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Auch das dritte Bärenduell geht an die Grizzlys!

  • Geschrieben von Martin
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Dank einer hervorragenden Defensivleistung und einem ebenso gut aufgelegten Chet Pickard im Tor gelingt den Grizzlys der nunmehr siebte Sieg in Folge. Fairerweise muss man eingestehen, dass der Sieg nach Shootout trotzdem auf durchaus glückliche Art und Weise zustande kam. 
Schon im ersten Spielabschnitt, den Wolfsburg noch weitgehend ausgeglichen gestalten konnte, war Fortuna auf Seiten der Gäste gewesen. Zunächst waren dort die Eisbären in Führung gegangen (8.), als ein Schuss neben das Grizzlygehäuse auf der anderen Seite des Tors in Torjäger White einen dankbaren Abnehmer gefunden hatte. Bei Wolfsburgs Antwort im Powerplay sah der vorhergehende Spielzug zwar sehr dynamisch aus, Rechs Schuss verfing sich dann eigentlich im Gewirr vor Niederbergers Tor. Aber eben nur eigentlich: Irgendwie flipperte sich das Spielgerät durch die Beine der Akteure und landete hinter dem Goalie der Eisbären, was den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich bedeutete.
Spätestens mit Beginn des Mitteldrittels geriet das Geschehen auf dem Eis allerdings fast zur Einbahnstraße - und alles lief in Richtung Chet Pickard. Berlin rannte dem Wolfsburger Torhüter fast 20 Minuten lang die Bude ein, nur um am Ende des zweiten Drittels mit leeren Händen dazustehen. Die Grizzlys kamen nun kaum noch sortiert aus ihrem Abwehrdrittel, verloren die Scheibe fast durchgängig wieder an die physisch enorm präsenten Eisbären, die Wolfsburg keine Luft zum Atmen ließen.
Fast hätte Jormakka eine der wenigen Konterchancen der Gäste per Alleingang verwandeln können, doch er scheiterte ebenso Järvinen und Görtz kurz vor Drittelende. Ansonsten arbeiteten und blockten die Grizzlys wie besessen gegen alle Berliner Angriffsbemühungen, mussten sich aber immer wieder auch auf die Künste ihres Goalies verlassen.
Im Schlussabschnitt änderte sich das Bild des Berliner Dauerangriffs zwar wieder etwas zu Gunsten der Gäste, die nun gelegentlich sogar wieder brauchbare Spielzüge zustande brachten, doch das Sagen auf dem Eis hatte nach wie vor das Team aus der Hauptstadt.
Und wieder kam den Grizzlys das Glück des Tüchtigen zur Hilfe: Wolfsburg startet einen seiner seltenen Gegenangriffe über Järvinen, der spielt auf Außen zu Görtz und dessen scharfer Pass vors Tor bekommt plötzlich Flügel! Vom Schläger eines Gegners (48.) schlägt der Puck unhaltbar im Dach des Eisbärengehäuses ein - die Grizzlys führen trotz Dauerabwehrschlacht!
Fast hätten die Gäste von der Aller sogar alle drei Punkte mit in die VW-Stadt nehmen können, doch in der 56.Minute hatte der Eishockeygott dann doch ein Einsehen mit den beständig anrennenden Hausherren. Nach einem verlorenen Zwei- bzw. Vierkampf an der Seitenbande des Wolfsburger Drittels ging der Puck zu Tuomie, der die Scheibe passgenau an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zirkeln konnte. Zuvor hatten immer wieder Pickard und einmal auch der Pfosten den zweiten Berliner Treffer verhindern können.
Der mehr als verdiente Ausgleich verlieh den Gastgebern noch einmal zusätzlichen Schwung, doch Wolfsburg zog seine beinharte Abwehrlinie weiter durch, schmiss sich mit allem was zur Verfügung stand dazwischen, um die Siegesserie vielleicht doch noch zu verlängern.
Nachdem in einer temporeichen Overtime beide Teams ihre Chancen nicht nutzen konnten (Wolfsburg hielt hier erstaunlich gut mit!), ging es ins entscheidende Penaltyschießen.
Da schlug zunächst erneut die Stunde von Pekka Jormakka, der wie zuletzt gegen Iserlohn den gegnerischen Goalie sehenswert mit der Rückhand aussteigen ließ. Da auf Berliner Seite außer Matt White kein weiterer Schütze den starken Pickard überwinden konnte, war es Wolfsburgs Kapitän vorbehalten, den siebten Streich in Folge sicherzustellen. Ansatzlos und knochentrocken hämmerte Furchi die Hartgummischeibe rechts am Berliner Goalie zum 2:3 Endstand in die Maschen und brachte die Partie zu einem (aus Grizzlysicht) guten Ende!
Jetzt dürfen sich die Grizzlys endlich ein bisschen sammeln, um dann am kommenden Montag mit frischer Kraft die nächsten Punkte aus Berlin zu entführen. Vielleicht hat Coach Pat Cortina dann zum ersten Mal die volle Qual der Wahl, wenn mit Wurm, Bittner und dem kurzfristig ausgefallenen Pfohl eventuell einmal alle Spieler zur Verfügung stehen würden. Für den erneut nicht berücksichtigten Philip Bruggisser dürften die Aussichten auf Einsatzzeiten damit allerdings weiter Richtung Null tendieren...


1:0 White (Mik - McKiernan) 8.Min
1:1 Rech (Olimb - Button) 12.Min PP 5-4
1:2 Görtz (Järvinen - Raabe) 48.Min 
2:2 Tuomie (Olver - Wissmann) 56.Min
2:3 Furchner PEN

