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Der Meister als Aufbaugegner

  • Geschrieben von Martin
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Am letzten Spieltag vor der Olympia-Pause zeigten die Grizzlys doch noch einmal, was sie in den vergangenen zwei Spielzeiten zum Vize-Meister gemacht hat. Extrem diszipliniert und mit hohem läuferischen Aufwand traten die Niedersachsen dem Überteam aus München entgegen und fügten den roten Bullen die dritte Niederlage im vierten Aufeinandertreffen zu. Äußerst effizient vor dem gegnerischen Tor und aggressiv gegen den Puck frustrierten die Grizzlys den Gastgeber von Minute zu Minute mehr. Pfohls sehenswerter Alleingang (9.) und Fausers Treffer (13.) nach Zuckerpass von Voakes ließen die Gäste schon früh jubeln, während der genial aufgelegte Jerry Kuhn die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung trieb. Während der Münchner Frust sich vor allem beim ständig quatschenden Pizzaotto in diversen Stockschlägen entlud, verlegte sich Wolfsburg weiter auf das Wesentliche: Harte, lauf-intensive Abwehrarbeit und schnelle vertikale Spielzüge. Etwas Glück stand den fleißigen Gästen beim dritten Treffer dann auch noch zur Seite, als Mark Voakes' Pass vom Schlittschuh eines Gegners den Weg ins Münchner Tor fand (36.). Fausers zweiter Treffer (59.) machte den gelungenen Urlaubsauftakt (zumindest für die meisten Grizzlys) perfekt. Während Björn Krupp und eben jener Gerrit Fauser schon mal mit den zahlreichen Münchner Olympiateilnehmern fürs Gruppenfoto mit Erich Kühnhackl posierten, darf der Rest der Truppe sich nun auf den wohl verdienten Urlaub freuen. Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass das Wolfsburger Team bis auf Marcel Ohmann nach der Pause komplett wieder zur Verfügung stehen könnte. Vielleicht ist der Name des neuen Trainers bis dahin bekannt und die eine oder andere Vertragsverlängerung offizielle unter Dach und Fach.


0:1 Pfohl 9.Min
0:2 Fauser (Voakes - Aubin) 13.Min
0:3 Voakes (Aubin - Fauser) 36.Min
0:4 Fauser (Aubin - Likens) 59.Min

Pomadiger Auftritt in Krefeld - 4:3 Niederlage n.V.

  • Geschrieben von Martin
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Vor spärlich gefüllten Rängen sah es für die Gäste aus Niedersachsen zunächst nach leicht gewonnenen Punkten aus. Die Gastgeber aus Krefeld, für die es vor der Partie nur noch theoretische Chancen auf den 10.Platz gab, legten ein beschauliches Tempo an den Tag, dem sich die Grizzlys umgehend anpassten. Zwei Tore durch Alex Weiß (6./32.) zählten zunächst zu den wenigen Highlights dieser ohne Intensität und Geschwindigkeit geführten Begegnung. Alles deutete auf eine zwar langweiliges, aber erfolgreiches Spiel aus Sicht der personell weiter geschwächten Wolfsburger hin. Ohne Bina, Roach, Ohmann und ihre beiden Topscorer Foucault und Haskins wurden die immer lethargischer agierenden Grizzlys dann aber doch noch Opfer ihrer fahrlässigen Spielgestaltung. Bei eigener Überzahl kassierten sie noch vor der zweiten Pause den Anschluss durch Schymainski (36.), Greger Hanson gelang gegen nun völlig eingelullte Gäste sogar der Ausgleich (48.). Christoph Höhenleitner fand zwar nur zwei Minuten später die passende Antwort - doch nur damit sein Team wieder in den Tiefschlafmodus zurückschalten konnte. Plötzlich bewegten die Pinguine ihre Beine doch einmal etwas schneller und hatten mit dieser "genialen" Idee prompt Erfolg. Das 3:3, erneut durch Hanson (56.), war der verdiente Lohn für den nun wesentlich energischer und gieriger auftretenden Gastgeber. Wolfsburg fand im Anschluss an den erneuten Ausgleich zu keinem Moment mehr ernsthaft zurück in die Partie und sah sich auch in der Verlängerung dauerhaft mit defensiven Aufgaben beschäftigt. Umicevics Treffer (63.) zum Krefelder Sieg war schließlich die logische Konsequenz dieses halbgaren EHC-Auftritts. 
Im Prinzip lagen die drei Punkte von Beginn an auf dem Silbertablett für die Grizzlys bereit. Umso enttäuschender das mangelhafte Bemühen um einen höheren Vorsprung in den ersten beiden Spielabschnitten und die fehlende Härte (nur eine Strafe gegen Wolfsburg!) im Kampf um die direkte Play-off Qualifikation.

