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Wolfsburg chancen- und planlos gegen München

  • Geschrieben von Martin
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Das war ein sehr, sehr ernüchternder Auftritt der Grizzlys. Gegen den Meister aus München gelang dem mittlerweile tief in der Krise steckenden EHC so gut wie nichts, was auch nur kurzzeitig die Hoffnung auf einen Punktgewinn genährt hätte. Das ohnehin inexistente Powerplay der Grizzlys verpasste es während dieser trostlosen Veranstaltung nicht nur erneut Zählbares zu erarbeiten (von "spielen" kann bisher ja kaum die Rede sein), sondern musste obendrein auch noch zwei spielentscheidende Shorthander quittieren. Als Patrick Hager nach einem üblen Kniecheck an Gerrit Fauser frühzeitig zum Duschen verschwunden war (6.), zeigte die Partie auch schon ihr wenig erfreuliches Gesicht: Im Prinzip spielte München, unter der Woche noch in Schweden aktiv, in Unterzahl dominanter als zuvor bei 5 gegen 5 und konnte den planlos umherfahrenden Gastgebern schon früh den ersten Hieb verpassen. Jaffrays (9.) Treffer in Unterzahl gab dann die Richtung für den Rest des Spiels vor: Sortiert in Richtung Leggio, chaotisch ohne vernünftigen Abschluss in Richtung aus den Birken.
So trafen die Gäste bis zum erlösenden Schlusspfiff in "schöner" Regelmäßigkeit immer im Wechsel zwischen Powerplay und Unterzahl. Zunächst war dabei Joslin (29.) in Überzahl, dann Stajan (46.) in Unterzahl, dann Mauer (52.) wieder im Powerplay der Bullen erfolgreich. Wolfsburg hingegen kämpfte gegen gut eingespielte und irgendwie entspannt wirkende Gäste um Schadensbegrenzung - mehr ging offenbar an diesem Nachmittag nicht.
Es bleibt weiterhin ein Rätsel, wie man mit derartig unkoordiniertem Zusammenspiel überhaupt gegen einen Gegner (außer Schwenningen) punkten möchte. Die Ausfälle von Elkins, Albert, Foucault, Möchel und Latta sind sicherlich eine Erklärung für das Chaos auf dem Eis, aber trotzdem wird es langsam Zeit für Lösungen. Ansonsten ist diese Saison vorbei, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat...

0:1 Jaffray (Voakes) 9.Min SH 4-5
0:2 Joslin (Voakes - Mauer) 29.Min PP 5-4
0:3 Stajan (Boyle) 46.Min SH 4-5
0:4 Mauer (Mitchell - Voakes) 52.Min PP 5-4

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Wolfsburg erkämpft einen Punkt in Berlin

  • Geschrieben von Martin
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In einem wilden Auftaktdrittel verbrauchten beide Kontrahenten offenbar bereits ihr gesamtes Zielwasser. Bereits in der dritten Minute nutzten die Gastgeber einen unglücklich geblockten Schuss im Nachfassen zum 1:0 durch Marcel Noebels. Die Antwort der keineswegs geschockten Wolfsburger ließ allerdings keine 30 Sekunden auf sich warten: Alex Karachun vollendete eine schöne Kombination seiner überzeugend aufspielenden Reihe mit Eric Valentin und Marcel Ohmann und schob völlig unbedrängt zum schnellen Ausgleich ein (3.). Direkt im Anschluss an ihr erstes Powerplay gingen die Gäste aus Niedersachsen sogar durch Alex Weiß (9.) in Führung, der sich dabei für sein robustes Spiel im Slot mit einem Abstauber belohnen konnte.
Reichlich unglücklich lief es dann bei der Entstehung des erneuten Ausgleichs für die Eisbären: Ein Berliner Spieler hatte zuvor beim Versuch seinen Schläger zu befreien, Wolfsburgs Cassels das Spielgerät durchs Gesicht gezogen - direkt vor den Augen eines der Hauptschiedsrichter. Während sich Cassels noch aufrappelte und den Weg zur Bank antrat, erzielten die Gastgeber, praktisch mit einem Mann mehr, den zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaften Ausgleich (12.). Doch auch von diesem Tiefschlag erholten sich die geläutert wirkenden Grizzlys wieder und konnten so im Laufe der Partie fast durchgängig auf Augenhöhe mit Berlin agieren. Ein Umstand, der nach den letzten Wochen nicht als selbstverständlich angesehen werden kann. Zwar blieben sich die Wolfsburger in den folgenden zwei Dritteln plus Verlängerung und Penaltyschießen in Sachen Chancenverwertung weiter "treu", doch die kämpferische Leistung war bei allen Akteuren eines Grizzlys würdig. Da sich beide Teams vor dem teils sogar leeren Kasten in Sachen Abschluss-Schwäche einen echt harten Fight lieferten, musste am Ende das Penaltyschießen für Erlösung sorgen. Zwei Treffer für Berlin und zwei Fahrkarten für Wolfsburg spiegelten dabei wohl vor allem die psychische Verfassung der beiden Teams wieder. Es bleibt ein langer Weg für die Grizzlys, die mangels spielerischer Qualität in der Offensive (Elkins, Albert, Foucault und Möchel fehlen weiterhin) weiter auf die "Kampfkarte" setzen müssen. Eigentlich nichts Neues in Wolfsburg -  in dieser Reinkultur aber doch ein wenig gewöhnungsbedürftig...

