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Überraschender Sieg gegen Mannheim

  • Geschrieben von Martin
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Gegen den etwas müde wirkenden Tabellenführer aus der Kurpfalz gelang Wolfsburg ein spätes Comeback und damit der 4:3 Sieg nach Verlängerung. Beide Teams waren zu diesem, eigentlich sehr ungleichen, Kräftemessen reichlich dezimiert angetreten. Während die Grizzlys ihre Reihen dieses Mal mit Jakob Ceglarski und Steven Raabe aus der DNL III ergänzten, musste auch Mannheim mit Brune und Soramies auf Personal aus DEL 2 bzw. DNL zurückgreifen.
Wolfsburg präsentierte sich dabei dem eigenen Anhang, zur allgemeinen Erleichterung, defensiv verbessert und konnte gegen die leicht überlegenen Adler zunächst gut mithalten. Den Führungstreffer des besten Powerplays der Liga durch Desjardins (9.) beantwortete Wolfsburgs Kapitän, indem er einen Schuss unhaltbar in Mannheims Gehäuse abfälschen konnte (14.). Da der Absender des Schusses Steven Raabe gewesen war, wurde im Anschluss neben dem Tor vor allem der Vorlagengeber von Team und Fans euphorisch gefeiert! Mannheim agierte zwar weiter mit leichten Vorteilen, die größeren Chancen hatten aber meist die Gastgeber, die bis in die Schlussminuten aber an Gästegoalie Endras zu verzweifeln drohten. Zwei weiteren Mannheimer Treffern nach (29.) oder aus (56.) Powerplaysituationen durch Kolarik und Möser hatten die Grizzlys nur einen sehenswert verwandelten Penalty (51.) durch Cole Cassels entgegenzusetzen. Vor allem das dritte Tor der Adler drohte die Partie frühzeitig zu entscheiden, da Wolfsburg mit zunehmender Spieldauer immer weniger Torgefahr generieren konnte. Doch die Grizzlys sollten den Gast um Ex-Trainer Gross und vor allem auch den eigenen Anhang überraschen  - und zwar positiv!
Mit einem No-Look-Pass von hinter dem Tor setzte Aubin zunächst seinen Kollegen Machacek zum späten Ausgleich (59.) erfolgreich in Szene. Einmal in Schwung gekommen setzte Ex-Adler Sparre in der folgenden Verlängerung die Scheibe aus vollem Lauf zum viel umjubelten Sieg unter die Latte. Ganze 38 Sekunden hatte es gedauert, bis die Eisarena sich endgültig von ihrer teils frostigen Stimmung verabschieden durfte und die "Raupe" endlich einmal wieder auf die Reise gehen durfte...

0:1 Desjardins (Katic - Kolarik) 9.Min PP 5-4
1:1 Furchner (Raabe) 14.Min
1:2 Kolarik (Festerling - Möser) 29.Min
2:2 Cassels 51.Min PEN
2:3 Möser (Eisenschmid - Festerling) 56.Min PP 5-4
3:3 Machacek (Aubin - Krupp) 59.Min EA
4:3 Sparre (Bergman - Jaspers) 61.Min

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6:2 Schlachtfest in Augsburg