0:1 Weiß (Pfohl - Wurm) 6.Min
0:2 Weiß (Riefers - Pfohl) 32.Min
1:2 Schymainski (Nordlund) 36.Min SH 4-5
2:2 Hanson (Feser - Davis) 48.Min
2:3 Höhenleitner (Furchner - Likens) 50.Min
3:3 Hanson (Davis) 56.Min
4:3 Umicevic (Pietta - St.Pierre) 63.Min

Wichtiger 4:7 Erfolg bei der DEG

  • Geschrieben von Martin
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Das tat gut. Nachdem die Wolfsburger Fans beim Dauerkarten-Event ihrem Ruf einmal mehr alle Ehre gemacht hatten, munterten die Cracks des EHC sich nun auch selber auf. Nach dreißig zäh umkämpften Minuten war es ausgerechnet die sonst so kummervolle zweite Spielhälfte, die den Grizzlys den Sieg brachte. Wolfsburgs erste Führung durch Mulock (8.) hatten die Gastgeber nicht nur im Powerplay egalisiert (10.), sondern durch Machaceks Tor (15.) noch vor der ersten Pause in eine Führung verwandeln können. Doch die Grizzlys blieben diesmal nicht nur hartnäckig im Slot, sondern hatten auch endlich das nötige Scheibenglück, um nach Riefers Alleingang zum Ausgleich (24.) die Partie erneut drehen zu können. Furchners Abstauber nach Konfusion im DEG-Torraum konnte Düsseldorf zwar noch einmal beantworten (30.), doch dann trafen erst einmal nur noch die Gäste. Dabei gelangen Alex Weiß gleich zwei Treffer in Überzahl (33./41.), Fauser hatte zwischenzeitlich sogar noch genial zum 3:5 abfälschen können (37.).
Es ist natürlich bezeichnend für den Verlauf der letzten Wochen, dass sich nach Düsseldorfs 4:6 durch Strodel beim geneigten Fan gleich wieder ein wenig Nervosität einschlich. Anders jedoch das Team der Grizzlys, das den Vorsprung über die Zeit brachte, als sei der Wahnsinn der letzten beiden Heimspiele nie geschehen. Voakes' Treffer ins leere Tor machte in der Schlussminute dann den ersten Sieg nach sechs Niederlagen perfekt - ganz Eishockey-Wolfsburg dürfte in diesem Moment tief durchgeatmet haben.
Bekommt man jetzt noch die Defensiv-Probleme ein bisschen besser in der Griff, könnte in Krefeld der endgültige Befreiungsschlag gelingen. An das Spiel in München möchte man indes erst einmal nicht denken...   


