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Niederlage in Straubing beendet Siegesserie

Es war ein ärgerliches Abbild der laufenden Saison, das die Grizzlys bei ihrem Gastspiel am Pulverturm ablieferten. Selbst ein weiterhin gut aufgelegter Leggio im Tor und das zweimalige Drehen der Partie sollten am Ende nicht für weitere Punkte oder gar den Sieg reichen.
Im ersten Drittel war das Team aus dem Bremerhaven-Spektakel zunächst nicht wiederzuerkennen. Unkonzentriert und immer einen Schritt zu langsam konnten die Grizzlys sich glücklich schätzen, dass der Gastgeber enorme Probleme im Abschluss offenbarte, teils das leere Tor nicht traf bzw. in David Leggio seinen Meister fand. Für das einzige Tor der Tigers (4.) im ersten Spielabschnitt war letztlich eine Menge Glück nötig gewesen, die Grizzlys konnten durch Furchners Shorthander (15.) obendrein schmeichelhaft ausgleichen. 
Im zweiten Abschnitt setzten die Gäste mit einem spektakulär herauskombinierten Treffer durch Dan Sparre (25.) dem Frust der Gastgeber zunächst die Krone auf - doch die sollten zurückschlagen! Mit einem Doppelschlag (31./32.) durch Williams und Laganière konnten die Tigers endlich ihre durchgängige, wenn auch nicht drückende Überlegenheit nutzen und das Ergebnis an den Spielverlauf anpassen. Es blieb nicht die letzte spektakuläre Wende in dieser wilden Begegnung.
Nun zeigte Wolfsburg die lange vermisste Reaktion und setzte den Hausherren mit viel Biss und endlich auch mehr Tempo ordentlich zu. Per Doppelschlag (47./48.) drehte die Partie erneut. Erst staubte Höhenleitner zum Ausgeich ab, dann vergoldete Welsh seine Puckeroberung an der der gegnerischen blauen Linie mit einem Knaller ins Kreuzeck. Doch wer glaubte, dass Wolfsburg nun die zunehmende Spielkontrolle nutzen würde, um den Sieg über die Zeit zu bringen, der sah sich eines Schlechteren belehrt. Bei eigener Überzahl (!) und zwei Minuten vor dem Ende gaben die Grizzlys die Partie noch komplett aus der Hand. Zum dritten Mal ließen zwei schnelle Tore Freud und Leid die Seiten wechseln - dieses Mal allerdings endgültig. In Unterzahl gelang zunächst Connolly (59.) der Ausgleich, dann durfte auch Topscorer Williams - direkt von der Strafbank kommend - noch einmal alleine auf Leggio zufahren (60.) und den Pulverturm endgültig zur Explosion bringen. 
Kapitän Furchner kommentierte im anschließenden Interview die Leistung seines Teams entsprechend genervt und zog den bereits erwähnten Vergleich der gesamten Saison mit dem haarsträubenden Verlauf dieser Partie. Insbesondere die Endphase des Spiels schlug dem Wolfsburger Urgestein dabei sichtbar aufs Gemüt...
   

1:0 Aulin (Acolatse - Eriksson) 4.Min
1:1 Furchner (Höhenleitner) 15.Min SH 4-5
1:2 Sparre (Wurm - Machacek) 25.Min
2:2 Williams (Connolly) 31.Min
3:2 Laganière (Eriksson) 32.Min
3:3 Höhenleitner (Fauser - Krupp) 47.Min
3:4 Welsh 48.Min
4:4 Connolly (Acolatse - Eriksson) 59.Min
5:4 Williams (Connolly) 60.Min