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EHC - Krefeld Pinguine 4:0

Weihnachtsgeschenke aus Krefeld

Nachdem sich die Pinguine schon vor zwei Wochen als dankbare Beute erwiesen hatten, machte sich der arg dezimierte Kader der Grizzlys nun natürlich erneut Hoffnung auf die volle Punktausbeute. Für die Wolfsburger, die ohne Ihren Kapitän Tyler Haskins, Robbie Bina und Philip Riefers, sowie die langfristigen Ausfälle Dotzler und Foucault angetreten sind, entpuppte sich der Gast aus Krefeld dann als der erhofft schwache Gegner.
Die Grizzlys ließen prompt jedes anfängliche Abtasten ausfallen und knallten den Gäste schon nach 34 Sekunden den ersten Treffer in die Maschen. Den rasant vorgetragenen Angriff über Voakes und Aubin brauchte Fabio Pfohl nur noch in die Maschen legen; die träge agierende Gästemannschaft war mit zwei schnellen Spielzügen schon komplett ausgespielt.
Und es ging so weiter: Einer wirklich nennenswerten Krefelder Chance standen meist vier oder fünf Wolfsburger Einschussgelegenheiten gegenüber. Lediglich die vierte Spielminute gehörte dabei den Gästen, die ihre zwei klaren Möglichkeiten aber einfach nicht nutzen konnten. Der nächste Torjubel sollte dann in der 11.Minute durch die Arena schallen: Wieder waren es die Heimfans, die diesmal einen Powerplay-Treffer von Jimmy Sharrow bewundern durften. Dessen Schuss von der blauen Linie hatten den Spielstand zumindest ein wenig den Kräfteverhältnissen auf dem Eis angleichen können. Zum Glück scheint die Zeit der mageren Torausbeute bei den Grizzlys endgültig vorbei zu sein. Bereits vier Minuten später klopfte erneut Sharrow per Schlagschuss bei Krefelds Goalie an – und der machte die Tür dummerweise einen Spalt auf! Den durch die Schoner geschlüpften Puck schnappte sich der nachrückende Aubin und begleitete das Spielgerät mit seiner Kelle über die Linie. Körpersprache der Gäste und Zwischenstand auf der Anzeige sprachen zu diesem Zeitpunkt eine deutliche Sprache: Das Spiel schien bereits entschieden!
Die Gäste zuckten in den folgenden Minuten noch einmal kurz, mit dem zweiten Drittel trat dann aber bereits die Leichenstarre ein. Wenig überzeugend versuchten die Pinguine das Schlimmste zu verhindern, während die Grizzlys sich weiterhin offensiv austoben durften. Aubins Pfostenknalller (27.) folgte der vierte Treffer der Hausherren durch Christoph Höhenleitner. Wieder hatten zwei schnelle Spielzüge den Krefelder Goalie zur ärmsten Sau auf dem Eis werden lassen (33.). Es liegt die Vermutung nahe, dass ein weiterer Wolfsburger Treffer durchaus zu einer Selbstauswechslung hätte führen können, so armselig gestalteten sich die Krefelder Bemühungen...
Mit einem aus Gästesicht schmeichelhaften 4:0 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.
Den Schlussabschnitt dominierte, zumindest bei den Heimfans, die Frage, ob Sebastian Vogl seinen ersten Shutout feiern könnte. Den Krefelder Fans stellten sich zu diesem Zeitpunkt vermutlich ganz andere Fragen – fast der gesamte KEV-Anhang hatte die Halle bereits verlassen und wärmte sich an den Bierbuden für eine eingehende After-Game-Befragung seines Teams auf.
Ihr Team durfte indes noch einmal recht ungestört die Freuden des Offensivspiels ausprobieren, während die Grizzlys schon einmal Kräfte für den Vergleich mit den Eisbären schonten.
So musste sich Wolfsburgs Vogl den ersten Shutout der Saison doch noch ausgesprochen hart verdienen, hielt seinen Kasten aber am Ende bravourös sauber.
Wie schon bei seiner Großchance im ersten Drittel, war es auch im Schlussabschnitt meist Daniel Pietta, der mit hochkarätigen Chancen für seine Farben die Kohlen aus dem Feuer holen wollte. Doch Wolfsburgs Torhüter blieb stets Sieger.
Folgerichtig leitete Vogl auch die Feierlichkeiten im Anschluss an diese – außer für ihn – am Ende recht entspannten Partie.


Teamcheck

Tor
Vogl mit einer Top-Leistung. Nach dem Monsterlauf seines Kollegen inklusive Shutout Rekord umso wichtiger für „Birdy“, dem das Zuschauen sicherlich nicht nur Freude bereitet haben dürfte. Nach dem Fehler beim dritten Tor in Augsburg ist die Shutout-Premiere genau die richtige Antwort und obendrein hochverdient.

Verteidigung
Jimmy Sharrow scheint die Jahreszeit verwechselt zu haben. 1a Play-off Vorstellung unserer Nr.3. Anderthalb Tore und einige sehenswerte Defensivaktionen lassen keine Zweifel an einer persönlichen Saisonbestleistung aufkommen.
Jeff Likens mit weniger Chaos als gewohnt, konnte sich den Pass von hinter dem Tor vor die Füße seines Goalies trotzdem mal wieder nicht verkneifen. Es nervt nur noch.
Jeremy Dehner etwas verwirrt in der vierten Minute (Pass direkt auf die Kelle des Mittelstürmers), ansonsten mit passabler Leistung.
Wurm und Seifert sicher und solide, Krupp weiterhin mit jeder Menge Autorität – vor allem an den Boards. Geile Sache, Björn – weiter so!

Sturm
Foucault und Haskins außer Gefecht? Kein Ding, dann übernimmt einfach die Reihe um Mark Voakes die Rolle der Top-Reihe. Natürlich erleichtert ein so offenkundig streikender Gegner vieles, doch auch so ein Team muss man erst einmal bestrafen. Und Voakes, Pfohl und Aubin ließen zusammen mit Sharrow die Pinguine tüchtig für ihre mangelhafte Einstellung bezahlen.
Spielfreude und effizienter Abschluss waren in den ersten beiden Dritteln Dauergast bei den Grizzlys. Einzig Aubins Pfostentreffer passte nicht ganz in das Bild der wie geölt laufenden Angriffsmaschinerie.
Leider erwischte es mit Gerrit Fauser den nächsten Spieler aus Wolfsburgs (ehemaliger) Topreihe – diesmal mit einem schmerzhaften Treffer am Arm. Der Stürmer droht nun ebenfalls auszufallen. Umso bitterer, da auch bei ihm die Formkurve deutlich nach oben zeigte, der vierte Treffer obendrein wunderschön auf Höhenleitner vorgelegt war.
Ein Sonderlob an dieser Stelle auch noch an Neuzugang Stephen Dixon, der furchtlos im gegnerischen Slot agiert und alles in allem enorm schnell ein funktionierenden Bestandteil des Teams geworden ist. Aktuell weiter ein Kandidat für eine Vertragsverlängerung – bei den Grizzlys ja eher ungewohnt bei einer späten Nachverpflichtung. mb

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