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Wolfsburg bezieht Prügel - 7:2 in Düsseldorf

Mit einer völlig desolaten Leistung verabschiedeten sich die Grizzlys in die Deutschland-Cup Pause. Gleich im ersten Drittel entschieden die mindestens eine Klasse besser agierenden Gastgeber die Partie für sich, schenkten den völlig überforderten und läuferisch unterlegenen Gästen gleich viermal ein (3./5./15./19.). Dass die Grizzlys dabei einen ihrer beiden (!) Schüsse auf das Gehäuse der DEG ebenfalls unterbringen konnten (9.) irritierte die Hausherren nur kurz, wenig später setzte sich die Demontage der Gäste aus Wolfsburg ungebremst fort. Als Düsseldorf nach 20 Minuten den Fuß vom Gas nahm, konnten auch die Grizzlys die eine oder andere druckvollere Phase verbuchen - natürlich ohne die DEG ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Da bei den Gästen immer mehr der Fust regierte, konnte Düsseldorf noch zwei weitere Überzahlspiele zum 5:1 und 6:1 nutzen, so dass nun auch die letzten Zweifel am Ausgang der Begegnung beseitigt waren. Im letzten Spielabschnitt ließen beide Teams das Ganze weitgehend friedlich ausklingen, Olimb (49.) und Höhenleitner (51.) markierten jeweils noch einen Treffer für ihre Farben.
Es schmerzt, feststellen zu müssen, dass die Grizzlys ohne fünf Ausländer einfach nicht mehr konkurrenzfähig sind. Der gesamte Auftritt der Wolfsburger im ISS Dome war weit jenseits dessen, was man braucht, um gegen eines der anderen Teams (mit Ausnahme der Wild Wings) zu bestehen. Ein Jerry Kuhn z.B. ist momentan psychisch völlig neben der Spur, teilte zum wiederholten Male Stockschläge, diesmal sogar gegen Spieler, die ihn gar nicht bedrängten, aus. Durch die Ausfälle von Brückmann und Leggio bleibt hier nur Davi als Option, der aber wohl nur als Platzhalter gedacht ist. Ebenso hat man durch den Abgang von Ankert keinerlei Möglichkeiten im Abwehrbereich zu reagieren, wenn die Leistung bei einzelnen mal so gar nicht stimmt - und es gäbe einiges zu reagieren...
Dass neben Höhenleitner und Weiß ausgerechnet Sparre zu den Besten im Angriff zählte (auf Seiten der Gäste, wohlgemerkt), stimmt nach den zuletzt gezeigten Leistungen eher nachdenklich, als optimistisch.
Es müsste wohl in der kurzen Pause eine wahre Massen- und Wunderheilung bei den Grizzlys einsetzen, um dieser bisher völlig verkorksten Saison doch noch eine versöhnlichere Richtung geben zu können. Mit Latta, Möchel, Foucault und Leggio sollten zumindest vier der sieben Verletzten in Reichweite eines Comebacks sein, Ersatz für Elkins und Albert dürfte bei weiterem Zögern bald schon sinnlos sein. Ob es mit vollerem Kader besser läuft bzw. laufen kann, bleibt nach den bisherigen Eindrücken allerdings ungewiss.

1:0 Laub (Picard - Köppchen) 3.Min
2:0 Olimb (Barta - Gogulla) 5.Min PP 5-3
2:1 Sparre (Dehner) 9.Min PP 5-4
3:1 Pimm  (McKiernan - Henrion) 15.Min
4:1 Pimm (Descheneau - Barta) 19.Min PP 5-4
5:1 Gogulla (Descheneau - McKiernan) 32.Min PP 5-4
6:1 Barta (McKiernan - Pimm) 38.Min PP 5-3
7:1 Olimb (Ebner - Nowak) 49.Min
7:2 Höhenleitner (Fauser - Karachun) 51.Min