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Wolfsburg verspielt die Chance auf Platz 6

Die Bärenduelle halten weiterhin, was sie versprechen. In einer abwechslungsreichen und von schlechtem Powerplay geprägten Partie behielten die Eisbären nach Verlängerung die Oberhand. In der restlos ausverkauften Eisarena sahen die Fans beider Teams zunächst leichte Vorteile für die Hausherren, die sich weitaus laufstärker und galliger als zuletzt präsentierten. Dass es trotzdem torlos in die erste Drittelpause ging, lag dabei in erster Linie an der guten Defensivleistung beider Kontrahenten. Im Mitteldrittel wurde es dann wild: Berlin fing sich gleich in den Anfangsminuten drei Strafen nacheinander und musste sich eine halbe Minute davon sogar in doppelter Unterzahl behaupten. Wolfsburg blieb in über fünf Minuten Überzahl allerdings jeden sinnvollen Spielaufbau schuldig und hatte am Ende kaum eine nennenswerte Chance vorzuzeigen. Ab der 34.Minute gab es dann die nächsten fünf Minuten "Powerplay" der Grizzlys zu bestaunen - mit dem gleichen ernüchternden Ergebnis. Berlins Sheppard hatte nach einem dreckigen Kniecheck den Gang in die Kabine antreten müssen, Wolfsburg hatte als Folge mit Fabio Pfohl einen seiner Besten verletzt verloren. Mit der Schluss-Sirene trafen die Gastgeber dann aber doch noch! Olimbs Treffer zum verdienten 1:0 fand nach Videobeweis seine Anerkennung und entließ die Fans der Grizzlys einigermaßen versöhnt in die Kabine. Wie nicht anders zu erwarten, holten die Eisbären im Schlussabschnitt noch einmal alles aus sich heraus, wirkten trotz zeitweiliger Dominanz aber auch nicht mehr allzu frisch in ihren Aktionen. So schafften es die Gäste ebenfalls nicht, eine ihrer nun zahlreicheren Überzahlgelegenheiten zu einem Treffer zu nutzen und wirkten bei fast zwei Minuten fünf gegen drei (54.) nur wenig gefährlicher als die Grizzlys zuvor.
Bezeichnenderweise fiel der Ausgleichstreffer zuvor (53.) bei numerischem Gleichgewicht und die Gäste konnten in der Folge das Spiel trotzdem nicht komplett drehen. Mit der leistungsgerechten Punkteteilung ging es in die Verlängerung, die zunächst keine größeren Chancen für die beiden Teams hervorbringen sollte. Erst, als mit Furchner, Olimb und Likens die Seniorenfraktion bei Wolfsburg auf dem Eis stand, konnten die Gäste zum Siegtreffer (63.) durch Marcel Noebels spazieren.
Diese seltsame Personalentscheidung kostete den zweiten Punkt und in der Tabelle die letzte Chance auf die direkte Qualifikation für das Viertelfinale.
Am nächsten Wochenende kommt es nun zum Showdown um das Heimrecht in den Pre-Play-offs. Die Grizzlys treten gegen beide vor ihnen platzierte Mannschaften an und bekommen es erst zuhause mit Nürnberg, dann auswärts mit den Panthern aus Ingolstadt zu tun.

1:0 Olimb (Aubin) 40.Min
1:1 Ferraro (Lapierre - Rankel) 53.Min
1:2 Noebels (Pföderl - Müller) 63.Min

Die Bildergalerie und der Spielbericht entfallen wegen Krankheit.