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Wolfsburger Not-Aufgebot unterliegt Ingolstadt

  • Geschrieben von Martin
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Ein Schritt vor, zwei zurück - das fasst die Personalsituation der Grizzlys weiterhin gut zusammen. Nach den Sperren gegen Machacek und Archibald aus dem Iserlohn-Spiel freute man sich zunächst über die Rückkehr von Routinier Wurm im Abwehrverbund. Doch die Freude währte nur zwei Wechsel, da schrumpfte das Wolfsburger Aufgebot schon wieder um einen Akteur. Mit Julian Melchiori bekam das Lazarett am Allersee einen weiteren prominenten Neuzugang (fühlte sich krank), so dass die Niedersachsen die Begegnung mit der stolzen Zahl von drei Ausländer bestreiten mussten.
Doch es kam noch schlimmer: Von den verbliebenen zehn Angreifern und sechs Verteidigern schied im Mitteldrittel auch noch Steven Raabe mit einem tiefen Cut im Gesicht aus. Das Spiel verlief ähnlich unglücklich.
Besonders im Auftaktdrittel fand die komplett durcheinander gewürfelte Resterampe der Grizzlys eigentlich nicht statt. Ingolstadt dominierte die vollen zwanzig Minuten, ging früh durch DeFazio (2.) in Führung und hätte am Ende durchaus höher als 0:2 führen können, vielleicht sogar müssen. Zum Glück für die ständig hinter rennenden Gastgeber steht es mit dem Selbstbewusstsein der Schanzer momentan nicht gerade zum Besten, so dass die Panther es bei nur einem weiteren Powerplaytreffer (11.) durch Feser beließen. 
Die Grizzlys schüttelten sich und drückten im Mitteldrittel, etwas überraschend, aufs Gaspedal. Gerade einmal 15 Sekunden durfte Emil Quaas auf der Strafbank Platz nehmen (23.), da begeisterten die Hausherren ihren Anhang mit einem Traumtor in Überzahl. Liga-Topscorer DeSousa hatte Mingoias harten Querpass unhaltbar in die Maschen gezimmert und den Gastgebern endgültig neues Leben eingehaucht. Es entwickelte sich tatsächlich eine mehrminütige Druckphase der Grizzlys, die in der 29.Minute allerdings einen schmerzhaften Dämpfer bekam. Nach einem verlorenen Anspiel im Angriffsdrittel ließ der EHC sich auskontern, die Panther stellten durch DeFazios zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. Doch Wolfsburg war jetzt im Spiel, agierte mindestens auf Augenhöhe und wurde knapp zwei Minuten vor der nächsten Pause erneut belohnt. Toto Rech stand nach DeSousas Rückhandpass mutterseelenallein vor dem Gehäuse und stellte den erneuten Anschluss her. Hätte Buttons Lattenknaller (40.) im anschließenden Powerplay seinen Weg in den Ingolstädter Kasten gefunden...wer weiß, wie dieser Nachmittag noch verlaufen wäre.
So gaben die Panther zum Auftakt des Schlussabschnitts wieder den Ton auf dem Eis an und nahmen bis zu ihrer nächsten Unterzahl (48.) wichtige Minuten von der Uhr. Auch jetzt zeigten sich die Grizzlys mehr als gewillt, diesem Spiel doch noch die herbeigesehnte Wendung zu verpassen. Das Überzahlspiel, zuletzt oft das Sorgenkind der Wolfsburger, lief erneut überraschend druckvoll und flüssig. Offenbar ergeben sich hier aus der Personalnot interessante Alternativen!
Ohne die physische Präsenz von Machacek und Archibald durften vor allem in Sachen Rebound natürlich keine Wunderdinge erwartet werden, doch der Puck lief erfreulich schnell durch die Reihen der verbliebenen Akteure.
Ein weiteres Tor sollte den Grizzlys indes verwehrt bleiben. Stattdessen setzte es für den in den Torraum drängenden (puckführenden!) Fauser eine Strafe wegen Behinderung des Torhüters. Eine Entscheidung, die man so eher selten zu sehen bekommt und die das Spiel endgültig zugunsten der Gäste kippen sollte.
Gerade hatte Wolfsburg die folgende Unterzahl unbeschadet über die Runden bekommen, da patzte ausgerechnet einer ihrer Besten. Goalie Strahlmeier hatte einen abgewehrten Schuss kurz aus den Augen verloren, da sagte Gästestürmer Aubry auch schon artig "Danke" (52.).
Wolfsburg versuchte noch einmal alles, hatte noch eine Riesenchance durch Rech zum Anschluss zu kommen. Doch der Wolfsburger Torjäger vergab ans Außennetz. Es sollte nicht sein. Auch ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler kamen die Grizzlys nicht mehr in die Nähe eines Punktgewinns - die dritte Niederlage in Folge war Fakt.
Das altbekannte Spiel geht somit in die nächste Runde: Wunden lecken und auf Rückkehrer aus dem Lazarett hoffen bzw. Machacek (München) und Archibald (Berlin) wieder im Line-up begrüßen.
Gute Besserung von dieser Stelle aus an alle Wolfsburger Verletzten und Kranken. Insbesondere natürlich an Steven Raabe, der hoffentlich mit einer männlichen Narbe davonkommt. ;-)


0:1 DeFazio (Feser - Storm) 2.Min
0:2 Feser (Marshall - Wagner) 11.Min PP 5-4
1:2 DeSousa (Mingoia - Button) 23.Min PP 5-4
1:3 DeFazio (Storm - Feser) 29.Min
2:3 Rech (DeSousa - Festerling) 39.Min
2:4 Aubry (Bourque - Simpson) 52.Min

