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Grizzlys verteidigen sich zur 0:1 Niederlage

  • Geschrieben von Martin
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Wieder unterliegen die Grizzlys Mannheim mit einem Tor Unterschied, wieder fehlte nicht viel zum Punktgewinn gegen das punktbeste Team der DEL. Der größte Unterschied zur Abwehrschlacht vom Montag war die Verfassung, in der die Adler zum Gastspiel in Wolfsburg angetreten waren. Mannheim wirkte nach der gestrigen Klatsche in Bremerhaven angeschlagen, legte über die gesamte Spieldauer betrachtet nicht annähernd die Überlegenheit aus der ersten Begegnung an den Tag und wirkte absolut schlagbar.
Während Körpersprache, Zweikampfverhalten und defensive Disziplin bei den Gastgebern klar zum Ausdruck brachten, dass man etwas bewegen wollte, blieb die Offensive erneut ein lauer Furz. Rückkehrer Machacek (bei Magenta Sport auch als Machaschak bekannt) konnte seine Fähigkeiten vor dem gegnerischen Tor nur selten einbringen, im Gegenzug mussten die Grizzlys mit Festerling den nächsten kurzfristigen Ausfall kompensieren. 
Während das Auftaktdrittel noch mehr oder weniger aussichtsreiche Chancen auf beiden Seiten bereit hielt, versagte Wolfsburg in der Folgezeit gleich viermal im Überzahlspiel und brachte kaum einen gefährlichen Schuss auf das von Felix Brückmann bestens gehütete Adlertor. Im Gegenzug hatte Mannheim im Verlauf der Begegnung immer weniger aussichtsreiche Gelegenheiten zu verzeichnen, ließ sich dabei zunehmend auf das körperbetonte und destruktiv geprägte Spiel der Hausherren ein. Diese hatten in ihrem letzten der vier Powerplays sogar schon einmal die Hände zum Jubel in der Luft - doch der Referee hatte den Puck im Gewühl aus den Augen verloren (42.) und zuvor abgepfiffen! Wenn man an den Zweikämpfen und der Grundeinstellung der Akteure sicherlich seinen Spaß haben konnte, so bot das Spiel darüber hinaus kaum Sehenswertes in Sachen Spielkultur oder gar rasantem Eishockey. Beide Teams bremsten und zerstörten alles was über die rote Linie kam, um im Gegenzug ebenso gestoppt zu werden. Bandenkämpfe, Fernschüsse und Gewühl vor dem Tor waren die auserkorenen Rezepte, um am Ende das Eis als Sieger zu verlassen. Eben so ein Fernschuss durch den völlig freistehenden Ex-Grizzly Björn Krupp entschied dann vorzeitig diese mäßig unterhaltsame Partie (45.). In den Folgeminuten wirkte es fast, als ob Wolfsburg statt einem 0:0 nun ein 0:1 über die Zeit verteidigen wollte. Das offenbarte nicht nur die Schattenseiten des haarsträubend starren und eindimensionalen Wolfsburger Systems, sondern war - wie so oft - einfach nur nervraubend und ätzend anzuschauen. Da sich dieser Zustand mit der Herausnahme des hervorragend haltenden Strahlmeiers leicht besserte, hier mein Vorschlag: In Zukunft starten wir mit sechstem Feldspieler in die Begegnung, um nach dem ersten Tor oder Gegentor genau diesen Spielstand wieder mit Goalie zu verteidigen. Wäre auch nicht sinnvoller als das in den letzten Spielen Gesehene, hätte aber einen wesentlich höheren Unterhaltungswert und man wäre kurzfristig in allen Medien vertreten...
Halten wir fest: Humor ist, wenn man trotzdem guckt und Hoffen auf offensive Ideen unseres Trainerteams.

0:1 Krupp (Schütz - Elias) 45.Min

Grizzlys ohne Durchschlagskraft - 4:1 Pleite im Schwarzwald

  • Geschrieben von Martin
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Nach der Defensivschlacht in Mannheim folgte nur 24 Stunden später das Aufeinandertreffen mit der Überraschungsmannschaft aus Schwenningen. Die Wild Wings sollten dabei auf einen weiterhin entschlossen verteidigenden Gast treffen, der im Vergleich zum Mannheimspiel allerdings noch einmal an Harmlosigkeit vor des Gegners Tor zulegen konnte. Wolfsburg, zuletzt fast ausschließlich mit Konterchancen torgefährlich, bekam von den Schwänen vergleichsweise reichlich Gelegenheit sich im Angriffsdrittel zu probieren - und scheiterte auf ganzer Linie. Völlig uninspiriert und durch das Fehlen von Machacek ihres wichtigsten Slotspielers beraubt, hämmerten die Grizzlys die Scheibe fast ausschließlich von außen auf das von Eriksson hervorragend gehütete Gästegehäuse. Stolze 13 Prozent Schussquote aus dem Bereich vor dem Tor stellten am Ende einen echten Tiefpunkt in Sachen Zug zum Tor dar. 
Schwenningen hingegen nutzte den Heimvorteil seiner NHL-Eisfläche und kombinierte sich flott zum 1:0 durch Bourke (5.), wirkte zudem in Überzahl extrem gut eingespielt und wusste die kleine Eisfläche bestens zu bespielen.
Wolfsburg hielt engagiert dagegen, ließ kaum Müdigkeit aus dem Mannheimspiel erkennen und versuchte sich im Laufe der Partie irgendwie zu steigern. Doch gleich drei Powerplay-Gelegenheiten brachten bis zum Beginn des Schlussabschnitts kaum Gefahr für das Tor der Hausherren. Wolfsburg schaffte es einfach weder einen Mann frei zu spielen, noch genügend Unruhe vor dem Kasten der Schwäne stiften. Rechs Treffer an die Maske des Schwenninger Goalies stellte somit das Highlight einer fast einminütigen doppelten Überzahl dar...
Die Wild Wings hatten da schon längst zum zweiten Mal zugeschlagen: Huss' leicht abgefälschter Schuss hatte in der 33.Minute sein Ziel gefunden und mit dem 2:0 den Gästen den nächsten Nackenschlag verpasst.
Wolfsburg gab nie auf, kämpfte verbissen, aber irgendwie hoffnungslos, denn es fehlten offensiv einfach die Mittel. Als dann relativ früh (58.) Pickard für einen sechsten Feldspieler Platz machte, klingelte es schon wieder im Wolfsburger Kasten. Und es sollte nicht der letzte Schuss ins leere Tor der Wolfsburger bleiben! Nach Strafe gegen Ex-Grizzly Fischer gelang den Gästen tatsächlich noch der Ehrentreffer durch Jordan Boucher (60.), der 20 Sekunden später mit dem zweiten Empty Net Goal der Gastgeber nochmals beantwortet wurde. Mit einer am Ende viel zu hohen zweiten Niederlage im Gepäck geht es für die Grizzlys nun wieder in heimische Gefilde, wo am Donnerstag erneut ein Kräftemessen mit den Adlern ansteht.
Harte Zeiten für die Cracks von der Aller, die nach einer weiteren Partie gegen Mannheim das gegnerische Tor wohl nur noch von Fotos kennen dürften.