  • Geschrieben von Martin
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Das erste Drittel kam einer Hinrichtung gleich - einziger Unterschied: Bei einer Hinrichtung ist der Delinquent meistens noch am Leben. Wolfsburg hingegen agierte eher wie ein Rudel Zombies und ließ das Torgewitter der Panther wie selbstverständlich über sich ergehen. Besonders vor dem eigenen Tor sahen sich gestandene DEL-Spieler wie Björn Krupp oder Wade Bergman nicht genötigt, den Körperkontakt zu ihren Gegenspielern herzustellen und ermöglichten den Gastgebern somit ein fröhliches Scheibenschießen. Nachdem die letzten beiden Auswärtspartien im Prinzip durch frühe Torhüterfehler entschieden wurden, besorgte das dieses Mal die gesamte Mannschaft mit einer absolut inakzeptablen Einstellung im ersten Spielabschnitt. Ganze fünf Tore schenkte Augsburg den willenlos agierenden Gästen bis zur ersten Sirene ein. Danach schalteten die Panther in den Schongang und ließen Wolfsburg durch Sparre (25.) und Dehner (57.) sogar noch zu zwei eigenen Toren kommen. Zwischenzeitlich gelang Augsburgs Fraser per Hattrick allerdings auch noch der sechste Treffer für die Gastgeber (56.).
Kurz und knapp: Wolfsburg war chancenlos.
Verletzungstechnisch gab es (natürlich) einen weiteren Nackenschlag für die Grizzlys: Christoph Höhenleitner blieb nach einem Revanchefoul verletzt auf dem Eis liegen und wird Wolfsburg mit einer Gehirnerschütterung für unabsehbare Zeit fehlen. 

1:0 Fraser (LeBlanc - McNeill) 5.Min PP 5-4
2:0 Fraser (Sternheimer - Gill) 7.Min
3:0 Schmölz (Detsch - Ullmann) 15.Min
4:0 Ullmann (Detsch - Hafenrichter) 18.Min
5:0 LeBlanc (White - Sternheimer) 19.Min
5:1 Sparre (Bergman) 25.Min
6:1 Fraser (White - Payerl) 56.Min PP 5-4
6:2 Dehner (Cassels - Möchel) 57.Min

Traurige Vorstellung in Nürnberg

  • Geschrieben von Martin
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Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da war es für die Grizzlys und ihre über 500 im Sonderzug angereisten Fans eigentlich schon wieder beendet. 
Dabei scheint die Serie aus Kuriositäten, Pech und Verletzungen einfach kein Ende nehmen zu wollen. Ohne den verletzten Marcel Ohmann gingen die Gäste aus Niedersachsen praktisch mit dem allerletzten Aufgebot inkl. Nachwuchsspieler Raabe an den Start. Dass Raabe im Laufe des Spiels dann auch noch in die Verteidigung wechseln musste (und dort reichlich Eiszeit bekam), hatte wiederum einen höchst unerfreulichen Grund: William Wrenn war nach einem ungeahndeten Ellbogencheck gegen den Kopf verletzt ausgeschieden. Übeltäter Lalonde kam ungestraft davon, wenige Augenblicke später produzierte Wolfsburgs Goalie dann schon den zweiten Torwartfehler zum 2:0 für die Gastgeber. Nach einem Treffer vom Bully weg (1.) und Kislingers Abschluss durch die Schoner (3.) wechselte Kuhn sich selber aus und machte für David Leggio Platz, der am letzten Wochenende eben jene Konsequenz leider vermissen ließ. Besser wurde dadurch nur das Torwartspiel - die Feldspieler der Grizzlys agierten nach diesem katastrophalen Auftakt fortan völlig körperlos, ließen den Nürnberger Express über sich hinweg rollen.
Da half auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Wolfsburgs einzigen Lichtblick Gerrit Fauser (6.) nichts. Fast wie selbstverständlich stellten die Gastgeber durch Acton (13.) und Bassen (20.) noch vor der ersten Pause auf 4:1. Als die Ice Tigers im Mittelabschnitt den Fuß etwas vom Gas nahmen, kamen auch die Gäste während anderthalb Minuten doppelter Überzahl zu ersten nennenswerten Chancen. Den einzigen Treffer des Drittels markierte aber wiederum Nürnberg (25.).
Während die Gastgeber sich nun immer mal wieder aus Bequemlichkeit oder Unaufmerksamkeit selbst in Unterzahl brachten, konnte das reichlich mutlos wirkende Wolfsburg keine dieser Möglichkeiten zu einem weiteren Ehrentreffer nutzen. Ein trauriger Abend näherte sich somit ungemildert trist seinem Ende.
Insgesamt betrachtet hat der Bruch im Team seit dem Iserlohn-Spiel mittlerweile die Größe des Grand Canyon angenommen. Und die halbe Saison liegt noch vor uns...   
 
