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Wolfsburg reitet weiter auf der Erfolgswelle

Mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt gegen Bremerhaven bezwangen die Grizzlys am Ende auch die Gäste aus Düsseldorf.
Das hart erkämpfte 2:0 bedeutete nicht nur den dritten Sieg in Folge, sondern gleichzeitig den Anschluss an die Plätze 3 und 4 in der Nord-Tabelle. Was besonders gefiel: Die Art und Weise wie Wolfsburg mittlerweile nicht nur defensiv die Konzentration hoch hält, sondern auch die Arbeit im gegnerischen Slot inklusive Zug zum Tor. Exakt die Hälfte aller Grizzlyschüsse wurde aus dieser Gefahrenzone abgefeuert, was letztlich auch zu den beiden spielentscheidenden Toren führen sollte und einen absoluten Rekord in der bisherigen Saison darstellen dürfte.
Tore gab es in den ersten zwanzig Minuten zwar noch nicht, aber einen Vorgeschmack auf das, was sich beide Teams für diesen Abend vorgenommen hatte: Laufen, verteidigen, noch schneller laufen und Konter nutzen. Doch viele Konter gab es erst einmal nicht zu bestaunen, denn beide Teams brachten sich bei Puckverlust fast ausnahmslos mit mindestens zwei Spielern hinter das Spielgerät. Als mit Mathias From dann doch einmal ein Düsseldorfer den Weg an allen vorbei gefunden hatte, verhinderte Wolfsburgs Raabe per Hechtsprung den Torabschluss des Gästestürmers. Für die Grizzlys durfte sich auf der anderen Seite des Eises Järvinen an einem Alleingang versuchen - scheiterte aber sowohl mit dem ersten als auch dem zweiten Versuch am starken Hane im Tor der DEG.
Fischbuchs Pfostenknaller aus der 9.Minute blieb schließlich die größte Torchance der ersten zwanzig Minuten, ansonsten glänzten die Goalies beider Teams.
Schnell und intensiv ging es in den zweiten Spielabschnitt, leider mit einer unerfreulichen Entwicklung für die Hausherren. Düsseldorf drängte die Gastgeber nun minutenlang in ihre Spielhälfte und drückte enorm aufs Gaspedal. Wolfsburg brauchte ganze 10 Minuten, um überhaupt eine brauchbare Offensivaktion vorweisen zu können und den ersten (!) Schuss in diesem Drittel aufs gegnerische Tor zu bringen. Die Grizzlys wackelten, aber fielen nicht! Die Zuordnung blieb fast durchgängig erhalten, wenn man im Zweikampf auch immer häufiger nur zweiter Sieger war. Der Wolfsburger Spielaufbau geriet unter der Düsseldorfer Dauerpower allerdings zum absoluten Glücksspiel.
Was hilft in so einer Situation? Richtig: Ein überragender Torhüter! "Strahlmeier, immer wieder Strahlmeier" wie es so oft in der Radioreportersprache ausgedrückt wird, versaute den Gästen vom Rhein mal so richtig den Abend.
Dann bekam Wolfsburg Hilfe von ungewohnter Stelle. Gleich zweimal schickten die sonst unauffällig leitenden Referees einen Gästespieler wegen Haltens vom Eis (33. + 36.). Strafen, die auch in der x-ten Wiederholung nur als abenteuerlich zu bewerten bleiben. Den Grizzlys wars egal. Das erste der beiden Überzahlspiele sah dann nicht nur gut aus, sondern brachte auch gleich die, etwas schmeichelhafte, 1:0 Führung für die Gastgeber (34.). Spencer Machacek drückte einen Görtz-Hammer per Rebound über die Linie, während Kollege Furchner dem Gästekeeper die Sicht versperrte. SO geht Powerplay!
Das zweite Überzahlspiel erwies sich als weniger effektiv, brachte direkt nach Ablauf sogar den gefährlichen langen Pass auf den zurückgekehrten Sünder. Doch Wolfsburgs Abwehrass Melchiori stellte den Rückkehrer mit einem perfekten Bremsmanöver und verhinderte Schlimmeres.
Reichlich angefressen ging es für die Gäste zum zweiten Mal in die Kabinen.
Wolfsburgs Fans konnten aufatmen. Die Grizzlys ließen keinen weiteren Sturmlauf der Gäste zu und gestalteten das Spiel nun auch bei 5 gegen 5 absolut ausgeglichen, hatten zunächst sogar die besseren Chancen.
Und wieder sollte sich harte Arbeit im Slot auszahlen: Buttons Bauerntrick arbeiteten Machacek und schließlich Hungerecker für ihre Farben über die Linie (46.) und ließen die Hoffnung auf den nächsten Dreier nun um einiges größer werden.
In der Folgezeit boten die Gastgeber den nun wütend anrennenden Gästen erfolgreich Paroli, hatten durch einen abgefälschten Schuss von Melchiori sogar noch die Chance auf den dritten Treffer. Egal was die DEG versuchte, ob im kurz darauf folgenden Überzahlspiel oder der Schlussphase mit sechstem Feldspieler: Immer hieß die Endstation Strahlmeier, der seinen zweiten Shut-out der Saison feiern durfte.
Wenn das 1:0 nach vierzig Minuten schon etwas glücklich gewirkt hatte, so verdienten sich die Grizzlys letztlich mit hervorragender Disziplin und vorbildlicher Spielkontrolle im Schlussabschnitt diesen Dreier gegen starke Gäste aus Düsseldorf,
Da der nächste Gegner Krefeld heißt, stehen die Chancen die Welle weiter zu reiten nicht schlecht! Hoffen wir, dass die Grizzlys diese Einstellung rund um den gegnerischen Kasten beibehalten. Positives Feedback haben sie für derartige Bemühungen in den letzten drei Spielen jedenfalls reichlich bekommen.

1:0 Machacek (Furchner - Button) 34.Min PP 5-4
2:0 Hungerecker (Machacek - Button) 46.Min