Wolfsburg macht das halbe Dutzend voll

  • Geschrieben von Martin
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Bei den Grizzlys läufts! Trotz engem Spielplan bleibt der EHC auf Kurs und kann auch das Duell mit den Roosters nach Penalties für sich entscheiden. Beim nunmehr sechsten Sieg in Folge vertraute Wolfsburgs Coach dem gleichen Team, das schon gegen die DEG zwei Zähler erkämpfen konnte. Zusätzlich kehrte mit Valentin Busch einer der beiden Corona-Patienten in den Kader zurück und durfte zumindest bei zwei Wechseln wieder erste Wettkampfluft schnuppern.
Den besseren Start erwischten zunächst die Gäste, deren Spielplan zuletzt eine einwöchige Pause für die Kampfhähne bereithielt. Wolfsburg tat sich bis zur Mitte des Auftaktdrittels mit dem hohen Tempo des IEC sichtbar schwer, löste aber vieles durch Disziplin im Positionsspiel und einen bestens aufgelegten Strahlmeier im Tor. Der musste in den Anfangsminuten gleich zweimal gegen Ex-Grizzly Aubin zupacken und konnte somit weiteres Momentum für die Roosters verhindern. Auch ein erstes Powerplay (6.) brachte den Hausherren lediglich ein wenig Erleichterung. Erst, als Roosters Neuzugang Reinhart die zweite Strafe für die Gäste abbrummen musste (12.), fanden die Grizzlys endlich ins Spiel.
Forecheck und Angriffsspiel der Gastgeber nahmen zusehends Fahrt auf - nun war der IEC das Team, das aufwendige Defensivarbeit leisten musste und phasenweise nicht aus seinem Drittel herauskam.
Gestoppt wurde der Grizzlyschwung erst in der 19.Spielminute, als Mathis Olimb nach einer sehr fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung in die Kühlbox musste. Auch wenn Wolfsburg es ohne Gegentreffer in die Pause schaffte: Es sollte nicht ohne Folgen bleiben!
Schon nach 15 Sekunden im Mitteldrittel verabschiedete sich nämlich auch noch Järvinen auf die Strafbank - dieses Mal völlig zurecht nach einem hohen Stock gegen Iserlohns Jentzsch. Die kurze doppelte Unterzahl verlief für die Grizzlys noch glimpflich, dann klingelte der Puck schon mal am Wolfsburger Gehäuse. um dann letztlich doch noch im Tor der Gastgeber zu landen. Raymonds Kracher von der blauen Linie (22.) fand seinen Weg durch den dichten Verkehr und schlug unhaltbar zur 0:1 Gästeführung ein.
Das schien die Gastgeber aber nur zusätzlich anzustacheln. Die stärkste Phase der Grizzlys mit schnellem Umschaltspiel folgte, was den IEC letztlich zwang, zu unfairen Mitteln zu greifen. Nachdem Bailey den Wolfsburger Ausgleich nur mittels Stockschlag hatte verhindern können, holten die Grizzlys selbigen eben im Powerplay nach. Machacek drückte den Rebound zum verdienten Ausgleich über die Linie (25.), während Kapitän Furchner (bleibt ein weiteres Jahr!) Iserlohns Goalie hervorragend die Sicht nahm.
Das Spiel blieb von hoher Intensität und Tempo geprägt, denn die Roosters reagierten nun ihrerseits mit einer weiteren Steigerung. Doch Wolfsburg konnte sich mit etwas Mühe auf Augenhöhe halten, hatte mit Rechs Lattentreffer aus spitzem Winkel sogar noch eine weitere hochkarätige Torchance vor der zweiten Pause. Die beste Chance auf die erneute Führung hatten allerdings die Gäste, die einen 2 auf 0 Konter am Ende nicht an Wolfsburgs Goalie vorbeibekamen.
Auch im Schlussabschnitt gab es kein Erbarmen: Beide Teams zogen das Mördertempo unbeirrt durch, erspielten sich somit gegen die engagierte Defensive des Gegners trotzdem reichlich Schussgelegenheiten...nur der Puck wollte irgendwie nicht mehr über die Linie! Apropos Linie: Besonders dramatisch wurde es in der Schlussminute. Ein Blueliner, von Yanik Möser abgefeuert, fand schließlich doch noch den Weg über die Linie, hatte aber zwischen den Schonern von Jenike so viel Drall bekommen, dass der Puck wieder ein Stück zurück rotierte. Die Referees entschieden nach Sicht auf "kein Tor", prüften im Nachgang das Geschehen im Videobeweis. Das Schiedsrichtergespann konnte sich schließlich, sehr zum Leidwesen der Grizzlys, nicht zur Revidierung der Entscheidung durchringen, da offenbar ein Restzweifel bestand, ob der Puck vor seinem Rückweg nicht doch noch ein wenig die Linie berührt hatte. 
So ging es mit einem für beide Teams verdienten Punkt in die Verlängerung. Jeweils einen völlig unbedrängten Schuss produzierten die jeweils sehr diszipliniert agierenden Kontrahenten, dann waren auch diese fünf Zusatzminuten vorbei.
Ein unterhaltsames Eishockeyspiel bekam nun seinen dramaturgischen Höhepunkt. Während mit Festerling und Whitney zunächst die Schützen beider Teams erfolgreich waren, gelang Wolfsburgs Jormakka schließlich nur noch einem der ersehnte Torerfolg. Mit einem absolut sehenswert verwandelten Versuch gelang dem neusten Mitglied der Wolfsburger Eishockeyfamilie der entscheidende Treffer und der sechste Sieg in Folge war im Sack!
Nun heißt es für die Grizzlys erst einmal Kräfte tanken und sich auf das doppelte Bärenduell vorbereiten.
Teil eins findet am kommenden Dienstag in Berlin statt, bevor man dann eine Woche Zeit zur Regeneration für das zweite Aufeinandertreffen hat.    


0:1 Raymond (Jentzsch - Raedeke) 22.Min PP 5-4
1:1 Machacek (Furchner - Görtz) 25.Min PP 5-4
2:1 Jormakka PEN