1:0 Fox (Dupuis) 1.Min
2:0 Kislinger (Alanov) 3.Min
2:1 Fauser (Furchner - Wurm) 6.Min
3:1 Acton (Bassen - Weber) 13.Min
4:1 Bassen (Acton - Brown) 20.Min
5:1 Brown (Acton - Bender) 25.Min

Ängstliches Gestocher endet mit 1:2 Niederlage n.P.

  • Geschrieben von Martin
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Offenbar hat die dramatische Niederlage in Iserlohn tiefe Narben im Gemüt der Grizzlys hinterlassen. Anders kann man den völlig mutlosen Auftritt gegen das Schlusslicht aus dem Schwarzwald nicht erklären. In einem Spiel, das jegliches Niveau vermissen ließ, waren die Schwäne aus Schwenningen letztlich das bessere Team. Viel zu sagen hatte das allerdings nicht. Den besten Spielzug der Partie nutzte István Bartalis (25.) in diesem chancenarmen Aufeinandertreffen zum verdienten Führungstreffer für die Gäste. Das weckte kurzfristig sogar die Hausherren, die zwei Zeigerumdrehungen später prompt den Ausgleich durch Rückkehrer Höhenleitner verbuchen konnten. Bezeichnenderweise landete dessen Schuss in der Kufe eines Gästespielers - ein herausgespieltes Tor blieb auf Seiten der völlig wirr agierenden Grizzlys damit Fehlanzeige. Nun folgte eine kleine Wolfsburger Druckphase, die nach wenigen Minuten auch schon wieder zum Erliegen kam. Das Spiel kehrte also zu seinem munteren Potpourri aus destruktivem Hockey, wenig Tempo, lauem Körperspiel garniert mit einer Flut von Fehlpässen auf beiden Seiten zurück. Selbst bei drei gegen drei in der unvermeidlichen Verlängerung konnte keines der beiden Teams die unglaublichen Freiräume und zahlreichen Fehler des Gegners zu einem weitern Treffer nutzen, so dass das Penaltyschießen die Qualen von Teams und Fans beenden musste. Dort erlöste schließlich Schwenningens Ville Korhonen alle Anwesenden vom Fortgang der Veranstaltung und schickte somit wenigstens die handvoll mitgereisten Schwäne-Fans mit einem Lächeln auf die lange Heimreise. Die restlichen Zeugen dieser Veranstaltung machten sich reichlich desillusioniert auf den weitaus kürzeren Weg ins Wochenende. 

0:1 Bartalis (Hult -Bohác) 25.Min
1:1 Höhenleitner (Sparre - Dehner) 27.Min
1:2 Korhonen  PEN

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7:6 Niederlage beim Tag der offenen Tür in Iserlohn

