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Grizzlys unterliegen Mannheim mit 1:3

Fabio Pfohls Rückkehr im Trikot der Grizzlys sollte leider nicht von Erfolg gekrönt sein. Die Vorzeichen standen angesichts der Leistungen, die beide Kontrahenten zuletzt gezeigt hatten, zwar ohnehin eher schlecht, doch am Ende musste man doch enttäuscht sein. Am Kampf lag es zunächst nicht, dass Wolfsburg nach 20 Minuten schon mit zwei Toren hinten lag. Vor allem die Chancenverwertung der durchaus gefällig aufspielenden Hausherren sollte ihnen im Verlaufe des ersten Drittels schon früh das Genick brechen. Während Wolfsburg im Abschluss ein ums andere Mal mehr an sich selbst als am Gegner scheiterte, nutzten die Gäste aus der Quadratestadt eiskalt die Fehler der Grizzlys aus. Sowohl das 0:1 durch Järvinen (10.), als auch das 0:2 durch Akdag (1 Sekunde vor der Sirene!) resultierten aus gravierenden individuellen Fehlern der Gastgeber. 
Im Mittelabschnitt blieb es ebenfalls ein munteres Spiel, in dem sich nun beide Teams im Auslassen größter Torchancen überboten. Lediglich einmal gelang es einer Mannschaft den Puck über die Linie zu bringen - und das war erneut Mannheim (35.). Im Powerplay hat Rendulic auf 0:3 erhöhen können, den Gastgebern schwand fortan zusehends der Mut.
Lediglich Lucas Lessio strahlte über die gesamten 60 Minuten die Energie und den Willen aus, das Spiel noch zu drehen und versuchte sichtbar alles, um irgendwie auf das Scoreboard zu kommen. Doch Wolfsburgs Ausnahmekönner konnte dieses Mal nicht wie zuletzt gegen Düsseldorf oder Bremerhaven den Karren aus dem Dreck ziehen, vergab in der 51.Minute sogar einen an ihm verursachten Penalty. Trotzdem bot der im Schlussabschnitt an der Seite von Olimb und Rech eingesetzte Kanadier wieder reichlich Eishockey-Schmankerl zum Zungeschnalzen, spielte dabei in einigen Situationen das gesamte Mannheimer Team schwindelig. Doch Wolfsburg wirkte im Schlussabschnitt zu keinem Moment wie ein Team, das noch an die Wende in diesem Spiel glaubte, agierte genauso statisch und mutlos wie der Auftritt ihres Trainerstabs. Keine Auszeit, kein Torhüter vom Eis bei eigener Überzahl fünf Minuten vor Schluss - es wirkte, als habe man sich frühzeitig ergeben. Machaceks Treffer zum 1:3 sorgte in der Schlussminute für entsprechend wenig Euphorie, auch wenn nun der bis dahin hervorragend haltende Pickard doch noch den Weg zur Bank antreten durfte. Wolfsburg unterlag letztlich verdient den insgesamt kompakter agierenden Gästen, die dank ihrer individuellen Qualität keine spielerische Glanzleistung vollbringen mussten.
Ärgerlich: Nach einem ungeahndeten Bandencheck musste Wolfsburgs Nationalspieler Dominik Bittner nach dem ersten Drittel in der Kabine bleiben. Da mit Wade Bergman und Armin Wurm bereits zwei Defensivkünstler ausgefallen waren, half Grizzly-Urgestein Christoph Höhenleitner schließlich in der Verteidigung aus. Bis Sonntag hofft man nun auf die Rückkehr von Bittner und Bergman.  

0:1 Järvinen (Hungerecker - Goc) 10.Min
0:2 Akdag (Goc) 20.Min
0:3 Rendulic (Katic - Desjardins) 35.Min PP 5-4
1:3 Machacek (Festerling - Button) 60.Min

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