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An der Küste abgesoffen - 8:1 in Fischtown

  • Geschrieben von Martin
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Diese Seefahrt war nicht ganz so lustig. Zumindest nicht für die zahlreich mitgereisten Fans der Grizzlys. 
Schon vom Anpfiff weg war schnell klar: Heute passt es nicht bei den Männern in orange - und daran sollte sich bis zum Ende des Spiels rein gar nichts ändern.
Bremerhaven übernahm sofort das Kommando und hatte in den ersten 20 Minuten die alleinige Option auf gewonnene Zweikämpfe und aussichtsreiche Torschüsse. Die irgendwie gehemmt wirkenden Gäste kassierten, bezeichnenderweise, dann den ersten Gegentreffer bei eigener Überzahl (5.) und sind auf dem besten Weg, in dieser Kategorie neue Liga-Rekorde anzusteuern. Als der ansonsten tadellos agierende David Leggio einen Schuss am kurzen Pfosten durchrutschen ließ (9.), schienen die Grizzlys das erste Mal richtig zu wackeln. Nicht zuletzt dank einer weiteren Strafe gegen die Gastgeber, konnten sie den akzeptablen Rückstand aber bis in die Pause retten. 
Es folgte das erste und einzige Zeichen der Hoffnung an diesem Abend. Spencer Machacek gelang es zum Auftakt des Mitteldrittels tatsächlich den Puck am ansonsten unüberwindlichen Pöpperle vorbeizuarbeiten (21.). 
Was ein Wendepunkt in der Begegnung hätte sein können, geriet im Laufe dieses denkwürdigen Spielabschnitts Stück für Stück zur Katastrophe. Innerhalb von 11 Minuten (25. - 36.) schenkten die Gastgeber fünfmal(!) nach, wobei vor allem das Zustandekommen der Tore wohl tiefe Sorgenfalten auf die Stirn der Verantwortlichen zauberte. Umschaltspiel und Kontrolle des Slots - völlige Fehlanzeige. Fesers Treffer zum 8:1 Endstand (47.) "veredelte" den Abend dann im Schlussabschnitt noch einmal, in welchem die Grizzlys gegen nun deutlich entspannter auftretende Pinguins trotzdem keinen weiteren Treffer markieren konnten.
Nach den zuletzt so ansprechenden Leistungen stellte vor allem der fehlende Druck und Biss im Wolfsburger Spiel einen deutlichen Rückfall in bereits überwunden geglaubte Probleme der Grizzlys dar.
Mit dem Meister aus München folgt nun der nächste große Brocken, der solch zahnloses Auftreten ähnlich hart bestrafen dürfte...
  

1:0 Hooton (Quirk - Weber) 5.Min SH 4-5
2:0 Kolupaylo (Hoeffel - McMillan) 9.Min
2:1 Machacek (Busch - Welsh) 21.Min
3:1 Jensen (Urbas - Zengerle) 25.Min
4:1 Schwartz (Alber - Quirk) 26.Min
5:1 Nehring (Feser - Friesen) 27.Min
6:1 Urbas (Nehring - Zengerle) 33.Min
7:1 Urbas (Nehring - Zengerle) 36.Min PP 5-4
8:1 Feser (McMillan) 47.Min PP 5-4

Drei Punkte in Köln - Grizzlys weiter stark!

  • Geschrieben von Martin
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Wolfsburg stabilisiert weiter seine Leistungen und lässt dieses Mal sogar keinen Gegentreffer zu. 
Dank eines hochkonzentrierten Auftritts im ersten Drittel konnten die Gäste aus Niedersachsen den Rest des Spiels in Lauerstellung verbringen. Besonders der Führungstreffer durch die erneut stark agierende Reihe Karachun - Latta - Aubin (9.) hatte den ohnehin mit viel Klarheit auftretenden Grizzlys zusätzlich Rückenwind verschafft. Gegen die meist etwas ratlos wirkenden Haie gelang schließlich Petr Pohl noch vor Ablauf der ersten 20 Spielminuten das zweite Wolfsburger Tor (19.). Dehner hat nach Puckgewinn den Konter sofort eingeleitet, sein Kollege ließ Kölns Torhüter mit der Rückhand dann sehenswert aussteigen.
Die Bemühungen der Domstädter intensivierten sich zwar fortan, aber außer einem Lattentreffer im Schlussabschnitt erspielten sich die Gastgeber nur wenige gute Einschussgelegenheiten. Äußerst kontrolliert und mit viel Struktur in ihren Aktionen brachten die Grizzlys den Vorsprung schließlich über die Zeit und konnten sogar noch das 0:3 durch Spencer Machacek bejubeln (59.). Mit einem Befreiungsschlag aus der eigenen Zone hatte der Wolfsburger das leere Tor getroffen - das Glück scheint den Grizzlys momentan endlich wieder hold zu sein!
Mit den kommenden Gegnern aus der oberen Tabellenhälfte (REV) bzw. von der Tabellenspitze (Red Bull und Adler) haben die Schützlinge von Trainer Hans Kossmann allerdings weiterhin ein extrem anspruchsvolles Programm vor der Brust.

