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Wolfsburg bezwingt Bietigheim mit 5:3

Dank eines starken Auftaktdrittels und einem überragenden Tyler Gaudet gelingt den Grizzlys der siebte Sieg in Folge! Beide Teams, zuletzt arg dezimiert, konnten in dieser Begegnung wieder auf mehr Stammpersonal zurückgreifen. In Wolfsburgs Fall bedeutete das die Rückkehr von Machacek, Melchiori und Hungerecker, so dass lediglich ein Kaderplatz unbesetzt bleiben musste. Dem Spiel tat die veränderte Personalsituation sichtlich gut: Es entwickelte sich ein schneller und intensiver Schlagabtausch, den Wolfsburg mit letzter Kraft schließlich für sich entscheiden konnte. 
Bereits in der 3. Spielminute stellten die Grizzlys dabei die Weichen auf Sieg und gingen per Doppelschlag in Führung. Luis Schinko läutete mit seinem DEL-Premierentreffer die stärkste Phase der Gastgeber ein, die schon wenige Sekunden später durch den stark aufspielenden Gaudet ihren Vorsprung vergrößern konnten. Bietigheims Aushilfsgoalie Bitzer hatte praktisch bei den ersten beiden ernstzunehmenden Schüssen auf sein Tor gleich zweimal hinter sich greifen dürfen. Die Steelers brauchten noch einige Minuten, um den Schock zu verdauen, profitierten schließlich von ersten Wolfsburger Nachlässigkeiten. Die Topreihe der Gäste schlug als erstes Kapital aus ihren Freiheiten und erzielte nach schöner Kombination das 2:1 durch Jasper (9.). Als Wolfsburg die Zügel wieder anzog, gelang den Grizzlys kurz vor der ersten Pause tatsächlich das 3:1. Erneut Gaudet war es, der energisch vor das Tor der Steelers zog und im ersten Versuch noch an Bitzer scheiterte. Reihenkollege Fauser war jedoch blitzschnell zur Stelle und schob das Spielgerät vom Schoner des Bietigheimer Goalies zurück zu Gaudet, der im zweiten Anlauf vollendete (20.).
Wer glaubte, das Wolfsburg nun die Punkte schnell im Sack hätte, der sah sich allerdings getäuscht. Das Spiel der Grizzlys, sonst von hoher Arbeitsmoral und Intensität geprägt, wirkte über die kommenden 20 Minuten pomadig, fast schon überheblich. Die Quittung für diese nachlassende Einstellung gab es schon nach knapp vier Minuten, als Preibisch für die Gäste auf 3:2 verkürzen konnte - und das alles andere als unverdient.
Bietigheim witterte seine Chance und prompt ging es zwischen den Teams einiges härter zur Sache. Beide Teams ließen ihre Powerplaygelegenheiten im Mitteldrittel jedoch ungenutzt, wobei die Gäste in der 38.Minute großes Glück hatten. Smereck war nach einem grob unsportlichen Foul an Pfohl und dessen Familienplanung mit lediglich zwei Strafminuten davon gekommen. Für den Gefoulten ging es im Schlussabschnitt dann aber nicht so glimpflich ab. Nachdem Gaudet sich zum Hattrick durchgetankt hatte (44.), erwischte Pfohl seinen Gegenspieler nach einem Missglückten Open-Ice-Hit am Kopf und durfte nach Sichtung der Bilder zum Duschen (47.). Der sicher geglaubte Sieg, Wolfsburg hatte bis dahin wieder überzeugender agiert, kam nun heftig in Gefahr. Renners Überzahltreffer zum erneuten Anschluss (50.) hätte die Partie durchaus in eine andere Richtung laufen lassen...doch die Steelers verbauten sich wenig später durch eine Strafe gegen Sheen die Aufholjagd selber. Trotzdem blieb es bis zum Schlusspfiff hochspannend. Bietigheim versuchte sich in der Schlussoffensive dann mit einem weiteren Stürmer und kam gleich mehrfach brandgefährlich vor das Tor der Grizzlys. Den Treffer markierten allerdings wiederum die Gastgeber, bei denen Dreifachtorschütze Gaudet auf den vierten Treffer verzichtete und zu Kollege Archibald querlegte. Der vollstreckte ins leere Tor und machte somit drei Sekunden vor Schluss den Sack zu.
Wolfsburg festigt somit seine Topplatzierung und ist jetzt drei Punkte vor Mannheim Tabellenzweiter!
        

1:0 Schinko (Festerling) 3.Min
2:0 Gaudet (Mingoia) 3.Min
2:1 Jasper (Stretch - Sheen) 9.Min
3:1 Gaudet (Fauser - Melchiori) 20.Min
3:2 Preibisch (McKnight - Smereck) 24.Min
4:2 Gaudet (Fauser - Machacek) 44.Min
4:3 Renner (Schüle - McKnight) 50.Min PP 5-4
5:3 Archibald (Gaudet - Machacek) 60.Min ENG