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Viel Arbeit und zwei Punkte gegen Iserlohn

Mit einem 3:2 Sieg nach Verlängerung revanchieren sich die Grizzlys beim Gast aus Iserlohn für die Schlappe im Skandalspiel. Erst auf der Zielgeraden schnappten sich die Gastgeber zumindest noch zwei der drei zu vergebenden Punkte und belohnten sich für ein starkes letztes Drittel. Ohne Bittner und Pfohl (verletzte sich beim Einspielen), dafür wieder mit Phil Hungerecker an Bord wollten die Grizzlys ihre Ladehemmungen endlich in den Griff bekommen. Daraus wurde allerdings erst einmal nichts: Beide Teams hielten sich meist erfolgreich gegenseitig vom Tor fern, brachten nur wenig Gefährliches zustande. Kampf und Geschwindigkeit stimmten zwar, aber die wenigen Aufreger resultierten nach zwanzig Minuten aus groben Fehlern der beteiligten Akteure. Doch weder Melchioris Puckverlust im Aufbau, noch DeSousas Pass (20.) auf den einschussbereiten Adam sollten bleibenden Schaden anrichten. Ansonsten blieb das Spiel erst einmal vieles schuldig...vor allem präzise Spielzüge. Nach diesem mäßig unterhaltsamem Auftaktdrittel nahm die Partie im Mitteldrittel endlich etwas Fahrt auf. Vor allem in Sachen Genauigkeit legten beide Teams nun ein besseres Niveau an den Tag - und doch war es wieder ein individueller Fehler, der den ersten Treffer der Partie ermöglichte. Ankerts Fehler nutze die neu formierte Reihe um Kapitän Furchner, der den Puck über Reichel zu Torschütze Hungerecker durchstecken konnte. Eiskalt parkte der Wolfsburger Stürmer vor Jenikes Kasten und lupfte das Spielgerät in den Winkel (31.). Statt Aufwind für die Hausherren zu erzeugen, weckte die Führung allerdings eher die Gäste. Es folgten die stärksten Minuten der Roosters die nun zum Sturmlauf ansetzten. Nach über drei Minuten Dauerdruck und einem absoluten Monstersave von Wolfsburgs Strahlmeier landete der Puck doch noch im Netz der Grizzlys. Nicholas Schilkey vollstreckte den eigenen Rebound in Baseball-Manier aus der Luft (34.) und stellte den durchaus verdienten Ausgleich für die Gäste her.
Dann war wieder Wolfsburg dran, scheiterte aber in Person von Archibald per Bauerntrick und später noch durch den stark aufspielenden Mingoia am Iserlohner Goalie. Der sollte im dritten Abschnitt fast zum alleinigen Hauptdarsteller werden, denn Wolfsburg kam wie verwandelt aus den Kabinen. Verrückt: Trotz Wolfsburger Dauerfeuer auf das Iserlohner Gehäuse waren es die Gäste, die praktisch mit ihrer ersten halben Gelegenheit den zweiten Treffer verbuchen konnten! Luke Adam hatte den Puck aus Halbdistanz in die Maschen geschlenzt (58.), der bis dahin grandios aufgelegte Strahlmeier reagierte zu spät. Mit letzter Kraft und ohne Torhüter retteten die Grizzlys sich in die Overtime. 18 Sekunden vor der Sirene lenkte Toto Rech das Spielgerät unhaltbar ins Tor und schickte die Partie somit in die Verlängerung. Hier brauchten die Gäste ganze 12 Sekunden, um mit vier statt drei Spielern auf dem Eis zu stehen - DIE Gelegenheit für die Gastgeber, den zweiten Punkt einzutüten. Doch Gästekeeper Jenike war nicht zu bezwingen - die Roosters überstanden die Unterzahl und wehrten sich weiter nach Leibeskräften gegen den endgültigen Knock-out. Den besorgte schließlich Spencer Machacek, der die Hartgummischeibe mit roher Gewalt von der Blauen endlich ins Gehäuse hämmern konnte (64.). Da Wolfsburg einfach zu spät ins Rollen gekommen war, ging die Punkteteilung am Ende absolut in Ordnung. Ganz überzeugen konnten die Grizzlys jedoch erneut nicht, zu ungenau und zu wenig zwingend blieben die Angriffsbemühungen der teils neu formierten Reihen. Individuell überzeugen konnten vor allem Kapitän Furchner und der etwas glücklose Mingoia.


1:0 Hungerecker (Reichel - Furchner) 31.Min
1:1 Schilkey (O'Connor - Cornel) 34.Min
1:2 Adam (Bailey - O'Connor) 58.Min
2:2 Rech (Murray - DeSousa) 60.Min EA
3:2 Machacek (Melchiori - Furchner) 64.Min