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Defensiv-Comedy endet mit 5:7 Niederlage

Was sich mit zusammengezählt 12 Treffern spektakulär liest, war am Ende eine von beiden Seiten defensiv katastrophale Vorstellung gewesen. Wie in dieser Saison üblich, hatten die Grizzlys dabei das größere Maß an Katastrophe und leider auch an Pech auf ihrer Seite. Über 60 Minuten schafften es die Hausherren kaum einmal über mehrere Minuten ohne größere Fehler im Aufbauspiel oder der defensiven Zuordnung zu spielen und luden die Gäste förmlich zum Toreschießen ein. Dass es immer wieder zum Ausgleich reichte, war vor allem Petr Pohl zu verdanken, der mit einem Hattrick für die ersten drei Treffer der Gastgeber sorgte und somit seine Farben fast im Alleingang im Spiel hielt.
Auch die dritte Führung der Gäste durch Collins (31.), der im Powerplay einen Konter (sic) erfolgreich abschließen konnte, sollte nur von kurzer Dauer sein. Zwei Minuten später schlug bereits Wolfsburgs Topscorer, ebenfalls im Powerplay, zum 4:4 zurück. Beide Goalies hatten sich bis dahin der mäßigen Leistung ihrer Vorderleute angeschlossen. Für Gästecoach Doug Shedden Grund genug den Torhüter zum letzten Drittel zu tauschen. Wolfsburg hingegen verzichtete auf diese Option und sollte diese Entscheidung bitter bereuen. Nachdem Brent Aubin nach einer Attacke von Kelleher dummerweise die Beherrschung verloren hatte, ging es statt mit Überzahl Wolfsburg mit vier gegen vier auf dem Eis weiter. Ein echter Bärendienst, den der Ex-Torjäger seinem Team, wieder einmal, damit erwies. Wie so oft in dieser Spielzeit und wie auch zuletzt gegen Köln zu beobachten, präsentierten sich die Grizzlys bei viel Platz auf dem Eis komplett hilflos gegen eingespielt wirkende Gegner. Das 4:5 durch Wagner (52.) wirkte wie eine logische Konsequenz der nur reagierenden Wolfsburger Formationen. Doch auch dieses Mal kam der EHC durch ein schön abgefälschtes Tor zum erneuten Ausgleich - keine zwei Minuten später!
Dann folgte der Gipfel des "Vergnügens": Per Doppelschlag knockten sich die Grizzlys in der 56.Minute schließlich selber aus.
Erst sah Wolfsburgs Kuhn nicht, wie ein Befreiungsschlag aus dem Drittel des Gegners auf sein Tor zusegelte und ließ das Geschoss stumpf von seiner Ausrüstung hinter die Torlinie abprallen. Kaum wieder angepfiffen spielte Verteidiger Wurm einen No-Look-Pass hinter das eigene Tor, den Gegenspieler Collins dankbar aufnahm und die Pass-Stafette zu Elsners 5:7 startete.
Völlig genervt und pappesatt verließen die rund 2300 Unbelehrbaren die Tribünen, um sich in den kommenden 10 Tagen mit erfreulicheren Dingen zu beschäftigen.


0:1 Elsner (Greilinger) 7.Min PP 5-4
0:2 Cannone (Jobke - Koistinen) 14.Min
1:2 Pohl (Likens - Fauser) 16.Min
2:2 Pohl (Fauser - Wurm) 18.Min
2:3 Greilinger (Olson - Mashinter) 25.Min
3:3 Pohl (Furchner - Fauser) 29.Min
3:4 Collins (Koistinen - Cannone) 31.Min PP 5-4
4:4 Sparre (Machacek - Welsh) 33.Min PP 5-4
4:5 Wagner (Koistinen - Greilinger) 52.Min
5:5 Möchel (Dehner - Cassels) 54.Min
5:6 Olson (Edwards - Greilinger) 56.Min
5:7 Elsner (Cannone - Collins) 56.Min

Zum Spielbericht und dem 1.Teil des Saisonausblicks geht es HIER

Bilder vom Spiel gibt es HIER