0:1 Aubin (Karachun - Raabe) 9.Min
0:2 Pohl (Dehner) 19.Min
0:3 Machacek 59.Min ENG

Zu Weihnachten: Echtes Grizzlyhockey!

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer herausragenden Leistung legten die Grizzlys ihren Fans gleich 6 Geschenke unter den Baum und zeigten endlich wieder richtiges Grizzlyhockey. Was heißt das? Ganz einfach: Jeder einzelne Wolfsburger Spieler zeigte enormen läuferischen und kämpferischen Einsatz, viel Zug zum Tor und Forecking bis zum Gehtnichtmehr. Ohne viele Schnörkel legten die Grizzlys den Gästen aus Straubing noch vor der ersten Sirene drei Pakete ins Netz. Pohl (3.) mit seiner Tor-Premiere hatte den Reigen eröffnet, Latta mit einem Geistesblitz in Überzahl (8.) und Welsh nach schönem Zuspiel durch Busch (18.) zur 3:0 Führung vollstreckt. Wer nun glaubte, dass Wolfsburg wie so oft in dieser Saison die Tür für den Gegner noch einmal öffnen würde, der sah sich reichlich getäuscht. Eiskalt legte Cassels (26.) im Powerplay zum 4:0 nach - wie schon beim ersten Überzahltor eher durch einen schnellen Gegenangriff, als durch einen klassischen Überzahl-Spielzug.
Doch damit nicht genug! Per Doppelschlag erhöhten Furchner (38.) und Machacek (39.) gegen den Ex-Grizzly im Straubinger Gehäuse. Straubings Trainer hat schließlich ein Einsehen und nahm Basti Vogl, der bei den letzten beiden Treffern einen weichgeschossenen Eindruck machte, vom Eis. Für ihn kam Jeff Zatkoff ins Tor der Tigers, der auch prompt nicht mehr hinter sich greifen musste. Der einzige, der sich auf Gastgeberseite am Ende wohl ein bisschen ärgerte, war David Leggio. Trotz einer hervorragenden und fehlerfreien Leistung musste der Goalie der Grizzlys nach 44 Minuten doch noch einmal hinter sich greifen. Dank des unglücklichen Stellungsspiels eines Hauptschiedsrichters gelang den Gästen durch Williams der hochverdiente Ehrentreffer zum 6:1 Endstand. Da war die mit rund 2900 Zuschauern ordentlich besuchte Halle aber schon am feiern, singen und hüpfen.
Zur Siegesfeier warfen die EHC-Spieler noch kleine Weihnachtspräsente ins Publikum und genossen deutlich sichtbar die ausgelassene Festtagsstimmung ihrer Fans.    

1:0 Pohl (Cassels - Bergman) 3.Min
2:0 Latta (Sparre - Likens) 8.Min PP 5-4
3:0 Welsh (Busch) 18.Min
4:0 Cassels (Machacek - Dehner) 26.Min PP 5-4
5:0 Furchner (Pohl - Likens) 38.Min
6:0 Machacek (Welsh - Busch) 39.Min
6:1 Williams (Mouillierat) 44.Min

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Starke Grizzlys verlieren nach Verlängerung