1:0 Nöbels (Aubry - Hördler) 3.Min
1:1 Karachun (Ohmann - Valentin) 3.Min
1:2 Weiß (Dehner - Aubin) 9.Min
2:2 Jahnke (Dupont - Rankel) 12.Min
3:2 Kettemer - PS

Deftige 6:0 Klatsche in Augsburg

  • Geschrieben von Martin
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Anfang und Ende dieser Partie können eigentlich nur als blamabel beschrieben werden. Wie paralysiert ließen die Grizzlys ihren Goalie im Startdrittel ein ums andere Mal im Regen stehen und fingen sich folgerichtig durch White (2.) und Sezemsky (7.) die ersten beiden Gegentreffer des Abends. Während Wolfsburg in den ersten zwanzig Minuten lediglich eine wirklich vorzeigbare Offensivaktion zu bieten hatte, sollte das Mitteldrittel wesentlich ausgeglichener ablaufen. Hinten brannte es vor dem gut aufgelegten Jerry Kuhn zwar immer noch hin und wieder, doch mit einigen Monster-Reflexen hielt ihr Torhüter die Grizzlys im Spiel. Diese konnten im Gegenzug ihre nun zahlreicheren Einschussgelegenheiten gewohnt suboptimal nutzen: Nämlich gar nicht. Das sollte sich bis zum Schlusspfiff leider auch nicht ändern.
Als Augsburg dann nach einem schlimmen Puckverlust durch Daniel Sparre das Spielgerät zum dritten Mal in die Maschen befördern konnte (52.), übernahm bei den Gästen deutlich sichtbar der Frust das Kommando.
Mehr als eine peinliche Raufeinlage durch Jeff Likens (landete keinen Schlag) gegen den einen halben Kopf größeren Payerl und eine nicht beantwortete Kampf-Aufforderung von Goalie Kuhn an seinen Gegenüber kamen dabei aus Grizzly-Sicht nicht heraus. Die Panther hingegen bedankten sich artig für die zahlreichen Powerplay-Gelegenheiten und schenkten den Gästen noch dreimal (55./57./59.) im Zwei-Minuten-Takt nach.
Somit verlieren die Wolfsburger auch ihr siebtes von sieben Auswärtsspielen und sind nun, zumindest auswärts, drauf und dran die noch junge Saison frühzeitig vor die Wand zu fahren. Sieht man einmal vom immer besser in Schwung kommenden Gerrit Fauser ab, fällt es momentan sehr schwer, den Auswärtsauftritten der Grizzlys irgendetwas Positives abzugewinnen. 
 

1:0 White 2.Min
2:0 Sezemsky (LeBlanc - Rekis) 7.Min
3:0 Holzmann 52.Min
4:0 McNeil (Payerl - Sezemsky) 55.Min PP 5-4
5:0 McNeil (Holzmann - Ullmann) 57.Min PP 5-4
6:0 Schmölz (LeBlanc - White) 59.Min PP 5-4

