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Grizzlys finden erneut einen Weg zu verlieren

Beim äußerst überflüssigen 2:3 gegen den Gast aus Düsseldorf schickten die Grizzlys ihre Fans erneut durch ein Wechselbad der Gefühle. Der Hoffnung, durch einen engagierten Auftakt geschürt, folgte zunächst blanker Ärger über eine fragwürdige Regelauslegung gegen die Hausherren und die schmeichelhafte Führung der Gäste (12.). Nehring hatte Wolfsburgs Bittner mit dem Kopf zuerst in die Bande gefahren, wurde daraufhin von Aubin angegangen und tauschte mit diesem schlagfertige Argumente aus. Dass außer Aubin niemand auf die Strafbank musste, konnte außer den Schiedsrichtern weder in der Halle noch im Fernsehkommentar jemand verstehen. 
Es folgte ein Mittelabschnitt, der den Wolfsburger Anhang für vieles, was in letzter Zeit (nicht) zu beobachten war, hätte entschädigen können. Angefangen mit Machaceks Premierentreffer zum 1:1 Ausgleich in Überzahl (28.), über Fausers schnell nachgelegtes Führungstor aus der Folgeminute bis hin zum durchweg überzeugenden Körperspiel der gesamten Mannschaft.
Doch so ein Spiel hat eben drei Drittel und im letzten zeigten die Grizzlys wieder ihr eher hässliches Gesicht. Ohne den letzten, erkennbaren Willen spielten die Gastgeber plötzlich wieder eher ihren Stiefel runter, anstatt die DEG weiterhin unter Druck zu setzten und mit vollem Einsatz um jeden Puck zu kämpfen. Bei eigener Überzahl kassierten die Hausherren dann auch prompt den Ausgleich durch Ebner (46.) und in Unterzahl wenig später das 2:3 durch Kammerer (49.). Die nun wieder etwas aus dem Winterschlaf geweckten Grizzlys versuchten in der Folgezeit den eigentlich selber verursachten Schaden zu reparieren - ohne Erfolg. Dumme Strafen, aber vor allem eine weitestgehend fragwürdige Einstellung und ein geradezu beängstigend unsicheres Auftreten im Powerplay kosteten am Ende alle Punkte, von denen prinzipiell kein einziger die Reise nach Düsseldorf hätte antreten müssen.
Dass Wolfsburg seine Niederlagenserie nun ausgerechnet beim ungeschlagenen Meister beenden wird, scheint indes äußerst unwahrscheinlich - zumindest nach den zuletzt gezeigten Leistungen.

0:1 K. Olimb (Adam - Jensen) 12.Min PP 5-4
1:1 Machacek (Rech - Aubin) 28.Min PP 5-4
2:1 Fauser (Rech - Likens) 30.Min
2:2 Ebner (Nehring - K. Olimb) 46.Min SH 4-5
2:3 Kammerer (Gardiner - Barta) 49.Min PP 5-4

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