  • Geschrieben von Martin
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Fast hätte es bei schwächelnden Ingolstädtern zum nächsten Dreier gereicht! Ein kurzes Nickerchen zu Beginn des Spiels kostete den EHC dabei wohl die dringend benötigten Zusatzpunkte. Die Partie war ganze 68 Sekunden alt, da jubelten die Gastgeber bereits zum ersten Mal. Olver hatte, völlig unbedrängt, die erste sehenswerte Kombination der Panther zur Führung genutzt, Wolfsburg saß mental noch im Bus. Das sollte sich allerdings von Minute zu Minute deutlich sichtbar ändern. Im Stile einer Heimmannschaft übernahmen die Gäste aus Niedersachsen nun allmählich das Sagen auf dem Eis, ließen dabei aber im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen. Die zeigten dafür die Hausherren, die in der 17.Spielminute eine ihrer wenigen Möglichkeiten zum 2:0 durch David Elsner nutzen konnten.
Bemerkenswert, wie die Grizzlys diesen höchst frustrierenden Spielverlauf wegsteckten! Und tatsächlich: Sparre (22.) nach einem krassen Ingolstädter Puckverlust und Aubin (38.) in Gemeinschaftsproduktion mit seiner erneut ausgesprochen starken Reihe konnten noch vor der zweiten Sirene das Spiel ausgleichen. Den mittlerweile mehr als verdienten Sieg einzutüten gelang den Gästen aus Wolfsburg indes nicht mehr. Sowohl im letzten Drittel, als auch in der folgenden Verlängerung kam Wolfsburg durch dumme oder fragwürdige Strafen immer wieder aus dem Tritt, nahm sich letztlich selber die zusätzlich benötigte Luft, um noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Dank eines spektakulär aufgelegten Jerry Kuhn im Tor hielten sich die Gäste dennoch lange im Rennen um den Extrapunkt - den 10 Sekunden vor dem Ende dann doch die Panther einfuhren. In Überzahl (Aubin saß nach einem "schlauen" Foul draußen) gelang D'Amigo im x-ten Anlauf doch noch der entscheidende Treffer zum 3:2 Endstand.
Zusammenfassend lässt sich ein klarer Aufwärtstrend (Ausnahme: Iserlohn-Spiel) der Grizzlys festhalten. Im Abschluss reduzieren sich die Wolfsburger aktuell leider auf die Reihe Aubin-Latta-Karachun und Sparre. Wenn Welsh und Machacek vielleicht irgendwann mit Foucault in einer Reihe...es wird wohl, wie so vieles in dieser Saison, eine personelle Wunschvorstellung bleiben.


1:0 Olver (Kelleher - Mashinter) 2.Min
2:0 Elsner (Greilinger - Friesen) 17.Min
2:1 Sparre 22.Min
2:2 Aubin (Bergman - Latta) 38.Min
3:2 D’Amigo (Collins - Edwards) 65.Min PP 4-3

Starker Auftritt gegen Augsburg

  • Geschrieben von Martin
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Gegen die Top-Teams der Liga fühlt sich der EHC daheim offenbar wohl. Wie schon vor drei Wochen gegen Mannheim betrieben die Grizzlys ein wenig Wiedergutmachung bei ihren leidgeprüften Fans. Dank Karachuns frühem Treffer nach gerade einmal 39 Sekunden legten sie dabei einen wahren Raketenstart hin, gerieten dann aber schwer unter Beschuss. Zumindest im ersten Drittel sah es dann erst einmal nach einem für diese Saison typischen Verlauf aus: Augsburg drängte mit aller Macht, drehte durch Trevelyan (6.) und Sezemsky (8.), nach einem krassen Torhüterfehler, das Spiel und Wolfsburg ließ die Köpfe hängen. Was dann in der ersten Drittelpause in der Kabine der Grizzlys los war, bleibt wohl ihr Geheimnis. Fakt ist: Es zeigte Wirkung!
Mit völlig veränderter Körpersprache und unbändigem Willen stürzten sich die Hausherren nun in die Schlacht und sollten die Partie tatsächlich für sich entscheiden können. Lattas Ausgleich (24.), ebenfalls begünstigt durch einen Torhüterfehler, heizte das Spiel nun zusätzlich an: Wolfsburgs treuste Fans erlebten tatsächlich ein spannendes und wirklich sehenswertes Eishockeyspiel und erwachten in der Folgezeit tatsächlich aus ihrer Winterdepression.
Nachdem dann mit Aubin (38.) eines der größten (gesunden) Sorgenkinder der Grizzlys auch noch die Führung markieren konnte, kam endlich wieder so etwas wie Stimmung im weiten Rund auf. Fairerweise muss man allerdings festhalten, dass es einer großen Portion Glück bedurfte, um den in der Folge hart erkämpften Sieg über die Runden zu bringen. Welshs Treffer zum 4:2 beruhigte die angespannten Nerven zwar ein wenig (50.), doch die Anzahl an Großchancen auf Augsburger Seite und die teils bedenklichen Stellungsfehler in Wolfsburgs Defensive hielten die Fans weiterhin in Atem. Entsprechend groß waren am Ende die Freude, aber auch die Erleichterung über den für die Moral so wichtigen Drei-Punkte-Sieg.
Besonders überzeugen konnte auf Seiten der Grizzlys die Reihe um den bärenstarken Alexander Karachun, der mit seinen Nebenleuten Aubin und Latta die Partie fast im Alleingang entscheiden konnte. Aber auch Daniel Sparre und Neuzugang Welsh hinterließen erneut einen mehr als guten Eindruck. 
Ausfälle gab es (natürlich) auch wieder zu beklagen: Während Spencer Machacek wegen eines Geburtstermins eher aus erfreulichen Gründen fehlte, musste mit Eric Valentin zur Spielmitte erneut ein Grizzly verletzungsbedingt die Segel streichen... 