1:0 Bourke (Yeo - Hadraschek) 5.Min
2:0 Huss (Thuresson) 33.Min
3:0 Tyson Spink (Möchel - Tylor Spink) 58.Min ENG
3:1 Boucher (Furchner - Görtz) 60.Min PP 5-4 EA
4:1 Thuresson (Robak) 60.Min ENG


   

Defensivstarke Grizzlys verlieren im letzten Moment

  • Geschrieben von Martin
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Trotz einer extrem beeindruckenden Defensivleistung standen die Gäste aus Wolfsburg am Ende doch mit leeren Händen da. Dabei hatte das Gastspiel beim Ligaprimus aus Mannheim so gut begonnen! Schon in der dritten Minute hatten die Grizzlys einen Konter über Jordan Boucher mit dem Nachschuss durch Phil Hungerecker veredeln können und den Gastgebern die erste Denksportaufgabe gestellt: "Wie knackt man die Abwehr der Grizzlys, die auch noch 0:1 führen?"
Die erste Antwort war: "Keine Ahnung!" Wolfsburg verteidigte mit viel Biss und Disziplin und setzte dabei ganz auf Konter. Wäre Järvinens Pfostenknaller (11.) bei Wolfsburger Überzahl auch noch ins Gehäuse gegangen, wer weiß, wie das Spiel sich entwickelt hätte. So entwickelte sich ab Mitte des ersten Spielabschnitts eine einseitige, aber durchaus spannende Partie, in der die Adler eindeutig die spielbestimmende Mannschaft waren. Bis kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts zermürbten die Gäste Mannheim mit ihrer komplett kompromisslosen Art der Verteidigung und konnten dabei immer wieder gefährliche Schussoptionen der Kurstädter unterbinden. Ab der Mittellinie "begrüßten" die Grizzlys ihren Kontrahenten und verteidigten die blaue Linie ihres Abwehrdrittels nicht nur in Unterzahl absolut vorbildlich. Wenn die Adler dann endlich im Drittels der Gäste waren, machte Wolfsburg die Mitte komplett dicht, nur um sich mit zwei, manchmal sogar drei Spielern auf den puckführenden Spieler an der Bande zu stürzen. Nach zwei schwachen Überzahlspielen (28./35.) nagte der Frust schon sichtbar an den Gastgebern, als dann doch einmal ein Adler etwas Zeit bekam, um sich den Puck zurechtzulegen. Sinan Akdag hieß der Glückliche, der ohne einen lästigen Wolfsburger am Hals dann den Ausgleich (39.) für seine Farben markieren konnte. Angesichts der erdrückenden Mannheimer Spielanteile natürlich immer noch ein Spielstand, der den Grizzlys durchaus schmeckte. Dann kamen die Schiedsrichter ins Spiel.
Nach Abpfiff des zweiten Drittels kassierte Wolfsburgs Görtz, offenbar unbeobachtet von den Kameras, eine 2+2 Strafe für hohen Stock mit Verletzungsfolge. Gästetrainer Cortina schien alles andere als einverstanden mit der Strafe zu sein und diskutierte zu Beginn des Schlussabschnitts intensiv mit dem Schiedsrichtergespann. Seinen Gesten nach zu urteilen hatte er wohl eher einen Sticklift gesehen, bei dem der Mannheimer die eigene Krücke ins Gesicht bekommen haben soll. Ohne Fernsehbilder bleibt die Angemessenheit der Strafe wohl zunächst im Dunkeln. Gar nicht im Dunkeln tappte das Penaltykilling der Grizzlys: Bärenstark zerstörten die Gäste das ohnehin nicht sonderlich berühmte Überzahlspiel der Adler, nur um 10 Sekunden nach Ablauf der doppelten Strafe gleich wieder zwei Minuten wegzuarbeiten. Mannheim, das im Mitteldrittel immerhin gleich dreimal das Gestänge getroffen hatte, schien mit zunehmender Dauer des Spiels immer weniger einzufallen.
Nun bekam sogar das Eis im Mannheimer Drittel wieder mehr Gästeschlittschuhe zu sehen, als immer nur die eines einsamen Forecheckers - Wolfsburg witterte seine Chance auf Punkte! Gleich zweimal wussten sich in der Folgezeit auch Mannheimer nicht anders zu helfen, als die stets wuseligen Wolfsburger per Foul zu stoppen. Die beiden Überzahlspiele (47./52.) fielen allerdings eher in die Kategorie "ganz okay"- Zu schwer wogen der Ausfall von Top-Torjäger und Rebound-Monster Machacek und offenbar auch die Beine einiger besonders fleißiger Akteure.
Dass es trotz überragender Abwehrarbeit für die Gäste ohne Punkt in den Bus ging, lag dann an der einen Strafe, die am Ende wohl zu viel war. Im sechsten Anlauf schlugen die Gastgeber schlussendlich doch noch zu. Nach einem schnellen Spielzug kam Eisenschmid am langen Pfosten völlig frei zum Schuss und versenkte das Spielgerät zum späten 2:1.
Stolze 32 Sekunden vor dem Ende war das natürlich der Genickbruch für die so aufopferungsvoll kämpfenden Grizzlys.
Dass es dann auch noch eine äußerst umstrittene Strafzeit war, die das Spiel letztlich entschied, machte die Niederlage dann umso bitterer. Bittner hatte seinen Kontrahenten mit beiden Händen am Stock weggedrückt - die Referees legten dies als Beinstellen aus. Eine Entscheidung, wie man sie im Spiel nicht oft sieht, in der Crunchtime eigentlich so gut wie nie. Entsprechend wütend reagierte Wolfsburgs Abwehrrecke auch auf den Pfiff der Streifenträger...
Es half alles nichts: Viel Kraft investiert, gut dagegengehalten - keine Punkte erbeutet. Bleibt zu hoffen, dass den Grizzlys diese Energieleistung nicht morgen in Schwenningen mit Karacho auf die Füße fällt.
Trotzdem: Danke für diese beeindruckende Mannschaftsleistung!

