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Verdiente 3:1 Niederlage in Köln

Die Grizzlys bleiben gegen Köln weiter wenig erfolgreich. Nach der erneuten Schlappe gegen das von Uwe Krupp trainierte Team steht bei den Wolfsburgern mittlerweile nur noch ein Sieg in den letzten 11 Duellen zu Buche.
Der Start geriet dabei äußerst spektakulär: Schon in der ersten Spielminute erzielten beide Teams jeweils ihr erstes Tor, wobei Wolfsburgs Forecheck als erstes belohnt wurde. Jonas Enlund verzögerte geduldig gegen Kölns Pogge und wartete bis der Goalie sich auf dem Eis ausgebreitet hatte. Gerade einmal 38 Sekunden hatten die Gäste gebraucht, um die Führung zu erlangen, 19 Sekunden später war sie auch schon wieder dahin. Sieben Sekunden nach Anpfiff war Melchiori in die Kühlbox gewandert, weitere 12 Sekunden vollstreckte Marcel Müller bereits per Unterschenkel-Kick. Der Treffer behielt auch nach dem folgenden Videobeweis Bestand, was der Begegnung zusätzlich Pfeffer verpasste. Mit viel Körpereinsatz und aggressivem Forecheck bearbeiteten sich die beiden Kontrahenten und boten den 7947 Zuschauern in der Folgezeit ein unterhaltsames Spektakel. Wolfsburg machte dabei zunächst den etwas entschlosseneren Eindruck und erspielte sich ein optisches Übergewicht - die besseren Chancen verbuchten die Gastgeber. Zweimal Köln und einmal auch die Grizzlys blieben aber auch in Überzahl erfolglos, so dass es weitgehend leistungsgerecht in die erste Pause ging.
Die Intensität der Partie blieb auch im Mitteldrittel hoch, doch nun erwischten die Gastgeber den eindeutig besseren Start. Spätestens nach Edwards Treffer (23.) zum 2:1 ging bei den Gästen endgültig der Faden verloren. Der Schuss hatte von Strahlmeiers Handschuh über den backcheckenden Button seinen Weg ins Tor der Grizzlys gefunden und somit den zweiten ärgerlichen Höhepunkt aus Grizzlysicht markiert. Es spielte eigentlich nur noch Köln, Wolfsburg schaffte kaum noch den Weg über die Mittellinie und wurde meist frühzeitig von hellwachen und diszipliniert agierenden Haien weggeblockt. Howdens 3:1 stellte da nur die logische Konsequenz des Kölner Dauerdrucks auf Strahlmeiers Gehäuse dar (33.), die Topreihen der Grizzlys blieben zahnlos. Festerlings Schuss über den Winkel blieb das Gefährlichste, was die Grizzlys vorzuweisen hatten und zählte nicht einmal zu ihren mickrigen fünf Torschüssen in diesem Spielabschnitt.
Auch im Schlussabschnitt fanden die Gäste kein Rezept gegen nun deutlich defensiver und abwartender agierende Kölner, die lediglich in einer Handvoll Szenen kurzfristig die Kontrolle verloren. Auch Wolfsburgs Schlussoffensive ohne Torhüter wirkte irgendwie verzweifelt und ideenlos - die Haie waren einfach zu stark, zu gut organisiert. Auch die beiden Überzahlspiele der Grizzlys blieben im Schlussabschnitt genauso ineffektiv wie die anderen zwei aus den beiden ersten Dritteln. 
Fazit: Mit derzeit stotternden Topreihen reichte es zu einem Sieg gegen ein großes Kaliber einfach nicht. Besonders bedenklich bleibt dabei die bisherige Topreihe um DeSousa, die vor allem in Toto Rech schon seit geraumer Zeit eine echte Bremse mit sich rumschleppt. Der französische Torjäger lässt nun schon seit geraumer Zeit einfach jegliche Genauigkeit im Abschluss vermissen und nimmt der Reihe somit viel an Torgefahr. Zusätzlich fehlt es zunehmend an Großchancen dieser Reihe - vielleicht Zeit für eine Umstellung?
  

0:1 Enlund (Festerling) 1.Min
1:1 Ma. Müller (Thuresson) 1.Min PP 5-4
2:1 Edwards (Uvira - Howden) 23.Min
3:1 Howden (Thuresson - Uvira) 33.Min