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Grizzlys unterliegen Köln nach Shoot-out

In einem unterhaltsamen und von viel Laufarbeit geprägten Spiel gelingt den Grizzlys zumindest ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Nach dem teils haarsträubenden Auftritt in Iserlohn hatten die Wolfsburger sich das Vermeiden von unnötigen Strafen und individuellen Fehlern auf die Fahnen geschrieben und sollten dies in den ersten zwanzig Minuten der Begegnung auch recht gut umsetzen können. Zwar wirkten die Gastgeber noch etwas verhalten in ihren Aktionen, konnten aber trotzdem eine ihrer wenigen Chancen zum 1:0 durch Spencer Machacek nutzen. Nachdem Wolfsburg zunächst nahtlos an die schwachen Überzahlspiele am Seilersee angeknüpft hatte, nahm sich der Wolfsburger Stürmer ein Herz (12.) und knallte den Puck aus der Halbdistanz humorlos in den Giebel. Die Haie, die bis dahin etwas mehr vom Spiel hatten, versuchten umgehend auszugleichen, kamen durch Freddy Tiffels allerdings lediglich zu einem Treffer ans Gestänge. 
Was sich im Auftaktdrittel schon abgezeichnet hatte, nahm im Mittelabschnitt zusätzlich Fahrt auf: Das Körperspiel der Gäste und ihre insgesamt sehr aktive Spielgestaltung. Wurms Puckverlust im Aufbauspiel, nach eben solch einem aggressiven Forecheck der Gäste, leitete dann mit Matsumotos Ausgleich (22.) die stärkste Phase der Gäste ein.
Nun bekam man wieder die Grizzlys von der Reise ins Sauerland zu sehen. Wolfsburg schien minutenlang von allen guten Geistern verlassen und drohte heftig unter die Räder zu kommen. Strafe Boucher - Tor Tiffels (25.), Strafe Likens - Tor Sheppard (28.)...die Partie kippte nun vollständig und die Grizzlys machten auch in Unterzahl keinen guten Eindruck mehr, ließen die Haie fast gemütlich ihre Treffer zum 1:2 und 1:3 erzielen.
Doch zur allgemeinen Erleichterung berappelte sich das Team von Pat Cortina und schaffte tatsächlich die Rückkehr ins Spiel! Kaum ließen die Gäste - wenn auch nur ganz kurz - in der Intensität ihrer Bemühungen etwas nach, schon waren die Grizzlys da, um wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Gleich im nächsten Powerplay der Hausherren gelang diesen sogar der Anschluss durch Busch (31.), der einen gut getimten Schlagpass von Fabio Pfohl unhaltbar abfälschen konnte.
Gut drei Minuten später dann sogar der Ausgleich durch den insgesamt sehr aktiven Jordan Boucher, der den Abpraller eines Fauser-Schuss mit der Rückhand über die Linie lupfte. Köln schüttelte sich kurz, nahm dann aber seinerseits wieder Fahrt auf und kam noch vor der zweiten Sirene durch Akeson (40.) zum dritten (!) Powerplaytor im Mittelabschnitt.
Das Spiel blieb ein wildes Hin und Her, in dem die körperlich überlegenen Haie immer wieder deutliche Vorteile in den Zweikämpfen für sich verbuchen konnten. Wolfsburg blieb über fleißige Laufarbeit im Spiel und vor allem der Strafbank fern und konnte so die Begegnung weiter offen gestalten. Kaum hatten die Gastgeber in einer ihrer besseren Phasen tatsächlich den Ausgleich durch Machacek markieren können (48.), kippte das Geschehen schon wieder in Richtung Köln und ein gut aufgelegter Strahlmeier im Tor und der Pfosten des selbigen (55.) mussten Schlimmeres verhindern. Kurz vor dem Ende der reguläre Spielzeit hatten dann wiederum Valentin Busch die große Gelegenheit, die drei Punkte in den Allerpark zu holen. Allein vor dem Tor der Haie schloss der Wolfsburger Youngster leider nur in den Handschuh von Goalie Pogge ab. Die Verlängerung musste den Sieger bestimmen.
Abwechslungsreich und dramatisch ging es weiter. Beide Teams hatten hierbei eine Unterzahl zu überstehen (werden 4 gegen 3 gespielt) und gerade der dezimierte Kader der Grizzly konnten dies nur mit allerletzter Kraft schadlos überstehen.
Im abschließenden Penaltyschießen bedurfte es dann, passend zum bisherigen Spielverlauf, gleich sieben Anläufe bis ein Team einen entscheidenden Treffer vermelden konnte. Nachdem zuvor nur Festerling und Barinka für ihre Farben getroffen hatten, war dies zum Leidwesen der Grizzlyfans mit Freddy Tiffels erneut ein Hai. Der zweite Punkt ging somit an den Rhein.     

1:0 Machacek (Bruggisser - Festerling) 12.Min PP 5-4
1:1 Matsumoto (Barinka - Akeson) 22.Min
1:2 Tiffels (Sheppard - Edwards) 25.Min PP 5-4
1:3 Sheppard (Edwards - Akeson) 28.Min PP 5-4
2:3 Busch (Pfohl - Melchiori) 31.Min PP 5-4
3:3 Boucher (Fauser - Button) 34.Min
3:4 Akeson (Oblinger - Tiffels) 40.Min PP 5-4
4:4 Machacek (Görtz - Bruggisser) 48.Min PP 5-4
4:5 Tiffels 65.Min PEN