0:1 Hungerecker (Boucher) 3.Min
1:1 Akdag (Plachta - Reul) 39.Min
2:1 Eisenschmid (Krämmer - Plachta) 60.Min PP 5-4

Wolfsburg landet ersten Sieg gegen Köln!

  • Geschrieben von Martin
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Im vierten Anlauf gelang den Grizzlys der erste Sieg gegen den Mitkonkurrenten um Platz 4. Vor der Verzahnungsrunde mit der Gruppe Süd rücken die Wolfsburger damit auf den 3.Platz im Norden vor. Viel wichtiger als die drei Punkte dürfte für die intensive Phase der Saison aber das Auftreten der Grizzlys gewesen sein: Extrem konzentriert in der Defensive, schnell im Umschalten und effizient im Abschluss. 
Während der ersten 10 Minuten der Partie neutralisierten sich die beiden Teams fast vollständig, ließen dabei minutenlang keinen Schuss auf eines der beiden Tore zu. Doch schon da zeigte sich, dass Wolfsburg an diesem Abend wohl die Mannschaft mit dem Extra an Biss sein würde. Die Grizzlys beherrschten die eigene Zone souverän, setzten immer wieder schnell zum Gegenangriff an und zogen letztlich gleich drei Strafen (15./17./18.) gegen leicht fußkrank wirkende Haie. Das Powerplay, nach dem Saisonaus für Pfohl und Button schwer ins Stottern geraten, zeigte sich pucksicher und überlegt im Spielaufbau, wollte aber auch bei 5 gegen 3 zunächst keine Früchte tragen. Immer wieder stand (oder sprang) Weitzmann im Weg, brachte die Gäste wie schon vor fünf Tagen an den Rand der Verzweiflung. Wenige Sekunden bevor die letzte Strafe aus der Uhr ging klappte es dann doch noch: Dominik Bittner zog an der blauen Linie quer und erwischte  den Kölner Schlussmann mit einem feinen Handgelenkschuss gegen die Fahrtrichtung (19.). Psychologisch wohl der wichtigste Moment aus Grizzlysicht, denn die Gäste nahmen den Schwung gleich mal mit in den zweiten Spielabschnitt.
Das Mitteldrittel war gerade einmal 40 Sekunden alt, da sollte sich besagter Schwung auch schon auszahlen. Der stark aufspielende Järvinen setzte zum schnellen Konter an und bediente seinen mitgelaufenen Kollegen Görtz zum 0:2 per Onetimer. Wolfsburg hatte das Geschehen jetzt fest im Griff, eroberte mit giftigem Zweikampfverhalten immer wieder die Scheibe und zerstörte praktisch alle Bemühungen der Gastgeber zum Anschluss zu kommen. Als wenig später erneut ein Haie in der Kühlbox schmorte, machte es das Überzahlspiel der Grizzlys dann ganz unkompliziert. Während Mit- und Gegenspieler alle brav auf ihre Positionen fuhren, marschierte Järvinen einfach mal über die blaue Linie bis zum Tor durch und schob Weitzmann den Puck durch die Schoner (25.). Zwei aus drei Torschüssen im Mitteldrittel versenkt - bei Wolfsburg liefs.
Mit reichlich Verspätung zogen nun auch die Gastgeber die Zügel etwas an, zeigten dabei ein deutlich verbessertes Tempo und profitierten (im zweiten Anlauf) auch vom Überzahlspiel. Dominik Tiffels war es schließlich, der den Puck in die Maschen hämmern konnte (35.) und so die Hoffnung auf Punkte bei den Haien am Leben hielt. Auch wenn die Grizzlys im Laufe des Mittelabschnitts noch reichlich Chancen, meist per Konter eingeleitet, ausließen, die Effizienz blieb insgesamt betrachtet trotzdem mehr als gut.
Im Schlussabschnitt demonstrierten die Gäste von der Aller dann erneut extreme Stabilität. Positionstreue, Zweikampfhärte und Disziplin auf hohem Niveau zwangen die Haie schließlich in die Knie. Beide Teams hatte noch je eine Unterzahl zu überstehen, dann folgte auch schon die Schlussoffensive der Gastgeber. Bei fünf gegen fünf hatten die Grizzlys zuvor kaum etwas zugelassen und das sollte auch bei einem Kölner Feldspieler mehr so bleiben. Totaler Lockdown im Wolfsburger Drittel und schnelle effiziente Gegenangriffe - das machte nach zuletzt schwachen Vorstellungen reichlich Mut für die kommenden, sehr anstrengenden Wochen!
Jetzt heißt es erst einmal Kraft tanken für die Grizzlys, die kommende Woche am Montag mit Mannheim und am Dienstag mit Schwennigen gleich zwei dicke Brocken vor der Brust haben. Ja, richtig gelesen: Auch Schwenningen, sonst eher Dauergast im Tabellenkeller, spielt eine bisher hervorragende Saison und rangiert in Gruppe Süd auf dem 4.Platz.
Welches Gesicht werden die Grizzlys auf ihrer Auswärtstour wohl zeigen?  
 