0:1 Mulock (Karachun) 8.Min
1:1 Barta (Kammerer - Daschner) 10.Min PP 5-4
2:1 Machacek (D.Weiss - Lewandowski) 15.Min
2:2 Riefers (Likens - Pfohl) 24.Min
2:3 Furchner 25.Min
3:3 Welsh (Bordson - Daschner) 30.Min
3:4 A. Weiß 33.Min PP 5-4
3:5 Fauser (Ankert - Höhenleitner) 37.Min
3:6 A. Weiß (Aubin - Likens) 41.Min PP 5-4
4:6 Strodel (Daschner - Boyce) 49.Min
4:7 Voakes (Dixon - Fauser) 60.Min ENG

Nächstes Heimspiel - Debakel

  • Geschrieben von Martin
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Auch im Duell mit dem zukünftigen Arbeitgeber des Wolfsburger Coaches zogen die Grizzlys den Kürzeren. Wie schon gegen Ingolstadt versuchte der EHC seinen weiterhin zahlreich (ca. 3150) erscheinenden Fans offensiv etwas zu bieten - und ging mit diesem Unterfangen erneut grandios baden. Nach einem vogelwilden ersten Drittel mit drei Treffern auf beiden Seiten war schnell klar: Wolfsburg musste schleunigst etwas ändern, oder noch ein halbes Dutzend Tore nachlegen, um diese Partie zu gewinnen. Nichts von beidem sollte geschehen. Mit einem Abwehrverhalten, das man nur als desolat beschreiben kann, genehmigten die Gastgeber den Kurpfälzern drei weitere Auswärtstore und hatten die Punkte bereits zur zweiten Drittelpause sichtbar abgeschrieben. Wie schon gegen die Panther schien der Akku der Grizzlys zur Mitte des Spiels auf Notstrom zu laufen. Nur wenige Akteure wirkten frisch genug und mit ausreichend Übersicht ausgestattet, um dem keineswegs überragenden Spiel der Adler die nötige Lauf- und Passarbeit entgegen zu setzen. So gelang den "Auswärtsversagern" aus der Quadratestadt schließlich der erste Sieg in der Fremde nach 11 Niederlagen, Youngster Hungerecker feierte dabei seinen ersten Hattrick (8./33./36.) in der DEL. Zum letzten Drittel hatte zudem Wolfsburgs Kuhn den Platz zwischen den Pfosten für Felix Brückmann räumen müssen, nachdem er einen harmlosen Fernschuss zum 3:6 - fast schon slapstickartig - hatte passieren lassen. Einmal wurde dann auch Felix Brückmann Opfer der Wolfsburger "Defensive" (52.), ansonsten bestätigte die Katze ihre aufsteigende Form im Kampf um den Platz im Gehäuse der Grizzlys. 


0:1 Desjardins (Plachta - Setoguchi) 3.Min PP 5-4
1:1 Aubin (Likens - Fauser) 6.Min
1:2 Hungerecker (Festerling - Carle) 8.Min
2:2 Dehner (Furchner) 12.Min PP 5-4
2:3 Desjardins (Plachta - Colaiacovo) 14.Min
3:3 Pfohl (Likens) 14.Min
3:4 Hungerecker (Festerling - Sparre) 33.Min
3:5 Hungerecker (Festerling - Johnson) 36.Min
3:6 Kolarik (Goc - Setoguchi) 38.Min
3:7 Adam (Kolarik - Carle) 52.Min