Unnötige Niederlage in Iserlohn

  • Geschrieben von Martin
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Es läuft nicht mehr rund bei den Grizzlys. Auch im Sauerland setzt es am Ende eine mit 5:2 deutlich zu hoch ausfallende Niederlage. Zu hoch, weil die Gäste sowohl im ersten wie auch im dritten Spielabschnitt die bessere Mannschaft waren, aber vor allem im Auftaktdrittel einfach ihre Chancen nicht nutzten. 
Während die überraschend frisch aufspielenden Wolfsburger u.a. durch Rech nur den Pfosten trafen und den Puck sogar im blank gespielten Tor nicht unterbringen konnten, reichte den Roosters im Prinzip eine Strafe gegen den Gast, um in Führung zu gehen. Nach schneller Kombination nagelte Casey Bailey das Spielgerät aus spitzem Winkel in selbigen (15.) und stellte damit den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Die Grizzlys mühten sich weiter ihren Abschluss zu verbessern, kassierten vor Drittelende aber noch eine weitere, reichlich überflüssige, Strafe gegen Dominik Bittner. Es sollte eine verhängnisvolle werden. 
75 Sekunden nach Wiederanpfiff war die Partie fast schon entschieden: Erst versenkten die Gastgeber durch Whitney auch ihre zweite Überzahlgelegenheit (21.), dann verwandelte sich Wolfsburgs Abwehr in einen einzigen Hühnerhaufen. Die Folge war das schnelle 3:0 durch Schilkey, der Pickard ungehindert umkurven konnte, während die Gästedefensive den Puck noch hinter dem Tor suchte...
Es hätte nun locker in einem Debakel für die Gäste aus Niedersachsen enden können, die in der Folgezeit gleich ein ganzes Bündel an guten Einschusschancen zuließen. Doch die Roosters machten den Sack nicht zu, ließen nun ihrerseits eine hundertprozentige Möglichkeit nach der anderen aus. Das Spiel wurde zusehends härter und beide Teams bekamen im Verlauf des Drittels weitere Gelegenheiten im Powerplay am Spielstand zu drehen. Ärgerlich aus Grizzlysicht: Gleich zu Beginn ihres ersten eigenen Überzahlspiels nahmen die Gastgeber Wolfsburgs Topscorer per Faustkampf aus dem Spiel. Wolfsburg agierte trotzdem stark verbessert im Vergleich zu den Powerplayauftritten der letzten Wochen, konnte aber vor der zweiten Pause nicht mehr verkürzen. 
Wolfsburg wollte weiterhin deutlich sichtbar die Punkte, kam aber zunächst nur zäh in den letzten Spielabschnitt. Es brauchte offenbar einen Weckruf - und den servierte Chris DeSousa in der 44.Minute! Mit einem grenzwertigen Check beförderte er Iserlohns Kapitän Ankert in die Bande und zog sich somit prompt den Zorn vom anderen Topscorer der Liga zu. Dumm nur für die Roosters, dass Foucault im Anschluss alleine auf die Strafbank ging und Wolfsburg sein nächstes Überzahlspiel praktisch geschenkt bekam. Zwar war das nach wenigen Sekunden dank einer weiteren dummen Strafe gegen Bittner schon wieder Geschichte, doch irgendwie bewegte sich jetzt etwas in der Dynamik des Spiels. Als dann auch noch Riefers nach Beinstellen gegen Pfohl (46.) vom Eis musste, drehten die Grizzlys endlich auf. Dem Powerplaytreffer von Trevor Mingoia (46.) folgte ein einziger Sturmlauf der Gäste. Nach Videobeweis gelang Chris DeSousa schließlich sogar der Anschlusstreffer (50.) und die Gastgeber drohten nun völlig die Kontrolle zu verlieren. Kurios: Schon zum zweiten Mal bekommen die Grizzlys einen Treffer trotz verschobenem Tor zugesprochen, da auch dieses Mal ein gegnerischer Spieler das Verschieben zu verantworten hatte. Archibald hatte vor seinem Einschlag noch den entscheidenden Pass vor das Gehäuse der Gäste anbringen können, den Rest besorgte Wolfsburgs Torjäger Nr.1.
Die Grizzlys witterten ihre Chance das Spiel zu drehen, Iserlohn fand offensiv nicht mehr statt und spielte ein Icing nach dem anderen. Dass es am Ende doch noch deutlich zu Gunsten der Roosters wurde, lag zum einen an der anhalten Wolfsburger Ineffizienz, zum anderen an der gewagten Entscheidung, die letzten drei Minuten ohne Torhüter zu spielen. Zwei Treffer ins leere Tor der Wolfsburger innerhalb weniger Sekunden (59.) beendeten den Traum von weiteren Punkten auf dem Konto der Gäste. 
Unrühmlicher Abschluss der Partie war dann eine selten zu beobachtende Keilerei beim Shakehands, die wohl in erster Linie der aufgeheizten Atmosphäre des letzten Spielabschnitts geschuldet war. Gleich mehrere Spieler beider Teams tauschten bei dieser Gelegenheit Argumente aus, die Acolatse und Rausch auf Iserlohner Seite und Busch und Machacek auf Wolfsburger Seite (eher symbolische) Spieldauerstrafen einbrachten. 
    

1:0 Bailey (O'Connor - Adam) 15.Min PP 5-4
2:0 Whitney (Adam - Cornel) 21.Min PP 5-4
3:0 Schilkey (Foucault - Labrie) 22.Min
3:1 Mingoia (DeSousa - Machacek) 46.Min PP 5-4 
3:2 DeSousa (Archibald) 50.Min
4:2 Ewanyk (Ankert - Whitney) 59.Min ENG
5:2 Cornel (Ziegler - Raedeke) 59.Min ENG

Dezimierte Grizzlys unterliegen Nürnberg nach Penaltys

  • Geschrieben von Martin
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Das Verletzungspech der Grizzlys macht sich allmählich bemerkbar. Seit rund zwei Wochen gelingt dem Team von Mike Stewart nun kein Dreier mehr, zudem verabschiedete sich mit dem Ausfall von Tyler Gaudet scheinbar das letzte bisschen Spielfluss aus den Reihen der Wolfsburger. Kapitän Furchner war als elfter Angreifer wieder in den Sturm gerückt, der wieder genesene Raabe übernahm dafür seinen Platz in der Abwehr. Mit dreieinhalb frisch gemischten Reihen fanden die Grizzlys dabei eigentlich nie zu ihrem schnellen Umschaltspiel und konnten die Gäste so gut wie nie per Forecheck in deren Drittel halten. Es war ein umkämpftes, zerfahrenes und irgendwie verkorkstes Spiel.  
Dabei spielte der Start den Gastgebern zum Glück in die Karten: Schon in der 2.Minute konnte Geburtstagskind DeSousa einen Abpraller auf den völlig freistehenden Rech querlegen. Der knipste geradezu entspannt zur frühen Führung für seine Farben und brachte die druckvoll agierenden Gäste somit etwas aus dem Tritt. Die trafen ihrerseits durch den extrem auffälligen Stoa im Powerplay zunächst den Pfosten (13.), stellten zwei Minuten später dann verdient auf 1:1. Schmölz stand nach einem Wolfsburger Abspielfehler am Ende der Verwertungskette und konnte direkt vor Strahlmeier unhaltbar einnetzen. 
Die Grizzlys glänzten an diesem Abend wie gewohnt in Unterzahl und blieben in Überzahl lange Zeit ohne Ertrag. Neu war hingegen der fehlende Speed im Spiel der Hausherren, ebenso wie die haarsträubende Schwäche im Abschluss. Mindestens ein halbes Dutzend Hochkaräter hatten die Gastgeber bis zum Ende des zweiten Drittels am Tor vorbeigejagt, Mingoia traf dabei zumindest die Latte. Die harmloseren Schüsse fanden hingegen ihren Meister in Gästekeeper Treutle.
Nürnberg investierte viel, spielte hart und belohnte sich schließlich (37.) durch Stoas 1:2, der seinen eigenen Nachschuss aus der Luft unterbringen konnte.
Sichtbar genervt kamen die Grizzlys zum Schlussabschnitt aus ihrer Höhle. Mit deutlich mehr Energie ging es gleich in den Forecheck: Machacek nagelte zur Begrüßung gleich einmal den gegnerischen Verteidiger samt Scheibe ans Glas und leitete damit die erste richtige Druckphase der Gastgeber ein. Dumm nur, dass Wolfsburg sich mit sechs Feldspielern versuchte (45.) und in der folgenden Unterzahl wieder ein wenig aus dem Tritt geriet. Erst gegen Mitte des Drittels fand sich wieder so etwas ähnliches wie Spielfluss auf Seiten der Hausherren ein, bei denen mittlerweile Furchner und Pfohl die Plätze in Angriff und Abwehr getauscht hatten. Trotzdem beschlich einen nicht unbedingt das Gefühl, dass es an diesem Abend für die Grizzlys noch zu Punkten reichen sollte. Im vierten Anlauf folgte dann aber doch noch die Erlösung in Sachen Powerplay! Im hohen Slot konnte Wolfsburgs Machacek ein hartes Anspiel unhaltbar abfälschen und ließ die mit 1600 Zuschauern für einen Corona-Dienstag gut gefüllte Halle zum zweiten Mal jubeln. 
In der folgenden Verlängerung kamen beide Teams zu guten Gelegenheiten die Partie vorzeitig zu entscheiden. Die beste hatte Wolfsburgs Rech, der völlig allein in Richtung Treutle fahren durfte - und scheiterte!
Das abschließende Penaltyschießen ging an die Gäste, die am Ende mit MacLeod und Reimer gleich zwei Torschützen vorzuweisen hatten. Bei Wolfsburg war, wie könnte es auch anders sein, lediglich Chris DeSousa erfolgreich gewesen.
Schon am Donnerstag geht es für die weiterhin um Möser, Murray, Wurm, Schinko, Nijenhuis und nun auch Gaudet dezimierten Grizzlys in Iserlohn weiter. Vielleicht finden sie dort ja wieder einen neuen Weg zum Erfolg - wie so oft im bisher vom Verletzungspech geprägten Verlauf der Saison. 