0:1 Bittner (Järvinen - Machacek) 19.Min PP 5-4
0:2 Görtz (Järvinen - Furchner) 21.Min
0:3 Järvinen (Bittner) 25.Min PP 5-4
1:3 D. Tiffels (Akeson) 35.Min PP 5-4

Wolfsburg weiter sieglos - 4:0 Niederlage in Iserlohn

  • Geschrieben von Martin
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Die Grizzlys, ohnehin nicht als offensives Powerhouse in der Liga verschrien, fanden am Seilersee stolze 47-mal nicht den Weg am Gästegoalie vorbei. Dabei musste Iserlohns Jenike erst im letzten Drittel zu mehr oder weniger spektakulären Mitteln greifen. Bis dahin hatten die Gäste ihn nur selten ernsthaft gefährden können, da seine Vorderleute so ziemlich jeden kreativeren Spielzug(versuch) der Wolfsburger unterbinden konnten.
Rückkehrer Armin Wurm rückte dabei für den verletzten Button ins Team und machte ein wirklich gutes Spiel. Es sollte einer der wenigen erfreulichen Aspekte aus Sicht der Grizzlys bleiben.
Überhaupt waren es in einer von Defensivkünsten geprägten Partie meist eher die Gastgeber, die mit ihren zunächst spärlich gesäten Gelegenheiten für ordentlich Gefahr sorgten. Das 1:0 durch Raedeke (13.) indes war dann allerdings eher ein Trickshot: Der Iserlohner zirkelte von knapp hinter dem Tor das Spielgerät an die Schulter von Pickard und sorgte so für die etwas schmeichelhafte Führung der Roosters. Wolfsburg kämpfte verbissen, rannte bis zur 53.Minute wie besessen gegen die Iserlohner Wand an, nur, um dann den nächsten Treffer durch Buschmann zu kassieren. Es war wie verhext. Im Mitteldrittel hatten beide Teams zuvor je zweimal in Überzahl agieren dürfen, aber nicht viel Nennenswertes dabei produziert. Zerfahren, defensiv orientiert und kampfbetont - so konnte man dieses wenig attraktive Spiel wohl am treffendsten beschreiben.
Dass die Niederlage am Ende sogar noch höher für die Gäste ausfiel, lag vor allem an deren Versuch, mehr Druck in ihr Offensivspiel zu bekommen. Immer wieder konterten die Hausherren gefährlich nach Wolfsburger Puckverlusten und sollten schließlich durch Joseph Whitney (58.) und Joel Lowry (60./leeres Tor) belohnt werden.
Die Grizzlys hingegen scheiterten mit dem von ihnen gewohnten Dump and Chase Hockey an der massiven Iserlohner Defensive, was  - wie bekannt - dann besonders gruselig aussieht. Mit einer Schussquote von 14 Prozent aus dem Slot braucht man allerdings nicht lange nach dem Grund für die magere Torausbeute suchen: Wenn man keine Tore herausspielen kann, ist der Rebound in diesem Bereich des Spielfelds zusammen mit Fernschüssen die einzige Option. Schüsse aus der Ferne gab es zwar reichlich (dreiviertel aller Wolfsburger Abschlüsse), doch Scheibenglück und letzte Konsequenz im Slot blieben Mangelware. Was bleibt, ist die dritte Niederlage in Folge und der Verlust des dritten Platzes an die Roosters.
Es ist Crunchtime in der Liga und die Grizzlys starten ihre nächste Serie - nur leider keine gute. Alles erinnert wieder an den Saisonanfang - und an den möchte man eigentlich nicht erinnert werden.

1:0 Raedeke (Jentzsch - Ankert) 13.Min
2:0 Buschmann (Grenier - S. Whitney) 53.Min
3:0 J. Whitney (Grenier - Riefers) 58.Min
4:0 Lowry 60.Min ENG

Schwache Grizzlys verlieren mit 2:3 gegen Köln

  • Geschrieben von Martin
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Fast 50 Minuten lang ließen die Grizzlys reichlich Fragezeichen über den Köpfen ihrer Anhänger schweben. Gegen hochmotiviert auftretende Gäste aus Köln waren die Hausherren über weiter Strecken einfach zu oft nur zweiter Sieger in den Zweikämpfen und konnten auch spielerisch kaum überzeugen. Selbst Geschenke, wie eine 1,5 Minuten dauernde doppelte Überzahl (ab 5.), konnten die Gastgeber mangels letztem Biss und einer ungewohnt wirren Spielgestaltung nicht annehmen. Wie es geht zeigten die Gäste wenig später, als Landon Ferraro ein druckvolles Überzahlspiel der Haie zur verdienten Führung (11.) nutzen konnte. Da musste Wolfsburg allerdings schon mit fünf Verteidigern spielen: Nach einem harten Check (5.) hatte Ryan Button das Eis mit lädierter Schulter direkt Richtung Kabine verlassen und sollte auch nicht zurückkehren. Die Grizzlys standen sichtbar unter Schock, was das verhaltene Auftreten im Powerplay und in den folgenden Minuten vielleicht ein wenig nachvollziehbarer machte.
Als Wolfsburg dann doch der Ausgleich durch Toto Rechs Abfälscher (16.) gelang, brauchten die Gäste ganze 23 Sekunden, um durch Matsumoto erneut in Führung zu gehen. Der Kölner Torjäger hatte völlig unbedrängt Maß nehmen können und das Spielgerät am Verkehr vor Pickards Tor in den Winkel gezirkelt. Das ging zu einfach!
Als Wolfsburg sechs Sekunden vor der Sirene dann auch noch das dritte Gegentor kassierte, schien das Spiel seinen gewohnten Gang gegen die Haie zu nehmen. Frederik Tiffels hatte den Grizzlys das Geschenk to go für den Pausentee fein eingewickelt, stand bei seinem Treffer zudem völlig frei vor Wolfsburgs Goalie.
Wolfsburg zog zum Mitteldrittel zwar die Zügel etwas an, doch mit der Kölner Intensität kam man immer noch nicht auf Augenhöhe. Dabei durften sich beide Teams je zweimal in Überzahl versuchen, die weitaus besseren Chancen hatten aber weiterhin die Haie. Im Gegenzug unterbanden die Gäste fast jegliche Gefahr durch das Wolfsburger Angriffsspiel, ließen den Grizzlys meist nur wenig aussichtsreiche Positionen zum Abschluss und blockten in der Mitte so ziemlich alles weg.
Auch im Schlussabschnitt sollte es noch einige weitere Minuten dauern, ehe ein beherzter Sololauf von Valentin Busch eine Art Initialzündung für das bisher so zahme Offensivspiel der Grizzlys geben sollte. Plötzlich war die lange vermisste Grundaggressivität in fast allen Aktionen der Hausherren zu bewundern, auf einmal bewegten sich alle Wolfsburger Beine genau das kleine bisschen schneller, das man zum Erfolg in dieser Liga benötigt. Dass die Haie ihre laxe Chancenverwertung am Ende nicht doch noch bereuen mussten, lag in den folgenden Minuten dann vor allem an einem Mann: Hannibal Weitzmann im Tor der Gäste legte eine extrem reaktionsschnelle, streckenweise schon fast überdrehte Galavorstellung hin und rettete den Haien so die wichtigen drei Punkte!
Phasenweise belagerte Wolfsburg das Kölner Tor geradezu, was zu heftigen Schlachten um die Reboundkontrolle führte. In einigen Situationen hatte man den Eindruck, als hätte sich gerade die komplette Gästemannschaft vor den Kasten ihres Goalies geschmissen.
Doch außer bei Machaceks zwischenzeitlichem Treffer (52.) zum 2:3 sollten die Gastgebern einfach keinen Weg am überragenden Weitzmann vorbei finden. Auch in der heißen Schlussphase, die Wolfsburg mit sechstem Feldspieler bestritt, fehlte den Grizzlys letztlich das kleine bisschen Glück, um die verschlafenen ersten beiden Drittel zumindest auf der Anzeigentafel zu egalisieren. Völlig zurecht siegten die Gäste vom Rhein auch im dritten Aufeinandertreffen der laufenden Saison und Wolfsburgs Lazarett füllt sich langsam wieder...  


