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Grizzlys stellen Eisbären ein Bein

  • Geschrieben von Martin
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Mit einem äußerst konzentrierten Auftritt in der Mercedes-Benz Arena landeten die Grizzlys tatsächlich den zweiten Auswärtssieg der Saison. Vor allem in Unterzahl liefen die Gäste dabei zur Höchstform auf und ließen die Eisbären kaum zu größeren Chancen kommen. 
Zunächst hatten sich die Gastgeber auch bei 5 gegen 5 die Zähne an Wolfsburgs Defensivstrategie ausgebissen und aus ihrer optischen Überlegenheit keinerlei Nutzen ziehen können. Torlos ging es in die erste Pause, Wolfsburg fand bis dahin offensiv praktisch nicht statt. Das sollte sich nach der Berliner Führung (23.) durch Jonas Müller allerdings ändern! Eben jener Müller wanderte zwei Minuten nach seinem Treffer auf die Sünderbank. Kaum wieder auf dem Eis, durfte er auch schon Bergmans Hammer zum 1:1 Ausgleich bewundern (26.). Als die Gäste direkt im Anschluss gleich drei Strafen in Folge kassierten (27./28./30.) entschied sich die Partie - und zwar für die Grizzlys. Das wenig kreative Eisbären-Powerplay perlte geradezu an den leidenschaftlich kämpfenden Unterzahlformationen der Wolfsburger ab. Gerade wieder komplett, fuhren die Gäste einen schönen Konter bei dem Kapitän Furchner nur mittels Foul am Torschuss gehindert werden konnte. Den fälligen Penalty versenkte, wie schon gegen Mannheim, der eiskalte Cole Cassels (29.). Vielleicht hat nun auch Trainer Kossmann realisiert, dass Penalties im Training und im Spiel unterschiedlich zu bewerten sind...anders ist die Wahl seiner Schützen gegen Krefeld jedenfalls nicht zu erklären.
Dank eines glänzend aufgelegten David Leggio zwischen den Pfosten und Lattas frühem 1:3  in der 42.Minute, behielten die Grizzlys auch im Schlussabschnitt die Kontrolle über die nun immer zäher werdende Partie.
Als Jaspers sogar noch den Shorthander (48.) auspackte, schienen die Gastgeber endgültig den Glauben an eine Wende zu begraben. Einen spektakulären Turn-around in einem Spiel mit Wolfsburger Beteiligung gab es, zum Glück, dann nicht erneut zu begutachten. Mit drei etwas unverhofften Punkten im Gepäck machte sich der Grizzlytross samt Fan-Anhang schließlich auf die gut gelaunte Rückreise an den Allersee.

Personal-Update: Ohmann kehrte ins Team zurück, Weiß und Fauser gesellten sich zur Schar der Verletzten.    

1:0 Müller (MacQueen - Noebels) 23.Min
1:1 Bergman (Latta - Furchner) 26.Min
1:2 Cassels 36.Min PS
1:3 Latta (Aubin - Dehner) 42.Min
1:4 Jaspers 48.Min SH 4-5