Starke Grizzlys erbeuten nur einen Punkt

  • Geschrieben von Martin
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Gegen die noch sichtbar müden Gäste aus Nürnberg reichte es am Ende nur zu einer Niederlage nach Verlängerung. Äußerst ärgerlich gestaltete sich aus Sicht der Grizzlys dabei nur die Torausbeute, denn ansonsten spielten die Hausherren Nürnberg geradezu an die Wand. Allein im Auftaktdrittel konnten die wie aufgedreht agierenden Wolfsburger lediglich eine ihrer im Dutzend daher kommenden Chancen zum Torerfolg nutzen. Kapitän Fauser war es, der die rund 2800 Zuschauer zum ersten Mal jubeln ließ (4.), als er den dritten Powerplaytreffer der Saison für seine Farben markieren konnte. Während das Heimteam seine Fans endlich wieder mit dem lange vermissten laufintensiven Grizzlyhockey begeisterte, agierte der Gast aus Nürnberg in erster Linie effizient.
Dupuis' Ausgleich zu Beginn des Mittelabschnitts (22.) fiel dabei wie aus dem Nichts, konnte aber schon vier Minuten später durch Sparres Treffer nach einem schönen Wolfsburger Konter (26.) beantwortet werden.
Doch die Grizzlys schafften es auch in der Folgezeit einfach nicht, eine der zahlreichen Ein- und Nachschussmöglichkeiten in das längst hoch verdiente dritte Tor zu verwandeln. Stattdessen nutzen die Ice Tigers eine ihrer spärlich gesäten Möglichkeiten zum keineswegs leistungsgerechten Ausgleich (56.). Doch es sollte noch schlimmer kommen: In der anschließenden Verlängerung entführten die Gäste auch noch den Zusatzpunkt, nachdem Brandon Buck bei angezeigter Strafe gegen Wolfsburg unbedrängt einnetzen konnte. Die Torschussbilanz von 31 zu 13 Schüssen für die Grizzlys bildet das Kräfteverhältnis zwar durchaus korrekt ab - allein nützt dies den in der Tabelle weiterhin um Anschluss zum Mittelfeld kämpfenden Wolfsburgern herzlich wenig.
Was bleibt, ist ein überzeugender Auftritt der Grizzlys und die Hoffnung, dass die Wolfsburger Stürmer in Zukunft wieder etwas mehr Glück in ihren Aktionen haben.     

1:0 Fauser (Likens - Höhenleitner) 4.Min PP 5-4
1:1 Dupuis (Pföderl - Weber) 22.Min
2:1 Sparre (A. Weiß - Krupp) 26.Min
2:2 Pföderl (Bassen - Weber) 56.Min
2:3 Buck (Reimer - D. Weiß) 63.Min EA 4-3

Zum Spielbericht geht es HIER 

Die Bilder vom Spiel findet ihr HIER

Nächster peinlicher Auswärtsauftritt in Bremerhaven

  • Geschrieben von Martin
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Ganze 10 Minuten währten Schwung und Disziplin aus dem Sieg gegen den Tabellenführer, dann brach das Wolfsburger Spiel auf bereits bekannte Art und Weise auseinander. Satte drei Treffer ließen sich die Grizzlys bis zur ersten Pause einschenken. Die Torschützen Feser (11.), Quirk (13.) und Urbas (18.) hatten dabei leichtes Spiel, denn die Verteidiger der Grizzlys bekamen es einfach nicht hin, auf beiden Seiten des eigenen Gehäuses Präsenz zu zeigen. Kaum schienen die Gäste sich im Mitteldrittel ein wenig gefangen zu haben, brach in der nächsten Bremerhavener Druckphase erneut das blanke Chaos aus. Nehrings 4:0 hätte dann eigentlich das frühe Aus aller Ambitionen der Grizzlys bedeuten sollen (26.), doch die Partie wurde im Schlussabschnitt tatsächlich noch einmal spannend! Sehr zur Freude ihrer zahlreich mitgereisten Anhänger gelang  den Wolfsburgern zunächst noch vor der zweiten Pause das 4:1 durch den beherzt im Slot nachsetzenden Marcel Ohmann (38.). Dann nutzten Höhenleitner (43.) und Fauser (51.) die Wachphase ihres Teams sogar zum verdienten 4:3. Etwas glücklich, aber keineswegs unverdient retteten die Gastgeber den nun knappen Vorsprung über die Zeit und können sich damit im Duell der Kellerkinder drei Punkte von den Grizzlys absetzen.
Die inkonsistenten Leistungen des Teams von der Aller nehmen somit langsam bedrohliche Formen an. Besonders erschreckend ist dabei, dass gleich eine ganze Hand voll Topspieler der vergangenen Jahre mit teils erbärmlichen Auftritten der Mannschaft immer wieder jede Chance auf einen Sieg nehmen. Sollte sich dies auch gegen Nürnberg nicht ändern, wird es wohl Zeit einmal Namen zu nennen...