1:0 Karachun (Aubin - Welsh) 1.Min
1:1 Trevelyan (Valentine - Lamb) 6.Min
1:2 Sezemsky (Valentine - Schmölz) 8.Min
2:2 Latta (Aubin - Karachun) 24.Min
3:2 Aubin (Karachun -Bergman) 38.Min
4:2 Welsh (Bergman - Likens) 50.Min

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Ein Heimspiel schlimmer als das andere...

  • Geschrieben von Martin
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Mit 1:3 unterliegen die Grizzlys am Ende dem Gast vom Seilersee, der sich in einem von Defensivaktionen geprägten Eishockeyspiel durchsetzen konnte. Im Mittelpunkt dieser höhepunktarmen Partie stand mit Jeremy Welsh Wolfsburgs neuester Zugang im Bereich Sturm. Symptomatisch für den Verlauf der bisherigen Saison hinterließ Welsh nicht nur mit seinem Ausgleich zum 1:1 einerseits einen guten Eindruck, verschuldete aber andererseits mit zwei dicken Ausrutschern jeweils ein Tor der Gäste. 
Nach einem kontrollierten und offensiv durchaus engagierten ersten Drittel hatten die Grizzlys zum Mittelabschnitt völlig den Faden verloren. Lediglich defensiv überzeugten die Hausherren weiterhin mit einer guten Leistung und verhinderten nach Weidners Überzahltreffer (34.) einen höheren Rückstand. 
Welshs etwas glücklichen Treffer zum Ausgleich (42.) ließen die Gäste wiederum nicht unbeantwortet: Mitten ins Wolfsburger "Powerplay" platzierten die Roosters das vorentscheidende 1:2 durch Friedrich (51.), dem sie in der Schlussminute noch den Schuss ins leere Wolfsburger Tor folgen ließen.
Insgesamt präsentierte sich das Team von Hans Kossmann defensiv stabil und offensiv komplett harmlos. Eine Mischung, die leider wenig Schauwert schafft und die Heimspiele weiterhin zu echten Belastungsproben für Fans und neue (?) Zuschauer werden lässt. Mit den Überfliegern aus Augsburg kündigt sich für Mittwoch zudem der nächste harte Schlag in die Magengrube an... 


0:1 Weidner (Orendorz - Camara) 34.Min PP 5-4
1:1 Welsh (Bergman) 42.Min
1:2 Friedrich 51.Min SHG 4-5
1:3 Caporusso (Matsumoto - Ellerby) 60.Min ENG

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Guter Auftritt bei der DEG bringt keine Punkte