Gruselvorstellung gegen Krefeld

  • Geschrieben von Martin
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Trotz drei Rückkehrern agierte Wolfsburg fast fünfzig Minuten lang schlapp und streckenweise orientierungslos. Das einzig Schmackhafte in diesem großen, für das Publikum gänzlich unverdaulichen Happen des Spiels war die Unfähigkeit der Gäste, mehr als zwei Tore aus ihrer Überlegenheit zu machen. Ansonsten hagelte es für die Grizzlys weiter kleine und große Katastrophen. Die kleinen in Form des bereits zum Standard gehörenden Torhüterfehlers zur ersten Gästeführung (9.) und per Eigentor von Jeff Likens (27.). Die großen Katastrophen, wie könnte es anders sein, stellten erneute gravierende Spielerausfälle dar. Gegen Ende des ersten Drittel knockte zunächst Machacek bei einem Checkversuch mit Fauser seinen eigenen Teamkameraden aus. Zum Auftakt des Schlussabschnitts schied mit Alex Weiß der nächste Grizzlys nach einem unglücklichen Zusammenprall mit verdrehtem Knie aus.
Garniert wurde dieses ärgerliche und von beiden Seiten mit geradezu amateurhafter Präzision und Intensität geführte Schauspiel von einer ebenso amateurhaften Schiedsrichterleistung, die eine Flut falscher Icing-, Abseits- und zum Leidwesen der Grizzlys auch Torentscheidungen mit sich brachte. So fand Krupps Knaller zum Anschlusstreffer (29.) wegen angeblicher Torhüterbehinderung keine Anerkennung. Da die Entscheidung nach Studium der Videobilder gefällt wurde, blieb eigentlich nur die Frage, welcher der Beteiligten da mit einer Behinderung zu kämpfen hatte.
Kurz vor der ersten Pausensirene gelang den Gastgebern dann doch noch das überraschende 2:1 durch Jason Jaspers, kurz nachdem die Grizzlys das einzige (sic) Unterzahlspiel der gesamten Begegnung schadlos überstanden hatten.
Was dann ab Mitte des letzten Drittels im Wolfsburger Team los war, ist im Nachhinein nicht zu erklären. Plötzlich landeten nicht mehr die Hälfte der Pässe in den Kufen der Mitspieler, plötzlich waren Tempo und körperliche Präsenz nahezu auf DEL-Niveau! Das schockierte die Gäste aus Krefeld offenbar so sehr, dass sie komplett den Faden verloren. So gelang dem wie aufgedreht agierenden Daniel Sparre schließlich der mittlerweile fast verdiente Ausgleich. Ein weiterer Treffer sollte aber bis zum Ende der unvermeidlichen und durchaus unterhaltsamen Verlängerung nicht fallen. Dort stand Wolfsburgs Bergman im Fokus des Geschehens, der bei seinem Schuss an die Latte zunächst die Entscheidung auf dem Schläger gehabt hatte (), dann aber acht Sekunden vor Ende einen Penalty verschuldete. Da Leggio den folgenden Strafschuss (65.) entschärfen konnte, fiel die Entscheidung wiederum im Penaltyschießen. Dort trafen weder Aubin, Sparre noch Raabe (!). Bei den Gästen verwandelte schließlich Trettenes als einziger Schütze zum Gewinn des Zusatzpunkts und beendete diese erst zum Schluss wirklich als Profi-Eishockey erkennbare Partie.
Während Neuzugang Petr Pohl einen gefälligen Einstand bei den Grizzlys feierte, schloss sich auf seiner Seite lediglich Sparre (und der viel umjubelte Raabe) mit einer herausragenden Leistung diesem positiven Eindruck an. Ansonsten krankte Wolfsburgs Auftritt vor allem am nicht existenten Zusammen- und Aufbauspiel und dem geradezu lächerlichen Körperspiel fast sämtlicher Akteure. Versuche dies zu ändern, endeten eher in der eigenen oder der Verletzung des Mitspielers. Jämmerlich. In dieser Verfassung wären die Grizzlys auch in der DEL2 ein klarer Abstiegskandidat - ungeachtet des apokalyptischen Verletzungspechs natürlich. 

0:1
 Schymainski (Riefers - Trivellato) 9.Min
0:2 Costello (Lefebvre) 27.Min
1:2 Jasper (Sparre - Busch) 40.Min
2:2 Sparre (Machacek - Krupp) 56.Min
2:3 Trettenes PS

Spielbericht entfällt wegen Oberliga-Niveau

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Tapferer Mini-Kader unterliegt dem Meister

