlytors eingelegt.
Hätten die Grizzlys nicht noch vor der zweiten Pause eine passende Antwort auf diese Bremerhavener Effizienz gefunden - wer weiß, wie dieses Spiel ausgegangen wäre! Mit ihrem ersten Überzahltreffer sicherten sich die Grizzlys auch gleich den ersten Dreier in dieser Saison. Dibelkas beherztes Nachsetzen vor dem Tor (40.) sorgte für den dritten Treffer der Gäste und fand nach Studium der Videoaufzeichnung schließlich völlig zurecht seine Anerkennung.
Diese knappe Führung verteidigte Wolfsburg im Schlussdrittel bis zur Schlusssirene. Dabei ging das Chancenplus, besonders ab Mitte des Schlussabschnitts, eindeutig an die Gastgeber. Viel zu defensiv präsentierte sich der EHC in dieser Phase und überließ den leidenschaftlich anrennenden Gastgebern dabei weitestgehend die Initiative. Dass diese Herangehensweise nicht doch noch den einen oder anderen Punkt kostete, war vor allem einer hervorragenden Torhüterleistung durch Wolfsburgs Basti Vogl zu verdanken. Ein ums andere Mal scheiterten die immer drückender agierenden Pinguine am Schlussmann der Gäste, bis der Abpfiff die herbeigesehnte Erlösung für die mitgereisten Grizzlys brachte. Insgesamt präsentierte sich das neue Team von der Küste als erwartungsgemäß hochmotivierter Herausforderer, dessen Defizite eher in der individuellen Klasse und weniger in der Einstellung zu suchen sind. Sollte der REV sich als Team einigermaßen schnell finden, könnte er wohl durchaus für die eine oder andere Überraschung bei den Etablierten dieser Liga sorgen!

0:1 Pfohl (Likens - Dibelka) 8.Min
0:2 Wurm (Likens) 10.Min
1:2 Owens (Lampl - Quirk) 29. Min PP 5-4
2:2 Owens (Maschmeyer - Quirk) 37.Min
2:3 Dibelka (Sharrow - Haskins) 40.Min PP 5-4

Wolfsburg schafft die Sensation in der CHL

  • Geschrieben von Martin
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Nach einem alles andere als gelungenen Gastspiel in Pardubice (6:1 Klatsche!) mussten die Grizzlys im abschließenden Gruppenspiel beim amtierenden Meister ran.
Göteborg präsentierte sich dabei, trotz vorzeitiger Qualifikation als Gruppenerster, als der erwartet starkte Kontrahent. Doch die Gäste aus Wolfsburg hatten nach dem enttäuschenden Auftritt in Tschechien ihren Kampfeswillen wiedergefunden. Gleich im ersten Powerplay gelang dabei die wichtige Führung: Nachdem Wolfsburgs Aubin gleich zweimal aus nächster Distanz am Goalie der Indians gescheitert war, machte es sein Kollege Mulock aus gleicher Position besser (8.). Kaum war der Jubel bei den rund 100 mitgereisten Fans verklungen, da durften sie sich auch schon das zweite Mal freuen! Kapitän Haskins hatte auf bekannte Art zum Kreisel um das gegnerische Tor angesetzt, legte aber neben dem Gehäuse auf den mitgefahrenen Furchner zurück - 0:2 nach exakt neun gespielten Minuten!
Göteborg reagierte, zeigte viel Leidenschaft für ein bereits qualifiziertes Team...und hatte schließlich auch noch etwas Glück. Das 1:2 durch Wellman (14.) rutschte glücklich bis vor die Kelle des lauernden Indians durch, der brauchte nur noch einzuschieben.
Das Mitteldrittel gestaltete sich weiter äußerst intensiv, beide Teams arbeiteten hart und hatten jeweils ihre Chancen. Direkt nach der größten Gelegenheit für die Gäste durch Jeremy Dehner fiel dann der Ausgleich für die Hausherren. Der bis dahin stark agierende Vogl im Tor der Grizzlys ließ Rosseli-Olsens Schuss durch die Schoner schlüpfen (30.) und das Momentum schien endgültig bei den Gastgebern zu sein.
Es folgte ein nervenaufreibendes Schlussdrittel, in dem die Gastgeber nichts unversucht ließen, um die Grizzlies als Verlierer auf die lange Heimreise zu schicken. Doch der einzige - und damit entscheidende - weitere Treffer der Partie sollte für die Gäste aus Niedersachsen fallen! Erneut in Überzahl hatte Lubor Dibelka einen knallharten Pass auf den langen Pfosten gespielt, den Brent Aubin humorlos in die Maschen drücken konnte (55.). Den knappen Vorsprung verteidigten die Grizzlys mit allem was sie hatten, wehrten sich dabei in der spektakulären Schlussphase auch gegen sechs schwedische Feldspieler erfolgreich gegen die drohende Verlängerung. Am Ende lagen sich die Grizzlys auf dem Eis und den Rängen überglücklich in den Armen - die weite Reise hatte sich für alle mehr als gelohnt!
Am kommenden Montag folgt nun die Auslosung der ersten KO-Runde, die darüber hinaus auch den weiteren Verlauf der Play-offs bestimmt.

