header
Log in
A+ A A-

Powerplaytraining endet mit 2:1 Erfolg über Mannheim

Gegen am Ende zu undiszipliniert auftretende Adler sichern sich die Grizzlys die vollen drei Punkte und setzen sich weiter im oberen Tabellendrittel fest. Dabei standen die Vorzeichen nicht unbedingt günstig für die gastgebenden Wolfsburger, die neben Björn Krupp verletzungsbedingt auch auf ihren Topscorer verzichten mussten. Nach sieben gespielten Minuten fiel aus der mit Fabio Pfohl neu formierten Reihe obendrein auch noch Jonas Enlund aus. Teamkollege Button hatte den finnischen Stürmer per Schlagschuss im Gesicht getroffen - für Enlund ging es umgehend ins Krankenhaus. Überhaupt nicht mehr für die Grizzlys auflaufen wird hingegen Valentin Busch, der noch vor dem Spieltag zu Liga-Konkurrent Bietigheim wechselte und zeitgleich sein erstes Spiel für die Steelers absolvieren durfte. Doch Wolfsburg steckte das alles ungerührt weg, agierte über die volle Distanz mindestens auf Augenhöge mit den Gästen aus der Quadratestadt und profitierte von den zahlreichen Mannheimer Strafen. Wie gewohnt dauerte das "Profitieren" allerdings deutlich länger, als man sich das auf Wolfsburger Seite vielleicht gewünscht hätte. Gerade im Auftaktdrittel hatte das schon etwas frustrierendes, wie die Grizzlys ihre ersten beiden Powerplays fast effektlos vergaben und Mannheim obendrein kurz vor Drittelende dann per Konter das 0:1 besorgen konnte.
Zuvor hatten die Gastgeber deutlich mehr Offensivaktionen und Schüsse in Richtung Felix Brückmann bringen können, der Ertrag war, wie zuletzt häufig, dürftig gewesen. Beide Teams hatten schließlich je einen Pfostentreffer vorzuweisen und Mannheim immerhin auch ein Überzahlspiel vergeben. Mit einer Schussbilanz von 17-11 und ein wenig angefressen ging es für die Grizzlys zum ersten Mal in die Kabine.
Günstig: Kurz vor Ende des ersten Drittels hatte sich der Gast die nächste Strafe genehmigt, so dass die Hausherren mit fast zwei Minuten Überzahl ins Mitteldrittel gingen. Wolfsburg zeigte sich im dritten Anlauf endlich zielstrebiger, zog durch Mingoias Solo das nächste Mannheimer Foul und versenkte das Spielgerät noch bei angezeigter Strafe im Kasten der Adler. Sehr zum Unmut der Gäste hatten die Referees das Spiel nicht unterbrochen, obwohl zuvor Mitspieler den Puck berührt hatten. Das Stichwort hieß: Puckkontrolle. Die fehlte nämlich auf Seiten der Gäste, so dass der nachgerückte Fabio Pfohl zentral zum Abschluss kommen (21.) und das leistungsgerechte 1:1 besorgen konnte. Doch es kam noch besser aus Grizzlysicht! Die Adler bekamen die konsequent und laufstark agierenden Gastgeber auch weiterhin nicht ohne Regelwidrigkeiten in den Griff. Gleich dreimal hintereinander besuchten die Gäste in den folgenden Minuten die Kühlbox und ermöglichten den Grizzlys weitere Übungseinheiten in Sachen Überzahlspiel. Auch ohne ihren Toptorjäger DeSousa (im Powerplay gesetzt) schafften die Wolfsburger schließlich doch noch einen weiteren Torerfolg und gingen durch Melchioris Hammer (29.) mit 2:1 in Führung. Mannheim hatte auch im Anschluss große Schwierigkeiten seinen Spielfluss zu finden und ernsthafte Torgefahr auszustrahlen. Die beste Gelegenheit durch Wolfs One-Timer fischte der erneut glänzend aufgelegte Strahlmeier weg, dann folgten zwei Unterzahlspiele für die Hausherren. Dass das Überzahlspiel nicht die Mannheimer Paradedisziplin darstellt, kam den aufopferungsvoll kämpfenden und blockenden Grizzlys dabei deutlich zugute. Mit einer knappen Führung und einigen blauen Flecken mehr im Gepäck ging es in die zweite Unterbrechung. 
Auch im Schlussabschnitt sollte den Gästen zunächst nicht viel gegen konzentriert und mit guter Aggressivität arbeitende Grizzlys einfallen. Im Gegenteil: Die ersten guten Gelegenheiten der zähen Auftaktminuten gehörten den Hausherren. Doch auch Ex-Grizzly Felix Brückmann lieferte auf gewohnt hohem Niveau und verbaute den Wolfsburgern somit ein ums andere Mal die Vorentscheidung in dieser engen Partie. Erst gegen Mitte des Schlussabschnitts kamen die Adler besser ins Spiel und konnten zum Ende hin tatsächlich so etwas wie Dominanz etablieren. Zu weiteren Toren reichte es indes für die Gäste nicht, die auch mit einem Feldspieler mehr (ab 59.) nicht an Strahlmeier vorbeikamen. Die Punkte blieben also in Wolfsburg, das am Donnerstag somit als Dritter die Reise zum Tabellennachbarn aus Ingolstadt antreten kann.
   

0:1 Krämmer (Ishakov - Wirth) 20.Min
1:1 Pfohl (Archibald - Murray) 21.Min PP 5-4
2:1 Melchiori (Rech - Gaudet) 29.Min PP 5-4