1:0 Feser (Nehring - Weber) 11.Min
2:0 Quirk (Fortunus - Moore) 13.Min
3:0 Urbas (Zengerle - Moore) 18.Min
4:0 Nehring (Weber - Friesen) 26.Min
4:1 Ohmann (Aubin - Krupp) 38.Min
4:2 Höhenleitner (Valentin - Fauser) 43.Min
4:3 Fauser (Ohmann - Aubin) 51.Min

Grizzlys überraschen den Tabellenführer und ihre Fans

  • Geschrieben von Martin
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Zwei Drittel lang wurden die rund 2600 Fans der Grizzlys Zeugen eines erneut eher holprigen Auftritts ihres Teams. Dabei präsentierten sich die Gastgeber weiterhin defensiv gefestigt und lagen nach Treffern durch Leon  Niederberger (19.) und Henrion (29.) knapp mit 1:2 im Rückstand. Knapp vor allem deswegen, da bei beiden Düsseldorfer Treffern Wolfsburgs Goalie eine eher unglückliche Figur abgab. Aber genau wie bei ihrem Torhüter lagen bei den restlichen Grizzlys Genie und Wahnsinn an diesem Abend wohl etwas dichter als sonst beisammen.
In einem furiosen Schlussspurt gelangen den Grizzlys sage und schreibe drei weitere Tore, von denen eines der kostbaren, weil seltenen, Kategorie "Powerplaytreffer" zuzuordnen war. Nach einer deftigen Ansprache von Kapitän Sebastian Furchner hatten die aufgedreht spielenden Hausherren die Partie tatsächlich noch durch die Tore von Alex Weiß (42.), Jeff Likens (47.) und Gerrit Fauser (54.) drehen können. Den stets gefährlichen Gästen gelang lediglich der Anschluss durch Barta (55.), ansonsten scheiterten alle Versuche das Spiel noch zu drehen am nun deutlich verbessert auftretenden Jerry Kuhn bzw. am Ende an der Uhr. Den Gästen fehlte im Herzschlagfinale lediglich eine halbe Sekunde, um für ihren Nachschusstreffer nach Doppelpfosten noch die Anerkennung zu bekommen.
Riesenfreude und ebenso große Erleichterung ließen Fans und Spieler der Grizzlys feiern, als hätten man gerade den Einzug in die Play-offs erreicht... 

0:1 L. Niederberger (Köppchen - Reiter) 19.Min
1:1 Sparre (Machacek - Bergman) 29.Min
1:2 Henrion (Ridderwall - Olimb) 29.Min
2:2 Weiß (Valentin - Bergman) 42.Min
3:2 Likens (Weiß - Aubin) 47.Min PP 5-4
4:2 Fauser (Dehner - Sparre) 54.Min
4:3 Barta (McKiernan - Descheneau) 55.Min PP 5-4

Grizzlys unterliegen dem ERC knapp mit 2:1 n.V.

  • Geschrieben von Martin
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Am Ende fehlte den Grizzlys einfach die Offensiv-Power, um diese intensiv geführte Begegnung für sich zu entscheiden. Nach einem läuferisch aufwendigen ersten Drittel lagen die Gäste aus Niedersachsen durch Machaceks Treffer (7.) dabei völlig verdient in Führung. Doch während die Gastgeber ab dem Mittelabschnitt mehr Struktur in ihr Spiel bekamen, blieb das Wolfsburger Zusammenspiel außerhalb der eigenen Verteidigungszone das bereits bekannte Chaos. So verzeichneten die Grizzlys im 2.Drittel keinen nennenswerten Torschuss, die Panther hingegen markierten durch Kellehers Überzahltreffer (30.) den längst überfälligen Ausgleich.
Dass es dann doch zum Auswärtspunkt reichte, verdankten die Gäste neben ihrer defensiven Disziplin vor allem Goalie Kuhn.
Mit einer illustren Auswahl großartiger Paraden hielt der Torhüter der Grizzlys seine Farben im Spiel und war erst drei Sekunden vor Ende der Verlängerung ein zweites Mal durch die Panther zu überwinden.
Betrachtet man die eher unterdurchschnittliche Vorstellung seines Gegenüber, so spricht dies leider Bände über die momentane Verfassung des Wolfsburger Angriffsspiels. Durch den zusätzlichen Ausfall von Kris Foucault verblieb Wolfsburg nicht einmal mehr eine nachträglich eingespielte (und auch funktionierende) Scoring-Reihe.
Wie schon in Köln zu beobachten, ist von der Spielanlage der Grizzlys offenbar nur noch die Defensive übrig.
Die gewinnt zwar im Zweifelsfall die Championship, aber in dieser Form eher keine Spiele...