  • Geschrieben von Martin
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Mit gerade einmal 16 Feldspielern, darunter drei Förderlizenzspieler und DNL III - Eigengewächs Raabe, versuchten sich die Grizzlys beim Meister in München. Lange Zeit sah es tatsächlich nach einem knappen Spiel aus, in dem den Gästen aus Wolfsburg letztlich nur die Klasse im Abschluss zu fehlen schien. Parkes Führungstreffer (8.) direkt im Anschluss an eine überstanden geglaubte Unterzahl, brachte die Grizzlys ebenso wenig aus dem Konzept wie das Auslassen der wenigen eigenen Chancen. Leider raubten gleich zwei Unterzahlspiele aufgrund dummer Aubin-Strafen in der Folge den Niedersachsen auf lange Sicht einen guten Teil ihrer ohnehin begrenzten konditionellen Möglichkeit. So blieb Jaspers Ausgleich (31.) zur Mitte der Begegnung der einzige Anlass zum Jubeln in einem Spiel, das den winzigen Wolfsburger Kader (Möchel meldete sich zuvor als 10.Spieler verletzt ab) mit zunehmender Dauer vor schier unlösbare Aufgaben stellte. Aber wer weiß, zu was die verbliebenen Grizzlys im Stande gewesen wären, hätte ihr ehemaliger Kollege Mark Voakes dem Wolfsburger Powerplay nicht direkt vor der zweiten Pause den Stecker gezogen. Mit gewohnter Eleganz und Übersicht erzielte der Edel-Techniker, jetzt in Diensten des Meisters, per Give-and-Go den vorentscheidenden Shorthander (39.). Im Schlussabschnitt schwanden den Gästen zusehends die Kräfte, so dass mit Andreas Eder (46./57.) und Jakob Mayenschein (55.) zwei Münchner Youngster für die Tore drei bis fünf verantwortlich zeichnen konnten. Unter den Spottgesängen der finanziell und sportlich verwöhnten Münchner Fans spielten die Grizzlys diese, am Ende viel zu hohe Niederlage tapfer zu Ende. "Ohne Pavel, habt ihr keine Chance" und "Ihr werdet nie Deutscher Meister" wirken von Fans eines Vereins, beim dem das Geld in den letzten Jahren stets zur Meisterschaft gereicht hat, doch irgendwie hirntot. Spätestens seit Pizza-Otto weiß man aber, dass es südlich des Weißwurst-Äquators nicht nur schlechte Verlierer, sondern auch reichlich schlechte Gewinner gibt. Stichwort: Auf am Boden Liegende eintreten.
Bei Wolfsburg besteht indes wenig Hoffnung auf zahlreiche und vor allem zeitnahe Rückkehrer aus dem prall gefüllten Lazarett. Zwei oder drei Neuverpflichtungen sollen aus den sich anbahnenden Try-outs aber in den kommenden Tagen die Reihen wieder etwas füllen. Angesichts der aktuellen Marktsituation und der begrenzten finanziellen Mittel der Grizzlys dürften die Neuzugänge aber erneut wenig spektakulär ausfallen...  

1:0 Parkes (Mitchell - Joslin) 8.Min
1:1 Jaspers (Dehner - Sparre) 31.Min
2:1 Voakes (Kastner - Abeltshauser) 39.Min SH 4-5
3:1 A. Eder (Button - T. Eder) 46.Min
4:1 Mayenschein (Seidenberg - Mitchell) 55.Min
5:1 A. Eder (T. Eder - Aulie) 57.Min

Überraschender Sieg gegen Mannheim

  • Geschrieben von Martin
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Gegen den etwas müde wirkenden Tabellenführer aus der Kurpfalz gelang Wolfsburg ein spätes Comeback und damit der 4:3 Sieg nach Verlängerung. Beide Teams waren zu diesem, eigentlich sehr ungleichen, Kräftemessen reichlich dezimiert angetreten. Während die Grizzlys ihre Reihen dieses Mal mit Jakob Ceglarski und Steven Raabe aus der DNL III ergänzten, musste auch Mannheim mit Brune und Soramies auf Personal aus DEL 2 bzw. DNL zurückgreifen.
Wolfsburg präsentierte sich dabei dem eigenen Anhang, zur allgemeinen Erleichterung, defensiv verbessert und konnte gegen die leicht überlegenen Adler zunächst gut mithalten. Den Führungstreffer des besten Powerplays der Liga durch Desjardins (9.) beantwortete Wolfsburgs Kapitän, indem er einen Schuss unhaltbar in Mannheims Gehäuse abfälschen konnte (14.). Da der Absender des Schusses Steven Raabe gewesen war, wurde im Anschluss neben dem Tor vor allem der Vorlagengeber von Team und Fans euphorisch gefeiert! Mannheim agierte zwar weiter mit leichten Vorteilen, die größeren Chancen hatten aber meist die Gastgeber, die bis in die Schlussminuten aber an Gästegoalie Endras zu verzweifeln drohten. Zwei weiteren Mannheimer Treffern nach (29.) oder aus (56.) Powerplaysituationen durch Kolarik und Möser hatten die Grizzlys nur einen sehenswert verwandelten Penalty (51.) durch Cole Cassels entgegenzusetzen. Vor allem das dritte Tor der Adler drohte die Partie frühzeitig zu entscheiden, da Wolfsburg mit zunehmender Spieldauer immer weniger Torgefahr generieren konnte. Doch die Grizzlys sollten den Gast um Ex-Trainer Gross und vor allem auch den eigenen Anhang überraschen  - und zwar positiv!
Mit einem No-Look-Pass von hinter dem Tor setzte Aubin zunächst seinen Kollegen Machacek zum späten Ausgleich (59.) erfolgreich in Szene. Einmal in Schwung gekommen setzte Ex-Adler Sparre in der folgenden Verlängerung die Scheibe aus vollem Lauf zum viel umjubelten Sieg unter die Latte. Ganze 38 Sekunden hatte es gedauert, bis die Eisarena sich endgültig von ihrer teils frostigen Stimmung verabschieden durfte und die "Raupe" endlich einmal wieder auf die Reise gehen durfte...