  • Geschrieben von Martin
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Fast wäre es die Fortsetzung des gelungenen Neustarts gegen Ingolstadt geworden. Trotz der frühen Roosters-Führung nach einer Witzstrafe gegen Armin Wurm (2.) kamen die Grizzlys auch am Seilersee gut in die Partie. Ein Doppelschlag der stark aufspielenden Marius Möchel (10.) und Spencer Machacek (12.) brachte die Gäste dabei endgültig in Schwung. Auch Dmitirievs schmeichelhafter Ausgleich (18.) konnte schon zwei Minuten später durch Cassels drittes Saisontor beantwortet werden, so dass das Auftaktdrittel knapp an den EHC ging.
Zum Start des Mittelanschnitts nutzte Iserlohns Caporusso ein Nickerchen der Wolfsburger Hintermannschaft zum sehenswerten Alleingang (22.), dem der völlig indisponiert agierende Leggio im Tor der Grizzlys ebenfalls nichts entgegen zu setzen wusste. In der Folgezeit zeigten sich die Roosters gut informiert und brachten mehr Härte in die Begegnung, was ihnen im Gegensatz zum letzten Gegner der Grizzlys allerdings keinen nennenswerten Vorteil verschaffte. Im Gegenteil: Bei doppelter Überzahl ließen die Gäste einer Auszeit gleich einmal die erneute Führung folgen. Besonders erfreulich war dabei der Torschütze, denn Brent Aubin konnte mit einem Gewaltschuss endlich seine schier endlose Torflaute beenden (36.) und endlich seinen ersten Saisontreffer bejubeln!
Als Wolfsburg dann im Schlussabschnitt durch Furchner (44.) und Machacek (47.) sogar auf 3:6 davonziehen konnte, sah es schon fast sicher nach einem Sechs-Punkte-Wochenende aus. Doch alle Freude in dieser Saison wird offenbar immer noch irgendwie getrübt. Die Grizzlys, bis dahin trotz der beiden zusätzlichen Ausfälle von Jaspers und Höhenleitner top präsent, stellten plötzlich das Spielen ein und versuchten etwas, das in dieser Spielzeit noch nie funktioniert hat - sie verwalteten den Vorsprung. In den letzten zehn Spielminuten ließen die Gäste, bei denen Eigengewächs Raabe im Schlussabschnitt keine Eiszeit mehr erhielt, einfach alles vermissen, was sie zuvor so stark gemacht hatte. Forecheck und Angriffsbemühungen wurden weitgehend eingestellt und David Leggio, der von Beginn an einen sagenhaft unsicheren Eindruck hinterließ, durfte bis zur Sirene noch sage und schreibe dreimal hinter sich greifen. Florek (50.), Matsumoto (53.) direkt vom Anspiel und Bergman in Überzahl (59.) brachten die eigentlich längst entschiedene Begegnung in die Overtime. Dort ließen die sichtbar demoralisierten Grizzlys in einer frühen Unterzahl dem Unheil weiter seinen Lauf und fingen sich auch noch den siebten Gegentreffer (61.). Es bleibt abzuwarten, ob sich das im Angriffsspiel und vor allem im Powerplay deutlich verbesserte Wolfsburger Team mit diesem Spielverlauf selber den mentalen Genickschuss verpasst hat, oder ob die Grizzlys doch noch irgendwie die Kurve bekommen.
Neu-Trainer Kossmann kann bisher jedenfalls erstaunlich viel Gutes auf der Habenseite verbuchen, obwohl das Lazarett mit Weiß, Höhenleitner und Jaspers mittlerweile epische Züge (8 Ausfälle) angenommen hat. Die Abteilung Defensive hingegen sollte man langsam aber sicher von ihrem Übungsleiter befreien. Trotz gesundem Stammpersonal sind die Leistungen in diesem Mannschaftsteil derart schwankend, dass es hier normalerweise zu Konsequenzen kommen muss. Auch David Leggio sollte nach den bisher gezeigten Leistungen, einschließlich des fast schon lachhaften Auftritts in Iserlohn, bis auf weiteres die Bank warm halten. Diese Verpflichtung stellt bisher leider nicht einmal im Ansatz eine Hilfe dar - eher das Gegenteil.    


1:0 Trupp (Matsumoto - Fischer) 2.Min PP 5-4
1:1 Möchel (Wrenn - Bergman) 10.Min
1:2 Machacek (Furchner - Fauser) 12.Min PP 5-4
2:2 Dmitriev (Camara - Matsumoto) 18.Min
2:3 Cassels (Sparre - Ohmann) 20.Min
3:3 Caporusso (Todd) 22.Min
3:4 Aubin (Dehner - Sparre) 36.Min PP 5-3
3:5 Furchner (Fauser - Machacek) 44.Min PP 5-4
3:6 Machacek (Möchel - Wrenn) 47.Min
4:6 Florek (Friedrich) 50.Min
5:6 Matsumoto 53.Min
6:6 Bergman (Turnbull) 59.Min PP 5-4
7:6 Camara (Matsumoto - Yeo) 61.Min PP 4-3

