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Grizzlys kommen mit Vollgas aus der Pause

Mit einem absolut verdienten 3:1 Erfolg gegen Augsburg melden sich die Grizzlys erfolgreich aus der Deutschlandcup-Pause zurück. Ohne ihren aus Krankheitsgründen fehlenden Kapitän traten die Gastgeber sofort mächtig aufs Gaspedal und spielten die Panther regelrecht schwindelig. Gleich ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen ließen die Hausherren im Laufe der ersten zwanzig Minuten ungenutzt, scheiterten immer wieder am gut aufgelegten Keller im Tor des AEV. Die beiden größten Möglichkeiten vergab dabei Jan Nijenhuis, der in beiden Situationen den Puck nur erschreckend harmlos aufs Gehäuse bringen konnte. Mit etwas mulmigem Gefühl ging es für Team und Fans der Grizzlys in die erste Drittelpause, zeugten 19 Torschüsse doch von einer bedenklichen Ineffizienz. 
Im Mittelabschnitt änderte sich das Kräfteverhältnis bei 5 gegen 5 im Prinzip kaum, doch die Gastgeber brachten sich nun verstärkt durch Strafzeiten selber aus dem Takt. Selbst während der ersten beiden Unterzahlspiele (24./26.) waren es jedoch die Grizzlys, die durch Machacek und Fauser die beste (Konter-)Chance verbuchen konnten. Kaum waren die Gastgeber wieder komplett, da schlug auch schon einer zu, der momentan "on fire" ist. Mit einem echten Kracher aus zentraler Position landete Trevor Mingoia den ersehnten Befreiungsschlag für die Grizzlys (29.), die nun wieder deutlich mehr Druck entfalten konnten (ohne weitere Strafen). Als mit Björn Krupp dann doch noch einmal ein Wolfsburger in die Kühlbox wanderte (35.), musste sich auch das starke Penalty Killing der Grizzlys geschlagen geben. Adam Payerls Treffer (37.) zum 1:1 war zwar die schlüssige Konsequenz mangelnder Wolfsburger Disziplin, spottete aber auch tüchtig dem gesamten Verlauf des Spiels. Ganz wichtig: 33 Sekunden vor der nächsten Pause schlug auch das Wolfsburger Powerplay zu! Erneut war es Trevor Mingoia, der einen Abpraller aus dem hohen Slot eiskalt zur 2:1 Führung versenken konnte. 
Die Grizzlys behielten mit gutem Forecheck die Kontrolle, konnten aber im Schlussabschnitt nur noch selten durch schnelle Spielzüge Gefahr vor dem Augsburger Kasten erzeugen. Wiederum war es mit Toto Rech ein einzelner Akteur, der die beiden wirklich aussichtsreichen Chancen wenig überzeugend vergab. Der einstige Torjäger der Grizzlys wird dabei immer mehr zur Effizienzbremse in der sonst gut funktionierenden Reihe um Topscorer DeSousa. So musste es also der bereits erwähnte Forecheck richten: Festerlings Puckeroberung hinter dem Gästetor (55.) veredelte Neuzugang Enlund unbedrängt zum vorentscheidenden 3:1 für die Grizzlys. Im Augsburger Endspurt ohne Torwart fiel dann gleich zweimal fast das vierte Tor für die Hausherren, doch beide Wolfsburger Schützen verfehlten denkbar knapp. Am Ende blieb ein ausgesprochen unterhaltsamer und erfolgreicher Restart der Grizzlys, die den Sieg allerdings erst recht spät in trockene Tücher brachten. Erinnert man sich an den Verlauf der letzten Begegnung mit den Panthern, kann so ein zunächst sehr deutlicher Spielverlauf allerdings auch seine Tücken haben...      

1:0 Mingoia (Festerling - Bittner) 29.Min
1:1 Payerl (Puempel - Graham) 37.Min PP 5-4
2:1 Mingoia (Archibald - DeSousa) 40.Min PP 5-4
3:1 Enlund (Festerling) 55.Min
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