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer überraschend stabilen Leistung überzeugten die Grizzlys nach ihrem Auswärtssieg in Berlin erneut ihre Fans. Wolfsburg hielt besonders im ersten Spielabschnitt die DEG gut im Zaum und ließ kaum nennenswerte Chancen der Gastgeber zu. Wade Bergman hatte seine Farben zudem ausgesprochen früh (3.) in Führung bringen können - das Wolfsburger Selbstbewusstsein strahlte in der Folgezeit praktisch aus jeder Aktion der Gäste. Neuzugang Jeremy Welsh harmonierte dabei auffällig gut mit seinem Ex-Teamkollege Machachek, die beide eine hervorragende Visitenkarte bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber abgaben.
Der Mittelabschnitt gehörte dann aber den immer besser ins Spiel findenden Rheinländern, die während einer frühen Drangphase (21.) den nicht unverdienten Ausgleich durch Marko Nowak verzeichnen konnten. Da weder die DEG ihre Überlegenheit, noch Wolfsburg seine brandgefährlichen Konter zu Zählbarem nutzen konnten, ging es unentschieden in den Schlussabschnitt.
Dort machte es sich der Gast aus Niedersachsen dann letztlich selber schwer. Mit gleich drei überflüssigen Strafen brachten sich die Grizzlys immer wieder selber in die Bredouille und mussten gleich im ersten Anlauf das 2:1 durch Alex Barta (50.) hinnehmen. Die Aufholjagd gestaltete sich dann dank der genannten Strafen äußerst holprig - und hätte trotzdem fast postwendend Früchte getragen. Sparres Abschluss hatte bereits den Weg durch Niederbergers Schoner gefunden (52.), da kratzte Marshall den Puck doch noch von Düsseldorfs Torlinie! 
Alle Wolfsburger Bemühungen - jenseits der eigenen Unterzahlspiele - blieben schließlich fruchtlos. Wenige Sekundenbruchteile vor dem Abpfiff gelang den Gastgebern dann sogar noch der Schuss ins bereits leere Wolfsburger Tor. So blieb den Grizzlys der durchaus verdiente Punktgewinn letztlich verwehrt. Nun gilt es im kommenden Heimspiel gegen Iserlohn den deutlich erkennbaren Aufwärtstrend zu bestätigen. 

0:1 Bergman (Sparre - Jaspers) 3.Min
1:1 Nowak (Descheneau - Gogulla) 21.Min
2:1 Barta (Descheneau - Niederberger) 50.Min PP 5-4
3:1 Henrion (Barta - Picard) 60.Min ENG

Grizzlys stellen Eisbären ein Bein

  • Geschrieben von Martin
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Mit einem äußerst konzentrierten Auftritt in der Mercedes-Benz Arena landeten die Grizzlys tatsächlich den zweiten Auswärtssieg der Saison. Vor allem in Unterzahl liefen die Gäste dabei zur Höchstform auf und ließen die Eisbären kaum zu größeren Chancen kommen. 
Zunächst hatten sich die Gastgeber auch bei 5 gegen 5 die Zähne an Wolfsburgs Defensivstrategie ausgebissen und aus ihrer optischen Überlegenheit keinerlei Nutzen ziehen können. Torlos ging es in die erste Pause, Wolfsburg fand bis dahin offensiv praktisch nicht statt. Das sollte sich nach der Berliner Führung (23.) durch Jonas Müller allerdings ändern! Eben jener Müller wanderte zwei Minuten nach seinem Treffer auf die Sünderbank. Kaum wieder auf dem Eis, durfte er auch schon Bergmans Hammer zum 1:1 Ausgleich bewundern (26.). Als die Gäste direkt im Anschluss gleich drei Strafen in Folge kassierten (27./28./30.) entschied sich die Partie - und zwar für die Grizzlys. Das wenig kreative Eisbären-Powerplay perlte geradezu an den leidenschaftlich kämpfenden Unterzahlformationen der Wolfsburger ab. Gerade wieder komplett, fuhren die Gäste einen schönen Konter bei dem Kapitän Furchner nur mittels Foul am Torschuss gehindert werden konnte. Den fälligen Penalty versenkte, wie schon gegen Mannheim, der eiskalte Cole Cassels (29.). Vielleicht hat nun auch Trainer Kossmann realisiert, dass Penalties im Training und im Spiel unterschiedlich zu bewerten sind...anders ist die Wahl seiner Schützen gegen Krefeld jedenfalls nicht zu erklären.
Dank eines glänzend aufgelegten David Leggio zwischen den Pfosten und Lattas frühem 1:3  in der 42.Minute, behielten die Grizzlys auch im Schlussabschnitt die Kontrolle über die nun immer zäher werdende Partie.
Als Jaspers sogar noch den Shorthander (48.) auspackte, schienen die Gastgeber endgültig den Glauben an eine Wende zu begraben. Einen spektakulären Turn-around in einem Spiel mit Wolfsburger Beteiligung gab es, zum Glück, dann nicht erneut zu begutachten. Mit drei etwas unverhofften Punkten im Gepäck machte sich der Grizzlytross samt Fan-Anhang schließlich auf die gut gelaunte Rückreise an den Allersee.