0:1 Ferraro (Akeson - Zalewski) 11.Min PP 5-4
1:1 Rech (Olimb - Adam) 16.Min
1:2 Matsumoto (Barinka) 16.Min
1:3 F. Tiffels (Zerressen - Akeson) 20.Min
2:3 Machacek (Likens) 52.Min

Wolfsburg schlägt sich selbst - Serie beendet

  • Geschrieben von Martin
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Torhüterfehler, Abwehrschnitzer und dumme Strafen - die Grizzlys ließen bei ihrem Gastspiel an der Küste kaum etwas aus, was in den letzten Wochen keiner vermisst hatte. Bei der 4:3 Niederlage in Bremerhaven hatten die Gäste aus Wolfsburg über weite Strecken die Partie gut im Griff, dominierten dabei fast das gesamte erste Drittel. Das erste Tor erzielten trotzdem die Pinguins. Strahlmeier, der für den zuletzt so starken Pickard ins Tor der Grizzlys gerückt war, sah bei Gläsers Treffer aus Halbdistanz nicht wirklich glücklich aus (16.) und ließ den mäßig scharfen Schuss im langen Eck einschlagen. Es folgten die ersten brauchbaren Offensivaktionen der Gastgeber, die zuvor kaum einmal vor den Kasten der Grizzlys gekommen waren. Dass der zweite (!) Schuss aufs Tor der Gäste gleich ein Erfolg gewesen war, veränderte spürbar das Momentum auf dem Eis. Erst zum zweiten Spielabschnitt kehrte die zuletzt gewohnte Sicherheit ein wenig ins Spiel der Wolfsburger zurück, die ihren neuen Schwung allerdings immer wieder mit dusseligen Strafen aus der Hand gaben.
Wolfsburg bemühte sich nun deutlich um mehr Zug zum Tor, kassierte dabei aber unter anderem eine Strafe gegen Melchiori, der sich etwas zu rabiat von seinem Gegenspieler befreite. Wenig später war es Fauser (30.), der ebenfalls sehr energisch den Weg zum Tor suchte - dieses Mal mit dem Ergebnis eines Penaltys für Wolfsburg. Zum Glück haben die Grizzlys momentan einen echten Killer in Sachen Strafschuss in ihren Reihen! Pekka Jormakka ließ seinem Kontrahenten Maxwell keine Chance und tanzte ihn zum 1:1 Ausgleich aus. Der Spielstand hatte wieder etwas mit dem Spielverlauf zu tun - aber nur kurz!
Drei Minuten später konnte mit Miha Verlic erneut ein Pinguin einen Torerfolg feiern, den es in dieser Form gegen die Grizzlys normalerweise nicht zu bestaunen gibt. Der Stürmer des REV hatte das Wolfsburger Aufbauspiel mit einem beherzten Forecheck gestoppt und den eroberten Puck einfach mal seinem Gegenspieler durch die Beine geschoben. Strahlmeier öffnete beim Versuch den Puck mit der Kelle wegzuwischen die Schoner und ließ das Spielgerät unbehelligt in die Maschen trudeln. Das saß! Die Grizzlys wirkten angeknockt und begannen vermehrt Fehler zu produzieren. Einen davon nutzten die Gastgeber zum 3:1 durch Andersen (36.), der nach einem haarsträubenden Wolfsburger Puckverlust hinter dem Tor von Quirk in Szene gesetzt werden konnte.
Das zweite Drittel blieb weiter von Härte und Strafen geprägt. So auch in der 38.Minute, als Yanik Möser durch Patch Alber unsanft in die Bande geleitet wurde. Im vierten Anlauf des Abends schlug dann endlich auch das Powerplay der Grizzlys zu! Buttons Schuss hatte Machacek unhaltbar abfälschen (39.) und somit noch vor der zweiten Pause den Anschluss wieder herstellen können. Wer dachte, dass die Grizzlys im Schlussabschnitt noch einmal unbeschwert angreifen könnten, der sah sich allerdings getäuscht. Matti Järvinen erwies seinem Team einen echten Bärendienst und wanderte 15 Sekunden vor dem zweiten Pausentee wegen Stockschlags auf die Strafbank.
Wie so ziemlich jede Dummheit der Grizzlys an diesem Abend, sollte auch diese gravierende Folgen haben. Fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe (42.) durfte der Wolfsburger Goalie das vierte Mal hinter sich greifen. Das beste Powerplay der Liga hatte nach sehenswerter Kombination durch Andersen zugeschlagen. 
Um es kurz zu machen: Bremerhaven schaltete in den Verwaltungsmodus und Wolfsburg bekam einfach nicht mehr den nötigen Druck in sein Spiel, um die Partie noch einmal herumzureißen. Erst, als Pat Cortina den sechsten Feldspieler für Strahlmeier brachte (58.) brannte es noch einmal vor dem Gehäuse des REV. Allerdings im immer im Wechsel mit der anderen Seite des Eises: Gleich zweimal verpassten die Gastgeber den Schuss ins leere Tor, während Wolfsburg durch Kapitän Furchner tatsächlich noch einmal der Anschlusstreffer (60.) gelingen sollte. Mit dem Rücken zum Tor hatte der Wolfsburger Dauerbrenner den Puck zum 4:3 ins Netz befördert, die verbliebenen 17 Sekunden auf der Uhr schienen einen Punktgewinn aber nicht mehr zu ermöglichen. Doch im schnellsten Mannschaftssport der Welt ist selbst das nicht ausgeschlossen - die Grizzlys sollten tatsächlich noch eine Chance bekommen, konnten diese dann aber - passend zum gesamten Verlauf - nicht nutzen.
Somit endete die Serie der Gäste, die in neun Spielen nacheinander das Eis als Sieger verlassen hatten, auf irgendwie kuriose Weise. Vielleicht sollte man diesen Abend unter dem Motto "Besser viele dicke Fehler in einem Spiel, als einer oder zwei in jedem" abhaken. Wirklich schlecht gespielt haben die Grizzlys zudem ja nicht. Die nächste Serie kann beginnen!
    