Gelungener Start nach der Pause

  • Geschrieben von Martin
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Mit einem knappen, aber verdienten 4:3 Sieg gegen Ingolstadt starteten die Grizzlys in das zweite Drittel der Saison. Mit den Rückkehrern Leggio, Machacek und Möchel verstärkt übernahm Wolfsburg sofort die Initiative und hatte den ersten Spielabschnitt meist gut im Griff. Nach zahlreichen guten Gelegenheiten war es dann Spencer Machacek, der die längst überfällige Führung für die Hausherren (8.) markieren konnte. Mit einer überflüssigen Bankstrafe leiteten die Grizzlys im Mittelabschnitt die beste Phase der Gäste praktisch selber ein. Die Panther nutzten ihr gutes Powerplay zunächst zum Ausgleich (30.), gingen anderthalb Minuten später durch Colton Jobke sogar mit 1:2 in Führung. Wolfsburg wirkte irritiert, drohte wieder einzuknicken und den Biss zu verlieren - eine Auszeit durch Neu-Coach Kossmann sollte Abhilfe schaffen. Und das tat sie auch! Die Grizzlys schüttelten sich noch einige Augenblicke, dann schlugen sie noch vor der zweiten Pause doppelt zurück. Daniel Sparre (36.) und Jeff Likens (40.) veredelten zwei Überzahlspiele mit millimetergenauen Distanzschüssen. Auffällig: Wie schon beim ersten Wolfsburger Treffer stimmte der Traffic vor dem Tor der Gäste - der Goalie hatte jeweils kaum eine Chance zu reagieren.
Als Wolfsburgs fast schon legendär schlechtes Powerplay dann auch noch den dritten Treffer, dieses Mal durch Cole Cassels, verbuchen konnte (44.), schien der Weg zum ersehnten Heimsieg endgültig geebnet. Doch ganz kuriert von seinen Überzahlproblemen zeigte sich der EHC dann doch nicht: Immer wieder konnten die teils sehr rustikal agierenden Gäste in folgenden Unterzahlspielen gefährlich kontern und letztlich doch noch eine dieser Gelegenheiten zum Shorthander nutzen. D'Amigo schloss einen Alleingang am kurzen Eck durch Kuhns Schoner ab (53.) und machte das Spiel wieder spannend. Mit etwas Glück und durch ein völlig sinnloses Foul an Christoph Höhenleitner (59.) begünstigt, brachten die Grizzlys diesen wichtigen Heim-Dreier schließlich über die Runden. So wurden die Feier des Sieges und gleichzeitig Armin Wurms 500.DEL-Spiel durch die Sorge um die Gesundheit des Wolfsburger Ur-Gesteins leider etwas überschattet.

1:0 Machacek (Dehner - Karachun) 8.Min
1:1 Olson (Collins - Kelleher) 30.Min PP 5-4
1:2 Jobke (Elsner - Braun) 32.Min
2:2 Sparre (Dehner - Cassels) 36.Min PP 5-4
3:2 Likens (Wrenn - Machacek) 40.Min PP 5-4
4:2 Cassels (Dehner - Möchel) 44.Min PP 5-4
4:3 D'Amigo 53.Min SH 4-5

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Wolfsburg bezieht Prügel - 7:2 in Düsseldorf