1:0 Rech (DeSousa - Archibald) 2.Min
1:1 Schmölz (Sheehy - Bender) 15.Min
1:2 Stoa (Reimer - Bodnarchuk) 37.Min
2:2 Machacek (Mingoia - Button) 56.Min PP 5-4
2:3 Reimer PEN

Nach gutem Start rettet Wolfsburg zwei Punkte

  • Geschrieben von Martin
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Auch in Ingolstadt gab es wieder Zählbares für die Grizzlys zu feiern. Erneut mit den Aushilfsverteidigern Furchner und Pfohl angetreten, erwischten die Gäste einen guten Start. Nach wenigen Minuten schon hatte Wolfsburg die Partie gut im Griff und etablierte sein gefährliches Umschaltspiel. Während die Panther nur selten Gefahr für den Kasten von Dustin Strahlmeier erzeugen konnten, fuhr Wolfsburg einen Konter nach dem anderen. Tore sollten in den ersten zwanzig Minuten allerdings keine fallen, was eindeutig zu Lasten der Gäste ging. DeSousa, Festerling und Co. hatten beste Gelegenheiten, meist bei 2 auf 1, liegen lassen. Das sollte sich im Mittelabschnitt zum Glück ändern.
Die Panther kamen nun besser ins Spiel und die Frequenz der Wolfsburger Konter wurde zusehends geringer. Doch die Gastgeber spielten den Grizzlys mit einer Strafe wegen Spielverzögerung (25.) in die Karten, so dass diese sich zunächst wieder sortieren konnten. Wenn das Powerplay der Gäste auch weiterhin eine einzige Baustelle blieb, so nutzten die Grizzlys zumindest direkt im Anschluss eine weitere angezeigte Strafe (27.) zur 0:1 Führung. Hatten die Panther Gaudets Alleingang noch unfair stoppen können, so hämmerte sein Kollege Bittner das folgende Abspiel knallhart in den Winkel. Die Gastgeber intensivierten in der Folgezeit ihre Angriffsbemühungen zwar deutlich, blieben aber weiter anfällig für Konter. Einen solchen nutzte Wolfsburgs Topscorer zum 0:2 in der 38.Minute. Etwas glücklich landete DeSousas Querpass am Torraum nicht bei seinem Mitspieler, sondern am Stock von Gegenspieler Quaas - und prallte von da unhaltbar in die Maschen.
Wäre Wolfsburg nun bis zur nächsten Sirene aufmerksam geblieben, es wäre wohl ein komplett anderes Spiel geworden. Neun Sekunden vor der zweiten Pause konnten die Gastgeber tatsächlich doch noch auf 1:2 verkürzen. Piettas präziser Querpass konnte von Simpson nahezu unbedrängt verwertet werden - Goalie Strahlmeier wirkte zum ersten Mal deutlich angesäuert. Zuvor hatte die Wolfsburger Nr.1 gleich mehrfach spektakulär den ersten Treffer der Panther verhindern können, u.a. eine Doppelchance des späteren Torschützen durch hervorragendes Stellungsspiel zunichte gemacht.
Im Schlussabschnitt machte es lange Zeit den Eindruck, als hätten die Gastgeber nun endgültig das Erfolgsrezept gegen die Gäste aus Wolfsburg gefunden. Immer wieder lockten sie die Grizzlys aus den defensiven Positionen und kamen mit schnellen Querpässen vor dem Tor gleich zweimal zum Erfolg. Storm (43.) und Höfflin (51.) drehten die Partie mit ihren Treffern um 180 Grad und setzten die Gäste endgültig unter Zugzwang. Erneut mit etwas Hilfe durch Ingolstädter Strafzeiten kam der Grizzly-Express dann wieder ins Rollen. Verpuffte das erste Überzahlspiel (ab 52.) noch gewohnt unspektakulär, so wurde es vor dem nächsten (ab 56.) dann richtig ärgerlich: Das Schiedsrichterduo hatte bei angezeigter Strafe gegen Ingolstadts DeFazio kurz vor dem Einschlag zum Ausgleich abgepfiffen und den Puls bei Wolfsburgs Super-Knipser deutlich sichtbar in die Höhe getrieben. Eine fragwürdige Abseitsentscheidung später platzte DeSousa dann endgültig der Kragen und das ist in der Regel kein gutes Zeichen...für den Gegner. Wütend setzten die Grizzlys in Überzahl nach, kamen so endlich wieder zu besseren Gelegenheiten und sollten am Ende für ihre Entschlossenheit belohnt werden. Kurz vor Ende der Überzahl nahm Grizzly-Coach Stewart eine Auszeit und schon sieben Sekunden nach Wiederanpfiff jubelten die Gästen über den 3:3 Ausgleich! Chris DeSousa hatte den Puck mit all seiner Wut im Bauch am Torhüter vorbeigedrückt und das Spiel somit in die Verlängerung geschickt. Die wäre in der Schluss-Sekunde fast überflüssig geworden, doch Strahlmeier hatte mit einem Riesenreflex den Puck noch rechtzeitig über das Tor lenken können.
Nach einer durchaus unterhaltsamen Overtime musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Während bei Ingolstadt lediglich Chris Bourque erfolgreich war, konnten auf Seiten der Grizzlys mit DeSousa und Gaudet gleich zwei Schützen ins Schwarze treffen. Der Extrapunkt ging somit nach Wolfsburg!
Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Team der Grizzlys weiterhin mit überragendem Teamspirit die aktuelle Notlage in der Abwehr meistert. Analysiert man die Entstehung der Tore, so wäre es mit Stammpersonal wohl eher bei einem Gegentreffer geblieben - das macht das Comeback und den doppelten Punktgewinn aber eigentlich noch wertvoller. Mit voller Kapelle ist dieser Mannschaft tatsächlich Großes zuzutrauen!   