Personal-Update: Ohmann kehrte ins Team zurück, Weiß und Fauser gesellten sich zur Schar der Verletzten.    

1:0 Müller (MacQueen - Noebels) 23.Min
1:1 Bergman (Latta - Furchner) 26.Min
1:2 Cassels 36.Min PS
1:3 Latta (Aubin - Dehner) 42.Min
1:4 Jaspers 48.Min SH 4-5

Gruselvorstellung gegen Krefeld

  • Geschrieben von Martin
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Trotz drei Rückkehrern agierte Wolfsburg fast fünfzig Minuten lang schlapp und streckenweise orientierungslos. Das einzig Schmackhafte in diesem großen, für das Publikum gänzlich unverdaulichen Happen des Spiels war die Unfähigkeit der Gäste, mehr als zwei Tore aus ihrer Überlegenheit zu machen. Ansonsten hagelte es für die Grizzlys weiter kleine und große Katastrophen. Die kleinen in Form des bereits zum Standard gehörenden Torhüterfehlers zur ersten Gästeführung (9.) und per Eigentor von Jeff Likens (27.). Die großen Katastrophen, wie könnte es anders sein, stellten erneute gravierende Spielerausfälle dar. Gegen Ende des ersten Drittel knockte zunächst Machacek bei einem Checkversuch mit Fauser seinen eigenen Teamkameraden aus. Zum Auftakt des Schlussabschnitts schied mit Alex Weiß der nächste Grizzlys nach einem unglücklichen Zusammenprall mit verdrehtem Knie aus.
Garniert wurde dieses ärgerliche und von beiden Seiten mit geradezu amateurhafter Präzision und Intensität geführte Schauspiel von einer ebenso amateurhaften Schiedsrichterleistung, die eine Flut falscher Icing-, Abseits- und zum Leidwesen der Grizzlys auch Torentscheidungen mit sich brachte. So fand Krupps Knaller zum Anschlusstreffer (29.) wegen angeblicher Torhüterbehinderung keine Anerkennung. Da die Entscheidung nach Studium der Videobilder gefällt wurde, blieb eigentlich nur die Frage, welcher der Beteiligten da mit einer Behinderung zu kämpfen hatte.
Kurz vor der ersten Pausensirene gelang den Gastgebern dann doch noch das überraschende 2:1 durch Jason Jaspers, kurz nachdem die Grizzlys das einzige (sic) Unterzahlspiel der gesamten Begegnung schadlos überstanden hatten.
Was dann ab Mitte des letzten Drittels im Wolfsburger Team los war, ist im Nachhinein nicht zu erklären. Plötzlich landeten nicht mehr die Hälfte der Pässe in den Kufen der Mitspieler, plötzlich waren Tempo und körperliche Präsenz nahezu auf DEL-Niveau! Das schockierte die Gäste aus Krefeld offenbar so sehr, dass sie komplett den Faden verloren. So gelang dem wie aufgedreht agierenden Daniel Sparre schließlich der mittlerweile fast verdiente Ausgleich. Ein weiterer Treffer sollte aber bis zum Ende der unvermeidlichen und durchaus unterhaltsamen Verlängerung nicht fallen. Dort stand Wolfsburgs Bergman im Fokus des Geschehens, der bei seinem Schuss an die Latte zunächst die Entscheidung auf dem Schläger gehabt hatte (), dann aber acht Sekunden vor Ende einen Penalty verschuldete. Da Leggio den folgenden Strafschuss (65.) entschärfen konnte, fiel die Entscheidung wiederum im Penaltyschießen. Dort trafen weder Aubin, Sparre noch Raabe (!). Bei den Gästen verwandelte schließlich Trettenes als einziger Schütze zum Gewinn des Zusatzpunkts und beendete diese erst zum Schluss wirklich als Profi-Eishockey erkennbare Partie.
Während Neuzugang Petr Pohl einen gefälligen Einstand bei den Grizzlys feierte, schloss sich auf seiner Seite lediglich Sparre (und der viel umjubelte Raabe) mit einer herausragenden Leistung diesem positiven Eindruck an. Ansonsten krankte Wolfsburgs Auftritt vor allem am nicht existenten Zusammen- und Aufbauspiel und dem geradezu lächerlichen Körperspiel fast sämtlicher Akteure. Versuche dies zu ändern, endeten eher in der eigenen oder der Verletzung des Mitspielers. Jämmerlich. In dieser Verfassung wären die Grizzlys auch in der DEL2 ein klarer Abstiegskandidat - ungeachtet des apokalyptischen Verletzungspechs natürlich. 