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer völlig desolaten Leistung verabschiedeten sich die Grizzlys in die Deutschland-Cup Pause. Gleich im ersten Drittel entschieden die mindestens eine Klasse besser agierenden Gastgeber die Partie für sich, schenkten den völlig überforderten und läuferisch unterlegenen Gästen gleich viermal ein (3./5./15./19.). Dass die Grizzlys dabei einen ihrer beiden (!) Schüsse auf das Gehäuse der DEG ebenfalls unterbringen konnten (9.) irritierte die Hausherren nur kurz, wenig später setzte sich die Demontage der Gäste aus Wolfsburg ungebremst fort. Als Düsseldorf nach 20 Minuten den Fuß vom Gas nahm, konnten auch die Grizzlys die eine oder andere druckvollere Phase verbuchen - natürlich ohne die DEG ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: Da bei den Gästen immer mehr der Fust regierte, konnte Düsseldorf noch zwei weitere Überzahlspiele zum 5:1 und 6:1 nutzen, so dass nun auch die letzten Zweifel am Ausgang der Begegnung beseitigt waren. Im letzten Spielabschnitt ließen beide Teams das Ganze weitgehend friedlich ausklingen, Olimb (49.) und Höhenleitner (51.) markierten jeweils noch einen Treffer für ihre Farben.
Es schmerzt, feststellen zu müssen, dass die Grizzlys ohne fünf Ausländer einfach nicht mehr konkurrenzfähig sind. Der gesamte Auftritt der Wolfsburger im ISS Dome war weit jenseits dessen, was man braucht, um gegen eines der anderen Teams (mit Ausnahme der Wild Wings) zu bestehen. Ein Jerry Kuhn z.B. ist momentan psychisch völlig neben der Spur, teilte zum wiederholten Male Stockschläge, diesmal sogar gegen Spieler, die ihn gar nicht bedrängten, aus. Durch die Ausfälle von Brückmann und Leggio bleibt hier nur Davi als Option, der aber wohl nur als Platzhalter gedacht ist. Ebenso hat man durch den Abgang von Ankert keinerlei Möglichkeiten im Abwehrbereich zu reagieren, wenn die Leistung bei einzelnen mal so gar nicht stimmt - und es gäbe einiges zu reagieren...
Dass neben Höhenleitner und Weiß ausgerechnet Sparre zu den Besten im Angriff zählte (auf Seiten der Gäste, wohlgemerkt), stimmt nach den zuletzt gezeigten Leistungen eher nachdenklich, als optimistisch.
Es müsste wohl in der kurzen Pause eine wahre Massen- und Wunderheilung bei den Grizzlys einsetzen, um dieser bisher völlig verkorksten Saison doch noch eine versöhnlichere Richtung geben zu können. Mit Latta, Möchel, Foucault und Leggio sollten zumindest vier der sieben Verletzten in Reichweite eines Comebacks sein, Ersatz für Elkins und Albert dürfte bei weiterem Zögern bald schon sinnlos sein. Ob es mit vollerem Kader besser läuft bzw. laufen kann, bleibt nach den bisherigen Eindrücken allerdings ungewiss.

1:0 Laub (Picard - Köppchen) 3.Min
2:0 Olimb (Barta - Gogulla) 5.Min PP 5-3
2:1 Sparre (Dehner) 9.Min PP 5-4
3:1 Pimm  (McKiernan - Henrion) 15.Min
4:1 Pimm (Descheneau - Barta) 19.Min PP 5-4
5:1 Gogulla (Descheneau - McKiernan) 32.Min PP 5-4
6:1 Barta (McKiernan - Pimm) 38.Min PP 5-3
7:1 Olimb (Ebner - Nowak) 49.Min
7:2 Höhenleitner (Fauser - Karachun) 51.Min