0:1 Bittner (Melchiori - Rech) 27.Min
0:2 DeSousa (Machacek - Bittner) 38.Min
1:2 Simpson (Pietta - Höfflin) 40.Min
2:2 Storm (DeFazio - Feser) 43.Min
3:2 Höfflin (Pietta - Brune) 51.Min
3:3 DeSousa (Archibald - Melchiori) 58.Min EA
3:4 Gaudet PEN

Unglückliche 4:3 Niederlage in Bremerhaven

  • Geschrieben von Martin
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Dank eines Hattricks von Fischtown-Stürmer Urbas zogen die Grizzlys im Nord-Duell am Ende mit 4:3 den Kürzeren. Wolfsburgs Personallage hatte sich durch Mingoias Ausfall vor dem Spiel dabei noch einmal zusätzlich verschärft. In der Abwehr blieb es bei vier gelernten Verteidigern plus Furchner und Pfohl. Obwohl damit nun auch die Topreihe der Gäste gesprengt war, fanden die Grizzlys recht ordentlich in die Partie und konnten sogar durch einen energisch vorgetragenen Konter (12.) in Führung gehen. Doch Wolfsburg sollte an Machaceks Treffer zum 0:1 nicht lange Freude haben: Drei Minuten später kassierte Fauser für einen Check gegen Bremerhavens Friesen eine fünfminütige Denkpause, die die Hausherren zum Doppelschlag (15./16.) durch Urbas zu nutzen wussten. Dass beim 2:1 der Torschütze eigentlich ein Grizzlys war, machte die Sache aus Sicht der Gäste natürlich umso ärgerlicher. Bittner hatte den Querpass/Schuss ans Bein bekommen und ihn somit unhaltbar für Pickard im Gehäuse versenkt. Ebenso unglücklich darf die vorhergehende Strafe bei Fausers "unkorrektem Körperangriff" betrachtet werden. Fauser war um Gegenspieler Friesen herumgefahren, um ihn frontal zu checken, was ihm offenbar als Anlauf ausgelegt wurde. Dass Friesen, der mit dem Hinterkopf aufs Eis schlug, ins Krankenhaus musste, machte die ohnehin fragwürdige Strafe nach Sichtung der Videobilder zur 5-Minuten-Strafe ohne Spieldauer. 
Wolfsburg spielte das Drittel somit in Unterzahl zu Ende, kassierte noch eine weitere Strafe (19.) gegen Button, aber eben auch keinen weiteren Gegentreffer. 
Das Mitteldrittel gestaltete sich umkämpft und zerfahren. Beide Teams investierten viel und leisteten enorme Laufarbeit. Wolfsburg wurde immer wieder durch schnelle Konter gefährlich, fand aber keinen Weg am glänzend aufgelegten Maxwell im Gehäuse der Gastgeber vorbei. Jeder aussichtsreiche Angriff endete spätestens bei Maxwell, oder wurde im letzten Moment durch einen der bemerkenswert schnell zurückeilenden Gegenspieler unterbunden. Dass zwischenzeitlich zwei Wolfsburger Powerplays recht effektlos verpufften, war nach den letzten Spielen dann leider keine allzu große Überraschung mehr. Als Gerrit Fauser dann kurz vor dem zweiten Pausentee erneut in die Kühlbox musste, war klar: Das Schiedsrichter-Duo und die Grizzlys werden in diesem Spiel keine Freunde mehr. Fausers Gegenspieler hatte sich den Stock des Wolfsburgers praktisch selbst vor den Körper gehoben und wurde prompt für die lustige Idee belohnt.
Folglich ging es für die Gäste auch im Schlussabschnitt erst einmal in Unterzahl zurück aufs Eis. In der letzten Sekunde besagter Strafzeit (42.) klingelte es dann erneut - allerdings im Gehäuse der Gastgeber! Archibald und Gaudet scheiterten zunächst mit ihrem gemeinsam vorgetragenen Konter, doch Archibald bekam die Scheibe wieder unter Kontrolle und legte seinem Kollegen im zweiten Versuch den hochverdienten 2:2 Ausgleich auf. Das hätte der Wendepunkt in dieser wilden Begegnung werden können...wurde es aber nicht.  
Ganze 26 Sekunden später war es erneut Urbas, der mit einem Treffer direkt vom Anspiel die Führung für seine Farben und damit auch seinen Hattrick eintütete. Wolfsburgs Goalie hatte den Schuss aus zentraler Position durch die Hosenträger schlüpfen lassen - ein gebrauchter Tag nahm für die Grizzlys seinen Lauf.
Es kam noch schlimmer: Erst musste Wolfsburgs Kapitän wegen Torhüterbehinderung (53.) außerhalb des Torraums vom Eis, so dass der wütende Ansturm der Wolfsburger einen ersten Dämpfer bekam. Dann "vollstreckte" Unglücksrabe Bittner ein zweites Mal aus dem Gewühl ins eigene Netz (58.), weil er einen Querschläger von Vikingstad an die Kufe bekommen hatte. Es war zum Verrücktwerden. Die Grizzlys rissen sich trotzdem noch einmal zusammen und kamen ohne Torhüter tatsächlich noch zum Anschlusstreffer durch Archibald (60.), der ein Bittner-Geschoss in die Maschen lenken konnte. Die verbliebenen 40 Sekunden sollten aber am Ende nicht mehr reichen, um einen mehr als verdienten Punkt von der Küste zu entführen. Bleibt festzuhalten, dass es letztlich zu viele Faktoren waren, die im Vergleich mit den Gastgebern gegen die Grizzlys gesprochen hatten. Vor allem Powerplay und Torhüter waren bei den Pinguins eindeutig ihrem Gegenüber überlegen. Hinzu kamen ein ganzer Sack voll Glück mit Schiedsrichterentscheidungen und unkontrolliert abprallenden Scheiben in allen Zonen. 
Ein bisschen mehr "Strahlie" und ganz viel Powerplay üben könnten hier für Abhilfe sorgen, ansonsten gilt nach solch kuriosen Spielen sicherlich abhaken und weitermachen.


0:1 Machacek (DeSousa) 12.Min
1:1 Urbas (Jeglic) 15.Min PP 5-4
2:1 Urbas (Dietz - Jeglic) 16.Min PP 5-4
2:2 Gaudet (Archibald) 42.Min SH 4-5
3:2 Urbas (Jeglic) 43.Min
4:2 Vikingstad (Uher) 58.Min
4:3 Archibald (Bittner - Button) 60.Min EA

Wildes Spiel - Punkt verschenkt!