0:1 Mulock (Aubin - Pfohl) 8.Min PP 5-4
0:2 Furchner (Haskins - Krupp) 10.Min
1:2 Wellman (Lundqvist - Larsson) 14.Min 
2:2 Rosseli - Olsen (Stalberg - Sigalet) 30.Min
2:3 Aubin (Dibelka - Likens) 55.Min PP 5-4

Grizzlys überfahren Pardubice mit 6:0

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer eindrucksvollen Leistung melden sich die Grizzlys im Rennen um das Erreichen der KO-Runde zurück. Praktisch vom Anpfiff weg dominierte der EHC dabei den Gast aus Tschechien nach Belieben. Pardubice fand zu keinem Zeitpunkt in die Begegnung und konnte nur im ersten Drittel - mit viel Glück - Schlimmeres verhindern. Das 1:0 durch Tyler Haskins (11.) spiegelte den Spielverlauf bis dahin jedenfalls nur unzureichend wieder. Das sollte sich im Anschluss jedoch gründlich ändern: Furchner und Sharrow erhöhten in Überzahl, Aubin stellte schließlich auf 4:0 - und das völlig verdient. Nur einer Vielzahl ungenutzter Wolfsburger Einschussmöglichkeiten war es zu verdanken, dass die Gäste am Ende mit 6:0 noch einigermaßen glimpflich davonkommen konnten. Lediglich erneut Sebastian Furchner in Überzahl und abschließend Tyson Mulock konnten eine der zahlreichen Chancen in Zählbares verwandeln. Ein zweistelliger Sieg wäre keinesfalls unangemessen gewesen - was vermutlich alles über dieses zwar rasante, aber doch auch etwas unausgeglichene Spiel aussagen dürfte. Wie schon im ersten CHL-Spiel überzeugte das Team von Pavel Gross durch enorme Laufbereitschaft, wirkte dabei aber noch ein ganzes Stück sicherer in seinen Spielzügen. Dass die Gäste aus Pardubice das Spiel der Grizzlys nicht annähernd so effektiv stören konnten, wie zuletzt der Champion aus Göteborg, trug sicherlich nicht unerheblich zu diesem Umstand bei.


1:0 Haskins (Furchner - Foucault) 11.Min
2:0 Furchner (Dehner - Haskins) 22.Min PP 5-4
3:0 Sharrow (Pfohl - Mulock) 26.Min PP 5-4
4:0 Aubin (Voakes) 34.Min
5:0 Furchner (Aubin - Likens) 42.Min PP 5-4
6:0 Mulock (Riefers - Likens) 47.Min

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Grizzlys begeistern trotz Niederlage gegen Göteborg!

  • Geschrieben von Martin
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Mehr als 2500 Zuschauer waren gekommen, um das erste CHL-Spiel ihrer Grizzlys zu sehen und wurden Zeuge einer rasanten und hochklassigen Begegnung.
Der Champion aus Schweden zeigte dabei eindrucksvoll, was ihn als europäische Spitzenmannschaft so stark macht: Das läuferische Tempo, aber auch die Handlungsschnelligkeit  der Gäste verlangten den Grizzlys schier alles ab. Zur Freude ihrer zahlreich anwesenden Fans gelang es der Wolfsburger Mannschaft tatsächlich mit viel Aufwand und hohem Einsatz den Schweden Paroli zu bieten. Besonders im Auftaktdrittel hatten die Gastgeber sogar die besseren Einschusschancen, scheiterten aber u.a. in Person von Jimmy Sharrow und Fabio Pfohl immer wieder an Göteborgs überragenden Goalie Gustafsson.
Im Mitteldrittel bahnte sich mit Fausers Treffer (23.) zum 1:0 und drei erfolgreich verteidigten Unterzahlspielen die erste Sensation der noch jungen Championsleague-Saison an. Nachdem Wolfsburgs Sebastian Vogl seine Farben mit tollen Paraden und etwas Glück erfolgreich im Spiel gehalten hatte, träumte die Halle doch schon ein wenig vom Sieg gegen den amtierenden Meister.
Doch im Schlussabschnitt zeigten die Gäste neben ihrer hervorragenden Spielanlage dann auch die nötige Abgezocktheit: Nach einem erfolgreichen Zweikampf hinter dem Wolfsburger Tor, vollstreckte Göteborgs Wellman (48.) zunächst zum 1:1. Zwei Minuten später nutzte der Gast eine gerade abgelaufene Strafzeit gegen die Grizzlys zum 1:2 Führungstreffer. Olofsson hatte per Direktabnahme aus Slot blitzschnell vollstreckt, die Gastgeber liefen nun zum ersten Mal einem Rückstand hinterher. Zwar boten sich den aufopferungsvoll kämpfenden Grizzlys noch einige Möglichkeiten auszugleichen, doch Göteborgs überragender Torhüter wusste sämtliche Chancen zunichte zu machen. Das letzte, eher komödiantische, Highlight dieser tollen Begegnung setzte mit Wellman erneut ein Spieler der Gäste. Wolfsburg hatte in der Schlussphase den Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen - Wellman geleitete nach Puckeroberung das Spielgerät bis zum leeren Tor der Grizzlys...um es an den Pfosten zu legen. Wenn es schon keine Punkte zu bejubeln gab, so hatten die Heimfans nun doch noch einmal etwas zu lachen geboten bekommen. Ebenso dürfte die Leistung der Wolfsburger Neuzugänge ein Lächeln auf das Gesicht der Fans in orange gezaubert haben. Alle vermittelten auf Anhieb einen ansprechenden Eindruck, wobei besonders Foucault und Karachun erste Ausrufezeichen setzten konnten.
Fazit: Die Lust auf die neue Saison dürfte bei vielen der Anwesenden spontan geweckt worden sein!

1:0 Fauser (Sharrow - Aubin) 23.Min 
1:1 Wellman (Hjalmarsson - Larsson) 48.Min
1:2 Olofsson (Donovan - Norstebo) 50.Min

 Ein paar Bilder vom Spiel gibt es hier: KLICK