header
Log in
A+ A A-

Fauser Doppelpack bringt die nächsten zwei Punkte

Auch beim zweiten Gastspiel am Rhein erbeuten die Grizzlys zwei Punkte. Im Duell mit der DEG nahm Coach Pat Cortina mit Jordan Boucher für Philip Bruggisser dabei eine überraschend mutige Änderung in der Aufstellung seiner Mannschaft vor. Neben den Routiniers Melchiori, Likens und Button kamen neben Janik Möser auch die beiden U23er Adam und Raabe somit auf reichlich Eiszeit in der Wolfsburger Verteidigung - und wussten erneut zu überzeugen! Nach etwas wackeligem Beginn übernahmen die Gäste dann Stück für Stück das Kommando auf dem Eis und gewährten den Gastgeber kaum Luft zu brauchbaren Spielzügen. Wolfsburg ließ dabei praktisch nichts im eigenen Slot zu und nutzte die zahlreichen Puckeroberungen immer wieder zu Abschlüssen auf das Düsseldorfer Gehäuse. Festerling und Olimb vergaben dabei die besten Möglichkeiten, wobei Wolfsburgs Spielanlage (kein unbedingtes Anstürmen) letztlich nicht die ganz großen Chancen hervorbringen konnte.
Im Mitteldrittel wurde die Düsseldorfer Ratlosigkeit dann noch ein wenig deutlicher. Trotz zweier fast schon als mildtätig zu bezeichnenden Strafen gegen die Grizzlys, brachten die Gastgeber auch im Powerplay wenig Vorzeigbares zustande. Im Gegenteil: Wolfsburg spielte sein Penalty Killing zweimal geduldig herunter (21.+25.), nur um wenig später durch den wiedergenesenen Gerrit Fauser hochverdient mit 0:1 in Führung (30.) zu gehen. Reihenkollege Pfohl hatte sehenswert zurück vor das Tor gespielt, der Wolfsburger Nationalspieler hebelte die Scheibe aus Nahdistanz unter die Latte.
Wolfsburg nahm jetzt richtig Fahrt auf, drängte auf die Vorentscheidung und schraubte die Torschussbilanz tüchtig durch die Decke. Einziger Schönheitsfehler: Es fehlten die Tore. Selbst als Matti Järvinen völlig frei am langen Pfosten nur noch einzulochen brauchte, sprang ihm der One-Timer doch noch über die Kelle.
So blieb die DEG etwas unnötig im Rennen um die drei Punkte und sollte zum Schlussabschnitt noch einmal richtig angreifen. Wolfsburg büßte zudem mit fortschreitender Spieldauer (mal wieder) etwas zu viel seiner gesunden Grundaggressivität ein, schaltete letztlich gegen die bis dahin harmlosen Gastgeber einfach ein Tor zu früh in den Verwaltungsmodus.
Bis zur Mitte des Drittels sollte die solide Abwehrleistung gepaart mit dem immer wieder aufflammenden Störfeuer im gegnerischen Spielaufbau funktionieren. Doch die Spielanteile entglitten den nun etwas müde wirkenden Grizzlys immer mehr und dann war es eben diese eine Szene zu viel, die es in jedem Eishockeyspiel einfach immer gibt: Etwas Glück beim Gegner (Bully-Puckgewinn im eigenen Drittel mit perfektem Pass) und eigene Unachtsamkeit (optimistisches Stellungsspiel) und schon klingelt es auch hinter einer überzeugenden Abwehr mal. So geschehen in der 51.Minute, als Maxi Kammerer den Breakaway erfolgreich gegen Wolfsburgs Strahlmeier versenken konnte.
Wolfsburg bäumte sich nun sichtbar auf, versuchte wieder mehr Tempo und Zug zum Tor zu entwickeln. Die beiden Referees sollten bei diesem Unterfangen aber weiterhin keine wirkliche Hilfe darstellen. Nach einer grenzwertigen Strafe gegen Melchiori (58.) schickten sie zwar wenig später auch einen Düsseldorfer auf die Sünderbank - nur leider mit dem etwas perplex wirkenden Likens gemeinsam. Wegen einer Allerweltsaktion im eigenen Slot durfte der Wolfsburger Verteidiger zusammen mit Flaake in die Kühlbox, nachdem dieser tüchtig ausgekeilt und den Routinier schließlich von den Kufen geholt hatte.
Wenig später gerieten Barta und Fauser aneinander (60.) und durften ebenfalls (zurecht) eine kleine Pause einlegen.
Der Spielfluss war längst dahin und die Verlängerung musste über Sieg und Niederlage entscheiden.
Da machten die nun wieder wesentlich wacheren Grizzlys es spannend. Nachdem der erneut bärenstarke Melchiori (über 32.Spielminuten!) noch mit der Rückhand an Pantkowski gescheitert war, machte Gerrit Fauser per Doppelpack dann alles klar. Ganze 18 Sekunden trennten die Teams noch vom Penaltyschießen, da setzte der Wolfsburger Olympiaheld zur finalen Rundfahrt durchs Düsseldorfer Drittel an. Mit der Rückhand bezwang er schließlich zum zweiten Mal den Goalie der DEG und machte den zweiten Punkt und somit fünften Sieg in Folge klar.
Nun steht am Donnerstag die nächste Begegnung mit kaum Erholungszeit vorweg an. Nach diesem Heimspiel gegen Iserlohn dürfen die Grizzlys dann tatsächlich einmal vier Tage lang durchschnaufen, bevor es zweimal (23.02./01.03.) in die Hauptstadt geht.


0:1 Fauser (Pfohl - Hungerecker) 30.Min
1:1 Kammerer (From - Zanetti) 51.Min
1:2 Fauser (Pfohl) 65.Min