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Grizzlys verschenken Punkte nach Augsburg

Zunächst hatten die über 3000 anwesenden Zuschauer noch einmal den Jubilar Furchner mit einer großen, arenafüllenden Choreographie geehrt, dann versuchte sein Team ihm im zweiten Anlauf doch noch einen Sieg zu schenken. Es blieb beim Versuch.
Bereits in der 4. Minute fälschte Schmölz zur frühen Gästeführung unhaltbar ab und spielte den auf Konter lauernden Panthern damit extrem in die Karten. Dass Wolfsburg eine Minute später durch Festerling, ebenfalls per Abfälscher, ausgleichen konnte, gehörte dann zu den wenigen erfreulichen Ereignissen aus Sicht der Hausherren. Zwar kamen die Grizzlys nun deutlich besser ins Spiel, den nächsten Treffer (14.) markierten trotzdem die Gäste aus der Fuggerstadt. Zuvor war der Puck äußerst unglücklich über Wurms Kelle gehüpft und beim nun völlig freistehenden Adressaten Stieler gelandet, der eiskalt zum 1:2 vollstreckte.
War im ersten Abschnitt noch viel Pech im Spiel gewesen, sorgten die Grizzlys im Mitteldrittel selber dafür, dass ihre Chancen auf Punkte schwanden. Innerhalb von 16 Sekunden (!) wanderten gleich drei Wolfsburger Spieler auf die Strafbank bzw. für Jeff Likens war die Partie, nach einem völlig inakzeptablen Check von hinten, gleich ganz beendet. Augsburg bestrafte diese Riesendummheit mit dem 1:3 durch Sezemsky (29.), während Button gut eine Minute vor der Sirene (39.) noch auf 2:3 verkürzen konnte.
Im Schlussabschnitt gelang den Grizzlys nicht mehr viel in Sachen Offensive, zumal sie ab der 51.Minute mit Ryan Button auch noch ihren zweiten Top2-Verteidiger verloren. Augsburgs Hafenrichter hatte den von der Bank kommenden Wolfsburger kurzerhand über den Haufen gefahren und ihm dabei mit der Schulter eine stark blutende Gesichtsverletzung zugefügt. Statt der fälligen Spieldauerstrafe wegen rücksichtsloser Gefährdung durch Behinderung (Regel 149 X.) gab es...NICHTS.
Abgesehen von Fausers Schuss ans Gestänge (50.) kamen die Gäste kaum noch wirklich in Gefahr die Punkte in Wolfsburg zu lassen: Zu hamlos, teilweise auch einfach ungeordnet wirkten die Grizzlys in ihren Aktionen.
Nach Abpfiff gab es trotzdem noch etwas Schönes mit auf den Nach-Hause-Weg: Auf dem Großbildschirm der Arena gratulierten reihenweise Weggefährten Furchners aus seiner Zeit bei den Grizzlys und gaben zum Teil noch kleine, amüsante Anekdoten zum Besten. Schade, dass der sportliche Rahmen nicht ganz zum Anlass passte... 

0:1 Schmölz (Valentine - Payerl) 4.Min
1:1 Festerling (Furchner - Jones) 5.Min
1:2 Stieler (Payerl - Valentine) 14.Min
1:3 Sezemsky (Stieler - Lamb) 29.Min PP 4-3
2:3 Button (Festerling - Fauser) 39.Min

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