Fauser Doppelpack bringt die nächsten zwei Punkte

  • Geschrieben von Martin
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Auch beim zweiten Gastspiel am Rhein erbeuten die Grizzlys zwei Punkte. Im Duell mit der DEG nahm Coach Pat Cortina mit Jordan Boucher für Philip Bruggisser dabei eine überraschend mutige Änderung in der Aufstellung seiner Mannschaft vor. Neben den Routiniers Melchiori, Likens und Button kamen neben Janik Möser auch die beiden U23er Adam und Raabe somit auf reichlich Eiszeit in der Wolfsburger Verteidigung - und wussten erneut zu überzeugen! Nach etwas wackeligem Beginn übernahmen die Gäste dann Stück für Stück das Kommando auf dem Eis und gewährten den Gastgeber kaum Luft zu brauchbaren Spielzügen. Wolfsburg ließ dabei praktisch nichts im eigenen Slot zu und nutzte die zahlreichen Puckeroberungen immer wieder zu Abschlüssen auf das Düsseldorfer Gehäuse. Festerling und Olimb vergaben dabei die besten Möglichkeiten, wobei Wolfsburgs Spielanlage (kein unbedingtes Anstürmen) letztlich nicht die ganz großen Chancen hervorbringen konnte.
Im Mitteldrittel wurde die Düsseldorfer Ratlosigkeit dann noch ein wenig deutlicher. Trotz zweier fast schon als mildtätig zu bezeichnenden Strafen gegen die Grizzlys, brachten die Gastgeber auch im Powerplay wenig Vorzeigbares zustande. Im Gegenteil: Wolfsburg spielte sein Penalty Killing zweimal geduldig herunter (21.+25.), nur um wenig später durch den wiedergenesenen Gerrit Fauser hochverdient mit 0:1 in Führung (30.) zu gehen. Reihenkollege Pfohl hatte sehenswert zurück vor das Tor gespielt, der Wolfsburger Nationalspieler hebelte die Scheibe aus Nahdistanz unter die Latte.
Wolfsburg nahm jetzt richtig Fahrt auf, drängte auf die Vorentscheidung und schraubte die Torschussbilanz tüchtig durch die Decke. Einziger Schönheitsfehler: Es fehlten die Tore. Selbst als Matti Järvinen völlig frei am langen Pfosten nur noch einzulochen brauchte, sprang ihm der One-Timer doch noch über die Kelle.
So blieb die DEG etwas unnötig im Rennen um die drei Punkte und sollte zum Schlussabschnitt noch einmal richtig angreifen. Wolfsburg büßte zudem mit fortschreitender Spieldauer (mal wieder) etwas zu viel seiner gesunden Grundaggressivität ein, schaltete letztlich gegen die bis dahin harmlosen Gastgeber einfach ein Tor zu früh in den Verwaltungsmodus.
Bis zur Mitte des Drittels sollte die solide Abwehrleistung gepaart mit dem immer wieder aufflammenden Störfeuer im gegnerischen Spielaufbau funktionieren. Doch die Spielanteile entglitten den nun etwas müde wirkenden Grizzlys immer mehr und dann war es eben diese eine Szene zu viel, die es in jedem Eishockeyspiel einfach immer gibt: Etwas Glück beim Gegner (Bully-Puckgewinn im eigenen Drittel mit perfektem Pass) und eigene Unachtsamkeit (optimistisches Stellungsspiel) und schon klingelt es auch hinter einer überzeugenden Abwehr mal. So geschehen in der 51.Minute, als Maxi Kammerer den Breakaway erfolgreich gegen Wolfsburgs Strahlmeier versenken konnte.
Wolfsburg bäumte sich nun sichtbar auf, versuchte wieder mehr Tempo und Zug zum Tor zu entwickeln. Die beiden Referees sollten bei diesem Unterfangen aber weiterhin keine wirkliche Hilfe darstellen. Nach einer grenzwertigen Strafe gegen Melchiori (58.) schickten sie zwar wenig später auch einen Düsseldorfer auf die Sünderbank - nur leider mit dem etwas perplex wirkenden Likens gemeinsam. Wegen einer Allerweltsaktion im eigenen Slot durfte der Wolfsburger Verteidiger zusammen mit Flaake in die Kühlbox, nachdem dieser tüchtig ausgekeilt und den Routinier schließlich von den Kufen geholt hatte.
Wenig später gerieten Barta und Fauser aneinander (60.) und durften ebenfalls (zurecht) eine kleine Pause einlegen.
Der Spielfluss war längst dahin und die Verlängerung musste über Sieg und Niederlage entscheiden.
Da machten die nun wieder wesentlich wacheren Grizzlys es spannend. Nachdem der erneut bärenstarke Melchiori (über 32.Spielminuten!) noch mit der Rückhand an Pantkowski gescheitert war, machte Gerrit Fauser per Doppelpack dann alles klar. Ganze 18 Sekunden trennten die Teams noch vom Penaltyschießen, da setzte der Wolfsburger Olympiaheld zur finalen Rundfahrt durchs Düsseldorfer Drittel an. Mit der Rückhand bezwang er schließlich zum zweiten Mal den Goalie der DEG und machte den zweiten Punkt und somit fünften Sieg in Folge klar.
Nun steht am Donnerstag die nächste Begegnung mit kaum Erholungszeit vorweg an. Nach diesem Heimspiel gegen Iserlohn dürfen die Grizzlys dann tatsächlich einmal vier Tage lang durchschnaufen, bevor es zweimal (23.02./01.03.) in die Hauptstadt geht.


0:1 Fauser (Pfohl - Hungerecker) 30.Min
1:1 Kammerer (From - Zanetti) 51.Min
1:2 Fauser (Pfohl) 65.Min

Holprige Vorstellung beim KEV bringt zwei Punkte

  • Geschrieben von Martin
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Der Schwung scheint vorerst raus zu sein. In einer niveauarmen und von Fehlpässen geprägten Partie behalten die Grizzlys beim Tabellenschlusslicht am Ende knapp die Oberhand. Dass es nur der Extrapunkt in der Verlängerung wurde, konnte angesichts der Wolfsburger Leistung im Schlussabschnitt schon fast als glücklich bezeichnet werden.
Im Auftaktdrittel hatten sich zunächst beide Teams um irgendeine Art von Spielfluss bemüht, was den insgesamt aktiveren Gastgebern besser gelang. Zählbares konnten beide Teams am Ende der ersten zwanzig Minuten trotzdem nicht vorweisen, wobei Wolfsburg zumindest einen Pfostentreffer verbuchen konnte.
Eine späte Überzahl der Gäste verpuffte ebenso wie das Powerplay der Pinguine zu Beginn des Mitteldrittels. Doch dann waren die Grizzlys ihre "Busbeine", wie es Wolfsburgs Hungerecker in der zweiten Drittelpause treffend formuliert, wohl losgeworden. Deutlich schneller und aggressiver in den Zweikämpfen drückten die Gäste aufs Tempo und kamen in der 26.Minute dann auch zum herrlich herausgespielten Treffer durch Kapitän Furchner. Von da an war es eigentlich das Drittel der Grizzlys, die nun wesentlich sicherer in ihren Aktionen wirkten und zumindest ein wenig an die letzten erfolgreichen Auftritte erinnern konnten. Dass mit Dustin Strahlmeier ausgerechnet einer ihrer Besten in der 34.Minute einen Aussetzer produzierte, tat da schon etwas weh. Mitten in der Wolfsburger Dominanz verlor der Schlussmann nach einem Schuss auf den kurzen Pfosten den Puck aus den Augen - Krefelds Shatsky sammelte das Spielgerät ein und glich per Bauerntrick aus.
Schon zwei Minuten später (36.) waren es aber wieder die Grizzlys, die die Arme zum Jubeln hochreißen durften: Max Görtz hatte in Überzahl, wie schon gegen den REV, den Puck aus der Halbdistanz im kurzen Eck untergebracht. Wolfsburg schien weiter auf einem guten Weg.
Dem war aber leider nicht so. Als gelte es einen Drei-Tore-Vorsprung gegen ein Spitzenteam zu verwalten, schalteten die Grizzlys zum Schlussabschnitt komplett auf Defensive. Somit verwandelten die Gäste das Spiel ohne große Not ab diesem Zeitpunkt in einen zwanzigminütigen Sturmlauf der Pinguine. Vereinzelte Entlastungsaktionen der Grizzlys scheiterten meist am mutlosen Agieren vor dem Tor der Gastgeber, in welchem Marvin Cüpper zudem einen guten Auftritt hinlegte. 
Mit nicht von der Hand zu weisender Hingabe und einer großen Portion Glück kassierte Wolfsburg bis zur dritten Sirene lediglich den Ausgleich durch Olsen, der einen Moment des Chaos in der Gästeabwehr zum Abstauber aus dem Slot (54.) nutzen konnte. Wolfsburg rettete sich schließlich in die Verlängerung. Dort schickte das Trainerteam der Gäste zunächst Dreierkonstellationen aufs Eis, die eigentlich nicht auf unbedingten Siegeswillen schließen ließen. Erst, als mit Spencer Machacek einer der wenigen Akteure seinen Auftritt bekam, der auch im Schlussabschnitt für Gefahr gesorgt hatte, sollte es dann doch noch zum verspäteten Sieg reichen. Die dritte Minute der Verlängerung war gerade angebrochen, da nagelte der "Warrior" das Spielgerät in den Knick und setzte dem rumpeligen Treiben ein halbwegs versöhnliches Ende.
In der Tabelle festigen die Grizzlys damit erst einmal den vierten Platz. Am Dienstag in Düsseldorf müssen sie beim direkten Konkurrenten aber mehr als nur eine Schippe drauflegen, wenn sie diesen nicht gleich wieder an Iserlohn hergeben wollen. Das war leider ein Rückfall in altbekannte Muster nach dem Motto: "Hinten hui, vorne pfui!".