0:1
 Schymainski (Riefers - Trivellato) 9.Min
0:2 Costello (Lefebvre) 27.Min
1:2 Jasper (Sparre - Busch) 40.Min
2:2 Sparre (Machacek - Krupp) 56.Min
2:3 Trettenes PS

Spielbericht entfällt wegen Oberliga-Niveau

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Tapferer Mini-Kader unterliegt dem Meister

  • Geschrieben von Martin
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Mit gerade einmal 16 Feldspielern, darunter drei Förderlizenzspieler und DNL III - Eigengewächs Raabe, versuchten sich die Grizzlys beim Meister in München. Lange Zeit sah es tatsächlich nach einem knappen Spiel aus, in dem den Gästen aus Wolfsburg letztlich nur die Klasse im Abschluss zu fehlen schien. Parkes Führungstreffer (8.) direkt im Anschluss an eine überstanden geglaubte Unterzahl, brachte die Grizzlys ebenso wenig aus dem Konzept wie das Auslassen der wenigen eigenen Chancen. Leider raubten gleich zwei Unterzahlspiele aufgrund dummer Aubin-Strafen in der Folge den Niedersachsen auf lange Sicht einen guten Teil ihrer ohnehin begrenzten konditionellen Möglichkeit. So blieb Jaspers Ausgleich (31.) zur Mitte der Begegnung der einzige Anlass zum Jubeln in einem Spiel, das den winzigen Wolfsburger Kader (Möchel meldete sich zuvor als 10.Spieler verletzt ab) mit zunehmender Dauer vor schier unlösbare Aufgaben stellte. Aber wer weiß, zu was die verbliebenen Grizzlys im Stande gewesen wären, hätte ihr ehemaliger Kollege Mark Voakes dem Wolfsburger Powerplay nicht direkt vor der zweiten Pause den Stecker gezogen. Mit gewohnter Eleganz und Übersicht erzielte der Edel-Techniker, jetzt in Diensten des Meisters, per Give-and-Go den vorentscheidenden Shorthander (39.). Im Schlussabschnitt schwanden den Gästen zusehends die Kräfte, so dass mit Andreas Eder (46./57.) und Jakob Mayenschein (55.) zwei Münchner Youngster für die Tore drei bis fünf verantwortlich zeichnen konnten. Unter den Spottgesängen der finanziell und sportlich verwöhnten Münchner Fans spielten die Grizzlys diese, am Ende viel zu hohe Niederlage tapfer zu Ende. "Ohne Pavel, habt ihr keine Chance" und "Ihr werdet nie Deutscher Meister" wirken von Fans eines Vereins, beim dem das Geld in den letzten Jahren stets zur Meisterschaft gereicht hat, doch irgendwie hirntot. Spätestens seit Pizza-Otto weiß man aber, dass es südlich des Weißwurst-Äquators nicht nur schlechte Verlierer, sondern auch reichlich schlechte Gewinner gibt. Stichwort: Auf am Boden Liegende eintreten.
Bei Wolfsburg besteht indes wenig Hoffnung auf zahlreiche und vor allem zeitnahe Rückkehrer aus dem prall gefüllten Lazarett. Zwei oder drei Neuverpflichtungen sollen aus den sich anbahnenden Try-outs aber in den kommenden Tagen die Reihen wieder etwas füllen. Angesichts der aktuellen Marktsituation und der begrenzten finanziellen Mittel der Grizzlys dürften die Neuzugänge aber erneut wenig spektakulär ausfallen...  

1:0 Parkes (Mitchell - Joslin) 8.Min
1:1 Jaspers (Dehner - Sparre) 31.Min
2:1 Voakes (Kastner - Abeltshauser) 39.Min SH 4-5
3:1 A. Eder (Button - T. Eder) 46.Min
4:1 Mayenschein (Seidenberg - Mitchell) 55.Min
5:1 A. Eder (T. Eder - Aulie) 57.Min