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Ist das Powerplay gesund, freut sich der Grizzly!

Mit beeindruckender Effizienz melden sich die Grizzlys im Play-off Rennen zurück. Gegen die Gastgeber aus Ingolstadt war Wolfsburg zunächst das wachere Team und hatte den ersten Spielabschnitt souverän unter Kontrolle. Doch was noch wichtiger war: Das Powerplay der Grizzlys schlug gleich im ersten Anlauf (3.) zu! Panthergoalie Garteig war durch Furchner die Sicht genommen, als Görtz' Hammer satt im Winkel einschlug - beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auswärtspartie also. Wolfsburg präsentierte sich extrem lauffreudig und bissig, die Panther hingegen kamen irgendwie nicht in die Zweikämpfe und mussten so ständig unterbrochene Spielzüge reparieren. In der 16.Minute sollte die Wolfsburger Überlegenheit dann ein zweites Mal Früchte tragen: Machaceks klugen Schuss (flach aufs lange Eck) konnte Garteig nur prallen lassen, den folgenden Rebound versenkte der gut nachgerückte Möser im Gehäuse. Die Hausherren wirkten reichlich bedient, als es zum ersten Mal in die Kabinen ging.
Mit reichlich Wut im Bauch kehrten die Panther aufs Eis zurück und setzten die Gäste nun besser unter Druck. Begünstigt durch eine frühe Strafe gegen Wolfsburgs Likens (22.) nahm Ingolstadt nun richtig Fahrt, konnte aber den Vorteil nicht in Zählbares verwandeln. Doch die Gäste beeindruckten nicht nur mit hervorragender Disziplin vor dem eigenen Tor! Nach einem reichlich dummen Foul von Aubry nutzten die Grizzlys auch das zweite Überzahlspiel prompt zum Torerfolg. Als Pekka Jormakka ein paar Meter unbedrängt ins gegnerische Drittel fahren durfte, fasste sich der finnische Stürmer ein Herz und knallte das Spielgerät über die Schulter des Goalies in den Winkel (27.). Es passte einfach fast alles zusammen bei den Gästen, was die Gastgeber nun Schritt für Schritt in den roten Bereich zu bringen schien. Ellis Crosscheck in Buschs Rippen ging dabei völlig straflos über die Bühne - gegen Ende des Drittels lag dann mit Jeff Likens der nächste Grizzlys angeschlagen auf dem Eis. Übeltäter Aubry hatte sich an der Bande einen Check gegen den Kopf des Wolfsburgers erlaubt (40.), der von den Referees mit 2+10 Minuten reichlich zahm bewertet wurde. 
Wolfsburg startete also mit einem Mann mehr ins Schlussdrittel und konnte diesen Vorteil zum ersten Mal nicht in Zählbares verwandeln. Auch die Spielanteile sollten sich nun deutlich zu Gunsten der Hausherren verschieben, die sichtbar alles daran setzten Versäumtes nachzuholen. Als Simpson in der 48.Minute den Ingolstädter Dauerdruck mit dem 1:3 belohnen konnte, kam tatsächlich noch einmal richtig Spannung in Sache. Vor allem Dustin Strahlmeier, der immer wieder den Überblick im Chaos vor seinem Tor behielt und den herausragenden Rettungsaktionen von Likens und Järvinen war es zu verdanken, dass Wolfsburg den Vorsprung schließlich über die Zeit bringen konnte. Auch zweieinhalb Minuten mit sechstem Feldspieler sollte die Gastgeber nicht näher an den Anschluss, als die Grizzlys an ihren vierten Treffer bringen.
Fazit: Wenn Wolfsburgs Powerplay funktioniert, dann wird es für den Gegner sehr, sehr schwer. Gleiches gilt allerdings andersherum leider auch.
Heißt also Daumendrücken für eine Rückkehr von Garrett Festerling und dass die gewohnten Formationen nicht weitere Ausfälle zu verzeichnen haben!        


0:1 Görtz (Bittner - Järvinen) 3.Min PP 5-4
0:2 Möser (Machacek - Olimb) 16.Min
0:3 Jormakka (Olimb - Melchiori) 27.Min PP 5-4
1:3 Simpson (Schütz - Wagner) 48.Min