Zum Spielbericht geht es HIER

Bilder vom Spiel gibt es HIER

Aufholjagd kommt zu spät - 3:2 in Berlin

  • Geschrieben von Stephanie
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Trotz einer verbesserten Leistung mussten die Grizzlys eine erneute Niederlage hinnehmen. Ohne ihren verletzten Kapitän Haskins angetreten, leisteten sich die Wolfsburger im ersten Drittel erst einmal viele dumme Strafen, woraufhin man in der 16. Minuten mit 0:1 in Rückstand geriet. McQueens Schlagschuss war leider für den gut aufgelegten Brückmann unhaltbar. Bis zur Schlussphase war das chancenarme Spiel von Defensive geprägt. Wolfsburg blockte die Berliner Schüsse meist ab, bevor sie gefährlich werden konnten, vergab aber selber seine rar gesäten Möglichkeiten oder traf nur den Pfosten. Das 2:0 für die Berliner fiel dann aus einer eher kuriosen Situation heraus: Dehner wollte per Hand klären, legte aber leider Aubry direkt den Puck vor den Schläger. Wieder war Brückmann chancenlos.
Den Goalie vom Eis zu nehmen ist ja bei knappen Spielständen durchaus eine gängige Praxis, bei den Grizzlys zur Zeit leider eher ein Garant für einen Gegentreffer. 2,5 Minuten vor Schluss stand es folgerichtig 3:0 für Berlin. Die Messe schien gelesen - doch plötzlich drehten die Grizzlys auf! Erst wurde Dixon vorm Tor von den Beinen geholt, was zu einem Penalty führte: Nur noch 3:1. Wenige Sekunden später sollte sich die Herausnahme des Goalies doch einmal auf der richtigen Seite zählbar niederschlagen. Nach aufopferndem Kampf und mit zwei Feldspielern mehr als Berlin konnte Fauser zum 3:2 einschieben. Das 3:3 wurde nach Videobeweis nicht anerkannt, leider regelkonform wegen Torhüterbehinderung.
So bleibt festzuhalten, dass die Grizzlys leider etwas spät ins Spiel fanden. Die Leistung lässt wieder ein wenig Hoffnung in der derzeit eher unspaßigen Saisonphase aufkeimen. Weiter geht es am Freitag mit dem Heimspiel gegen die Shopping Queens aus Mannheim :D


1:0 MacQueen (Baxmann - Oppenheimer) 16.Min PP 5-4
2:0 Aubry (Rankel - Richmond) 53.Min
3:0 Richmond 58.Min ENG
3:1 Dixon 58.Min PEN
3:2 Fauser (Kreps - Voakes) 59.Min PP 5-4 EA

Der Tank ist leer - bitteres 5:8 gegen Ingolstadt

  • Geschrieben von Martin
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Nach viel Kampf und Krampf hatten die Grizzlys zunächst doch noch die Kurve gekriegt und ihre Überlegenheit in Tore verwandelt. Dass die Gäste durch Collins (17.) in Führung gegangen waren, hatte dem ohnehin angespannten Nervenkostüm des Wolfsburger Powerplays dabei nicht unbedingt gut getan. So musste es erst einmal auch ohne Überzahltor gehen: Höhenleitner (19.) und Kreps (23.) hatten die Gastgeber schließlich leistungsgerecht