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Grizzlys landen ihren ersten Saisonsieg gegen den REV

Reichlich dezimiert, aber offenbar gut erholt meldeten sich die Grizzlys aus ihrer erzwungenen Pause zurück. Ohne ihr Topverteidigerpaar (Melchiori/Bittner) und DeSousa, Enlund, Machacek und Hungerecker im Sturm waren die Gäste bei 5 gegen 5 auf dem Eis nicht zu bezwingen. Nur mit einem Mann mehr auf dem Eis gelangen den Pinguins Treffer durch Mauermann (43.) und Andersen (56.), die sie am Ende nicht mal in die Nähe von Punkten brachten. Wolfsburg erwischte den besseren Start, während Bremerhaven die zweite Hälfte des Auftaktdrittels gehörte. Tore gab es zu Beginn allerdings auf keiner der beiden Seiten zu bejubeln, denn sowohl der überragende Strahlmeier im Wolfsburger Kasten als auch sein Gegenüber Maxwell zeigten sich von ihrer besten Seite. Zudem verhinderte Björn Krupp mit einem sensationellen Sticklift im letzten Moment die Bremerhavener Führung, auf der gegenüber liegenden Seite scheiterte Fauser in der Schlusssekunde am zu spitzen Winkel. Überraschend bis dahin: Das Verständnis in den weitgehend neu sortierten Angriffsreihen der Grizzlys überzeugte von Beginn an, Bremerhaven profitierte kaum von Wolfsburger Missverständnissen oder Abspielfehlern.
Das Mitteldrittel war, aus Grizzlysicht, ein echter Leckerbissen. Schon nach 34 Sekunden vollstreckte Gerrit Fauser ein leckere Kombination seiner bärenstarken Reihe zum verdienten 0:1 und gab damit den Startschuss zur Gala des Wolfsburger Rumpfkaders. Die Grizzlys spielten hart und clever, überstanden auch ihre zweite Unterzahl in dieser Begegnung (ab 27.) mit Bravour und  schlugen dann ihrerseits noch zweimal zu. Zunächst erhöhte Archibald (34.) aus der Distanz auf 0:2, dann setzte sich Trevor Mingoia vor dem Tor durch (36.) und beförderte das Spielgerät zum 0:3 in die Maschen. Bremerhaven wirkte angeschlagen, scheiterte beim einzigen dicken Patzer der Grizzlys (Puckverlust direkt vor dem eigenen Gehäuse)  an Dustin Strahlmeier.
Als die Gastgeber im Schlussabschnitt doch noch den Weg aufs Scoreboard fanden (43.), konterten die Grizzlys gut eine Minute später durch Murrays 1:4. Beide Tore fielen in Überzahl und der REV brauchte nun einige Zeit, um den Schock der schnellen Wolfsburger Antwort zu verdauen. Rechs Strafe (53.) weckte dann noch einmal die Kampfgeister der Fishtowner und ihres Anhangs. Der REV agierte während der kompletten Überzahl ohne seinen Torhüter und mit sechstem Feldspieler, ließ auch nach Ablauf der Strafe den Goalie vom Eis. Das sollte sich auszahlen, denn mit Andersen schaffte es dann zum zweiten Mal ein Pinguin den glänzend aufgelegten Strahlmeier zu überwinden (56.) und Hoffnung ins mit 947 Zuschauern besetzte Rund zu bringen. Wolfsburg hatte nun doch etwas mit der kurzen Bank zu kämpfen und wirkte in seinen Aktionen etwas langsamer als zuvor. Doch die Grizzlys trotzten der Bremerhavener Schlussoffensive: Eine volle Minute warfen sie sich gegen erneut mit sechs Feldspielern angreifende Pinguins in jeden Schuss, bis Tyler Gaudet die Gäste endgültig erlöste. Sein Schuss ins leere Tor (58.) besiegelte den ersten Saisonsieg gegen die Nordlichter und sicherte somit den sechsten Wolfsburger Sieg in Folge!
Schon am Mittwoch geht es jetzt für die Grizzlys mit einem Heimspiel gegen Bietigheim weiter, wo das Team des frisch bis 2024 verlängerten Mike Stewart den siebten Erfolg in Folge feiern will. Ob diese Partie stattfinden kann, steht nicht zuletzt wegen der Personalsituation bei den Steelers noch nicht fest. Am Sonntag standen dem Aufsteiger noch 4 Verteidiger und 6 Stürmer zur Verfügung - das könnte bei weiteren Ausfällen bis Mittwoch noch knapp werden...  


0:1 Fauser (Gaudet - Murray) 21.Min 
0:2 Archibald (Murray - Furchner) 34.Min
0:3 Mingoia (Gaudet - Fauser) 36.Min
1:3 Mauermann (Wejse - Urbas) 43.Min PP 5-4
1:4 Murray (Mingoia - Fauser) 44.Min PP 5-4
2:4 Andersen (Dietz) 56.Min EA
2:5 Gaudet (Mingoia) 58.Min ENG