0:1 Desjardins (Katic - Kolarik) 9.Min PP 5-4
1:1 Furchner (Raabe) 14.Min
1:2 Kolarik (Festerling - Möser) 29.Min
2:2 Cassels 51.Min PEN
2:3 Möser (Eisenschmid - Festerling) 56.Min PP 5-4
3:3 Machacek (Aubin - Krupp) 59.Min EA
4:3 Sparre (Bergman - Jaspers) 61.Min

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6:2 Schlachtfest in Augsburg

  • Geschrieben von Martin
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Das erste Drittel kam einer Hinrichtung gleich - einziger Unterschied: Bei einer Hinrichtung ist der Delinquent meistens noch am Leben. Wolfsburg hingegen agierte eher wie ein Rudel Zombies und ließ das Torgewitter der Panther wie selbstverständlich über sich ergehen. Besonders vor dem eigenen Tor sahen sich gestandene DEL-Spieler wie Björn Krupp oder Wade Bergman nicht genötigt, den Körperkontakt zu ihren Gegenspielern herzustellen und ermöglichten den Gastgebern somit ein fröhliches Scheibenschießen. Nachdem die letzten beiden Auswärtspartien im Prinzip durch frühe Torhüterfehler entschieden wurden, besorgte das dieses Mal die gesamte Mannschaft mit einer absolut inakzeptablen Einstellung im ersten Spielabschnitt. Ganze fünf Tore schenkte Augsburg den willenlos agierenden Gästen bis zur ersten Sirene ein. Danach schalteten die Panther in den Schongang und ließen Wolfsburg durch Sparre (25.) und Dehner (57.) sogar noch zu zwei eigenen Toren kommen. Zwischenzeitlich gelang Augsburgs Fraser per Hattrick allerdings auch noch der sechste Treffer für die Gastgeber (56.).
Kurz und knapp: Wolfsburg war chancenlos.
Verletzungstechnisch gab es (natürlich) einen weiteren Nackenschlag für die Grizzlys: Christoph Höhenleitner blieb nach einem Revanchefoul verletzt auf dem Eis liegen und wird Wolfsburg mit einer Gehirnerschütterung für unabsehbare Zeit fehlen. 

1:0 Fraser (LeBlanc - McNeill) 5.Min PP 5-4
2:0 Fraser (Sternheimer - Gill) 7.Min
3:0 Schmölz (Detsch - Ullmann) 15.Min
4:0 Ullmann (Detsch - Hafenrichter) 18.Min
5:0 LeBlanc (White - Sternheimer) 19.Min
5:1 Sparre (Bergman) 25.Min
6:1 Fraser (White - Payerl) 56.Min PP 5-4
6:2 Dehner (Cassels - Möchel) 57.Min

