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Wolfsburg weiter sieglos - 4:0 Niederlage in Iserlohn

Die Grizzlys, ohnehin nicht als offensives Powerhouse in der Liga verschrien, fanden am Seilersee stolze 47-mal nicht den Weg am Gästegoalie vorbei. Dabei musste Iserlohns Jenike erst im letzten Drittel zu mehr oder weniger spektakulären Mitteln greifen. Bis dahin hatten die Gäste ihn nur selten ernsthaft gefährden können, da seine Vorderleute so ziemlich jeden kreativeren Spielzug(versuch) der Wolfsburger unterbinden konnten.
Rückkehrer Armin Wurm rückte dabei für den verletzten Button ins Team und machte ein wirklich gutes Spiel. Es sollte einer der wenigen erfreulichen Aspekte aus Sicht der Grizzlys bleiben.
Überhaupt waren es in einer von Defensivkünsten geprägten Partie meist eher die Gastgeber, die mit ihren zunächst spärlich gesäten Gelegenheiten für ordentlich Gefahr sorgten. Das 1:0 durch Raedeke (13.) indes war dann allerdings eher ein Trickshot: Der Iserlohner zirkelte von knapp hinter dem Tor das Spielgerät an die Schulter von Pickard und sorgte so für die etwas schmeichelhafte Führung der Roosters. Wolfsburg kämpfte verbissen, rannte bis zur 53.Minute wie besessen gegen die Iserlohner Wand an, nur, um dann den nächsten Treffer durch Buschmann zu kassieren. Es war wie verhext. Im Mitteldrittel hatten beide Teams zuvor je zweimal in Überzahl agieren dürfen, aber nicht viel Nennenswertes dabei produziert. Zerfahren, defensiv orientiert und kampfbetont - so konnte man dieses wenig attraktive Spiel wohl am treffendsten beschreiben.
Dass die Niederlage am Ende sogar noch höher für die Gäste ausfiel, lag vor allem an deren Versuch, mehr Druck in ihr Offensivspiel zu bekommen. Immer wieder konterten die Hausherren gefährlich nach Wolfsburger Puckverlusten und sollten schließlich durch Joseph Whitney (58.) und Joel Lowry (60./leeres Tor) belohnt werden.
Die Grizzlys hingegen scheiterten mit dem von ihnen gewohnten Dump and Chase Hockey an der massiven Iserlohner Defensive, was  - wie bekannt - dann besonders gruselig aussieht. Mit einer Schussquote von 14 Prozent aus dem Slot braucht man allerdings nicht lange nach dem Grund für die magere Torausbeute suchen: Wenn man keine Tore herausspielen kann, ist der Rebound in diesem Bereich des Spielfelds zusammen mit Fernschüssen die einzige Option. Schüsse aus der Ferne gab es zwar reichlich (dreiviertel aller Wolfsburger Abschlüsse), doch Scheibenglück und letzte Konsequenz im Slot blieben Mangelware. Was bleibt, ist die dritte Niederlage in Folge und der Verlust des dritten Platzes an die Roosters.
Es ist Crunchtime in der Liga und die Grizzlys starten ihre nächste Serie - nur leider keine gute. Alles erinnert wieder an den Saisonanfang - und an den möchte man eigentlich nicht erinnert werden.

1:0 Raedeke (Jentzsch - Ankert) 13.Min
2:0 Buschmann (Grenier - S. Whitney) 53.Min
3:0 J. Whitney (Grenier - Riefers) 58.Min
4:0 Lowry 60.Min ENG