0:1 Machacek 7.Min
1:1 Kelleher (Cannone - Collins) 30.Min PP 5-4 
2:1 D'Amigo (Kelleher - Collins) 65.Min

Grizzlys verspielen 0:3 Vorsprung beim KEV

  • Geschrieben von Martin
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Es hätte ein kleiner Befreiungsschlag werden können und endete in einer Blamage. Nachdem die Gäste aus Niedersachsen ein paar Minuten gebraucht hatten um in die Partie zu finden, übernahmen sie früh die Kontrolle auf dem Eis des König Palastes. Treffer von Machacek (7.), Furchner (14.) und Wurm (15.) ließen die Grizzlys schon vom ersten Dreier in der Fremde träumen. Selbst als es den Pinguinen zeitnah (16.) ebenfalls das erste Tor genehmigte, schien das Wolfsburger Team weiterhin Herr der Lage zu bleiben. Kapitän Furchner gab in der Drittelpause dann auch die Marschrichtung der Grizzlys vor laufender Kamera zu Protokoll: Man habe sich vorgenommen, endlich ein konstantes Spiel abzuliefern. Es blieb beim guten Vorsatz. Das Mitteldrittel des EHC wirkte wie ein einziger Offenbarungseid im Bezug auf die klassischen Wolfsburger Tugenden. Fast das gesamte Team stellte die intensive Laufarbeit ein und fing sich entsprechend schnell Strafen und Tore. So gelangen den Gastgebern bis zur nächsten Sirene zwei nahezu identische Treffer in Überzahl (21./38.), die durch Piettas Tor bei numerischem Gleichgewicht (30.) "ergänzt" wurden. Der KEV hatte die Partie mit gütiger Wolfsburger Mithilfe fast schon spielerisch leicht gedreht, die Grizzlys rannten dabei teils vogelwild über das Eis und sich dabei auch immer wieder gegenseitig über den Haufen.
Zwar rissen sich die Gäste im Schlussabschnitt noch einmal zusammen und zeigten wieder etwas mehr Herz, doch am Ende besiegelten die letzten torlosen 20 Minuten die nächste Wolfsburger Niederlage. Sowohl spielerisch als auch moralisch steht das Team der Grizzlys allmählich vor einer der größten Herausforderungen der jüngeren Vereinsgeschichte. Die zwischenzeitlich immer wieder aufblitzenden guten Ansätze (erstes Powerplaytor) reichen bisher bei weitem nicht, um in der leistungsdichten Liga eine gute Rolle zu spielen. Nach den Ausfällen von Brückmann, Elkins, Albert und Möchel enttäuscht ein nicht kleiner Teil der verbliebenen Leistungsträger leider auf ganzer Linie.

0:1 Machacek (Likens) 7.Min
0:2 Furchner (Fauser - Dehner) 14.Min PP 5-4
0:3 Wurm (Weiß) 15.Min
1:3 Pietta 16.Min
2:3 Bruggisser (Lefebre - Costello) 21.Min PP 5-4
3:3 Pietta (Bruggisser) 30.Min
4:3 Bettauer (Pietta) 38.Min PP 5-4