Traurige Vorstellung in Nürnberg

  • Geschrieben von Martin
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Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da war es für die Grizzlys und ihre über 500 im Sonderzug angereisten Fans eigentlich schon wieder beendet. 
Dabei scheint die Serie aus Kuriositäten, Pech und Verletzungen einfach kein Ende nehmen zu wollen. Ohne den verletzten Marcel Ohmann gingen die Gäste aus Niedersachsen praktisch mit dem allerletzten Aufgebot inkl. Nachwuchsspieler Raabe an den Start. Dass Raabe im Laufe des Spiels dann auch noch in die Verteidigung wechseln musste (und dort reichlich Eiszeit bekam), hatte wiederum einen höchst unerfreulichen Grund: William Wrenn war nach einem ungeahndeten Ellbogencheck gegen den Kopf verletzt ausgeschieden. Übeltäter Lalonde kam ungestraft davon, wenige Augenblicke später produzierte Wolfsburgs Goalie dann schon den zweiten Torwartfehler zum 2:0 für die Gastgeber. Nach einem Treffer vom Bully weg (1.) und Kislingers Abschluss durch die Schoner (3.) wechselte Kuhn sich selber aus und machte für David Leggio Platz, der am letzten Wochenende eben jene Konsequenz leider vermissen ließ. Besser wurde dadurch nur das Torwartspiel - die Feldspieler der Grizzlys agierten nach diesem katastrophalen Auftakt fortan völlig körperlos, ließen den Nürnberger Express über sich hinweg rollen.
Da half auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Wolfsburgs einzigen Lichtblick Gerrit Fauser (6.) nichts. Fast wie selbstverständlich stellten die Gastgeber durch Acton (13.) und Bassen (20.) noch vor der ersten Pause auf 4:1. Als die Ice Tigers im Mittelabschnitt den Fuß etwas vom Gas nahmen, kamen auch die Gäste während anderthalb Minuten doppelter Überzahl zu ersten nennenswerten Chancen. Den einzigen Treffer des Drittels markierte aber wiederum Nürnberg (25.).
Während die Gastgeber sich nun immer mal wieder aus Bequemlichkeit oder Unaufmerksamkeit selbst in Unterzahl brachten, konnte das reichlich mutlos wirkende Wolfsburg keine dieser Möglichkeiten zu einem weiteren Ehrentreffer nutzen. Ein trauriger Abend näherte sich somit ungemildert trist seinem Ende.
Insgesamt betrachtet hat der Bruch im Team seit dem Iserlohn-Spiel mittlerweile die Größe des Grand Canyon angenommen. Und die halbe Saison liegt noch vor uns...   
 
1:0 Fox (Dupuis) 1.Min
2:0 Kislinger (Alanov) 3.Min
2:1 Fauser (Furchner - Wurm) 6.Min
3:1 Acton (Bassen - Weber) 13.Min
4:1 Bassen (Acton - Brown) 20.Min
5:1 Brown (Acton - Bender) 25.Min

Ängstliches Gestocher endet mit 1:2 Niederlage n.P.

  • Geschrieben von Martin
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Offenbar hat die dramatische Niederlage in Iserlohn tiefe Narben im Gemüt der Grizzlys hinterlassen. Anders kann man den völlig mutlosen Auftritt gegen das Schlusslicht aus dem Schwarzwald nicht erklären. In einem Spiel, das jegliches Niveau vermissen ließ, waren die Schwäne aus Schwenningen letztlich das bessere Team. Viel zu sagen hatte das allerdings nicht. Den besten Spielzug der Partie nutzte István Bartalis (25.) in diesem chancenarmen Aufeinandertreffen zum verdienten Führungstreffer für die Gäste. Das weckte kurzfristig sogar die Hausherren, die zwei Zeigerumdrehungen später prompt den Ausgleich durch Rückkehrer Höhenleitner verbuchen konnten. Bezeichnenderweise landete dessen Schuss in der Kufe eines Gästespielers - ein herausgespieltes Tor blieb auf Seiten der völlig wirr agierenden Grizzlys damit Fehlanzeige. Nun folgte eine kleine Wolfsburger Druckphase, die nach wenigen Minuten auch schon wieder zum Erliegen kam. Das Spiel kehrte also zu seinem munteren Potpourri aus destruktivem Hockey, wenig Tempo, lauem Körperspiel garniert mit einer Flut von Fehlpässen auf beiden Seiten zurück. Selbst bei drei gegen drei in der unvermeidlichen Verlängerung konnte keines der beiden Teams die unglaublichen Freiräume und zahlreichen Fehler des Gegners zu einem weitern Treffer nutzen, so dass das Penaltyschießen die Qualen von Teams und Fans beenden musste. Dort erlöste schließlich Schwenningens Ville Korhonen alle Anwesenden vom Fortgang der Veranstaltung und schickte somit wenigstens die handvoll mitgereisten Schwäne-Fans mit einem Lächeln auf die lange Heimreise. Die restlichen Zeugen dieser Veranstaltung machten sich reichlich desillusioniert auf den weitaus kürzeren Weg ins Wochenende. 