in Front geschossen. Wobei Kreps' Treffer auch gut und gerne das 4:1 hätte sein können, wenn...ja wenn die Referees nicht einen reichlich wilden Tag erwischt hätten. In der gleichen Minute hatten sie zuvor zweimal auf "kein Tor" entschieden, indem sie einen Treffer wegen angeblichen Torraumabseits nicht gaben, den anderen einfach vorher abpfiffen. Noch ärgerlicher wurde es zehn Minuten später, als nach Abpfiff der Puck doch noch durch Kuhns Schoner trudelte und der Referee hinter dem Kasten schamlos auf Tor entschied. Was der folgende Videobeweis (ohne Ton!) sollte, bleibt ein Rätsel. Vermutlich sollte es so etwas wie Gewissenhaftigkeit simulieren.
Wie eingangs beschrieben bekamen die Grizzlys die Kurve und konnte trotzdem noch zweimal jubeln, bevor es in die nächste Pause ging. Kreps (36.) und Pfohl (36.) hatten die doppelte Überzahl der Gastgeber veredeln können, der Verfolger aus Bayern schien ein wenig auf Distanz gebracht. Der Schein sollte trügen.
Zwar überstand Wolfsburg die dem 4:2 folgende Druckphase der Gäste recht souverän, doch im letzten Drittel sollte es beim völlig überspielt wirkenden EHC einfach nicht mehr reichen.
In einem beispiellos die von uns bereits früher angesprochene Problematik offenbarenden Drittel fiel der Wolfsburger Erstligist komplett auseinander.
Erst lies der sonst so tadellose Kuhn einen sicheren Puck noch durchrutschen (43.), dann spazierten die Gäste praktisch von Tor zu Tor. Die Wolfsburger Spieler schienen am Eis festzukleben, dienten den konzentriert weiterarbeitenden Schanzern teilweise nur noch als Slalomstangen. Wolfsburg war, mit Ausnahme der Spieler, die zuletzt länger gefehlt hatten, komplett blau und musste fast hilflos die weiteren Tor durch Elsner (46.), Collins (54.) und Olson (55.) hinnehmen.
Eine Auszeit schien dann noch einmal Besserung bei den Grizzlys zu bringen. Wenig später gelang mit Fabio Pfohl erneut einem Spieler der einzigen funktionierenden Reihe nach einem Break-away der 5:6 Anschluss (57.). Zwei Schüsse ins leere Tor (sicherlich kein Genie-Streich unseres Trainers) machten dann schließlich das Debakel perfekt.
Um es an dieser Stelle festzuhalten: Trotz der atemberaubenden Leistung der Schiedsrichter geht das Ergebnis dieses Spiels in erster Linie auf die konditionelle Bankrotterklärung der Grizzlys zurück. Wirkte das Team mit Ausnahme von Kreps, Pfohl und Ankert schon im ersten Drittel etwas fußkrank, so zollte die Mannschaft gegen Ende dem seltsamen Spielplan dieser Saison und dem großen Verletzungspech heftig Tribut. Platz 6 scheint bis zur Olympia-Pause so nicht machbar zu sein, denn sechzig Minuten konstante (Lauf)leistung hat man in den letzten Spielen eigentlich nie gesehen.