  • Geschrieben von Martin
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Vor über 1800 Zuschauern brannten die Grizzlys zunächst ein offensives Feuerwerk ab und hatten die Rekordkulisse sofort hinter sich. Bei den um Krupp und Archibald verstärkten Gastgebern war kurzfristig Jan Nijenhuis ausgefallen, so dass keine vollen vier Sturmreihen zusammenkamen. Fabio Pfohl und Kapitän Furchner halfen erneut in der Abwehr aus und füllten somit die Abwehrduos Nummer 2 und 3 auf.
Topscorer DeSousa eröffnete den Torreigen der Grizzlys bereits in der 4.Minute, als er eine 2 auf 1 Situation ohne Abspiel eiskalt verwerten konnte. Torhüter Roy hatte das Nachsehen, musste zehn Minuten später nach einer Parade obendrein verletzt vom Eis. Ersatzmann Keller hatte es sich gerade zwischen den Pfosten bequem gemacht (15.), da schlug es auch schon hinter ihm ein. Gerrit Fausers erster Saisontreffer markierte im Powerplay das 2:0, drei Minuten später erhöhte Teamkollege Button sogar sehenswert auf 3:0. Die Grizzlys spielten sich auch im Mitteldrittel zunächst weiter in einen Rausch, kamen durch Gaudet zum absolut verdienten 4:0 (ebenfalls erster Treffer der Saison), während Augsburg praktisch nicht stattfand.
Wolfsburg wirbelte munter weiter, schnürte die Gäste angetrieben von der völlig begeisterten Kulisse immer wieder in deren Drittel ein. Doch an Stelle des fünften Tores durften zur Abwechslung die Gäste jubeln. Wie aus dem Nichts konnte Campbell einen Schuss von Brady Lamb in die Maschen abfälschen (27.) und das zu diesem Zeitpunkt wenig verdiente erste Tor für die Gäste erzielen. Die Grizzlys ließen sich davon erst einmal nicht irritieren und setzten ihren wilden Angriffslauf noch minutenlang fort...allerdings ohne den Puck irgendwie noch einmal im gegnerischen Tor unterzubringen. Gleich beim ersten größeren Fehler im Aufbauspiel der Gastgeber waren die Panther erneut zur Stelle (34.) und verbuchten das 4:2 durch Trevelyan. Es wirkte schon fast grotesk, als auch Haases Schlagschuss (39.) den Weg durch den Verkehr ins Tor der Grizzlys fand und Augsburg endgültig neues Leben einhauchte.
Im dritten Spielabschnitt ging der Wahnsinn weiter. Nicht zuletzt, da die Gäste nun tatsächlich streckenweise so etwas wie Druck und Spielfluss entwickelten und Wolfsburg seinerseits irgendwie den Faden verloren hatte. Das 4:4 durch Puempel stellte nicht nur den zweiten Unterzahlgegentreffer (44.) der Grizzlys dar, es brachte die Gastgeber vor allem in Zugzwang! Lange Zeit machte es nicht den Eindruck, als könnte das Team von der Aller in den Spielfluss der ersten 30 Minuten zurückfinden. So erdrückend und traumwandlerisch diese erste Spielhälfte gewesen war, so holprig und wenig überzeugend wirkten die meisten Offensivbemühungen der Gastgeber im zweiten Teil der Begegnung. Die seltsame Effizienz der Panther hatte den Grizzlys offenbar den Zahn gezogen und man knabberte nun sichtbar am Ergebnis der eigenen Nachlässigkeit.
Nach einem mäßigen Versuch in Überzahl (ab 50.) das Ruder herumzureißen, platzte Wolfsburgs Topscorer endgültig der Hals. Bei fast jedem seiner Wechsel wirkte DeSousa an diesem Abend wie aus einem anderen Eishockeyuniversum, ließ die Gegner dabei reihenweise wie Pylonen stehen oder versuchte wahlweise durch sie hindurch zu fahren. Diese unglaubliche Energie war es auch, die bei seinem Treffer zum 5:4 den Ausschlag gab, ihn letztlich ermöglichte (55.) . Doch das war immer noch nicht das Ende der Geschichte! Knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff gelang den Gästen tatsächlich der erneute Ausgleich: Clarke hatte einen weiteren Haase-Hammer unhaltbar abgefälscht. Strahlmeier im Tor der Grizzlys hingegen kochte mittlerweile dezent vor sich hin, hatte er doch trotz erneut guter Leistung bisher fünfmal (!) hinter sich greifen müssen und das gegen einen eigentlich recht bieder auftretenden Gast.
Die Verlängerung sollte sich nahtlos an den spektakulären Verlauf der Partie anschließen, bot in den knapp zwei Minuten mehr Aufreger als so manches gesamte Drittel. Mingoias Solo mit Schuss an die Latte (62.) holte die Fans dann endgültig aus dem Sattel, wenige Momente später schickte Melchiori den Anhang dann in Richtung Siegesfeier. Nach einem Lauf über das gesamte Eis (bei 3 gegen 3 keine Seltenheit) machte Wolfsburgs Topverteidiger per Handgelenksschuss den zweiten Punkt klar und rettete somit den psychologisch wichtigen Sieg in einer seltsamen Begegnung. Ausgelassenheit mischte sich - und das ist gut so - sichtbar mit Ärger bei den Grizzlys, die aus diesem Spielverlauf hoffentlich etwas für zukünftige "eindeutige" Spiele mitnehmen werden. Über mangelndes Spektakel konnte sich am Ende allerdings keiner beschweren. Die Grizzlys bieten etwas fürs Geld - so viel steht mal fest!   


1:0 DeSousa (Hungerecker - Button) 4.Min
2:0 Fauser (Gaudet - Rech) 15.Min PP 5-4
3:0 Button (Festerling - Rech) 18.Min
4:0 Gaudet (Rech - Bittner) 22.Min
4:1 Campbell (Lamb) 27.Min
4:2 Trevelyan (McClure) 34.Min
4:3 Haase (Graham) 39.Min
4:4 Puempel (McClure - Graham) 44.Min PP 5-4
5:4 DeSousa (Machacek - Furchner) 55.Min
5:5 Clarke (Haase - Campbell) 59.Min  
6:5 Melchiori (Machacek - Gaudet) 62.Min

Drei Verteidiger = drei Punkte!

