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An der Küste abgesoffen - 8:1 in Fischtown

Diese Seefahrt war nicht ganz so lustig. Zumindest nicht für die zahlreich mitgereisten Fans der Grizzlys. 
Schon vom Anpfiff weg war schnell klar: Heute passt es nicht bei den Männern in orange - und daran sollte sich bis zum Ende des Spiels rein gar nichts ändern.
Bremerhaven übernahm sofort das Kommando und hatte in den ersten 20 Minuten die alleinige Option auf gewonnene Zweikämpfe und aussichtsreiche Torschüsse. Die irgendwie gehemmt wirkenden Gäste kassierten, bezeichnenderweise, dann den ersten Gegentreffer bei eigener Überzahl (5.) und sind auf dem besten Weg, in dieser Kategorie neue Liga-Rekorde anzusteuern. Als der ansonsten tadellos agierende David Leggio einen Schuss am kurzen Pfosten durchrutschen ließ (9.), schienen die Grizzlys das erste Mal richtig zu wackeln. Nicht zuletzt dank einer weiteren Strafe gegen die Gastgeber, konnten sie den akzeptablen Rückstand aber bis in die Pause retten. 
Es folgte das erste und einzige Zeichen der Hoffnung an diesem Abend. Spencer Machacek gelang es zum Auftakt des Mitteldrittels tatsächlich den Puck am ansonsten unüberwindlichen Pöpperle vorbeizuarbeiten (21.). 
Was ein Wendepunkt in der Begegnung hätte sein können, geriet im Laufe dieses denkwürdigen Spielabschnitts Stück für Stück zur Katastrophe. Innerhalb von 11 Minuten (25. - 36.) schenkten die Gastgeber fünfmal(!) nach, wobei vor allem das Zustandekommen der Tore wohl tiefe Sorgenfalten auf die Stirn der Verantwortlichen zauberte. Umschaltspiel und Kontrolle des Slots - völlige Fehlanzeige. Fesers Treffer zum 8:1 Endstand (47.) "veredelte" den Abend dann im Schlussabschnitt noch einmal, in welchem die Grizzlys gegen nun deutlich entspannter auftretende Pinguins trotzdem keinen weiteren Treffer markieren konnten.
Nach den zuletzt so ansprechenden Leistungen stellte vor allem der fehlende Druck und Biss im Wolfsburger Spiel einen deutlichen Rückfall in bereits überwunden geglaubte Probleme der Grizzlys dar.
Mit dem Meister aus München folgt nun der nächste große Brocken, der solch zahnloses Auftreten ähnlich hart bestrafen dürfte...
  

1:0 Hooton (Quirk - Weber) 5.Min SH 4-5
2:0 Kolupaylo (Hoeffel - McMillan) 9.Min
2:1 Machacek (Busch - Welsh) 21.Min
3:1 Jensen (Urbas - Zengerle) 25.Min
4:1 Schwartz (Alber - Quirk) 26.Min
5:1 Nehring (Feser - Friesen) 27.Min
6:1 Urbas (Nehring - Zengerle) 33.Min
7:1 Urbas (Nehring - Zengerle) 36.Min PP 5-4
8:1 Feser (McMillan) 47.Min PP 5-4