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Sieg nach Verlängerung gegen Düsseldorf

Hellwach ging es für die Grizzlys ins neue Jahr. Schon nach 19 Sekunden jubelten die Gäste aus Niedersachsen, die einen wahren Raketenstart hinlegten, das erste Mal. Der erneut starke Valentin Busch hatte gleich den ersten Wolfsburger Angriff mit einem Treffer aus der Drehung veredelt und somit für den nötigen Anfangsschwung in Reihen seines Teams gesorgt. Wenig später scheiterte er nur knapp an Gästegoalie Hane. Wolfsburg, das sich immer wieder aus dem intensiven Forecheck der DEG lösen konnten, blieb über das gesamte erste Drittel gefährlich und kam noch vor der ersten Sirene durch Boucher (17.) zum zweiten Treffer. So effizient ging es leider nicht weiter.
Die sichtbar angefressenen Gastgeber erhöhten zum Mitteldrittel noch einmal zusätzlich den Druck auf die Wolfsburger Verteidigungszone - und sollten Erfolg haben. Was den Männern von Pat Cortina im ersten Spielabschnitt noch gut gelang, sollte nun nicht mehr so souverän über die Bühne gehen. Nach zweieinhalb Minuten zollten die Grizzlys bereits dem Durcheinander vor ihrem Tor Tribut und kassierten das 1:2 durch Düsseldorfs Nowak. Der verdeckte Schlenzer von der blauen Linie fand ungehindert seinen Weg in die Maschen des Wolfsburger Gehäuses. Noch einfacher machten es die Gäste ihrem Gegner dann weitere zwei Minuten später (25.): Wurm holte sich die erste Strafe der gesamten Begegnung ab, Wolfsburg ließ sich aus der Formation locken und Ex-Grizzly Karachun schob in aller Seelenruhe am langen Pfosten ein. Der Vorsprung war dahin. Die DEG blieb fortan die spielbestimmende Mannschaft, während Wolfsburg sich um Stabilität und geordneten Spielaufbau bemühte. Als der Torschütze zum Ausgleich sich schließlich auch die erste Strafe für die Gastgeber abholte (38.), ließen die Grizzlys sich ebenfalls kein zweites Mal bitten. Phillip Bruggisser hämmerte das Spielgerät unerbittlich zur erneuten Führung (40.) ins Düsseldorfer Gehäuse und schickte die DEG zum zweiten Mal mit einem Rückstand in die Pause.
Wolfsburg fand nun wieder etwas besser in die Partie, musste aber zur Mitte des Drittels den nächsten Ausgleichtreffer quittieren. Eugen Alanov hatte einen Distanzschuss ebenso artistisch wie unhaltbar abgefälscht (50.) und den Gastgebern somit neuen Rückenwind verschafft. Die Grizzlys gerieten wieder unter Dauerdruck, Entlastung wurde streckenweise zur absoluten Mangelware. Gerade, als wohl so mancher in orange anfing über die Rettung eines Punkts nachzudenken, schlugen die Gäste dann doch noch einmal zu! Nach einem herrlichen Spielzug über Busch und Festerling (57.) vollstreckte Neuzugang Hungerecker mit seinem zweiten Saisontreffer zur späten 3:4 Führung. Doch die Freude darüber sollte nur bis kurz vor dem vermeintlichen Schlusspfiff halten. Ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler schnürte die DEG den Gast in seinem Drittel ein und nahm deren Gehäuse unter Dauerfeuer. 22 Sekunden vor der erlösenden Sirene schlug der nächste Distanzschuss von Düsseldorfs Fischbuch, dieses Mal ohne Abfälschung, im Tor der Wolfsburger ein. Es ging in die Verlängerung - mit Vorteil Wolfsburg, da neun Sekunden vor Schluss noch ein Düsseldorfer Spieler den Weg auf die Strafbank angetreten hatte. 
Im vier gegen drei fackelten die Grizzlys dann nicht lange und entschieden gleich in der ersten Minute die Begegnung für sich. Garrett Festerlings Fackel in den Winkel (61.) sicherte Wolfsburg somit den Extra-Punkt und sorgte für zufriedene Gesichter auf der Bank der Grizzlys.


0:1 Busch (Festerling - Likens) 1.Min
0:2 Boucher (Görtz - Wurm) 17.Min
2:1 Nowak (Buzas) 23.Min
2:2 Karachun (Fischbuch - From) 25.Min PP 5-4
2:3 Bruggisser (Festerling - Görtz) 40.Min PP 5-4
3:3 Alanov (Fischbuch - Jensen) 50.Min
3:4 Hungerecker (Festerling - Busch) 57.Min
4:4 Fischbuch (Nowak - Kammerer) 60. Min EA
4:5 Festerling (Melchiori - Rech) 61. Min PP 4-3