header
Log in
A+ A A-

Zweiter Triumph gegen Berlin innerhalb einer Woche!

Die Grizzlys betätigen sich weiter als Eisbären-Schreck und schießen den Gast aus der Hauptstadt mit ihrem dritten Sieg in Folge tiefer in die Krise.
Zu Beginn hatte es allerdings noch keineswegs nach einem weiteren Erfolg für die Männer von Hans Kossmann ausgesehen. Die Gäste, mit rund 1000 Fans im Gepäck angereist, hatten zunächst mehr vom Spiel und präsentierten sich vor allem nach Puck-Eroberungen in der neutralen Zone als brandgefährliche Kontermannschaft. Eine Hauptrolle in dieser Begegnung sollte dabei Spencer Machacek spielen, der bereits in der 2.Spielminute aus spitzem Winkel nur den Pfosten treffen konnte. Wenig später leitete Fauser mit einem Puckverlust an der generischen Blauen den Konter zum 0:1 durch Adam ein (6.), der mit seinem Treffer ins kurze Eck zudem Jerry Kuhn reichlich alt aussehen ließ. Eine intensive und vor allem lautstark begleitete Partie entwickelte zunehmend hohen Unterhaltungswert und fand in der 10.Minute ihren nächsten Höhepunkt. Petr Pohl reagierte nach Krupps Distanzschuss am schnellsten und schob die Scheibe zum vielumjubelten Ausgleich in die Maschen. 
Doch sechs Minuten später stand wieder Machacek im Brennpunkt des Geschehens: An exakt der gleichen Stelle wie zuvor sein Teamkollege beim ersten Berliner Treffer verlor der Wolfsburger Stürmer nun seinerseits den Puck und konnte im Nachsetzen das zweite Berliner Tor dann doch nicht mehr verhindern. Dupont hatte nur noch den Schläger in Backmans perfekt getimten Querpass halten müssen (16.) und schon schallte es wieder "Dynamo, Dynamo" durch die Eisarena. 
Etwas überraschend geriet das Mitteldrittel dann doch zu einer eher zähen Veranstaltung in der beide Teams wenig Spielfluss zu Wege brachten und letztlich das Versprechen des Auftaktdrittels auf einen heißen Tanz nicht einlösen konnten.
Das sollte sich im Schlussabschnitt grundlegend ändern! Die Aufholjagd der Grizzlys nahm von Minute zu Minute Fahrt auf, während Berlin kaum noch zu nennenswerten Torchancen kam. Ohnehin vom Kampfgeist ihres Teams angetan, explodierte der Wolfsburger Anhang in der 48.Spielminute dann schließlich endgültig. Franzreb im Tor der Eisbären hatte Höhenleitners eigentlich harmlosen Schuss nach vorne prallen lassen (48.), wieder war mit Möchel ein Wolfsburger zuerst an der Scheibe und versenkte das Spielgerät durch die Hosenträger des unglücklichen Gästegoalies. Bergmans Lattenknaller (53.) ließ die Hausherren dann zum ersten Mal am Sieg schnuppern, aber die ganz großen Möglichkeiten blieben im Anschluss leider Mangelware. 
Die Halle kochte derweil in bester Derby-Manier und als die Verlängerung eigentlich schon beschlossene Sache zu sein schien...da war wieder Machacek-Time. Welsh hatte den eigenen Bullygewinn mit auf die Reise ums gegnerische Tor genommen und legte seinem bestens positionierten Sturmpartner schließlich den alles entscheidenden Siegtreffer zum 3:2 auf. Das leidgeprüfte Wolfsburger Publikum wusste gar nicht wohin mit seiner Freude, war dies doch nach dem spektakulären Sieg in Nürnberg schon der dritte Sieg in Folge. Ein Novum in dieser bislang so alles andere als optimal verlaufenden Saison.
Mit dem frisch geschlüpften Nachwuchs auf dem Arm leitete der Hauptdarsteller dieser gelungenen Veranstaltung schließlich die Feierlichkeiten nach der Schluss-Sirene an. Der Spaß am Eishockey scheint bei Mannschaft und Fans ein Stück weit zurückgekehrt zu sein.   

0:1 Adam (Aubry - Noebels) 6.Min
1:1 Pohl (Krupp - Cassels) 10.Min
1:2 Dupont (Backman - Aubry) 16.Min
2:2 Möchel (Höhenleitner - Bergman) 48.Min
3:2 Machacek (Welsh) 59.Min

Der Spielbericht entfällt aus familiären Gründen

Zur Bildergalerie geht es HIER