0:1 Furchner (Görtz - Järvinen) 26.Min
1:1 Shatsky (Lessio - Sacher) 34.Min
1:2 Görtz (Järvinen - Button) 36.Min PP 5-4
2:2 Olsen (Karsums - L. Braun) 54.Min
2:3 Machacek 63.Min

Wolfsburg reitet weiter auf der Erfolgswelle

  • Geschrieben von Martin
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Mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt gegen Bremerhaven bezwangen die Grizzlys am Ende auch die Gäste aus Düsseldorf.
Das hart erkämpfte 2:0 bedeutete nicht nur den dritten Sieg in Folge, sondern gleichzeitig den Anschluss an die Plätze 3 und 4 in der Nord-Tabelle. Was besonders gefiel: Die Art und Weise wie Wolfsburg mittlerweile nicht nur defensiv die Konzentration hoch hält, sondern auch die Arbeit im gegnerischen Slot inklusive Zug zum Tor. Exakt die Hälfte aller Grizzlyschüsse wurde aus dieser Gefahrenzone abgefeuert, was letztlich auch zu den beiden spielentscheidenden Toren führen sollte und einen absoluten Rekord in der bisherigen Saison darstellen dürfte.
Tore gab es in den ersten zwanzig Minuten zwar noch nicht, aber einen Vorgeschmack auf das, was sich beide Teams für diesen Abend vorgenommen hatte: Laufen, verteidigen, noch schneller laufen und Konter nutzen. Doch viele Konter gab es erst einmal nicht zu bestaunen, denn beide Teams brachten sich bei Puckverlust fast ausnahmslos mit mindestens zwei Spielern hinter das Spielgerät. Als mit Mathias From dann doch einmal ein Düsseldorfer den Weg an allen vorbei gefunden hatte, verhinderte Wolfsburgs Raabe per Hechtsprung den Torabschluss des Gästestürmers. Für die Grizzlys durfte sich auf der anderen Seite des Eises Järvinen an einem Alleingang versuchen - scheiterte aber sowohl mit dem ersten als auch dem zweiten Versuch am starken Hane im Tor der DEG.
Fischbuchs Pfostenknaller aus der 9.Minute blieb schließlich die größte Torchance der ersten zwanzig Minuten, ansonsten glänzten die Goalies beider Teams.
Schnell und intensiv ging es in den zweiten Spielabschnitt, leider mit einer unerfreulichen Entwicklung für die Hausherren. Düsseldorf drängte die Gastgeber nun minutenlang in ihre Spielhälfte und drückte enorm aufs Gaspedal. Wolfsburg brauchte ganze 10 Minuten, um überhaupt eine brauchbare Offensivaktion vorweisen zu können und den ersten (!) Schuss in diesem Drittel aufs gegnerische Tor zu bringen. Die Grizzlys wackelten, aber fielen nicht! Die Zuordnung blieb fast durchgängig erhalten, wenn man im Zweikampf auch immer häufiger nur zweiter Sieger war. Der Wolfsburger Spielaufbau geriet unter der Düsseldorfer Dauerpower allerdings zum absoluten Glücksspiel.
Was hilft in so einer Situation? Richtig: Ein überragender Torhüter! "Strahlmeier, immer wieder Strahlmeier" wie es so oft in der Radioreportersprache ausgedrückt wird, versaute den Gästen vom Rhein mal so richtig den Abend.
Dann bekam Wolfsburg Hilfe von ungewohnter Stelle. Gleich zweimal schickten die sonst unauffällig leitenden Referees einen Gästespieler wegen Haltens vom Eis (33. + 36.). Strafen, die auch in der x-ten Wiederholung nur als abenteuerlich zu bewerten bleiben. Den Grizzlys wars egal. Das erste der beiden Überzahlspiele sah dann nicht nur gut aus, sondern brachte auch gleich die, etwas schmeichelhafte, 1:0 Führung für die Gastgeber (34.). Spencer Machacek drückte einen Görtz-Hammer per Rebound über die Linie, während Kollege Furchner dem Gästekeeper die Sicht versperrte. SO geht Powerplay!
Das zweite Überzahlspiel erwies sich als weniger effektiv, brachte direkt nach Ablauf sogar den gefährlichen langen Pass auf den zurückgekehrten Sünder. Doch Wolfsburgs Abwehrass Melchiori stellte den Rückkehrer mit einem perfekten Bremsmanöver und verhinderte Schlimmeres.
Reichlich angefressen ging es für die Gäste zum zweiten Mal in die Kabinen.
Wolfsburgs Fans konnten aufatmen. Die Grizzlys ließen keinen weiteren Sturmlauf der Gäste zu und gestalteten das Spiel nun auch bei 5 gegen 5 absolut ausgeglichen, hatten zunächst sogar die besseren Chancen.
Und wieder sollte sich harte Arbeit im Slot auszahlen: Buttons Bauerntrick arbeiteten Machacek und schließlich Hungerecker für ihre Farben über die Linie (46.) und ließen die Hoffnung auf den nächsten Dreier nun um einiges größer werden.
In der Folgezeit boten die Gastgeber den nun wütend anrennenden Gästen erfolgreich Paroli, hatten durch einen abgefälschten Schuss von Melchiori sogar noch die Chance auf den dritten Treffer. Egal was die DEG versuchte, ob im kurz darauf folgenden Überzahlspiel oder der Schlussphase mit sechstem Feldspieler: Immer hieß die Endstation Strahlmeier, der seinen zweiten Shut-out der Saison feiern durfte.
Wenn das 1:0 nach vierzig Minuten schon etwas glücklich gewirkt hatte, so verdienten sich die Grizzlys letztlich mit hervorragender Disziplin und vorbildlicher Spielkontrolle im Schlussabschnitt diesen Dreier gegen starke Gäste aus Düsseldorf,
Da der nächste Gegner Krefeld heißt, stehen die Chancen die Welle weiter zu reiten nicht schlecht! Hoffen wir, dass die Grizzlys diese Einstellung rund um den gegnerischen Kasten beibehalten. Positives Feedback haben sie für derartige Bemühungen in den letzten drei Spielen jedenfalls reichlich bekommen.