1:0 Gläser (Urbas - Verlic) 16.Min
1:1 Jormakka PEN 30.Min
2:1 Verlic 33.Min
3:1 Andersen (Quirk) 36.Min
3:2 Machacek (Button - Görtz) 39.Min PP 5-4
4:2 Andersen (McGinn - Friesen) 42.Min PP -5-4
4:3 Furchner (Festerling - Görtz) 60.Min EA

Wenn der EHC marschiert...

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer ausgesprochen souveränen Leistung besiegen die Grizzlys den Gast aus Krefeld auch im vierten Aufeinandertreffen. Somit gelang der neunte Sieg in Serie und die Einstellung des Rekords aus der Zeit unter Chefcoach Pavel Gross!
Nachdem Wolfsburg zuletzt fünfmal in die Verlängerung gehen musste, gelang den Grizzlys obendrein endlich wieder ein Dreier, der sie in der Tabelle auf den 2.Platz springen ließ. 
Wirklich in Gefahr war der Sieg dabei eigentlich nie. Die Gastgeber starteten konzentriert in die Begegnung und erspielten sich schnell eine deutliche Überlegenheit. Einzig am Bullykreis gelang ihnen kaum eine Puckeroberung, in allen anderen Belangen war man dem Gast aus der Seidenstadt weit voraus. Ironischerweise war es dann einer der wenigen Erfolge am Bullykreis (8.), den der derzeit bestens aufgelegte Pekka Jormakka humorlos in den Winkel schweißen konnte. Krefeld antwortete mit wütenden Angriffsbemühungen, traf dabei auch mal den Pfosten des Wolfsburger Gehäuses - aber im Slot der Gastgeber hatten die Pinguine schlicht und ergreifend nichts zu melden.
Dass Krefeld an diesem Abend mit Nikita Quapp ihren 18jährigen Nachwuchsgoalie zwischen die Pfosten gestellt hatte, kann sicherlich als mutig gewertet werden. Den Siegchancen der Gäste war dies aber keinesfalls zuträglich. Immer wieder offenbarte der Schlussmann der Gäste Unsicherheiten bei der Reboundkontrolle, was sich in der 11.Minute zum ersten Mal rächen sollte. Furchners halbhoher und wenig platzierter Schuss landete per Abpraller direkt vor Järvinen, der mühelos zum 2:0 vollstrecken konnte. Eine Strafe gegen Möser (12.) brachte die Gäste kurzfristig wieder in die Spur, im Anschluss ging durch weitere Strafzeiten auf beiden Seiten der Spielfluss weitgehend verloren.
Im Mittelabschnitt gelang es dem KEV zunächst sich spielerisch und vor allem defensiv mit den Grizzlys auf Augenhöhe zu begeben - ein ausgeglichenes Spiel entwickelte sich nun. Dann stolperten die Pinguine erneut über ihre Personalentscheidung im Tor: Quapp ließ einen Schuss von Gerrit Fauser unterm Arm durchrutschen, der Schütze sicherte sich im Anschluss per Hechtsprung sein 3.Saisontor und somit die 3:0 Führung für seine Farben. Trotz etwas zurückgenommener Intensität behielten die Grizzlys weiterhin die Kontrolle über die eigene Zone, ließen den Gästen meist nur den ungefährlichen Versuch aus der Distanz als Abschlussvariante übrig. Erst, als wohl die meisten gedanklich bereits in der Kabine waren, gelang Ex-Grizzly Lucas Lessio der Alleingang durch die Wolfsburger Abwehr zum späten (39.), aber durchaus verdienten 3:1.
Doch die Grizzlys reagierten völlig ungerührt, drehten zum Auftakt des Schlussabschnitts wieder ein wenig an der Temposchraube und knüpften wie selbstverständlich an die Dominanz des ersten Drittels an. Zunächst blieb ihnen dabei trotz einiger guter Chancen zwar der vierte Treffer verwehrt, doch dann leisteten sich die Gäste den momentan größtmöglichen Fehler, den man gegen Wolfsburg machen kann: Doppelte Unterzahl! Gleich zwei Pinguine hatten zuvor versucht Wolfsburgs Hungerecker mit unfairen Mitteln zu stoppen und wanderten folgerichtig gemeinsam auf die Strafbank. Das derzeit bockstarke Powerplay der Grizzlys bedankte sich umgehend mit dem 4:1 durch Max Görtz, der mit seinem Gewaltschuss bereits nach 15 Sekunden den vierten Krefelder zurück aufs Eis beorderte. 
Zwar gelang den Gästen durch Laurin Braun fünf Minuten später (53.) ebenfalls ihr erster Überzahltreffer des Abends, der Wolfsburger Sieg schien das aber zu keinem Moment ernsthaft in Gefahr. Als Toto Rech dann erneut einen Abpraller des Krefelder Goalies sogar zum 5:2 verwerten konnte (58.) war auch der letzte Pessimist überzeugt: Die Wolfsburger Serie geht weiter!
Besonders positiv bei den Wolfsburgern, die dieses Mal wieder mit Boucher statt Bruggisser angetreten waren: Von Leichtsinn oder gar Überheblichkeit war trotz mittlerweile imposanter Siegesserie kaum etwas zu erkennen. Das Spiel der Grizzlys scheint sich in Sachen Verständnis untereinander und durchgängiger Konzentration stetig weiter zu entwickeln, wobei einige Akteure immer noch deutlich Luft nach oben haben!
Am kommenden Sonntag gilt es nun im Nordderby diese Entwicklung zu konservieren und vielleicht einen neuen DEL-Rekord in der Vereinshistorie aufzustellen. Mit 10 Siegen in Folge wäre Pat Cortina dann tatsächlich etwas gelungen, was selbst Trainerlegende Gross nie in Wolfsburg geschafft hat!
    