0:1 Bartalis (Hult -Bohác) 25.Min
1:1 Höhenleitner (Sparre - Dehner) 27.Min
1:2 Korhonen  PEN

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7:6 Niederlage beim Tag der offenen Tür in Iserlohn

  • Geschrieben von Martin
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Fast wäre es die Fortsetzung des gelungenen Neustarts gegen Ingolstadt geworden. Trotz der frühen Roosters-Führung nach einer Witzstrafe gegen Armin Wurm (2.) kamen die Grizzlys auch am Seilersee gut in die Partie. Ein Doppelschlag der stark aufspielenden Marius Möchel (10.) und Spencer Machacek (12.) brachte die Gäste dabei endgültig in Schwung. Auch Dmitirievs schmeichelhafter Ausgleich (18.) konnte schon zwei Minuten später durch Cassels drittes Saisontor beantwortet werden, so dass das Auftaktdrittel knapp an den EHC ging.
Zum Start des Mittelanschnitts nutzte Iserlohns Caporusso ein Nickerchen der Wolfsburger Hintermannschaft zum sehenswerten Alleingang (22.), dem der völlig indisponiert agierende Leggio im Tor der Grizzlys ebenfalls nichts entgegen zu setzen wusste. In der Folgezeit zeigten sich die Roosters gut informiert und brachten mehr Härte in die Begegnung, was ihnen im Gegensatz zum letzten Gegner der Grizzlys allerdings keinen nennenswerten Vorteil verschaffte. Im Gegenteil: Bei doppelter Überzahl ließen die Gäste einer Auszeit gleich einmal die erneute Führung folgen. Besonders erfreulich war dabei der Torschütze, denn Brent Aubin konnte mit einem Gewaltschuss endlich seine schier endlose Torflaute beenden (36.) und endlich seinen ersten Saisontreffer bejubeln!
Als Wolfsburg dann im Schlussabschnitt durch Furchner (44.) und Machacek (47.) sogar auf 3:6 davonziehen konnte, sah es schon fast sicher nach einem Sechs-Punkte-Wochenende aus. Doch alle Freude in dieser Saison wird offenbar immer noch irgendwie getrübt. Die Grizzlys, bis dahin trotz der beiden zusätzlichen Ausfälle von Jaspers und Höhenleitner top präsent, stellten plötzlich das Spielen ein und versuchten etwas, das in dieser Spielzeit noch nie funktioniert hat - sie verwalteten den Vorsprung. In den letzten zehn Spielminuten ließen die Gäste, bei denen Eigengewächs Raabe im Schlussabschnitt keine Eiszeit mehr erhielt, einfach alles vermissen, was sie zuvor so stark gemacht hatte. Forecheck und Angriffsbemühungen wurden weitgehend eingestellt und David Leggio, der von Beginn an einen sagenhaft unsicheren Eindruck hinterließ, durfte bis zur Sirene noch sage und schreibe dreimal hinter sich greifen. Florek (50.), Matsumoto (53.) direkt vom Anspiel und Bergman in Überzahl (59.) brachten die eigentlich längst entschiedene Begegnung in die Overtime. Dort ließen die sichtbar demoralisierten Grizzlys in einer frühen Unterzahl dem Unheil weiter seinen Lauf und fingen sich auch noch den siebten Gegentreffer (61.). Es bleibt abzuwarten, ob sich das im Angriffsspiel und vor allem im Powerplay deutlich verbesserte Wolfsburger Team mit diesem Spielverlauf selber den mentalen Genickschuss verpasst hat, oder ob die Grizzlys doch noch irgendwie die Kurve bekommen.
Neu-Trainer Kossmann kann bisher jedenfalls erstaunlich viel Gutes auf der Habenseite verbuchen, obwohl das Lazarett mit Weiß, Höhenleitner und Jaspers mittlerweile epische Züge (8 Ausfälle) angenommen hat. Die Abteilung Defensive hingegen sollte man langsam aber sicher von ihrem Übungsleiter befreien. Trotz gesundem Stammpersonal sind die Leistungen in diesem Mannschaftsteil derart schwankend, dass es hier normalerweise zu Konsequenzen kommen muss. Auch David Leggio sollte nach den bisher gezeigten Leistungen, einschließlich des fast schon lachhaften Auftritts in Iserlohn, bis auf weiteres die Bank warm halten. Diese Verpflichtung stellt bisher leider nicht einmal im Ansatz eine Hilfe dar - eher das Gegenteil.    