  • Geschrieben von Martin
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Wolfsburg fährt trotz großer Personalnot auch gegen Straubing die volle Punktzahl ein und zieht sogar mit dem Spitzenreiter aus München gleich (beide 21 Punkte). Es ist schon ein wenig verrückt, was die Grizzlys momentan in Sachen Verletzungen durchmachen: Gegen die roten Bullen hatte man die drei Verteidigerpaare noch mit Kapitän Furchner auffüllen können, dann fielen mit Möser und Murray die nächsten Defensivspezialisten aus. Ganze drei spielfähige Verteidiger gab das Line-up vor dem Spiel gegen die Gäste vom Pulverturm her, die wieder mit zwei Stürmern (Furchner und Gaudet) ergänzt wurden. Als Lichtblick konnte hingegen das Comeback von Fabio Pfohl gewertet werden, der als einer der Langzeitausfälle sein Saisondebut feierte und sich gut in den Fighting-Spirit des Teams einfügte.   
Die Konsequenz war logisch: Durch die Veränderungen im Angriff und das veränderte Aufbauspiel lief bei den Grizzlys offensiv nicht allzu viel zusammen. Die Gäste aus Straubing hatten somit vor allem das erste Drittel der Begegnung gut unter Kontrolle, gingen folgerichtig durch Eder in der 15. Minute in Führung. Während die "Neuzugänge" in der Verteidigung durchaus zu überzeugen wussten, fehlte vor allem die Entlastung durch gelungene Angriffsaktionen. Wolfsburg rumpelte und kämpfte sich durch die ersten 20 Minuten, während Straubing weder im ersten noch zweiten Drittel seine Überzahlgelegenheiten nutzen konnte. Während die verbliebenen Verteidiger in allen Spielsituationen tüchtig Eiszeit fraßen (Button fast 30 Minuten!), ließen sich ihre neuen Kollegen allerdings auch nicht lumpen. Kapitän Furchner sattelte in Überzahl noch ein paar Minuten zusätzlich drauf und bekam für Machaceks Ausgleich (32.) sogar noch den Assist gutgeschrieben. Auch Tyler Gaudet machte während seiner stattlichen 18 Minuten als Verteidiger einen guten Eindruck und konnte sich auf diesem Weg das europäische Eis mal mit dem Spiel vor sich anschauen. 
Straubing agierte zur Freude der Gastgeber weiter unklug, nahm zu viele Strafe und gab dem bisher so schwachen Powerplay der Grizzlys weiter Gelegenheit zum Üben. Bei doppelter Überzahl war es dann Melchiori, der DeSousas harten Pass flach in die Maschen hämmern konnte (34.) und so die Eisarena in Partystimmung versetzte. 1429 Zuschauer und vor allem die gut gefüllte Fankurve trugen ihr nun etwas müder wirkendes Team mit hervorragender Stimmung und ausdauernder Unterstützung ins Ziel. Die war auch nötig, denn schon in einem weiteren Überzahlspiel vor der zweiten Pause unternahmen die Gastgeber kaum noch etwas in Richtung Straubinger Tor.
Ein gefährliches Spiel, das am Ende doch aufgehen sollte. Vor allem Goalie Strahlmeier rettete seinem Team ein ums andere Mal die Punkte und konnte sich beim Pfostentreffer von Manning (48.) dann auch mal auf das Glück des Tüchtigen verlassen. Wenig später hätte Toto Rech alles klar machen können, doch beim 2 auf 1 Konter zögerte der Wolfsburger Torjäger zu lange, bekam den Puck nicht mehr rechtzeitig von der Kelle. Die Gäste versuchten es schließlich ohne Torhüter, fingen sich dabei aber fast das dritte Gegentor. Am Ende siegten die Grizzlys trotz 21 zu 35 Torschüssen mit zwei Powerplaytoren(!) und feierten diese unglaubliche Teamleistung ausgelassen mit ihren Fans. Man muss diese Mannschaft einfach lieben!
Bis zum nächsten Wochenende fiebert man in der Volkswagenstadt nun der Rückkehr möglichst vieler Akteure entgegen. Mit Krupp, Raabe und Archibald sind bei den aussichtsreichsten Kandidaten immerhin zwei Verteidiger dabei. Vor allem in Sachen Möser und Murray heißt es jetzt Daumendrücken, dass die neuen Blessuren keine weiteren Langzeitverletzungen sind!

0:1 Elsner (St.Denis - Schönberger) 15.Min
1:1 Machacek (Furchner - Button) 32.Min PP 5-4
2:1 Melchiori (DeSousa - Mingoia) 34.Min PP 5-3

Grizzlys schenken Charly drei Punkte zum Geburtstag!

  • Geschrieben von Martin
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Was für ein Fight! Beim Tabellenführer aus München legten die Grizzlys ein fast perfektes Auswärtsspiel hin. Am Ende konnte man den Ligaprimus mit 2:3 bezwingen und sich damit unter den TOP 3 weiter etablieren.
Wolfsburg war mit großen Personalsorgen (ohne Krupp, Wurm, Bittner, Archibald, Pfohl, Schinko und Raabe) angereist, hatte also nominell nur vier Verteidiger im Team. Zum Glück hatte sich Kapitän Furchner rechtzeitig an seine Jugendtage in der Defensive erinnert und sprang als Aushilfe ein. Zusammen mit dem nachgereisten Bittner bekamen die Gäste somit doch noch 3 Verteidigerpaare auf den Spielberichtsbogen, die umgehend gefordert sein sollten!
Der Spitzenreiter warf vor heimischem Publikum sofort alles nach vorne und wollte die Grizzlys offenbar unter Dauerdruck setzen. Das gelang im ersten Spielabschnitt zwar ganz gut, doch da hatte man die Rechnung ohne Wolfsburgs Turnover-Qualitäten gemacht. Immer wieder fingen die Gäste riskante Pässe der Bullen ab und setzten zu brandgefährlichen Kontern an. München indes hatte mehr vom Spiel und deckte Dustin Strahlmeier mit reichlich Hartgummi ein, ohne zunächst einen Weg am bestens aufgelegten Goalie der Gäste vorbei zu finden. Im Gegenteil: Den Weg am Torhüter vorbei fand als erstes Wolfsburg! Direkt nach Ablauf seiner Strafe hatte sich Wolfsburgs Machacek geschickt positioniert, fing einen gegnerischen Pass ab und marschierte im Alleingang los. Mit seinem ersten Saisontor (7.) brachte er sein Team, das defensiv aufopferungsvoll kämpfte, somit in eine hervorragende Position für den weiteren Spielverlauf.
Wolfsburg nahm zwei weitere Strafen von der Uhr und hielt dabei sehenswert dagegen. Der Ausgleich (14.) durch Yasin Ehliz fiel dann eher unglücklich. Ehliz hatte einen Schuss von Kollege Hager mit dem Körper unhaltbar ins Tor abgefälscht und nun war auch der reaktionsschnelle Strahlmeier machtlos gewesen.
Im Mittelabschnitt geschah dann zunächst Erstaunliches. Wolfsburg tat es tatsächlich den Bullen gleich und setzte nun diese wiederholt in ihrem Drittel fest. Gekrönt wurde diese starke Phase schließlich vom 1:2 durch Thomas Reichel, der Bittners Schuss (32.) unhaltbar in der Luft abfälschen konnte. Die Gastgeber reagierten wütend, zogen Tempo und Härte weiter an und kamen ihrerseits zu zahlreichen Hochkarätern. Den enteilten Ortega konnte "Neuzugang" Furchner dann nur noch per Notbremse stoppen (33.). Den fälligen Penalty entschärfte Strahlmeier aber fast schon lässig, genauso wie fast alle weiteren Versuche der Münchner per Alleingang, Konter oder Belagerungszustand. Nur einmal (37.) sollte der Wolfsburger Goalie noch hinter sich fassen müssen, als Gogulla eine 2 auf 1 Situation mit einem präzisen Schuss in den Winkel beenden konnte.
Dass die Grizzlys diesen Spielstand bis weit ins letzte Drittel halten konnten, lag erneut auch am überragenden Unterzahlspiel der Niedersachsen. In 36 Unterzahlspielen gelang es bislang nur einmal, ein Wolfsburger Foul auf dem Scoreboard zu bestrafen. Unheimlich wichtig - und weiter Ligaspitze!
Gerade als man sich gedanklich mit dem einen Punkt arrangiert hatte, zauberten die Grizzlys den nächsten Puckgewinn aus dem Hut. Murrays Eroberung des Spielgeräts folgte ein schneller Pass zu Toto Rech, der mit viel Energie direkt zum Tor zog und zum 2:3 vollstrecken konnte (58.). In den verbliebenen zwei Minuten Spielzeit agierten die Bullen nun konsequent ohne Torhüter und holten noch einmal die Brechstange raus. Letztlich kamen die Gäste mit zwei Schüssen am leeren Tor vorbei dem nächsten Torerfolg näher, als der Gastgeber dem späten Ausgleich. 
Mit drei, wirklich unerwarteten, Punkten auf dem gut gefüllten Konto feierten die Grizzlys den Auswärtssieg gebührend auf dem Eis. Einer fehlte da allerdings schon länger. Janik Möser war relativ früh im Schlussabschnitt mit einer Armverletzung in die Kabine gegangen und bis zum Schlusspfiff nicht mehr zurückgekehrt. Nach dem langfristigen Ausfall von Armin Wurm und der ungewissen Rückkehr von Krupp und Raabe würde das die Situation in der Defensive erneut verschärfen!