1:0 Jormakka (Olimb) 8.Min
2:0 Järvinen (Furchner - Button) 11.Min
3:0 Fauser (Boucher) 30.Min
3:1 Lessio (Mass) 39.Min
4:1 Görtz (Järvinen - Machacek) 48.Min PP 5-3
4:2 L. Braun (C. Braun) 53.Min PP 5-4
5:2 Rech (Jormakka - Olimb) 58.Min

Wolfsburg ist nicht zu stoppen - vierter Sieg gegen Berlin!

  • Geschrieben von Martin
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Die Könige der Overtime haben wieder zugeschlagen! Die Grizzlys bezwingen ihren Gegner zum fünften Mal in Folge in der Verlängerung und fahren somit ihren achten Sieg in Serie ein. Mit dem gleichen Ergebnis wie vor einer Woche schaffen es die Gäste aus Niedersachsen erneut, den Eisbären zwei Punkte zu entreißen und somit auch das vierte Duell mit dem Spitzenreiter für sich zu entscheiden. Dieses Mal ging die Partie allerdings nicht bis in den Shoot-out, denn Wolfsburgs Jormakka machte 48 Sekunden vor Ende der Verlängerung den Sack zu. Nach einer Unbeherrschtheit (Stockschlag abseits des Pucks) hatte die finnische Rakete seine Rückkehr von der Strafbank umgehend mit einem Breakaway und dem alles entscheidenden Tor veredelt. Die Emotionen kochten nach Abpfiff dieser intensiv und mit viel Körpereinsatz geführten Partie dann noch einmal tüchtig hoch: Gleich mehrere Akteure beider Teams versammelten sich nach Abpfiff noch zum zwanglosen Meinungsaustausch vor den Mannschaftsbänken, um sich lautstark und gestenreich zu diesem spannenden Eishockeyabend zu beglückwünschen. Ein Riesenspaß!
Der Frust auf Seiten der Gastgeber war dabei nur allzu verständlich. Wieder waren die Eisbären über weite Strecken der Begegnung das spielbestimmende Team gewesen und wieder hatten die Defensivkünstler aus dem Allerpark ihnen den Zahn gezogen. Vor allem im ersten Spielabschnitt spielte eigentlich nur ein Team - Berlin hatte dabei das Gestänge des Wolfsburger Tores gleich von beiden Seiten auf seine Stabilität geprüft, nur einen Weg am erneut überragenden Chet Pickard fand man eben nicht. Die besten der wenigen Wolfsburger Chancen vergaben Rech (zögerte zu lang vor dem Tor) und Festerling (traf den One-Timer vor dem leeren Tor nicht). Ansonsten fochten die Gäste eine fast ununterbrochene Abwehrschlacht und lauerten auf Konter, die allerdings erst einmal Mangelware blieben.
Im Mitteldrittel kamen die Grizzly dann endlich auch offensiv in Schwung, forcierten nun ihrerseits den Forecheck und ernteten in der 23.Minute durch Toto Rech tatsächlich auch recht schnell die Früchte ihrer Anstrengungen. Als Wolfsburg dann auch noch seine erstes (und einziges) Powerplay zum 0:2 verwandeln konnte (29.), war die Berliner Dominanz erst einmal vergessen. Garrett Festerling hatte Melchioris Schuss von der blauen Linie unhaltbar abgefälscht, das Überzahlspiel bis dahin absolut überzeugend gewirkt.
Berlin brauchte nun etwas, um wieder voll ins Spiel zurückzukehren - Wolfsburg half durch zwei dumme Strafen.
Im zweiten Anlauf schlug auch das Powerplay der Gastgeber zu. Zack Boychuk vollendete eine sehenswerte Berliner Kombination zum verdienten 1:2 Anschlusstreffer und gab der Partie die zusätzliche Würze.
Die bekamen dann beide Seiten reichlich zu spüren! In einer immer intensiver und auch aggressiver geführten Partie gab es neben dem Berliner Ausgleich durch Jonas Müller (44.) dann auch reichlich harte Checks und "schlagende" Argumente zu bewundern, die vom Schiedsrichterduo mit wechselndem Erfolg erkannt wurden.
In dieser aufgeladenen Atmosphäre erwischte Wolfsburg eigentlich keinen schlechten Start in die folgende Overtime, schwächte sich aber erneut selbst durch Jormakkas unbeherrschte Aktion Ende der 62.Spielminute. Die Gäste überstanden die 4 gegen 3 Unterzahl mit viel Mühe und letztem Einsatz unbeschadet - 15 Sekunden nach seiner Rückkehr aus der Kühlbox war es dann eben jener Jormakka, der sich nach Puckeroberung alleine auf den Weg Richtung Spielentscheidung machte. Der Jubel auf Wolfsburger Seite hatte dann schon etwas von Play-offs...
Vier Siege gegen den Tabellenersten - an Selbstbewusstsein dürfte es dem bis auf Pfohl und Wurm komplett einsatzfähigen Wolfsburger Kader momentan nicht mangeln! Auch Rückkehrer Dominik Bittner (machte sein erstes Saisonspiel nach langer Verletzung) reihte sich dabei mit einer guten Leistung in die unglaublich kompakte und geschlossene Mannschaftsleistung nahtlos ein. Neben dem Siegtorschütze darf aber erneut wohl Chet Pickard als einer der Hauptgaranten für diesen knappen Erfolg betrachtet werden. Einfach überragend, was der Wolfsburger Goalie durch den Traffic vor seinem Tor alles wegfing und -blockte.
  