1:0 Trupp (Matsumoto - Fischer) 2.Min PP 5-4
1:1 Möchel (Wrenn - Bergman) 10.Min
1:2 Machacek (Furchner - Fauser) 12.Min PP 5-4
2:2 Dmitriev (Camara - Matsumoto) 18.Min
2:3 Cassels (Sparre - Ohmann) 20.Min
3:3 Caporusso (Todd) 22.Min
3:4 Aubin (Dehner - Sparre) 36.Min PP 5-3
3:5 Furchner (Fauser - Machacek) 44.Min PP 5-4
3:6 Machacek (Möchel - Wrenn) 47.Min
4:6 Florek (Friedrich) 50.Min
5:6 Matsumoto 53.Min
6:6 Bergman (Turnbull) 59.Min PP 5-4
7:6 Camara (Matsumoto - Yeo) 61.Min PP 4-3

Gelungener Start nach der Pause

  • Geschrieben von Martin
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Mit einem knappen, aber verdienten 4:3 Sieg gegen Ingolstadt starteten die Grizzlys in das zweite Drittel der Saison. Mit den Rückkehrern Leggio, Machacek und Möchel verstärkt übernahm Wolfsburg sofort die Initiative und hatte den ersten Spielabschnitt meist gut im Griff. Nach zahlreichen guten Gelegenheiten war es dann Spencer Machacek, der die längst überfällige Führung für die Hausherren (8.) markieren konnte. Mit einer überflüssigen Bankstrafe leiteten die Grizzlys im Mittelabschnitt die beste Phase der Gäste praktisch selber ein. Die Panther nutzten ihr gutes Powerplay zunächst zum Ausgleich (30.), gingen anderthalb Minuten später durch Colton Jobke sogar mit 1:2 in Führung. Wolfsburg wirkte irritiert, drohte wieder einzuknicken und den Biss zu verlieren - eine Auszeit durch Neu-Coach Kossmann sollte Abhilfe schaffen. Und das tat sie auch! Die Grizzlys schüttelten sich noch einige Augenblicke, dann schlugen sie noch vor der zweiten Pause doppelt zurück. Daniel Sparre (36.) und Jeff Likens (40.) veredelten zwei Überzahlspiele mit millimetergenauen Distanzschüssen. Auffällig: Wie schon beim ersten Wolfsburger Treffer stimmte der Traffic vor dem Tor der Gäste - der Goalie hatte jeweils kaum eine Chance zu reagieren.
Als Wolfsburgs fast schon legendär schlechtes Powerplay dann auch noch den dritten Treffer, dieses Mal durch Cole Cassels, verbuchen konnte (44.), schien der Weg zum ersehnten Heimsieg endgültig geebnet. Doch ganz kuriert von seinen Überzahlproblemen zeigte sich der EHC dann doch nicht: Immer wieder konnten die teils sehr rustikal agierenden Gäste in folgenden Unterzahlspielen gefährlich kontern und letztlich doch noch eine dieser Gelegenheiten zum Shorthander nutzen. D'Amigo schloss einen Alleingang am kurzen Eck durch Kuhns Schoner ab (53.) und machte das Spiel wieder spannend. Mit etwas Glück und durch ein völlig sinnloses Foul an Christoph Höhenleitner (59.) begünstigt, brachten die Grizzlys diesen wichtigen Heim-Dreier schließlich über die Runden. So wurden die Feier des Sieges und gleichzeitig Armin Wurms 500.DEL-Spiel durch die Sorge um die Gesundheit des Wolfsburger Ur-Gesteins leider etwas überschattet.

