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Blamage in Nürnberg - 3:2 Niederlage gegen 14 Feldspieler

Die Grizzlys machen nach dem zuletzt eher mäßigen Auftritt gegen Bietigheim einen weiteren Schritt in die falsche Richtung. Gegen mit lediglich 14 Feldspielern angetretene Ice Tigers zeichnete sich von der ersten Minute an ein Einstellungsproblem bei den Gästen ab. Während Nürnberg bis in die Haarspitzen motiviert auftrat, liefen die mit voller Kapelle angereisten Wolfsburger zu Beginn nur hinterher. Völlig zurecht und etwas spät gingen die Ice Tigers in der 18.Minute durch Friedrich in Führung. Chet Pickard, der an diesem Abend den Platz zwischen den Grizzlypfosten übernommen hatte, erwischte obendrein einen gebrauchten Tag. Der Abpraller für Friedrichs Abstauber war dabei nur eine von vielen Rebound-Situationen, die es für sein Team nicht leichter machten.
Auch im Mitteldrittel zog Wolfsburg nur kurzfristig die Zügel an, ließ aber seine wenigen klaren Chancen ungenutzt liegen. Als Mingoia in der 26.Minute auf die Strafbank wanderte, offenbarten die Grizzlys auch in Unterzahl ungewohnte Defizite. Dreimal hintereinander durften die Gastgeber den gleichen Überzahlspielzug proben - im dritten Anlauf saß Fox' Schlagschuss schließlich (27.). Unhaltbar war der Schuss allerdings eher nicht...
Damit nicht genug! Schon zwei Minuten später hatte Fox erneut Grund zum Jubeln. Sein Schuss war Pickard über den Schoner gesprungen und wurde nach Ansicht der Videobilder als hinter der Linie gewertet. Das 3:0 stellte gegen topmotivierte Tigers nun eine absehbar harte Nuss dar. Wolfsburg intensivierte sein Spiel endlich und kam durch Wurms Distanzschuss noch vor der Pause (34.) zum 3:1. Vorzeigbare Spielzüge blieben allerdings Mangelware und vor allem die Rückkehrer Bittner und DeSousa wirkten noch reichlich eingerostet. Auch wenn sich im letzten Spielabschnitt hin und wieder so etwas wie Grizzlyhockey andeutete, gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber sollte es nur noch zum Anschlusstreffer (42.) reichen. Buttons harter Schuss hatte den Weg zurück auf seine Kelle gefunden und der Wolfsburger Verteidiger netzte unhaltbar zum 3:2 ein. Von den Wolfsburger Sturmreihen (von Stewart mittlerweile auf drei geschrumpft) kam zwar nun deutlich mehr Druck im Forecheck, doch zum Einschuss freigespielte Stürmer blieben ein Bild mit Seltenheitswert. Gleich viermal blieb zudem das Powerplay der Grizzlys schwach - die größeren Chancen hatten die Gäste, die gegen Ende gleich zwei Schüsse aufs leere Tor nicht unterbringen konnten. Einmal verfehlte der Puck nur knapp das Wolfsburger Gehäuse, ein weiteres Mal holte Melchiori das Spielgerät kunstvoll mit dem Schläger aus der Luft. Es blieb beim knappen Nürnberger Sieg, der von der Rumpftruppe der Gastgeber zurecht euphorisch gefeiert wurde.
Die Grizzlys bleiben trotz der Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz und müssen nun schleunigst wieder Intensität in ihr Spiel bringen. 


1:0 Friedrich (Fleischer - Stoa) 18.Min
2:0 Fox (Weber -Stoa) 27.Min PP 5-4
3:0 Fox (Fleischer) 29.Min
3:1 Wurm (DeSousa - Festerliong) 33.Min
3:2 Button (Pfohl -Rech) 42.Min