1:0 Machacek (Furchner - Button) 34.Min PP 5-4
2:0 Hungerecker (Machacek - Button) 46.Min



Grizzlys begeistern auch gegen Bremerhaven

  • Geschrieben von Martin
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Wolfsburg holt den nächsten Dreier gegen ein Team von der Tabellenspitze! Auch die Trainingsunterbrechung durch die Teamquarantäne konnte den Gastgebern nichts anhaben: Wie schon zuletzt gegen Berlin überzeugte der Wolfsburger Offensivdrang ebenso wie das lange schwächelnde Powerplay. Ohne Busch, Wurm, Fauser, Bittner und den überzähligen Boucher starteten die Grizzlys in die Partie und kassierten mit dem ersten Gästeangriff fast schon die kalte Dusche. Jeglics Pfostenknaller sorgte erst einmal für mächtig Unruhe in der aus der Not neu formierten Wolfsburger Abwehr. Vor allem Marathonmann Melichori (wieder über 28 Minuten Spielzeit) und Routinier Jeff Likens waren gefordert, fuhren Extraschichten mit Janik Möser und Steven Raabe an ihrer Seite. Doch die Grizzlys zeigten sich wie schon gegen Berlin angriffslustig, nahmen das hohe Tempo der Gäste an und überzeugten mit mehr Körperspiel und Forechecking. Dass Spencer Machacek wenig später (5.) den ersten Treffer des Abends markieren konnte, spielte den selbstbewusst agierenden Hausherren dann zusätzlich in die Karten. Aus der Drehung hatte der physisch unheimlich präsente Stürmer der Grizzlys eingenetzt und die bis dahin im Chancenplus liegenden Gäste sichtbar genervt.
Die Antwort der Pinguins ließ allerdings noch einen Augenblick auf sich warten. Während beide Teams zunächst ebenso konsequent verteidigten, wie rasant ins gegnerische Drittel stürmten, sollte die erste Überzahl der Gäste eindrucksvoll Früchte tragen. Völlig unbedrängt konnte Verlic (12.) aus zentraler Position zum verdienten Ausgleich abfälschen und das starke Powerplay der Pinguins krönen.
Wolfsburgs Versuche, die Führung vor der ersten Pause über Chancen von Hungerecker und Järvinen zurück zu erobern blieben zunächst erfolglos.
Auch im Mitteldrittel hatten die Gäste den besseren Start, scheiterten aber ein ums andere Mal an Wolfsburgs Strahlmeier, der sich an diesem Abend nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen konnte.
Als es ab der 25. Spielminute dann auch für die Grizzlys zum ersten Mal in Überzahl aufs Eis ging, war die Freude riesengroß: Nahtlos knüpfte die Formation um Mathis Olimb an die Vorstellung gegen Berlin an und ließ den Puck sehenswert durch ihre Reihen und schließlich auch ins Tor der Gäste wandern (26.). Der Treffer hingegen kam eher aus der Abteilung "Kurioses", denn Jormakka hatte den Puck von hinter dem Tor direkt vor selbiges gebracht, wo Gästeverteidiger Fortunus aus einer Abwehrbewegung eiskalt ins eigene Netz vollstreckte. Doch die Freude sollte nur kurz währen, denn nur drei Minuten später demonstrierte Bremerhaven erneut seine außergewöhnlichen Qualitäten in Überzahl. Erneut Verlic war es, der aus dem Zentrum unhaltbar zum Ausgleich vollstrecken konnte. Das Penaltykilling der Hausherren konnte nur schwindelig gespielt zuschauen. Als Wiederholungstäter Festerling im Anschluss gleich wieder in die Kühlbox musste, drohte die Partie endgültig zu kippen. Doch zur allgemeinen Überraschung waren es die Grizzlys, die durch einen Konter fast den Shorthander markieren konnten. Keeper Maxwell verhinderte gegen Pfohl Schlimmeres aus Sicht der Gäste.
Kurz vor der zweiten Pause schlug dann wieder die Stunde des Wolfsburger Powerplays. Gleich zwei Pinguine hatten sich nacheinander Richtung Strafbank verabschiedet und den Gastgebern sogar ein kurzes 5 gegen 3 ermöglicht. Nachdem bereits ein Akteur der Gäste auf das Eis zurückgekehrt war, fasste sich Wolfsburgs Görtz ein Herz und jagte das Spielgerät per Schlagschuss in den Winkel. Für Zuspiel und Sichtblock im Slot zeichnete Kapitän Furchner verantwortlich, der an der Seite von Järvinen und Görtz momentan einen zweiten oder dritten Frühling zu erleben scheint.
Und es kam noch besser. In der 44.Minute sahen sich die in den letzten Wochen oft glücklos agierenden Grizzlys erneut von Fortuna begünstigt: Einen eigentlich harmlosen Distanzschuss von Jeff Likens ließ der Bremerhavener Goalie über die Fanghand hüpfen, worauf sich das Spielgerät per Bogenlampe direkt hinter der Torlinie platzierte. 
Bremerhaven wäre nicht Spitzenreiter, wenn ein solches Malheur ohne Reaktion bleiben würde. Die Gäste erhöhten prompt die Schlagzahl und stürmten fortan bedingungslos auf das von Dustin Strahlmeier bis dahin fehlerlos gehütete Wolfsburger Gehäuse. Leider sollte auch dem Schlussmann der Grizzlys dann ein kleiner Moment der Orientierungslosigkeit beschieden sein (53.), so dass Verlic den unbemerkt unter Strahlmeier liegenden Puck zum Hattrick einlochen konnte. Der Anschlusstreffer gab den Gästen nun neue Hoffnung und eine Strafe gegen Fabio Pfohl (55.) läutete das dramatische Finale endgültig ein. Und tatsächlich: Wolfsburg überstand die zwei Minuten Unterzahl ebenso wie die Schlussphase mit sechstem Feldspieler der Gäste schadlos und durfte sich am Ende über die nächsten drei Punkte freuen.
Das etwas glückliche Zustandekommen von gleich zwei Toren sollte schließlich den Ausschlag in dieser mitreißenden und hochklassigen Partie geben. Neben dem wiedererstarkten Wolfsburger Powerplay machten vor allem der giftige Auftritt von Akteuren wie Machacek, Hungerecker und Jormakka richtig Lust auf mehr, wobei auch Wolfsburgs Youngster Steven Raabe einen bemerkenswerten Auftritt in der schwer geforderten Abwehr der Grizzlys hinlegte.
Schon am Mittwoch geht es für Wolfsburg gegen die DEG weiter auf Punktejagd für die Play-offs - die Vorfreude auf das nächste Spiel der Grizzlys ist tatsächlich zurück!


