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Wolfsburg erzwingt Spiel 3 gegen Mannheim!

Wieder in der Overtime, wieder in der 66.Minute machen die Grizzlys einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Finale. Nachdem die Adler rund 40 Minuten das spielbestimmende Team gewesen waren, gelang den Gastgebern im dritten Spielabschnitt eine deutliche Leistungssteigerung. Besonders die ersten zwanzig Minuten taten sich die Grizzlys gegen Mannheims Dauerdruck äußerst schwer und kamen so gut wie gar nicht sortiert vor das Mannheimer Gehäuse. Zwar blieben die Chancen der Gäste ebenfalls meist unspektakulär, doch ganze 3 Schüsse auf das Tor von Dennis Endras sprachen eine eindeutige Sprache. Wolfsburg kam einfach nicht in den Forecheck, verbrachte viel zu viel Zeit im eigenen Drittel und sorgte somit bei Dustin Strahlmeier für einen arbeitsreichen Tag. Selbst eine frühe Überzahl (ab 5.) brachte die Gastgeber nicht ins Spiel - der Puck erreichte meist nicht einmal das gegnerische Drittel, die besseren Torchancen hatte die Unterzahlformation der Adler.
Im Mitteldrittel hellte sich das Kräfteverhältnis in Sachen Offensivaktionen ein wenig auf, Fauser, Görtz und Rech konnten erste wirklich nennenswerte Schussgelegenheiten aber nicht zum Torerfolg nutzen. Das Spiel diktierten aber weiter die Gäste aus Mannheim, die u.a. durch Eisenschmid und Plachta erste Großchancen ebenfalls nicht nutzen konnten. Neben der extrem gut koordinierten Defensive der Grizzlys sorgte nun Wolfsburgs Goalie ein ums andere Mal für Kopfzerbrechen in den Reihen der Gäste. Strahlmeier lief, wie sein Gegenüber im ersten Spiel, zu absoluter Höchstform auf und bewahrte sein Team vor einer frühen Entscheidung. Als Mannheim gegen Ende des Mittelabschnitts dann doch einmal für richtig Chaos im Wolfsburger Abwehrdrittel sorgen konnte, war es Mark Katic, der für die Adler den Bann brechen konnte (39.). Seinem satten One-Timer in den Winkel folgte nur wenige Sekunden später auch noch eine Strafzeit gegen Wolfsburgs Olimb - das Spiel schien jetzt die aus Mannheimer Sicht erwünschte Entwicklung zu nehmen. Eine Schussbilanz von 10 - 28 für die Gäste, bis dahin nur wenige nennenswerte Chancen und lahmendes Offensivspiel auf Wolfsburger Seite und obendrein noch eine Minute Überzahl für die Adler: Der Start ins vermeintlich letzte Drittel des Spiels fand nicht unbedingt unter besten Vorzeichen für die Grizzlys statt.
Doch Wille und Konzentration bestanden auf Wolfsburger Seite ungebrochen fort...und das sollte sich auszahlen! Schon das Rest-Powerplay der Adler arbeiteten die Gastgeber erstaunlich souverän herunter, dann waren auch schon die Grizzlys mit Überzahl dran. Shinnimin nahm für Mannheim auf der Strafbank Platz (43.) und das Spiel änderte sich! Zunächst etwas holprig, dann aber immer fließender kam das zuletzt recht zuverlässige Powerplay der Grizzlys in Schwung. Toto Rechs Schlenzer an den Pfosten (45.) markierte das erste Highlight der Gastgeber und schien so eine Art Startschuss für die Machtübernahme auf dem Eis zu sein. Plötzlich kamen die Grizzlys in die Zweikämpfe, liefen schneller Schlittschuh und erzwangen gleich die nächste Strafe (47.) gegen nun müder wirkende Gäste. Es dauerte keine Minute, da lagen sich die Männer in orange auch schon in den Armen und feierten den Ausgleich durch Kapitän Furchner! Aus spitzem Winkel hatte der Wolfsburger Routinier den Abpraller in den Winkel geschlenzt und das Spiel wieder auf Anfang gestellt. Die Irritation auf Seiten der Adler hielt sich zwar in Grenzen, aber das Offensivspiel der Grizzlys war plötzlich existent und wurde bis zum Schlusspfiff ein echter Faktor. Furchner, Machacek und Festerling scheiterten aber am ebenfalls hervorragend aufgelegten Endras im Tor der Gäste und nach einem kurzen Comeback der Adler in den Schlussminuten ging die Partie schließlich in die Verlängerung.
Über fünf Minuten dauerte der finale Nervenkitzel schließlich, ehe Toto Rech sich den Puck an der blauen Linie aus der Luft schnappte und unwiderstehlich Richtung Endras zog. Einen Gästespieler im Schlepptau versenkte der Wolfsburger Torjäger das Spielgerät schließlich im kurzen Eck (66.) und ließ sein Team und alle Grizzlyfans vor den Bildschirmen in Freudenstürme ausbrechen.
Mit dem ersten Saisonsieg gegen Mannheim im Gepäck geht es am Freitag in Spiel 3 nun um alles oder nichts. Der Sieger zieht ins Finale um die deutsche Meisterschaft ein, wo der Gegner Berlin oder Ingolstadt heißen wird. Denn eins steht auf jeden Fall schon jetzt fest: Kein Team wird ausgeruht in dieses Finale einziehen können, denn beide Serien werden in einem dritten Spiel entschieden!


0:1 Katic (Smith - Schira) 39.Min
1:1 Furchner (Görtz - Bittner) 47.Min PP 5-4
2:1 Rech 66.Min