0:1 Collins (Sullivan - Olson) 17.Min
1:1 Höhenleitner (Bina - Pfohl) 19.Min
2:1 Kreps (Höhenleitner) 23.Min
2:2 Olver (Kostinen - Mouillierat) 32.Min
3:2 Kreps (Voakes - Weiß) 36.Min PP 5-3
4:2 Pfohl (Dehner - Haskins) 36.Min PP 5-4
4:3 Taticek (Wagner - Elsner) 43.Min
4:4 Elsner (Sullivan - Mouillierat) 46.Min PP 5-4
4:5 Collins (Olson - Friesen) 54.Min
4:6 Olson (Laliberte - Greilinger) 55.Min
5:6 Pfohl (Höhenleitner - Kuhn) 57.Min
5:7 Laliberte 58.Min ENG
5:8 Olson (Kostinen - Pielmeier) 59.Min ENG

Spielbericht entfällt - ein fast komplett erschöpftes Team und sein Spiel zu analysieren macht wenig Sinn.

Bilder vom Spiel gibt es HIER

Weiter Torflaute - Ein Treffer und ein Punkt in Nürnberg

  • Geschrieben von Martin
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Es bleibt dabei: Wolfsburgs Stürmer schießen wenig, dafür ungenau. Der Grund für diesen Zustand war im Aufeinandertreffen mit den Ice Tigers allerdings relativ offensichtlich. Wie ein roter Faden zog sich die Pass-Ungenauigkeit bei den Grizzlys durch die Begegnung, ebenso wie die etwas langsamere "Reisegeschwindigkeit" der meisten Akteure. Folglich fanden die Gäste in den ersten 10 Minuten kaum den Weg aus ihrem eigenen Drittel, verloren den Puck immer wieder schon im Aufbau an die stark pressenden Tigers. Dank einer weitgehend konzentrierten Arbeit gegen den Puck und einem hellwachen Jerry Kuhn im Tor blieb diese Phase aber ohne Torerfolg für den Gastgeber, die Grizzlys fanden ab dem zweiten Drittel dann sogar offensiv statt. Den scheinbar einzigen Torerfolg dieser hart umkämpften Partie verbuchte schließlich Yasin Ehliz (36.), der mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss Jerry Kuhn zum ersten Mal überwinden konnte (36.). Wenig später vergab auf Wolfsburger Seite Kreps nach Alleingang die bis dahin beste Chance der Gäste; auch den Nachschuss konnte Pfohl nicht im Gehäuse unterbringen. Trotz zunehmender Angriffsbemühungen der Grizzlys im Schlussabschnitt blieb die Mehrzahl der Torchancen auf Seiten der Nürnberger, ohne dass eine der beiden Parteien einen weiteren Treffer verbuchen konnte. Erst, als Wolfsburgs Goalie schon den Weg zur Bank suchte (59.), nahm sich erneut Kreps ein Herz und nagelte das Spielgerät knallhart über Treutles Stockhand in die Maschen. Die folgende Overtime sollte sich, anders als das Spiel, hingegen schnell entscheiden. Wieder war es Yasin Ehliz, der nach Vorarbeit des wie aufgedreht spielenden Patrick Reimer den Siegtreffer markieren und die Partie schon nach 73 Sekunden beenden konnte.
Wolfsburg kann in der kommenden Partie gegen Ingolstadt sicherlich auf die gezeigte Defensivleistung aufbauen und einen weiteren Punktgewinn hoffen. Langsam darf man sich jedoch fragen, ob das laufintensive Wolfsburger Spiel mit dem gestauchten Spielplan plus Champions-League plus Verletzungsmisere vereinbar ist. Schaut man während der Partien in die Gesichter einiger Grizzlys, so scheint die Olympia-Pause gar nicht schnell genug zu kommen...
Erfreulich: Ein gelungenes Comeback feierte indes Wolfsburgs Torsten Ankert, der den verletzten Armin Wurm gut vertrat und sich für weitere Einsätze empfehlen konnte. Torjäger Foucault wurde hingegen weiterhin schmerzlich vermisst.

1:0 Ehliz (Buzas - Reimer) 36.Min
1:1 Kreps (Haskins - Dehner) 59.Min
2:1 Ehliz (Reimer - Aronson) 62.Min

Wolfsburger Ladehemmung hält an

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 53
Wieder nur ein Tor, wieder keine Punkte. In der Spielgestaltung konnte man den Grizzlys allerdings, im Gegensatz zum Auftritt in Bremerhaven, diesmal keinen Vorwurf machen. Fast über die komplette Dauer der Partie hatten die Gastgeber die Oberhand auf dem Eis und spielten dabei ein überragendes erstes Drittel. Doch statt einer deutlichen Führung stand es nach dem furiosen Auftaktdrittel lediglich 1:0 durch einen Treffer von Philip Riefers (6.). Wie ein roter Faden zog sich auch danach die mangelhafte Chancenverwertung der durchaus aggressiv auftretenden Wolfsburger durch diese Begegnung.
Ganz anders die Gäste aus dem Sauerland. Ein Alleingang von Jaspers (28.) bei Überzahl und Larssons Tor nach einem Abspielfehler hinter dem Wolfsburger Gehäuse (33.) stellten die Partie innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf. Die Grizzlys feuerten am Ende mehr als doppelt so oft in Richtung IEC-Tor, gewannen deutlich mehr Bullys und setzten ihren gefürchteten Forecheck immer wieder durch. Die Roosters konnten teilweise kaum ihr Drittel verlassen, blieben aber defensiv äußerst standhaft. Mit bis zu drei Leuten im eigenen Slot machten sie ihren Laden bis zum Schlusspfiff dicht und entführten somit alle drei Punkte aus Wolfsburg. Einziges erfreuliches Highlight aus Wolfsburger Sicht: Den Heimspielfrust wollten immer noch über 3000 Zuschauer sehen - keine Selbstverständlichkeit nach den letzten Heimspielen (das Spiel gegen den KEC mal ausgenommen) und dem wenig namhaften Gegner vom Seilersee.