1:0 Machacek (Festerling - Möser) 5.Min
1:1 Verlic (Wahl - Dietz) 12.Min PP 5-4
2:1 Jormakka (Rech - Pfohl) 26.Min PP 5-4
2:2 Verlic (Wahl - Jeglic) 29.Min PP 5-4
3:2 Görtz (Furchner - Järvinen) 40.Min PP 5-4
4:2 Likens (Järvinen - Furchner) 44.Min
4:3 Verlic (Dietz) 53.Min

6:4 Sieg gegen Berlin - Grizzlys mit Offensivexplosion

  • Geschrieben von Martin
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Was war denn da los? Wie schon im ersten Aufeinandertreffen in der Eisarena bot die Begegnung mit den Eisbären allerbeste Eishockey-Unterhaltung. Und wieder hieß der Sieger Wolfsburg! Damit endeten die Gemeinsamkeiten mit dem torarmen 1:0 aus dem letzten Bärenduell aber auch schon. 
Besonders im ersten Drittel fackelten die Hausherren um Neuzugang Jormakka ein wahres Offensivfeuerwerk ab, das die Gäste aus der Hauptstadt mit einem noch als glimpflich zu bezeichnenden 3:0 Rückstand in die erste Pause schickte.
Dabei stach vor allem die Reihe um Center Olimb mit den Flügelspielern Rech und Jormakka heraus, die an allen drei Treffern beteiligt war. Ergänzt durch Fabio Pfohl gelangen der hervorragend harmonierenden Reihe dabei gleich zwei Tore in Überzahl (2:0 durch Jormakka aus dem Gewühl und 3:0 durch Rech am langen Pfosten). Das frühe 1:0 durch Neuzugang Jormakka (5.) ging zuvor ebenfalls auf das Konto dieser Formation: Nachdem Olimb die Scheibe hinter Berlins Tor dem Goalie stibitzt hatte, fand selbige den Weg über Rech und Jormakka in die Maschen der Hauptstädter.
Irgendwie stimmte bei den Grizzlys alles, was man wochenlang vermisst hatte: Die Scheibe zischte nur so durch die Reihen der Wolfsburger Angriffsreihen, die Zweikampfhärte passte nicht nur im eigenen Drittel und der vielzitierte Zug zum Tor schien wie selbstverständlich zum Wolfsburger Spiel zu gehören.
Hätten Pfohl und Rech im weiteren Verlauf des Drittels ihre Chancen ebenfalls genutzt - die Partie wäre für die Gäste vorbei gewesen, bevor sie gefühlt überhaupt beide Füße aus dem Bus hatten.
Doch die extrem auswärtsschwachen Berliner (nur 5 Punkte in der Ferne bisher) wollten die Punkte noch nicht im Allerpark lassen. Zum Mitteldrittel präsentierte sich das Team von Serge Aubin stark verbessert, nahm nun phasenweise das Heft des Handels selber in die Hand und prüfte den gut aufgelegten Wolfsburger Schlussmann wesentlich häufiger als noch in Durchgang eins. Doch lediglich einmal, mit zusätzlichem Angreifer bei angezeigter Strafe, sollte es den Gästen gelingen, den Puck an Chet Pickard vorbeizubringen. Leonard Pföderl hieß der erste Torschütze der Eisbären, der in der 34.Minute wieder etwas Hoffnung in die Reihen der Berliner bringen sollte. 
Wolfsburg drohte nun seiner eher verwaltenden Spielanlage Tribut zu zollen, blieb nur noch durch seltene Kontergelegenheiten gefährlich. Nachdem Boucher und Järvinen die zwei gefährlichsten dieser Konter nicht erfolgreich abschließen konnten, war es wieder das bis vor kurzem inexistente Powerplay der Grizzlys, das der Partie die Vorentscheidung bringen sollte. Kapitän Furchner setzte den Puck schlitzohrig über Ancickas Schulter in den Winkel, während wohl die restlichen Spieler auf dem Eis und jeder vor dem Bildschirm mit einem Pass gerechnet hatte (38.).
Und wieder schickten die Grizzlys ihre Fans mit einer Drei-Tore-Führung und einem breiten Lächeln in die Pause.
Auch der Schlussabschnitt ließ die Tore-Magerkost der Vergangenheit in Vergessenheit geraten. Dominierte im ersten Aufeinandertreffen noch auf beiden Seiten die defensive Disziplin, so bekam vor allem in den letzten zwanzig Minuten dieser Begegnung einen offenen Schlagabtausch zu sehen. Nach Müllers Tor (47.) zum 4:2 wurde es dann sogar noch einmal richtig ungemütlich für die bis dahin klar in Front liegenden Gastgeber! Denn nur eine Zeigerumdrehung später lag der Puck schon wieder hinter Pickard im Tor - der Anschlusstreffer? Zum Glück für die Grizzlys entschied das Schiedsrichtergespann korrekt auf irregulären Treffer! Berlins Zengerle schien nach Verkündigung der Entscheidung dann auch nicht sonderlich erstaunt, hatte er das Spielgerät doch in bester Fußballmanier über die Linie gekickt...
Berlin setzte die wütende Aufholjagd fort, Wolfsburg unterband mit letztem Einsatz alles, was zur Großchance hätte werden können: Immer schaffte es ein Grizzly im letzten Moment noch einen Schläger dazwischen zu bringen, wenn die Eisbären einen der ihren in aussichtsreiche Schussposition gebracht hatten.
Dann wieder Powerplay Grizzlys - und wieder schlug das Sorgenkind der Wolfsburger gnadenlos zu. Dieses Mal war es Spencer Machacek, der die so lange vermisste Arbeit im Slot zu Perfektion brachte und den Nachschuss zum 5:2 über die Linie wühlte (54.). Als Görtz dann eine Minute später den Doppelschlag zum 6:2 setzte, schien die Messe endgültig gelesen. Doch Berlin bäumte sich erneut auf, brachte vor allem durch Pierre Labrie immer wieder die Emotionen auf dem Eis zum Überkochen. Hatte das Berliner Raubein bei seinem ersten Wutanfall nach Wolfsburgs 5:2 seine Farben noch in Unterzahl gebracht, so stellte er sich nach McKiernans spätem 6:3 wesentlich schlauer an. Garett Festerling hatte sich aus der Reserve locken lassen, wollte einem Teamkameraden zur Seite stehen, nur um dann alleine den Weg zur Strafbank anzutreten. Berlins Fiore sagte Danke und jagte den Puck in Überzahl zum 6:4 in die Maschen - 35 Sekunden vor Schluss. 
Wenig später stand es aber fest: Die drei Punkte bleiben in Wolfsburg und der Blick auf die Tabelle sollte bis kommenden Dienstag nicht mehr ganz so schmerzhaft sein. Bleibt zu hoffen, dass die Grizzlys den Flow aus diesem Spiel ein wenig am Leben halten können, um sich und den Fans wieder etwas mehr Freude an der geilsten Sportart auf diesem Planeten zu verschaffen!
       