0:1 Machacek 7.Min
1:1 Ehliz (Hager) 14.Min
1:2 Reichel (Bittner - Nijenhuis) 32.Min
2:2 Gogulla (Mauer - MacWilliam) 37.Min
2:3 Rech (Murray) 58.Min

Klare 2:6 Klatsche gegen Mannheim

  • Geschrieben von Martin
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Die Formkurve der Grizzlys zeigt weiter leicht nach unten. Nachdem die letzten beiden Drittel in Berlin schon eine reine Abwehrschlacht gewesen waren, fand Wolfsburg nun im ersten Drittel gegen die Adler auch defensiv kaum statt. Etwas müde und kraftlos wirkte es auf jedem Fall, was die Grizzlys bis weit ins Mitteldrittel anboten. Die Gäste aus der Quadratestadt wussten das leider gnadenlos zu nutzen. Immer wieder schnürten die Adler den Gastgeber in seinem Drittel ein, die Wolfsburger Angriffsbemühungen hingegen landeten meist schnell auf der Kelle eines Gegners. Ein kapitaler Fehlpass zum gegnerischen Verteidiger war es dann auch, der die Wolfsburger mitten in der Vorwärtsbewegung erwischte (13.) und Rendulic allein vor Pickard auftauchen ließ. Seinem 0:1 folgte drei Minuten später der zweite Treffer der Gäste durch Korbinian Holzer, dessen eigentlich harmloser Flachschuss vom Gegenspieler aberwitzig abgefälscht wurde. Der Puck hoppelte dem verdutzten Pickard im Bogen über den Schoner - glücklich, aber angesichts Mannheimer Dauerdruck durchaus verdient.
Wer jetzt auf wütende Grizzlys zum Auftakt des Mitteldrittels hoffte, der musste sich zunächst einmal gedulden. Erst einmal bekamen die Braunbären eine kalte Dusche in Form des 0:3 durch Krämmer verpasst. Gerade einmal 21 Sekunden war das Drittel alt, da schlug die sehenswerte Direktabnahme im Wolfsburger Gehäuse ein. Erst jetzt schien ein erster Ruck durch das Wolfsburger Team zu gehen, Tempo und Körperspiel zogen nun auch auf Seiten der Grizzlys deutlich an. Das Pech blieb ihnen aber vorerst treu: Erst landet DeSousas Direktabnahme aus der Luft nur am Gestänge, wenig später wird der Wolfsburger Topscorer während einer Unterzahlsituation regelwidrig am Alleingang gehindert. Akdags Stockschlag ins Gesicht wird vom gewohnt wirr leitenden Duo Kopitz/Köttsdorfer statt mit 2+2 mit einer einfachen Strafe wegen "Hakens" belegt". DeSousa verschwand kurzzeitig zur Behandlung in den Katakomben, auf der Bank der Grizzlys war derweil horizontales Headbangen angesagt.
Sah man dann die Wolfsburger Powerplayversuche, war man allerdings schon fast froh über die verkürzte Überzahl. Als dann wenig später der nächste Adler Richtung Kühlbox marschierte (33.), sah es zunächst wieder nicht nach allzu großer Gefahr für Ex-Grizzly Brückmann im Tor der Gäste aus. Doch kurz vor Ablauf der Strafe war es Neuzugang Murray, der mit einem Geniestreich seinen Kollegen Festerling an der gegnerischen blauen Linie in Szene setzen konnte. Der nahm den Puck in aller Ruhe auf und legte ihn sich im letzten Moment zum 1:3 auf die Rückhand.
Die Grizzlys hatten nun ihre stärkste Phase und sollten das Geschehen bis zur zweiten Sirene tatsächlich dominieren. Button und Bergmann tauschten im Zuge der hitziger werdenden Atmosphäre handfeste Argumente aus (35.), eine weitere Wolfsburger Überzahl endete mit dem bekannten Ergebnis.
Auch zum Start des Schlussabschnitts sah es zunächst nach einem Neustart der Gastgeber aus. Schon nach 31 Sekunden wanderte mit Jason Bast der nächste Gast auf die Strafbank. Diesmal entschieden die Referees nach einem völlig unabsichtlichen hohen Stock ohne Verletzungsfolge in einer Unterbrechung auf 2+2 Strafminuten, obwohl sie im laufenden Spiel keine Strafe angezeigt hatten. Comedy pur. Selbiges konnte man leider erneut vom Wolfsburger Powerplay sagen, das es in vier Minuten kaum ins Mannheimer Drittel schaffte.
Nach Ablauf der beiden Strafen klingelte es dann auch schon wieder im Tor der Grizzlys. Rendulic versenkte den x-ten Konter nach Puckverlust im Gehäuse (46.) der Gastgeber -  Pickard war und blieb, wie bei allen Gegentoren ohne jede Chance.
Wolfsburgs Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Melchioris Hammer zum 2:4 ließ nicht einmal zwei Minuten später wieder zarte Hoffnung im mit 1610 Zuschauern gefüllten Rund aufkommen.
Doch gegen starke Adler reichte die insgesamt zu fehlerbehaftete und spielerisch weitgehend nicht überzeugende Leistung der Grizzlys einfach nicht aus. Mit dem ersten Gegentreffer in Unterzahl in der laufenden Saison (50.), mussten die Gastgeber sich endgültig von allen Comeback-Träumen verabschieden. Fast schon surreal, wie alle vier Unterzahlspieler bei ihrem Mann blieben und Tim Wohlgemuth alleine Richtung Abschluss spazieren durfte...
Krämmers zweiter Treffer zum Endstand von 2:6 machte dann den Deckel drauf (53.).
Die Grizzlys, ohne Archibald, Krupp, Raabe und die Langzeitverletzten Schinko und Pfohl angetreten, wirkten zum ersten Mal in dieser Saison nicht bereit. Zudem machte sich Archibalds Ausfall gleich mehrfach unangenehm bemerkbar: Zum einen fehlte gegen robuste Adler seine physische Präsenz, zum anderen wurden durch sein Fehlen gleich zwei Reihen umgebaut. Außer Wolfsburgs Paradereihe um DeSousa wirkte kaum etwas spielerisch ausgegoren, während Neuzugang Gaudet weiterhin enorme Anpassungsprobleme mit dem europäischen Eis zu haben scheint. Nach zwei Partien steht der Center bei -6 und fällt eher durch Fehler aller Art, als durch gute Ideen auf. Dass Nebenmann Machacek mit einem Assist aus 7 Spielen ebenfalls in der Krise steckt, macht die Aufgabe sich zu integrieren vermutlich auch nicht leichter. Coach Stewart setzt hier auf viel Eiszeit in allen Situationen inkl. Über- und Unterzahl und macht damit sicherlich zunächst alles richtig. Wenn die Bank der Wolfsburger irgendwann wieder länger wird, sollte dieser Prozess nach Möglichkeit abgeschlossen sein...
Sieht man sich das Wolfsburger Powerplay und die Sorgen auf der Centerposition an, dann könnte man im Club vielleicht bald schon über die neunte Ausländerstelle ins Grübeln geraten. Mark Voakes (falls fit) sollte jedenfalls momentan Zeit haben und wäre eine echte 1a Lösung...    


