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Grizzlys starten mit Sieg nach Penaltys ins neue Jahr

Mit einem 4:3 Sieg gegen München sichern sich die Grizzlys die nächsten Punkte im Kampf um die besten Plätze. Dass es am Ende nur zwei Punkte wurden, lag vor allem an der Effizienz der Gäste aus Bayern. Wolfsburg überzeugte spielerisch und hatte das Geschehen meist gut unter Kontrolle, doch die wenigen Aussetzer der Grizzlys bestrafte das Team von Don Jackson eiskalt. 
Dabei liefen alle drei Drittel nach einem ähnlichen Muster ab: Wolfsburg übernahm zunächst das Heft des Handelns und erspielte sich seine Möglichkeiten mit viel Einsatz und guten Laufwegen. Nach dem jeweiligen Treffer der Gastgeber streckte sich München ein bisschen und glich, meist nach kleineren Unachtsamkeiten der Grizzlys, humorlos aus. 
Im ersten Drittel war es Tyler Gaudet, der nach Traumpass von Murray alleine auf aus den Birken zulaufen konnte (10.) und den Goalie der Münchner zur ersten Führung überwand. Reichlich überraschend glich München noch per Abfälscher durch Smith (15.) aus und hatte im Anschluss eine seiner besten Phasen der Partie.
Dustin Strahlmeier bewahrte die Gastgeber vor Schlimmerem, wobei bemerkt werden muss, dass beide Torhüter einen absoluten Sahnetag erwischt hatten.
Im Mittelabschnitt versäumten die Grizzlys dann das Spiel endgültig in ihre Richtung zu zwingen. Dreimal in Überzahl gelang den Gastgebern trotz guter Ansätze kein Powerplaytreffer. Die erneute Führung wirkte dabei wie ein Abziehbild des ersten Wolfsburger Tors: Dieses Mal schickte Dominik Bittner seinen Kollegen Toto Rech mit einem Pass an die gegnerische blaue Linie auf die Reise. Wieder vollstreckte der Wolfsburger Stürmer gegen den Münchner Goalie (32.), wieder kam München noch vor der Sirene zurück. Boyles Treffer (38.) zum 2:2 war ein eklatanter Abstimmungsfehler in der Wolfsburger Defensive vorangegangen - beide Verteidiger begutachteten den Puck zwischen sich, während ein Münchner beherzt zugriff. Das folgende Chaos im Wolfsburger Drittel beendete Daryl Boyle mit seinem Hammer zum Ausgleich.
Beide Teams blieben im Schlussabschnitt gefährlich, Wolfsburg ging zum dritten Mal in Führung. Rechs Schuss stopfte der aufgerückte Archibald aus nächster Nähe über die Linie (50.), München antwortete drei Minuten später erneut durch einen abgefälschten Schuss. Parkes Treffer (53.) sollte der letzte in regulärer Spielzeit bleiben. Brenzlig wurde es vor allem für die Grizzlys noch einmal, als Armin Wurm die einzige Wolfsburger Strafe des Spiel (ab 57.) antreten musste. Die Gastgeber überstanden den Münchner Druck allerdings souverän und hatten durch Darren Archibald sogar die größte Chance der Schlussphase auf ihrer Seite.
Die folgende Verlängerung war nichts für schwache Nerven! Beide Teams drängten auf die Vorentscheidung, scheiterten aber - wie schon im Schlussabschnitt - teils spektakulär an den beiden Torleuten.
So ging es im Penaltyschießen dann auch erst einmal weiter. Lediglich Mingoia und Gogulla hatten von den ersten drei Schützen für ihr Team verwandeln können. Die folgenden drei Kontrahenten-Paare konnten die beiden Goalies dann überhaupt nicht bezwingen. Erst Garrett Festerling, als insgesamt 14.Schütze, brachte das Spielgerät an aus den Birken vorbei und sicherte den Grizzlys den Extra-Punkt.
Die zugelassenen 500 Fans feierten ihr Team ausgiebig, während der Siegtorschütze im Interview durchaus etwas Ärger über den verlorenen Punkt zu erkennen gab.
Wolfsburg verbleibt mit diesem Sieg weiter hinter den Eisbären auf dem zweiten Tabellenplatz und wird erst kommenden Freitag wieder ins Spielgeschehen eingreifen (Heimspiel gegen Krefeld). Die Partie in Straubing (04.01.22) ist aufgrund der DEL-Booster-Days auf den 26.01.22 verlegt worden. Die zügige Booster-Impfung aller Akteure hat momentan oberste Priorität!
  

1:0 Gaudet (Murray - Melchiori) 10.Min
1:1 Smith (Redmond - Abeltshauser) 15.Min
2:1 Rech (Bittner - Melchiori) 32.Min
2:2 Boyle (Smith - Gogulla) 38.Min
3:2 Archibald (Rech) 50.Min
3:3 Parkes (Blum - Kastner) 53.Min
4:3 Festerling PEN