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Traurige Vorstellung in Nürnberg

Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da war es für die Grizzlys und ihre über 500 im Sonderzug angereisten Fans eigentlich schon wieder beendet. 
Dabei scheint die Serie aus Kuriositäten, Pech und Verletzungen einfach kein Ende nehmen zu wollen. Ohne den verletzten Marcel Ohmann gingen die Gäste aus Niedersachsen praktisch mit dem allerletzten Aufgebot inkl. Nachwuchsspieler Raabe an den Start. Dass Raabe im Laufe des Spiels dann auch noch in die Verteidigung wechseln musste (und dort reichlich Eiszeit bekam), hatte wiederum einen höchst unerfreulichen Grund: William Wrenn war nach einem ungeahndeten Ellbogencheck gegen den Kopf verletzt ausgeschieden. Übeltäter Lalonde kam ungestraft davon, wenige Augenblicke später produzierte Wolfsburgs Goalie dann schon den zweiten Torwartfehler zum 2:0 für die Gastgeber. Nach einem Treffer vom Bully weg (1.) und Kislingers Abschluss durch die Schoner (3.) wechselte Kuhn sich selber aus und machte für David Leggio Platz, der am letzten Wochenende eben jene Konsequenz leider vermissen ließ. Besser wurde dadurch nur das Torwartspiel - die Feldspieler der Grizzlys agierten nach diesem katastrophalen Auftakt fortan völlig körperlos, ließen den Nürnberger Express über sich hinweg rollen.
Da half auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Wolfsburgs einzigen Lichtblick Gerrit Fauser (6.) nichts. Fast wie selbstverständlich stellten die Gastgeber durch Acton (13.) und Bassen (20.) noch vor der ersten Pause auf 4:1. Als die Ice Tigers im Mittelabschnitt den Fuß etwas vom Gas nahmen, kamen auch die Gäste während anderthalb Minuten doppelter Überzahl zu ersten nennenswerten Chancen. Den einzigen Treffer des Drittels markierte aber wiederum Nürnberg (25.).
Während die Gastgeber sich nun immer mal wieder aus Bequemlichkeit oder Unaufmerksamkeit selbst in Unterzahl brachten, konnte das reichlich mutlos wirkende Wolfsburg keine dieser Möglichkeiten zu einem weiteren Ehrentreffer nutzen. Ein trauriger Abend näherte sich somit ungemildert trist seinem Ende.
Insgesamt betrachtet hat der Bruch im Team seit dem Iserlohn-Spiel mittlerweile die Größe des Grand Canyon angenommen. Und die halbe Saison liegt noch vor uns...   
 
1:0 Fox (Dupuis) 1.Min
2:0 Kislinger (Alanov) 3.Min
2:1 Fauser (Furchner - Wurm) 6.Min
3:1 Acton (Bassen - Weber) 13.Min
4:1 Bassen (Acton - Brown) 20.Min
5:1 Brown (Acton - Bender) 25.Min