Wolfsburg verliert Punkte und Möchel

  • Geschrieben von Martin
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Nach einem viel zu verhaltenen Start waren die Grizzlys schnell durch ein Unterzahltor (5.) in Rückstand geraten und wirkten auch in der Folgezeit reichlich wackelig. Als Kolarik (14.) dann allerdings den zweiten Treffer der Adler markieren konnte, erwachte Wolfsburg aus seiner Ehrfurcht und zeigte endlich eine entschlossene Reaktion.
Jeff Likens hatte nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff mit Christoph Höhenleitner einen anderen Wolfsburger Veteran auf die Reise geschickt, der prompt eiskalt verwandeln konnte. Vier Minuten später gelang Marcel Ohmann auf Zuspiel von Neuzugang Sparre sogar der Ausgleich (19.). Mit solch enormer Effizienz waren die Grizzlys also noch vor der ersten Sirene ins Spiel zurückgekehrt und sollten auch im Mittelabschnitt weiter auf Augenhöhe mit dem neuen Team ihres Ex-Trainers bleiben.
Als Höhenleitner den Mannheimer Goalie ein zweites Mal überwinden konnte (25.), schien sich das Blatt komplett zugunsten der Gäste zu wenden - die Grizzlys hatten das Spiel tatsächlich einigermaßen unter Kontrolle bringen können! Doch dann folgte die Zeit der Wolfsburger Fehler. Erst misslang Ohmann ein Abspiel hinter dem eigenen Tor, was denn Mannheimer Ausgleich durch Plachta (37.) nach sich zog. Wenig später gelang es ihm nicht den Puck aus nächster Nähe ins leere Tor zu schieben. Beim 4:3 der Adler sprang Wolfsburgs Krupp, erneut hinter dem eigenen Tor, der Puck unglücklich von der Kelle - direkt zum einschussbereiten Desjardins. Zum "krönenden" Abschluss patzte auch noch Trainer Tirkkonen, als er sich in der Schlussphase weiterhin als lernresistent zeigte und im Wolfsburger Powerplay den Goalie vom Eis holte. Zwei weitere Mannheimer Schüsse (59./60.) nach Wolfsburger Abspielfehlern fanden schließlich ihren Weg ins Gehäuse der Grizzlys und machten den durchaus verdienten Punktgewinn unmöglich. Dass Wolfsburgs Coach zum wiederholten Male das Ziehen des Torhüters favorisiert, obwohl sein Team fast durchweg enorme Abstimmungsprobleme zeigt, hinterlässt den geneigten Beobachter doch etwas ratlos. Wolfsburg wirkt ohne Goalie bisweilen geradezu kopflos und nimmt sich mit dieser Konstellation zum wiederholten Male frühzeitig selber aus dem Rennen. Mannheim verbuchte innerhalb der letzten beiden Minuten ganze fünf Schüsse aufs leere Tor nach Abspielfehlern der Grizzlys...
Noch viel schlimmer als die unglückliche Niederlage wog der Verlust von Neuzugang Möchel, der sich im Schlussabschnitt an einer gegnerischen Kufe verletzte und umgehend ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wir wünschen von dieser Stelle aus gute Besserung und hoffen auf eine baldige Genesung!

1:0 Adam (Plachta- Smith) 5.Min PP 5-4
2:0 Kolarik (Lampl - Adam) 14.Min
2:1 Höhenleitner (Likens) 15.Min
2:2 Ohmann (Sparre - Latta) 19.Min
2:3 Höhenleitner (Likens - Weiß) 25.Min
3:3 Plachta (Desjardins - Wolf) 37.Min
4:3 Desjardins 47.Min
5:3 Smith 59.Min SH 4-6 ENG
6:3 Kolarik 60.Min SH 4-6 ENG

2:0 Niederlage gegen schwache Haie

  • Geschrieben von Martin
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Das war schon reichlich dünn, was die beiden Kontrahenten den rund 9000 anwesenden Zuschauern in der Lanxess Arena anboten. Ein früher Treffer durch Felix Schütz (4.) entschied die Partie zugunsten der Gastgeber, die ihrem Publikum nur im ersten Spielabschnitt so etwas wie Spielkultur anbieten konnten. Danach stolperten beiden Teams durch die restlichen 40 Minuten und unterboten sich gegenseitig in Sachen Harmlosigkeit und Abschluss-Schwäche. Egal, wer in welcher Phase gerade ein wenig die Oberhand gewann: Sowohl bei 5 gegen 5 als auch in Überzahl brachten beide Teams kaum flüssig vorgetragene Angriffszüge zustande und konnten die beiden gut aufgelegten Goalies nicht mehr überwinden. Ein Schuss ins leere Tor (59.), kurz nachdem Wolfsburg ein Spiel mit sechs Feldspielern wagte, machte dem Leiden schließlich ein Ende.
Auf Seiten der Grizzlys "glänzten" dabei die nominellen Torjäger weiterhin durch Disziplinlosigkeit (Aubin) oder Unsichtbarkeit (Fauser, Furchner). Auch die Reihe um Topscorer Foucault konnte diesmal nicht wirklich überzeugen. Insgesamt wirkte das Team von Pekka Tirkkonen verunsichert und etwas mutlos, der typische Grizzly-Stil ist mangels energischem Forechecking momentan nicht einmal ansatzweise zu erkennen.
Den einzigen Lichtblick in diesem tristen Auftritt stellte Wolfsburgs Jerry Kuhn dar, der sein Team mit teils spektakulären Reflexen im Spiel hielt und die Chance auf einen Punkt bis zum Schluss am Leben hielt. Mehr positives gibt es momentan leider nicht zu berichten.


1:0 Schütz (Pfohl - Mo. Müller) 4.Min
2:0 Hanowski (Ellis - Mo. Müller) 59.Min