1:0 Machacek (Dehner - Karachun) 8.Min
1:1 Olson (Collins - Kelleher) 30.Min PP 5-4
1:2 Jobke (Elsner - Braun) 32.Min
2:2 Sparre (Dehner - Cassels) 36.Min PP 5-4
3:2 Likens (Wrenn - Machacek) 40.Min PP 5-4
4:2 Cassels (Dehner - Möchel) 44.Min PP 5-4
4:3 D'Amigo 53.Min SH 4-5

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Wolfsburg bezieht Prügel - 7:2 in Düsseldorf

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer völlig desolaten Leistung verabschiedeten sich die Grizzlys in die Deutschland-Cup Pause. Gleich im ersten Drittel entschieden die mindestens eine Klasse besser agierenden Gastgeber die Partie für sich, schenkten den völlig überforderten und läuferisch unterlegenen Gästen gleich viermal ein (3./5./15./19.). Dass die Grizzlys dabei einen ihrer beiden (!) Schüsse auf das Gehäuse der DEG ebenfalls unterbringen konnten (9.) irritierte die Hausherren nur kurz, wenig später setzte sich die Demontage der Gäste aus Wolfsburg ungebremst fort. Als Düsseldorf nach 20 Minuten den Fuß vom Gas nahm, konnten auch die Grizzlys die eine oder andere druckvollere Phase verbuchen - natürlich ohne die DEG ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Da bei den Gästen immer mehr der Fust regierte, konnte Düsseldorf noch zwei weitere Überzahlspiele zum 5:1 und 6:1 nutzen, so dass nun auch die letzten Zweifel am Ausgang der Begegnung beseitigt waren. Im letzten Spielabschnitt ließen beide Teams das Ganze weitgehend friedlich ausklingen, Olimb (49.) und Höhenleitner (51.) markierten jeweils noch einen Treffer für ihre Farben.
Es schmerzt, feststellen zu müssen, dass die Grizzlys ohne fünf Ausländer einfach nicht mehr konkurrenzfähig sind. Der gesamte Auftritt der Wolfsburger im ISS Dome war weit jenseits dessen, was man braucht, um gegen eines der anderen Teams (mit Ausnahme der Wild Wings) zu bestehen. Ein Jerry Kuhn z.B. ist momentan psychisch völlig neben der Spur, teilte zum wiederholten Male Stockschläge, diesmal sogar gegen Spieler, die ihn gar nicht bedrängten, aus. Durch die Ausfälle von Brückmann und Leggio bleibt hier nur Davi als Option, der aber wohl nur als Platzhalter gedacht ist. Ebenso hat man durch den Abgang von Ankert keinerlei Möglichkeiten im Abwehrbereich zu reagieren, wenn die Leistung bei einzelnen mal so gar nicht stimmt - und es gäbe einiges zu reagieren...
Dass neben Höhenleitner und Weiß ausgerechnet Sparre zu den Besten im Angriff zählte (auf Seiten der Gäste, wohlgemerkt), stimmt nach den zuletzt gezeigten Leistungen eher nachdenklich, als optimistisch.
Es müsste wohl in der kurzen Pause eine wahre Massen- und Wunderheilung bei den Grizzlys einsetzen, um dieser bisher völlig verkorksten Saison doch noch eine versöhnlichere Richtung geben zu können. Mit Latta, Möchel, Foucault und Leggio sollten zumindest vier der sieben Verletzten in Reichweite eines Comebacks sein, Ersatz für Elkins und Albert dürfte bei weiterem Zögern bald schon sinnlos sein. Ob es mit vollerem Kader besser läuft bzw. laufen kann, bleibt nach den bisherigen Eindrücken allerdings ungewiss.

1:0 Laub (Picard - Köppchen) 3.Min
2:0 Olimb (Barta - Gogulla) 5.Min PP 5-3
2:1 Sparre (Dehner) 9.Min PP 5-4
3:1 Pimm  (McKiernan - Henrion) 15.Min
4:1 Pimm (Descheneau - Barta) 19.Min PP 5-4
5:1 Gogulla (Descheneau - McKiernan) 32.Min PP 5-4
6:1 Barta (McKiernan - Pimm) 38.Min PP 5-3
7:1 Olimb (Ebner - Nowak) 49.Min
7:2 Höhenleitner (Fauser - Karachun) 51.Min