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EHC-Spätvorstellung endet mit erstem Sieg

Mit einem Auftakt nach Maß starteten die Grizzlys in die diesjährigen Play-offs. Schon nach gut drei Minuten durften die heimischen Fans den ersten Treffer gegen den Gast aus Schwenningen bejubeln und wähnten sich wohl streckenweise im falschen Film. Denn sowohl die katastrophalen Heimspiel-Auftritte seit dem Jahreswechsel, als auch der Ruf der Gäste als extrem defensivstarkes Team sprachen eigentlich gegen einen Verlauf, wie er im Folgenden zu beobachten war. Wolfsburg dominierte den ersten Spielabschnitt und erspielte sich zahlreiche Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Der Gast aus dem Schwarzwald trat bis zur ersten Pause offensiv eigentlich kaum in Erscheinung, konnte allerdings durch einen unglücklich abgefälschten Fernschuss (16.) etwas unverdient ausgleichen. Mulocks Lattenknaller (20.) setzte dann den vorläufigen Schlusspunkt unter ein Drittel der ausgelassenen EHC-Chancen. 
Mit Auftakt des Mittelabschnitts drohte die Partie dann, doch etwas überraschend, komplett zu kippen. Viel zu weit aufgerückt kassierten die Hausherren schon nach 15 Sekunden das blitzsauber herausgespielte Konter-Tor durch Schwenningens Will Acton. Nun waren die Wild Wings am Drücker, verdienten sich praktisch im Nachhinein durch zwingende Offensivaktionen die knappe Führung und setzten die nun wenig sattelfest wirkende Wolfsburger Abwehr immer wieder effektiv unter Druck. Zwar fanden die mit Kris Foucault (wenig überzeugend) verstärkten Grizzlys nach einigen Minuten zurück in die Spur, das Spiel fand nun aber bis zum Schlusspfiff komplett auf Augenhöhe statt. Zur großen Erleichterung der kleinen Kulisse (2050) konnten die Hausherren noch vor dem zweiten Pausentee den dringend benötigten Ausgleich erzielen. Einen absoluten Sahnepass von Jeff Likens hatte Wolfsburgs Ur-Gestein Christoph Höhenleitner per Direktabnahme verwandelt (35.) und das Momentum wieder etwas zurück zu den Gastgebern holen können. Als Brent Aubin schließlich, völlig allein im Slot, einen Nachschuss über Strahlmeiers Schoner lupfen konnte (44.), schien der Abend den aus Grizzly-Sicht gewünschten Verlauf zu nehmen. Doch wieder ein, diesmal vom eigenen Mann, abgefälschter Schuss brachte die Gäste kurz vor Schluss (57.) zurück in die Partie. Im Laufe der Begegnung hatte Wolfsburg beim Aufräumen im eigenen Drittel immer wieder Schwierigkeiten gezeigt, die in dieser Szene nun letztlich bestraft wurden. Raumaufteilung und die damit verbundene Laufarbeit schienen den verletzungsgebeutelten Gastgebern mit Fortschreiten der Partie immer schwerer zu fallen. Umso erstaunlicher, dass Wolfsburg in der folgenden Verlängerung noch einmal eine kleine Schippe drauflegen konnte und schließlich durch Dixons Treffer (nach schier endlosem Videobeweis) seine Fans in der 72.Minute wohl etwas müde, aber glücklich nach Hause schicken konnte. Der erste Schritt Richtung Viertelfinale ist somit getan - der zweite soll nun am Freitag in Schwenningen folgen. Vor ausverkauftem Hause dürfte die Grizzlys allerdings ein äußerst heißer Tanz im Schwarzwald erwarten. Will heißen: Ohne eine weitere deutliche Leistungssteigerung dürfte es wohl am Sonntag in ein entscheidendes drittes Spiel in der heimischen Eisarena gehen. Hoffen wir das Beste. 

1:0 Furchner (Sharrow - Krupp) 4.Min
1:1 Danner (Bender) 16.Min
1:2 Acton (Hult - Fleury) 21.Min
2:2 Höhenleitner (Likens - Dixon) 35.Min
3:2 Aubin (Sharrow - Pfohl) 44.Min
3:3 El-Sayed (Wörle - Kaijomaa) 57.Min
4:3 Dixon (Likens - Höhenleitner) 72.Min

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Der ausführliche Spielbericht entfällt aus beruflichen Gründen