0:1 Rech (Jormakka - Olimb) 23.Min
0:2 Festerling (Melchiori - Rech) 29.Min PP 5-4
1:2 Boychuk (Reichel - Noebels) 38.Min PP 5-4
2:2 Müller (Pföderl - Reichel) 44.Min
2:3 Jormakka 65.Min

Auch das dritte Bärenduell geht an die Grizzlys!

  • Geschrieben von Martin
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Dank einer hervorragenden Defensivleistung und einem ebenso gut aufgelegten Chet Pickard im Tor gelingt den Grizzlys der nunmehr siebte Sieg in Folge. Fairerweise muss man eingestehen, dass der Sieg nach Shootout trotzdem auf durchaus glückliche Art und Weise zustande kam. 
Schon im ersten Spielabschnitt, den Wolfsburg noch weitgehend ausgeglichen gestalten konnte, war Fortuna auf Seiten der Gäste gewesen. Zunächst waren dort die Eisbären in Führung gegangen (8.), als ein Schuss neben das Grizzlygehäuse auf der anderen Seite des Tors in Torjäger White einen dankbaren Abnehmer gefunden hatte. Bei Wolfsburgs Antwort im Powerplay sah der vorhergehende Spielzug zwar sehr dynamisch aus, Rechs Schuss verfing sich dann eigentlich im Gewirr vor Niederbergers Tor. Aber eben nur eigentlich: Irgendwie flipperte sich das Spielgerät durch die Beine der Akteure und landete hinter dem Goalie der Eisbären, was den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich bedeutete.
Spätestens mit Beginn des Mitteldrittels geriet das Geschehen auf dem Eis allerdings fast zur Einbahnstraße - und alles lief in Richtung Chet Pickard. Berlin rannte dem Wolfsburger Torhüter fast 20 Minuten lang die Bude ein, nur um am Ende des zweiten Drittels mit leeren Händen dazustehen. Die Grizzlys kamen nun kaum noch sortiert aus ihrem Abwehrdrittel, verloren die Scheibe fast durchgängig wieder an die physisch enorm präsenten Eisbären, die Wolfsburg keine Luft zum Atmen ließen.
Fast hätte Jormakka eine der wenigen Konterchancen der Gäste per Alleingang verwandeln können, doch er scheiterte ebenso Järvinen und Görtz kurz vor Drittelende. Ansonsten arbeiteten und blockten die Grizzlys wie besessen gegen alle Berliner Angriffsbemühungen, mussten sich aber immer wieder auch auf die Künste ihres Goalies verlassen.
Im Schlussabschnitt änderte sich das Bild des Berliner Dauerangriffs zwar wieder etwas zu Gunsten der Gäste, die nun gelegentlich sogar wieder brauchbare Spielzüge zustande brachten, doch das Sagen auf dem Eis hatte nach wie vor das Team aus der Hauptstadt.
Und wieder kam den Grizzlys das Glück des Tüchtigen zur Hilfe: Wolfsburg startet einen seiner seltenen Gegenangriffe über Järvinen, der spielt auf Außen zu Görtz und dessen scharfer Pass vors Tor bekommt plötzlich Flügel! Vom Schläger eines Gegners (48.) schlägt der Puck unhaltbar im Dach des Eisbärengehäuses ein - die Grizzlys führen trotz Dauerabwehrschlacht!
Fast hätten die Gäste von der Aller sogar alle drei Punkte mit in die VW-Stadt nehmen können, doch in der 56.Minute hatte der Eishockeygott dann doch ein Einsehen mit den beständig anrennenden Hausherren. Nach einem verlorenen Zwei- bzw. Vierkampf an der Seitenbande des Wolfsburger Drittels ging der Puck zu Tuomie, der die Scheibe passgenau an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zirkeln konnte. Zuvor hatten immer wieder Pickard und einmal auch der Pfosten den zweiten Berliner Treffer verhindern können.
Der mehr als verdiente Ausgleich verlieh den Gastgebern noch einmal zusätzlichen Schwung, doch Wolfsburg zog seine beinharte Abwehrlinie weiter durch, schmiss sich mit allem was zur Verfügung stand dazwischen, um die Siegesserie vielleicht doch noch zu verlängern.
Nachdem in einer temporeichen Overtime beide Teams ihre Chancen nicht nutzen konnten (Wolfsburg hielt hier erstaunlich gut mit!), ging es ins entscheidende Penaltyschießen.
Da schlug zunächst erneut die Stunde von Pekka Jormakka, der wie zuletzt gegen Iserlohn den gegnerischen Goalie sehenswert mit der Rückhand aussteigen ließ. Da auf Berliner Seite außer Matt White kein weiterer Schütze den starken Pickard überwinden konnte, war es Wolfsburgs Kapitän vorbehalten, den siebten Streich in Folge sicherzustellen. Ansatzlos und knochentrocken hämmerte Furchi die Hartgummischeibe rechts am Berliner Goalie zum 2:3 Endstand in die Maschen und brachte die Partie zu einem (aus Grizzlysicht) guten Ende!
Jetzt dürfen sich die Grizzlys endlich ein bisschen sammeln, um dann am kommenden Montag mit frischer Kraft die nächsten Punkte aus Berlin zu entführen. Vielleicht hat Coach Pat Cortina dann zum ersten Mal die volle Qual der Wahl, wenn mit Wurm, Bittner und dem kurzfristig ausgefallenen Pfohl eventuell einmal alle Spieler zur Verfügung stehen würden. Für den erneut nicht berücksichtigten Philip Bruggisser dürften die Aussichten auf Einsatzzeiten damit allerdings weiter Richtung Null tendieren...


1:0 White (Mik - McKiernan) 8.Min
1:1 Rech (Olimb - Button) 12.Min PP 5-4
1:2 Görtz (Järvinen - Raabe) 48.Min 
2:2 Tuomie (Olver - Wissmann) 56.Min
2:3 Furchner PEN