Aufbaugegner für schwache Haie

  • Geschrieben von Martin
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In einer auf äußerst niedrigem spielerischen Niveau geführten Partie unterliegen die Grizzlys gegen Köln am Ende mit 3:5. Durch den zusätzlichen Ausfall von Spencer Machacek weiter in ihrer Qualität geschwächt, zeigten sich die Gastgeber unter ihrem neuen Trainer weiter in ihrer Arbeiter-Rolle, setzten in diesem Bereich aber leider keine Ausrufezeichen (Checks, intensives Laufspiel etc.). 
Nachdem die Gäste in der 10.Minute einen krassen Wolfsburger Fehler zum 0:1 verwerten konnten, verflachte die ohnehin holprige Begegnung zunächst komplett. Beide Teams brachten dabei nur selten überzeugende Angriffs-Spielzüge zustande und es dauerte bis kurz vor der zweiten Pause, bevor es endlich wieder richtig aufregend wurde. Neuzugang Jaspers hatte den weiterhin glücklos agierenden Grizzlys tatsächlich den Ausgleich (39.) bescheren können. Es schien ein Weckruf für diese doch eher bieder geführte Partie zu sein, denn im folgenden Schlussabschnitt entdecken offenbar gleich beide Teams ihre Leidenschaft für intensivere Spielführung wieder. Mehr Effizienz zeigten jedoch die Haie: Mit einem Doppelschlag in der 46. und 47. Minute erzielten Genoway und Hanowski die gefühlte Vorentscheidung. Doch so leicht sollte es den meist glücklicher agierenden Gästen nicht gemacht werden. Unter dem Jubel der gut 3000 Zuschauer brachte Alex Weiß die Heimmannschaft mit einem Powerplaytreffer (sic) zunächst zurück ins Spiel (53.), eine Minute später schlugen die Haie durch Uvira schon wieder zurück (54.) Wer auf den Rängen jetzt schon einmal die Heimreise starten wollte, musste allerdings noch einmal kehrtmachen. Wieder im Powerplay und wieder mit Extra-Angreifer gelang den Grizzlys durch Jeremy Dehner in der vorletzten Minuten der erneute Anschluss - es blieb spannend. Erst der dritte Anlauf ohne Goalie wurde dann doch durch den Schuss ins leere Netz zum 3:5 Endstand bestraft (60.).
Wenn das abwechslungsreiche Schlussdrittel auch ein wenig für die insgesamt mäßig unterhaltsame Spielanlage der Teams entschädigte, so bleibt doch die Sorge ob der gravierenden Defizite im Team der Grizzlys. Ohne wenigsten eine normal scorende Reihe bleibt die Jagd auf Platz 10 weiter eine äußerst mühsame Angelegenheit - für alle Beteiligten...


0:1 Akeson (Hanowski - Mo.Müller) 10.Min
1:1 Jaspers (Bergman) 39.Min
1:2 Genoway (Schütz - Zerressen) 46.Min
1:3 Hanowski (Mo.Müller - Ellis) 47.Min
2:3 Weiß (Dehner) 53.Min PP EA 6-4
2:4 Uvira (Jones - Sulzer) 54.Min
3:4 Dehner (Cassels) 59.Min PP EA 6-4
3:5 Akeson (Mo.Müller) 60.Min ENG

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Grizzlys unterliegen Bremerhaven erneut

  • Geschrieben von Martin
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Da waren sie wieder, die Chaos-Bären, wie man sie dieses Jahr leider schon viel zu oft bewundern durfte. 
Dank Abwehrschwächen auf beiden Seiten gestaltete sich das Auftaktdrittel dabei noch recht ansehnlich - Jubel und Kopfschütteln hielten sich zunächst in beiden Fanlagern die Waage. Während für den REV Moore (6.) und Hoeffel (11.) jeweils vorlegten, konnten die Gastgeber durch Kapitän Furchner (8.) und Armin Wurm (17.) zweimal den Ausgleich erzielen. 
Doch spätestens im zweiten Spielabschnitt ging bei den Grizzlys fast nichts mehr zusammen. Wer dachte, dass das Zweikampfverhalten der Hausherren im ersten Spielabschnitt schon ausbaufähig war, der durfte sich jetzt auf ein besonderes "Schmankerl" freuen: Bis zum Schlusspfiff verlor Wolfsburg fast jeden Zweikampf, egal in welcher Zone, und glänzte dabei mit haarsträubendem Stellungsspiel ohne jegliche Positionstreue. Die Pinguins konnten sich gar nicht dumm genug anstellen, um nicht doch irgendwann einen der zahlreichen Fehler der Grizzlys zum Torerfolg zu nutzen. Das 2:3 durch Verlic (25.) blieb aber, fast schon bizarr, das einzig Zählbare im Mittelabschnitt. Noch seltsamer - aus Sicht der Gäste - wurde es dann in der 47.Minute, als Eric Valentin seinen ersten DEL-Treffer markieren konnte und dabei von einem kapitalen Schnitzer des Bremerhavener Schlussmanns profitierte. Da sich die Grizzlys dieses Jahr sehr schwer mit dem Annehmen von Geschenken tun, überreichte wenige Minuten später Wolfsburgs Schlussmann dem REV seinerseits ein Präsent zum 3:4. Mike Hoeffel hieß der dankbare Abnehmer, der in der 49.Minute Kuhns "Luftschnapper" zur Gästeführung zu nutzen wusste. 
Der EHC blieb harmlos, kassierte noch zwei Schüsse ins leere Tor (59./60.) und bescherte den rund 500 mitgereisten Fans der Nordlichter eine fröhliche Heimreise. Den eigenen Fans bereitet er hingegen weiter viel mehr Kummer als Freude...

