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Nach gutem Start rettet Wolfsburg zwei Punkte

Auch in Ingolstadt gab es wieder Zählbares für die Grizzlys zu feiern. Erneut mit den Aushilfsverteidigern Furchner und Pfohl angetreten, erwischten die Gäste einen guten Start. Nach wenigen Minuten schon hatte Wolfsburg die Partie gut im Griff und etablierte sein gefährliches Umschaltspiel. Während die Panther nur selten Gefahr für den Kasten von Dustin Strahlmeier erzeugen konnten, fuhr Wolfsburg einen Konter nach dem anderen. Tore sollten in den ersten zwanzig Minuten allerdings keine fallen, was eindeutig zu Lasten der Gäste ging. DeSousa, Festerling und Co. hatten beste Gelegenheiten, meist bei 2 auf 1, liegen lassen. Das sollte sich im Mittelabschnitt zum Glück ändern.
Die Panther kamen nun besser ins Spiel und die Frequenz der Wolfsburger Konter wurde zusehends geringer. Doch die Gastgeber spielten den Grizzlys mit einer Strafe wegen Spielverzögerung (25.) in die Karten, so dass diese sich zunächst wieder sortieren konnten. Wenn das Powerplay der Gäste auch weiterhin eine einzige Baustelle blieb, so nutzten die Grizzlys zumindest direkt im Anschluss eine weitere angezeigte Strafe (27.) zur 0:1 Führung. Hatten die Panther Gaudets Alleingang noch unfair stoppen können, so hämmerte sein Kollege Bittner das folgende Abspiel knallhart in den Winkel. Die Gastgeber intensivierten in der Folgezeit ihre Angriffsbemühungen zwar deutlich, blieben aber weiter anfällig für Konter. Einen solchen nutzte Wolfsburgs Topscorer zum 0:2 in der 38.Minute. Etwas glücklich landete DeSousas Querpass am Torraum nicht bei seinem Mitspieler, sondern am Stock von Gegenspieler Quaas - und prallte von da unhaltbar in die Maschen.
Wäre Wolfsburg nun bis zur nächsten Sirene aufmerksam geblieben, es wäre wohl ein komplett anderes Spiel geworden. Neun Sekunden vor der zweiten Pause konnten die Gastgeber tatsächlich doch noch auf 1:2 verkürzen. Piettas präziser Querpass konnte von Simpson nahezu unbedrängt verwertet werden - Goalie Strahlmeier wirkte zum ersten Mal deutlich angesäuert. Zuvor hatte die Wolfsburger Nr.1 gleich mehrfach spektakulär den ersten Treffer der Panther verhindern können, u.a. eine Doppelchance des späteren Torschützen durch hervorragendes Stellungsspiel zunichte gemacht.
Im Schlussabschnitt machte es lange Zeit den Eindruck, als hätten die Gastgeber nun endgültig das Erfolgsrezept gegen die Gäste aus Wolfsburg gefunden. Immer wieder lockten sie die Grizzlys aus den defensiven Positionen und kamen mit schnellen Querpässen vor dem Tor gleich zweimal zum Erfolg. Storm (43.) und Höfflin (51.) drehten die Partie mit ihren Treffern um 180 Grad und setzten die Gäste endgültig unter Zugzwang. Erneut mit etwas Hilfe durch Ingolstädter Strafzeiten kam der Grizzly-Express dann wieder ins Rollen. Verpuffte das erste Überzahlspiel (ab 52.) noch gewohnt unspektakulär, so wurde es vor dem nächsten (ab 56.) dann richtig ärgerlich: Das Schiedsrichterduo hatte bei angezeigter Strafe gegen Ingolstadts DeFazio kurz vor dem Einschlag zum Ausgleich abgepfiffen und den Puls bei Wolfsburgs Super-Knipser deutlich sichtbar in die Höhe getrieben. Eine fragwürdige Abseitsentscheidung später platzte DeSousa dann endgültig der Kragen und das ist in der Regel kein gutes Zeichen...für den Gegner. Wütend setzten die Grizzlys in Überzahl nach, kamen so endlich wieder zu besseren Gelegenheiten und sollten am Ende für ihre Entschlossenheit belohnt werden. Kurz vor Ende der Überzahl nahm Grizzly-Coach Stewart eine Auszeit und schon sieben Sekunden nach Wiederanpfiff jubelten die Gästen über den 3:3 Ausgleich! Chris DeSousa hatte den Puck mit all seiner Wut im Bauch am Torhüter vorbeigedrückt und das Spiel somit in die Verlängerung geschickt. Die wäre in der Schluss-Sekunde fast überflüssig geworden, doch Strahlmeier hatte mit einem Riesenreflex den Puck noch rechtzeitig über das Tor lenken können.
Nach einer durchaus unterhaltsamen Overtime musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Während bei Ingolstadt lediglich Chris Bourque erfolgreich war, konnten auf Seiten der Grizzlys mit DeSousa und Gaudet gleich zwei Schützen ins Schwarze treffen. Der Extrapunkt ging somit nach Wolfsburg!
Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Team der Grizzlys weiterhin mit überragendem Teamspirit die aktuelle Notlage in der Abwehr meistert. Analysiert man die Entstehung der Tore, so wäre es mit Stammpersonal wohl eher bei einem Gegentreffer geblieben - das macht das Comeback und den doppelten Punktgewinn aber eigentlich noch wertvoller. Mit voller Kapelle ist dieser Mannschaft tatsächlich Großes zuzutrauen!   


0:1 Bittner (Melchiori - Rech) 27.Min
0:2 DeSousa (Machacek - Bittner) 38.Min
1:2 Simpson (Pietta - Höfflin) 40.Min
2:2 Storm (DeFazio - Feser) 43.Min
3:2 Höfflin (Pietta - Brune) 51.Min
3:3 DeSousa (Archibald - Melchiori) 58.Min EA
3:4 Gaudet PEN