1:0 Riefers (Dixon - Sharrow) 6.Min
1:1 Jaspers (Down) 28.Min PP 5-4
1:2 Larsson (Salmonsson - Blank) 33.Min

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Harmlose Grizzlys verlieren Spiel und Ohmann

  • Geschrieben von Martin
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Mit 3:1 ging das erste Spiel nach der "Bombe" in Sachen Trainerzukunft verloren. Dabei traten die Grizzlys beim REV zunächst unbeeindruckt und kämpferisch auf, setzten die Gastgeber immer wieder gut unter Druck und gingen auch durch Fabio Pfohl (3.) früh in Führung. Doch der Schwung der ersten zwanzig Minuten sollte bei den Wolfsburgern, die mit Kreps und ohne Foucault angetreten waren, Stück für Stück schwinden. Spätestens das verletzungsbedingte Ausscheiden von Marcel Ohmann nach rund einer Viertelstunde brachte einen Knick im Wolfsburger Auftreten. Die Pinguins kämpften sich zwar ihrerseits vorbildlich in die Partie, benötigten zur Führung aber einen großen Sack voll Glück und Zufall. Sowohl Moores Ausgleich (29.) als auch Urbas Treffer (47.) zum 2:1 waren alles andere als gut gezielte Torschüsse - in beiden Fällen musste der Puck von gegnerischen Spielern abgefälscht werden, damit er überhaupt auf den Kasten der Grizzlys kommen konnte. Leider landete er aus Sicht des EHC auch jedesmal unhaltbar im Tor! Ausgesprochen ärgerlich für den erneut gut aufgelegten Jerry Kuhn im Tor der Gäste, der bei seinem Ex-Club auch noch einen dritten unhaltbaren Treffer quittieren musste (53.). Newbury hatte einen schönen zwei auf eins Konter der Gastgeber vollstreckt und das Spiel frühzeitig entschieden. Die durchaus diszipliniert, aber zu harmlos agierenden Wolfsburger konnten dem Spiel in der Folgezeit keine Wende mehr geben. Besonders ärgerlich: Nach dem Bremerhavener Ausgleich hatte der blendend aufgelegte Pfohl das Spielgerät nicht nur in, sondern gleich durch die Maschen gejagt. Der Videobeweis blieb aus, weil die Referees fälschlicherweise zudem auf Torraumabseits entschieden hatten, ohne, dass ein Grizzly selbigen betreten hatte. Den leichten Kontakt zum Wolfsburger Feldspieler hatte Bremrehavens Pöpperle hingegen selber hergestellt... 

0:1 Pfohl (Bina-Weiss) 3.Min
1:1 Moore (Urbas) 29.Min
2:1 Urbas (Rumble - Lavallee) 47.Min
3:1 Newbury (Nehring - Urbas) 53.Min

Pavel Gross unterschreibt in Mannheim

  • Geschrieben von Stephanie
  • Zugriffe: 591
Nach 10 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit trennen sich am Ende dieser Saison die Wege von Trainer Pavel Gross und den Grizzlys Wolfsburg.
2008 als Co-Trainer engagiert, seit 2010 als Cheftrainer tätig, hat er sich in dieser Zeit zu einem der erfolgreichsten Trainer der DEL entwickelt und hat den Standort Wolfsburg zu einer der Topadressen in der Liga gemacht. Drei Vizemeisterschaften und seit 2009 durchgängige Playoffteilnahmen stehen in seiner Vita, klar dass andere Vereine mit größeren Etats die Fühler nach ihm ausstreckten. Die Adler pfiffen es ja schon länger von den Dächern, nun ist es sicher dass Gross zu seinem Ex-Club wechselt.

Wir bedanken uns schon jetzt für die letzten Jahre, wollen aber eines nicht vergessen: Pavel, deine Mission hier ist noch nicht beendet!

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