1:0 Jormakka (Rech - Olimb) 5.Min
2:0 Jormakka (Rech) 9.Min PP 5-4 
3:0 Rech (Jormakka - Olimb) 12.Min PP 5-4
3:1 Pföderl (Zengerle - Espeland) 34.Min EA
4:1 Furchner (Järvinen - Button) 38.Min PP 5-4
4:2 Müller (Noebels - Fiore) 47.Min
5:2 Machacek (Görtz - Button) 54.Min PP 5-4
6:2 Görtz (Button - Furchner) 55.Min
6:3 McKiernan (Zengerle - Fiore) 59.Min PP 5-4 
6:4 Fiore (McKiernan - Foucault) 60.Min PP 5-4

2:1 Niederlage in Köln - Torflaute hält an

  • Geschrieben von Martin
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Es bleibt dabei: Spiele mit Beteiligung der Grizzlys sind kein Leckerbissen und dank extrem dünner Torausbeute beider Teams meist lange offen. Von Spannung kann dabei trotzdem nicht immer die Rede sein. In dieser streckenweise nur als Gestocher zu bezeichnenden Partie hatten, wie so oft, die Gegner das bessere Ende für sich. Während die harmlosen Gastgeber in der 10. Minute praktisch mit ihrem ersten ernst zu nehmenden Schuss in Führung gehen konnten, blieben die Versuche der Grizzlys weitgehend ohne Durchschlagskraft. Mal wieder. Es folgte die einzige wirklich nennenswerte Druckphase der Haie, die aber keinen Weg am gut reagierenden Strahlmeier vorbei fanden. So ging es mit der knappen Führung der Gastgeber in die erste Unterbrechung. Wie schon im Anfangsdrittel erwischten die Gäste den besseren Start, setzten nun endlich ihre Beine besser ein und erhöhten die Intensität im Forecheck mehr als deutlich. Das schien den Haien gar nicht zu schmecken. Überrascht vom Wolfsburger Tempo leisteten sich die Gastgeber gleich zwei Strafen innerhalb kürzester Zeit (21. + 23.) und mussten sogar 32 Sekunden in doppelter Unterzahl agieren. Das stellte allerdings kein größeres Problem gegen das "gefürchtete" Wolfsburger Powerplay dar, das gewohnt einfalls- und willenlos daherkam. Eine verzogene Halbchance durch Hungerecker war alles, was die Grizzlys nach dreieinhalb Minuten Überzahl vorzuweisen hatten.
Das Unterzahlspiel der Gäste funktionierte wiederum hervorragend, so dass am Ende einer Kölner Überzahl (ab 33.) die größte Torgelegenheit ein Wolfsburger zu verzeichnen hatte. Doch auch in Unterzahl sollte Ryan Button, der völlig frei aus dem hohen Slot zum Schuss gekommen war, der längst verdiente Ausgleich nicht gelingen.
Der sollte erst zum Auftakt des Schlussabschnitts fallen, als Matti Järvinen einen Schuss seines Kollegen Görtz unhaltbar abfälschen konnte (42.).
Viel mehr gab es von den Grizzlys, die mit Festerling und ohne Fauser, Busch (Corona) und Bruggisser angetreten waren, nicht zu vermelden. Die Gastgeber ließen einem Wolfsburger Powerplay per Konter umgehend das 2:1 durch Freddy Tiffels folgen (52.), was sie somit zum Einäugigen unter den Blinden und zum Sieger dieses "Spektakels" machte.
Selbst ohne Torhüter und mit einem Mann mehr auf dem Eis schafften es die Gäste schließlich nicht mehr, auch nur einen gefährlichen Schuss auf das von Pogge gehütete Gehäuse abzugeben. So viel zum Thema Spannung bei engem Spielverlauf. Von der Schuss-Statistik (21 -31) lässt sich indes wohl kaum noch jemand bei den Grizzlys täuschen - das meiste fiel, wie immer, in die Kategorie "kann man mal probieren, wird aber wohl nur im Nachschuss reingehen".
Was Wolfsburg nun schon seit Wochen an Halbärschigkeit in der Offensive anbietet, ist mittlerweile kaum noch auszuhalten. Schüsse, die nicht unhaltbar in den Winkel krachen, kann man sich als Wolfsburger Spieler eigentlich komplett sparen: Im Slot des Gegners ist Urlaubsstimmung angesagt! Aber wer weiß - vielleicht gewinnt man ja doch noch mal mit einem geschossenen Tor ein Spiel. Dann ist vermutlich wieder alles eitel Sonnenschein in der Harmonie-Oase Wolfsburg.
 

1:0 Ugbekile (Matsumoto - Barinka) 10.Min
1:1 Järvinen (Görtz - Furchner) 42.Min
2:1 F. Tiffels (Sheppard - D. Tiffels) 52.Min

