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Die Grizzlys zerstören Mannheim mit 3:7!

In einem fulminantem Auftaktdrittel überrollten die Gäste aus Niedersachsen die Adler mit 1:5 und legten damit den Grundstein für eine herausragende Auswärtspartie. Schon nach zwei Minuten hatten die Grizzlys doppelt zugeschlagen: Wurms Knaller hatte Archibald unhaltbar abgefälscht, direkt nach dem Wiederanpfiff erbeutete Festerling den Puck am gegnerischen Gehäuse und legte für den einschussbereiten Toto Rech auf. Gerade einmal 70 Sekunden waren da gespielt und die Gastgeber sollten auch weiterhin nicht den Ausgang aus der Waschmaschine finden. Wolfsburg drückte energisch, zeigte enormen Einsatz im Fore- und Backcheck und erspielte sich munter Chance um Chance. Machaceks Doppelpack (8./13.) schickte die Grizzlys dann endgültig auf die Gewinnerstraße, zumal Wolfsburg bis zum - aus Mannheimer Sicht - bitteren Ende nicht locker ließ. Der "Warrior" hatte zunächst abgefälscht, dann ein feines Anspiel von Mingoia aus dem hohen Slot ins Netz gehämmert...und doch sollte der Nachmittag nicht gut für ihn enden. Denn in der 16.Minute sollte es gleich doppelt ärgerlich für die Gäste werden: Erst schied Machacek nach Check von Wolf verletzt aus, die folgende Unterzahl veredelten die Gastgeber obendrein mit Szwarz' Treffer zum 1:4. Murrays Wackler an der Blauen hatte der Mannheimer Stürmer per Alleingang abgeschlossen und so für einen ersten leichten Hoffnungsschimmer in Reihen der Adler gesorgt. Doch noch vor der ersten Sirene sorgte u.a. jener Murray dafür, dass die Mannheimer Comeback-Träume im Reich der Phantasie blieben. Seinen Schuss ins Gewühl (20.) nahm der wie entfesselt aufspielende Festerling per Schlittschuh mit und lenkte den Puck so aus der Drehung ins Tor. Nach ausgiebiger Videoanalyse fand Wolfsburgs zweiter Powerplaytreffer seine Anerkennung und schickte somit einen grimmigen Pavel Gross und reichlich geknickte Adler mit vier Toren Rückstand in die Pause.
Wer den Wolfsburger Ex-Coach kennt weiß, dass es in den folgenden 18 Minuten eigentlich nur schönere Orte auf diesem Planeten gab als die Kabine der Adler. Das machte sich zum Start des Mitteldrittels auch prompt bemerkbar. Dennis Endras hatte seinen Platz zwischen den Pfosten für Brückmann räumen müssen und die Gastgeber agierten fortan deutlich konzentrierter. Den ersten Treffer landeten trotzdem wieder die Gäste. Herrlich von Festerling in Szene gesetzt hatte Youngster Nijenhuis alle Zeit der Welt und löffelte die Scheibe locker über Brückmanns Schulter (28.). Hatten die Adler im Auftaktdrittel der Kühlbox gleich vier Besuche abgestattet, so war offenbar nun Wolfsburg mit Strafen dran. Beide Strafen (31./37.) ernteten bei den Gästen reichlich Kopfschütteln und mussten im zweiten Anlauf auch mit den 2:6 durch Melart quittiert werden (38.). Strahlmeier hatte bei dessen Schlenzer keinerlei Sichtlinie und konnte das Geschoss nur ratlos einschlagen lassen. Der Startschuss zu einem Mannheimer Sturmlauf war dies aber mitnichten. Wolfsburg spielte, sehr zur Freude ihres Trainers, weiterhin mit viel Energie und ließ den Gastgebern auch im Schlussabschnitt kaum Luft zum Atmen. Mit dem dritten Tor in Überzahl, dieses Mal durch Melchiori per Schlagschuss (45.), waren wohl auch beim letzten Schwarzmaler (Augsburgspiel!) die Zweifel an einem Sieg der Grizzlys beseitigt. Wolfs Treffer zum 3:7 Endstand (49.) sorgte nur noch für Ergebniskorrektur.
Die Leistungskurve der Grizzlys zeigt nach der Steigerung im Iserlohn-Spiel also weiterhin nach oben. Besonders die neu formierte Reihe Rech - Festerling - Nijenhuis bereitet den Fans dabei reichlich Freude!  


0:1 Archibald (Wurm - DeSousa) 2.Min
0:2 Rech (Festerling) 2.Min
0:3 Machacek (Murray - Mingoia) 8.Min PP 5-4
0:4 Machacek (Mingoia - Fauser) 13.Min
1:4 Szwarz 17.Min SH 4-5
1:5 Festerling (Archibald - Murray) 20.Min
1:6 Nijenhuis (Festerling - Wurm) 28.Min
2:6 Melart (Plachta - Szwarz) 38.Min PP 5-4
2:7 Melchiori 45.Min PP 5-4
3:7 Wolf (Plachta) 49.Min
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