0:1 Moore (Quirk - Uher) 6.Min
1:1 Furchner (Dehner - Aubin) 8.Min
1:2 Hoeffel (Feser - Jensen) 11.Min PP 5-4
2:2 Wurm (Fauser - Furchner) 17.Min
2:3 Verlic (Fortunus - Urbas) 25.Min
3:3 Valentin (Sparre - Wrenn) 47.Min
3:4 Hoeffel (Moore - Quirk) 49.Min
3:5 Zengerle (Feser - Moore) 59.Min ENG 
3:6 Friesen (Feser - Nehring) 60.Min ENG

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Mit neuem Trainer gelingt der erste Auswärts-Dreier!

  • Geschrieben von Martin
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In Straubing gab es aus Wolfsburger Sicht Premieren wohin das Auge auch blickte. Unter ihrem neuen Chefcoach Hans Kossmann gelang den Grizzlys tatsächlich auf Anhieb der erste Auswärtssieg der Saison! Doch damit nicht genug: Beide Torschützen, Cassels (11.) und Jaspers (37.), verbuchten dabei ihr erstes Tor in orange, wobei Jaspers obendrein den ersten Shorthander der Grizzlys markieren konnte.
Insgesamt wirkte der Gast aus der Volkswagenstadt extrem fokussiert und bissig und ließ mit energischem Forecheck die Hausherren zunächst überhaupt nicht ins Spiel kommen. Ein überlegt zu Ende gespielte Konter brachte dann die verdiente Führung, die es im Mittel- und Schlussabschnitt zu verteidigen galt. Da die Gastgeber ab dem zweiten Spielabschnitt besser in die Partie fanden, stand fortan die Abwehrarbeit der Grizzlys im Fokus des Geschehens. Diese sollte tatsächlich zu glänzen wissen. Ganz im Stile einer abgekochten Auswärtsmannschaft vergoldete Jason Jaspers die harte Arbeit seines Teams mit einem Treffer in Unterzahl - und der Treffer wirkte angesichts der konzentrierten Wolfsburger Vorstellung tatsächlich wie eine Vorentscheidung! 
Straubing misslang es trotz intensiver Bemühungen, doch noch einmal in die Nähe eines Punktes zu kommen. Erst in den Schlussminuten und ohne eigenen Goalie auf dem Eis traf Leganière (59.) zum lange von den Tigers  herbeigesehnten Anschluss, doch die Grizzlys hielten - endlich, möchte man sagen - souverän stand.
Einziger, dafür reichlich bitterer Wermutstropfen für die Wolfsburger: Sie verloren bereits im ersten Spielabschnitt ihren bis dahin gut aufgelegten Torhüter David Leggio mit einer Knieverletzung ans reichlich gefüllte Lazarett. 
Dort befinden sich weiterhin mit Elkins, Albert, Foucault, Möchel und Latta satte fünf Feldspieler und nun mit Brückmann und Leggio gleich zwei Klasse-Keeper.
Ein Glück, dass man mit Jerry Kuhn den aktuell formstärksten der unter Vertrag stehenden Goalies in der Hinterhand hatte, so dass dieser Abend zu einem erfreulichen Ende kommen konnte. 

0:1 Cassels (Höhenleitner - Dehner) 11.Min
0:2 Jaspers 37.Min SH 4-5
1:2 Leganière (Williams - Loibl) 59.Min