Trotz guter Leistung keine Punkte gegen Bremerhaven

  • Geschrieben von Martin
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Gegen einen gewohnt starken REV unterlag Wolfsburg erst spät durch Verlics Treffer (59.) zum 1:2 Endstand. Kurz zuvor hatte das bis dahin gut leitende Schiedsrichtergespann den Gastgebern eine klare Strafe gegen die Pinguins verweigert, was den Punktverlust leider noch eine Spur ärgerlicher machte.
Ansonsten gab es auf Seiten der Grizzlys kaum etwas zu bemängeln, sieht man einmal von der altbekannten Offensivschwäche des Teams von Pat Cortina ab. Wolfsburg, ohne die verletzten Fauser, Festerling und Bittner angetreten, überzeugte mit harter Defensivarbeit, agierte gedankenschnell und ließ die Gäste zunächst nicht in ihren Spielfluss kommen. Erst ab Mitte des ersten Drittels übernahmen die Pinguins mit hohem läuferischen Aufwand und konsequentem Forechecking das Zepter auf dem Eis. Doch Wolfsburg hielt konzentriert dagegen und gewährte den Gästen nur wenige gute Einschussgelegenheiten, hatte dabei seinerseits bereits in der 5.Minute die Chance durch Busch in Führung zu gehen. Doch der Wolfsburger Youngster sollte, wie alle anderen Schützen im ersten Spielabschnitt, am gut aufgelegten Goalie des Gegners scheitern. Als mit Järvinen in der 20.Minute der erste Akteur der Strafbank einen Besuch abstattete, zappelte 16 Sekunden später der Puck doch noch im Netz eines Tores. Nach Sichtung des Videobeweises fehlte den Gästen allerdings der Bruchteil einer Sekunde, um dem Treffer Gültigkeit zu verleihen: Die Spielzeit des ersten Drittels war bereits abgelaufen!
Im zweiten Spielabschnitt lockerten beide Teams ihre eher auf Kontrolle ausgelegte Marschroute und es hagelte spannende Szenen vor beiden Toren. Auch Wolfsburgs Neuzugang Pekka Jormakka, der für den zuletzt schwachen Bruggisser als 9.Ausländer ins Team gerückt war, zeigte mehr als einmal, dass Wolfsburg da offenbar ein richtig guter Fang gelungen ist.
Lauf- und spielstark präsentierte sich der finnische Flügelstürmer, der mit Hungerecker und Nijenhuis als (Not-)Center eine Reihe bildete.
Als gegen Mitte des Spiels der Druck des REV erneut deutlich zunahm, waren es letztlich doch die Gäste, die den ersten Treffer bejubeln durften. McGinn schloss unhaltbar in den Winkel ab (37.), nachdem seine Kollegen den Puck an der blauen Linie des Wolfsburger Abwehrdrittels erobert hatten. Angesichts der oft klaren und gefährlichen Aktionen der Bremerhavener Angriffsreihen keine wirkliche Überraschung. Passend zum beherzten Auftritt der Grizzlys ließen diese sich aber keine Sekunde lang aus dem Tritt bringen, zogen nun ihrerseits die Zügel noch einmal zusätzlich an...und wurden prompt belohnt. 
Schon eine Minute später durften sie in Form des Ausgleichs durch Järvinen die Früchte der gesteigerten Intensität ernten.
Ein sehenswertes Eishockeyspiel ging mit einem verdienten Unentschieden in die zweite Pause.
Während im Schlussabschnitt die Einstellung der Grizzlys weiterhin ohne Fehl und Tadel blieb, litt die Qualität der Abschlüsse wie so oft wieder stärker unter der fehlenden Durchschlagkraft im gegnerischen Drittel. Bremerhaven hingegen ließ es vor allem durch seine erste Reihe inklusive des Verteidigerpaars Fortunus/Dietz immer wieder lichterloh vor Wolfsburgs Tor brennen. Doch mehr als einen Pfostentreffer sollten die Gäste bis kurz vor Schluss gegen tapfer verteidigende Grizzlys nicht vorzuweisen haben. Erst Verlics verdeckter Schuss zum 1:2 besiegelte die knappe Niederlage. Den Gastgebern reichten die verbliebenen 83 Sekunden Spielzeit schließlich nicht mehr, um den verlorenen Punkt zurückzuholen.
Insgesamt betrachtet zeigten die Grizzlys eine weitere Leistungssteigerung, die aber, wenn man ganz ehrlich ist, nur mit etwas Glück gegen die starken Gäste von der Küste zu Punkten geführt hätte. Schmerzlich vermisst wurde vor allem Garett Festerling, der in Matis Olimb einfach keinen gleichwertigen Vertreter zwischen Machacek und Busch fand. Zusätzlich mussten Hungerecker und der starke Jormakka ohne spielstarken Center auskommen. Sollte Festerling zeitnah zurückkehren, darf man sich sicherlich schon einmal in Wolfsburg die Hände reiben - das könnte im Offensivbereich vielleicht doch noch was werden!
Dass man in der Wolfsburger Defensive Phillip Bruggisser hingegen kein bisschen vermisste, sollte dem dänischen Bruder Leichtfuß vielleicht zu denken geben...
   

0:1 McGinn (Quirk - Uher) 37.Min
1:1 Järvinen (Furchner - Görtz) 38.Min
1:2 Verlic (Jeglic - Urbas) 59.Min

Wolfsburg gelingt 2:3 Erfolg beim Tabellenletzten

  • Geschrieben von Martin
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Beim bisher sieg- und punktlosen KEV gelingt den Grizzlys der zweite "Dreier" der laufenden Saison. Gegen die defensiv gut sortierten Gastgeber war Wolfsburg über die gesamten 60 Minuten das spielbestimmende Team, ohne dabei wirklich zu glänzen. Nach einem relativ ereignislosen ersten Drittel waren es im Mitteldrittel dann die Gastgeber, die zum ersten Mal in dieser Partie jubeln durften. Wieder einmal sorgte mit dem Überzahlspiel das besondere Sorgenkind der Grizzlys für diese überraschende Entwicklung in einer bis dahin niveauarmen Begegnung. Nach einem Scheibengewinn durch Trivellato reichte ein langer Pass an die blaue Linie der Wolfsburger, um die gesamte Gästemannschaft zu überspielen (24.). Brett Olsen hatte sich in den Rücken der Grizzlyverteidiger geschlichen, die Scheibe geschickt aus der Luft gepflückt und eiskalt gegen Pickard vollstreckt.
Wie es besser geht, zeigten die Gäste wenig später im zweiten Powerplay-Anlauf (30.). Melchioris Schlenzer von der blauen Linie fand den Weg in die Maschen und wurde dabei vermutlich noch von Phil Hungerecker abgefälscht. Das Spiel blieb weiter Stückwerk auf beiden Seiten: Während die schwachen Pinguine kaum gefährliche Aktionen vor dem Wolfsburger Tor zustande brachten, stellten sich die spielbeherrschenden Grizzlys mit einer Unzahl an Abspielfehlern immer wieder selber ein Bein.
So dauerte es bis zur 44. Spielminute, ehe Jordan Boucher mit einem sehenswerten Knaller in den Winkel die längst überfällige Führung für die Gäste erzielen konnte. Als dann noch ein langer Pass von Likens über Järvinen beim einschussbereiten Furchner landete (50.), konnte auch Wolfsburgs Urgestein endlich seinen ersten Saisontreffer bejubeln. Das Spiel schien angesichts der Krefelder Harmlosigkeit entschieden. Doch da waren ja noch die Wolfsburger Abspielfehler...und ein solcher sollte die Partie noch einmal unnötig spannend machen. Nachdem ein unbedrängter Klärungsversuch von Järvinen direkt bei Krefelds Buncis landete, zog dieser ohne lange Umschweife von der blauen Linie ab.  
Erneut Olsen (52.) trug sich schließlich als entscheidend abfälschender Spieler zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein. Krefeld machte aus wenig sehr viel, konnte in der Folgezeit aber auch ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler die Grizzlys kaum noch in Verlegenheit bringen. Somit gelang den Gästen ihr zweiter glatter Sieg nach 60 Minuten - wieder gegen Krefeld.
Ob sich daraus ein positiver Trend ableiten lässt, wird sich vermutlich schon am kommenden Sonntag zeigen. Dann gibt es mit den anderen Pinguinen von der Küste das exakte Kontrastprogramm zum Kräftemessen mit den Dauerverlierern vom Tabellenende. Bremerhaven präsentierte sich bisher, mit kleinem Stotterer zum Saisonstart, als gut eingespielte Einheit, die stets einen Weg findet ein Spiel zu gewinnen. Nicht umsonst führt der REV mittlerweile die Tabelle der Gruppe Nord an.


1:0 Olsen (Trivellato) 24.Min SH 4-5
1:1 Hungerecker (Melchiori - Rech) 30.Min PP 5-4
1:2 Boucher (Pfohl - Rech) 44.Min
1:3 Furchner (Järvinen - Likens) 50.Min
2:3 Olsen (Buncis) 52.Min