0:1 Rendulic (Krämmer - Larkin) 13.Min
0:2 Holzer (Plachta - Wohlgemuth) 16.Min
0:3 Krämmer (Rendulic - Bast) 21.Min
1:3 Festerling (Murray) 34.Min PP 5-4
1:4 Rendulic (Dawes - Bast) 46.Min
2:4 Melchiori (Nijenhuis - Murray) 47.Min
2:5 Wohlgemuth (Melart - Plachta) 50.Min PP 5-4
2:6 Krämmer (Rendulic - Larkin) 53.Min

Grizzlys entführen zwei Punkte aus Berlin!

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Dank einer hellwachen Anfangsphase gelingt den Grizzlys ein am Ende glücklicher Sieg beim Meister aus Berlin. Zunächst war das Spiel wie eine Fahrt in der Waschmaschine: Beide Teams agierten sowohl läuferisch als auch in den Zweikämpfen mit extremer Schnelligkeit, versuchten den Gegner dabei regelrecht zu überfahren. Das bekam den gastgebenden Eisbären erst einmal gar nicht gut! Immer wieder fingen die Grizzlys die Berliner Aufbaupässe ab und konnten gleich mehrere Male gefährlich vors Tor der Eisbären ziehen. Ex-Eisbär Thomas Reichel war es schließlich, der eine solche "Abfangsituation" in der 6.Minute zu seinem ersten DEL-Tor nutzen konnte. Eiskalt nagelte der Youngster den Puck direkt nach dem Scheibengewinn in den Winkel - Wolfsburg jubelte das erste Mal. Berlin hielt das Tempo hoch, spielte aber weiter zu ungenau und bezahlte gleich noch einmal. Nach DeSousas genialem Pass über die volle Breite der Eisfläche brauchte Toto Rech nur noch zu knipsen (9.), Niederberger schaffte es nicht mehr rechtzeitig ins lange Eck. Schade aus Sicht der Grizzlys: Statt während einer Unterzahl (ab 10.) den Shorthander durch DeSousa zu erzielen, gelang den Gastgebern eine Sekunde nach Ablauf der Strafe (12.) der Anschlusstreffer durch Leo Pföderl. Das Spiel blieb eng. Was die Grizzlys dann vor der ersten Pause bei doppelter Überzahl ablieferten, war leider kein Fortschritt zu den letzten Auftritten im Powerplay. Ohne nennenswerte Wolfsburger Aktionen liefen beide Strafen der Eisbären gemütlich von der Uhr.
Das Mitteldrittel sah immer besser in Schwung kommende Eisbären, die es aber irgendwie nicht schafften am glänzend aufgelegten Strahlmeier und seinen aufmerksamen Vorderlauten vorbeizukommen. Wolfsburg wirkte weiter ausgesprochen wach, konnte aber trotz großem Einsatz nun weit weniger Torchancen als zu Beginn kreieren. Je länger das Spiel lief, desto mehr geriet es für die Grizzlys zur Abwehrschlacht. Berlin drückte auf den Ausgleich, doch sowohl im Mittelabschnitt als auch über weite Strecken des dritten Drittels präsentierte sich Wolfsburgs Abwehr bestens sortiert. Gewohnt physisch und mit einem weiterhin makellosen Unterzahlspiel schienen die drei Punkte lange machbar. Doch in der 54. Minute sollten sich die Berliner Bemühungen dann doch noch auszahlen. Der bis dahin hervorragend agierende Armin Wurm ließ sich an der eigenen blauen Linie überrumpeln und Veilleux marschierte im Alleingang Richtung Ausgleich. Wolfsburg rettete den Punkt über die Zeit und wollte in der Verlängerung dann wohl noch einmal sein Glück versuchen. Wieder sollte es eine Unaufmerksamkeit der Eisbären sein, die die Gäste schließlich auf die Siegerstraße brachte. Kurz mit vier statt drei Feldspielern auf dem Eis gestanden, schon durfte ein Berliner in der Kühlbox Platz nehmen. Wolfsburg übte weiter das Powerplay - und gewann das Spiel schließlich mit einem (kuriosen) technischen Tor! Goalie Niederberger hatte seinen Kasten noch vor Mingoias Schuss in selbiges aus den Angeln gehoben. Die Referees werteten nach Sicht der Videobilder dieses Verhalten als Absicht und entschieden somit auf technisches Tor. Der zweite Punkt landete somit auf dem Konto der Grizzlys, die sich als Tabellenzweiter nun wieder hinter München einreihen. Personell ist die kurze Hochstimmung (bis auf Schinko alle fit) leider schon wieder eingetrübt. Vor der Partie waren Fauser und Krupp als krank gemeldet, für Fabio Pfohl reichte es doch noch nicht zur Saisonpremiere. Zu allem Überfluss zog sich Archibald offenbar beim Zweikampf an der Bande eine Verletzung zu und konnte in der Schlussphase nur noch aus dem Gang zuschauen. Während Rückkehrer Busch nur wenige Wechsel zur Eingewöhnung bekam, ging Tyler Gaudet in seiner Punktspielpremiere mit fast 22 Minuten gleich in die Vollen. Sowohl in Unterzahl als auch im Powerplay gewährte Coach Stewart dem kanadischen Center viel Eiszeit, die mangels Spielpraxis erwartungsgemäß unspektakulär ausfiel.

0:1 Reichel 6.Min
0:2 Rech (DeSousa - Wurm) 9.Min
1:2 Pföderl (Noebels - Niederberger) 12.Min
2:2 Veilleux (Wissmann - Müller) 54.Min
2:3 Mingoia (Rech - Melchiori) 64.Min PP 4-3